Forum: HF, Funk und Felder Messender für Radioreparatur gesucht


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von Thomas R. (thomasr)


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Leider habe ich beim Repair Café ein schönes Röhrenradio zur Reparatur 
angenommen aber leider zu spät bemerkt, daß da schon jemand wahllos an 
den diversen Filterkreisen gedreht hat.

Ich habe die Original Abgleichanleitung des Herstellers aber keinen 
Meßsender. Für FM sollte dieser 10,7MHz haben, amplitudenmoduliert, Ri 
75Ohm.

Gibt es da etwas günstiges?

: Bearbeitet durch User
von KArl Fred M. (karl_fred)


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SDR?

von Kutte R. (kutte)


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Thomas R. schrieb:
> Für FM sollte dieser 10,7MHz haben, amplitudenmoduliert, Ri
> 75Ohm.

und das steht so in der Abgleichanleitung? Glaube ich nicht. Zum 
FM-Filterabgleich braucht man keine Amplitudenmodulation sondern einen 
Wobbler und die 75 Ohm für den ZF-Abgleich möchte ich auch bezweifeln.
Also such einen Wobbelsender, und ein SDR wird natürlich nicht helfen.

: Bearbeitet durch User
von Uli S. (uli12us)


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Wirklich 10,7Mhz, keine 107? UKW reicht doch von ca 86-110 Mhz

von Jörg K. (joergk)


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Uli S. schrieb:
> Wirklich 10,7Mhz, keine 107? UKW reicht doch von ca 86-110 Mhz

ZF für UKW war 10,7MHz.
UKW ging übrigens damals in Deutschland nur bis 100MHz.

Jörg

Beitrag #7130253 wurde vom Autor gelöscht.
von Thomas R. (thomasr)


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Kutte R. schrieb:
> Thomas R. schrieb:
>> Für FM sollte dieser 10,7MHz haben, amplitudenmoduliert, Ri
>> 75Ohm.
>
> und das steht so in der Abgleichanleitung? Glaube ich nicht. Zum
> FM-Filterabgleich braucht man keine Amplitudenmodulation sondern einen
> Wobbler und die 75 Ohm für den ZF-Abgleich möchte ich auch bezweifeln.
> Also such einen Wobbelsender, und ein SDR wird natürlich nicht helfen.

Siehe Anhang.

von ZF (Gast)


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Hallo Thomas,

es wird hier genug Leute geben, die solch einen Messsender haben. Wenn 
Du den Ort oder die Gegend nennst, kann vielleicht einer aus der Nähe 
kurz damit aushelfen.

von karadur (Gast)


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Evtl. mit einem 10,7MHz Filter aus einem defekten Radio einen Generator 
bauen  und mit einem Multivibrator die Versorgung modulieren und einen 
Transistor als Puffer mit einem 75R als Längswiderstand.

von Roland (Gast)


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https://www.radiomuseum.org/r/rohde_messsender_sdr.html

Nö.. Frequenz zu hoch.. Wobbelt nicht..

von W.S. (Gast)


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Thomas R. schrieb:
> Gibt es da etwas günstiges?

Leg dir einen "Netzwerkanalysator" vom Funkamateur zu. Im Volksmund auch 
schlicht "Wobbler" genannt. Damit kannst du sämtliche ZF-Filter 
abgleichen, die HF ebenfalls (auch UKW) umd obendrein den Demodulator.

Es tut auch ein älteres Modell. Ich hatte mir vor so etwa 10 Jahren 
dafür eine eigene SW geschrieben, der Horst hat sich auch eine 
geschrieben. Falls es also ein älteres Modell ist und dir die SW vom 
Andreas nicht zusagt, dann kreuze hier nochmal auf.

W.S.

von Thomas R. (thomasr)


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W.S. schrieb:
> Thomas R. schrieb:
>> Gibt es da etwas günstiges?
>
> Leg dir einen "Netzwerkanalysator" vom Funkamateur zu. Im Volksmund auch
> schlicht "Wobbler" genannt. Damit kannst du sämtliche ZF-Filter
> abgleichen, die HF ebenfalls (auch UKW) umd obendrein den Demodulator.
>
> Es tut auch ein älteres Modell. Ich hatte mir vor so etwa 10 Jahren
> dafür eine eigene SW geschrieben, der Horst hat sich auch eine
> geschrieben. Falls es also ein älteres Modell ist und dir die SW vom
> Andreas nicht zusagt, dann kreuze hier nochmal auf.
>
> W.S.

Meinst du einen VNA? Damit habe ich bisher eigentlich nur meine 
Selbstbauantennen vermessen….

Und soweit ich weiß hat der keine Modulation. Der Abgleich soll ja mit 
Pegelmessung am NF Ausgang erfolgen.

: Bearbeitet durch User
von eric (Gast)


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Wenn Du damit rechnest, öfter mal ein altes Radio in die Finger zu 
bekommen, solltest Du doch die Anschaffung eines ordentlichen 
Frequenzgenerators erwägen. Es gibt heutzutage relativ preisgünstige 
Geräte. Mach Dir eine Anforderungsliste und gugle mal. Auch ein altes 
Gerät aus der Röhrenzeit wäre eine Möglichkeit, wenn man eventuelle 
Macken reparieren kann.

Basteln würde ich nur empfehlen, wenn Du das fertige Gerät auch 
kalibrieren kannst und nicht fehlerhaft abstimmst. Schaltungen dafür 
gibts im Netz reichlich.

Möglicherweise kann auch ein Funkamateur aus einem örtlichen OV helfen. 
Da finden sich (manchmal) sehr freundliche Menschen.  Die Adresse 
erhältst Du über die Webseite des DARC. Viel Glück!

PS: In welcher Stadt wohnst Du ?

von Michael W. (dbru61)


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Thomas R. schrieb:
> Kutte R. schrieb:
>> Thomas R. schrieb:
>>> Für FM sollte dieser 10,7MHz haben, amplitudenmoduliert, Ri
>>> 75Ohm.
>>
>> und das steht so in der Abgleichanleitung? Glaube ich nicht. Zum
>> FM-Filterabgleich braucht man keine Amplitudenmodulation sondern einen
>> Wobbler und die 75 Ohm für den ZF-Abgleich möchte ich auch bezweifeln.
>> Also such einen Wobbelsender, und ein SDR wird natürlich nicht helfen.
>
> Siehe Anhang.

Das geht auch mit einem billigen Nano-VNA als HF-Generator, ggf. über 
ein  Dämpfungsglied ankoppeln.

Viel Erfolg

von Michael U. (amiga)


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Hallo,

Thomas R. schrieb:
> Leider habe ich beim Repair Café ein schönes Röhrenradio zur Reparatur
> angenommen aber leider zu spät bemerkt, daß da schon jemand wahllos an
> den diversen Filterkreisen gedreht hat.

oh, eine Siemens Schatulle.
Empfängt der denn noch irgendwas? Ist es vermutlich ok und nur der 
Abgleich das Problem?
Oszillatoren schwingen bei AM und FM?
Was willst Du denn zuerst in Gang bekommen? FM vermutlich.
Man bekommt das zur Not auch fast ohne Hilfsmittel hin, ein (altes) 
Kofferradio o.ä. bietet durchaus einen Prüfgenerator, danebenstellen, 
UKW auf z.B. 88MHz stellen und der Oszillator ist auf 98,7MHz zu 
emfpangen.
Wobbler ist unnötiger Luxus, da ist kein Stereo im Spiel und die 
Durchlaßkurve egal. Alles nur Maximum-Abgleich, Ratio geht auch notfalls 
nach Gehör. Mußte damals (tm) auch so gehen, weil man hatte ja nichts... 
;)
Natürlich erreicht man damit nicht unbedingt die maximalen 
Empfindlichkeitswerte, man kann es damit aber zumindest erstmal gangbar 
machen.

Gruß aus Berlin
Michael

von Cartman (Gast)


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> ein (altes)
> Kofferradio o.ä. bietet durchaus einen Prüfgenerator, danebenstellen,
> UKW auf z.B. 88MHz stellen und der Oszillator ist auf 98,7MHz zu
> emfpangen.

Wenn es noch eine "AFC" hat, kann man dort ueber einen Spannungsteiler
den Saegezahn der Ablenkung eines Oszis einspeisen.
Dann kann man sogar wobbeln.

von Thomas R. (thomasr)


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Danke für die Hinweise!

Tatsächlich habe ich einen ehemaligen Arbeitskollegen der OM ist. Den 
werde ich mal fragen. Entfernungen sind hier in der Eifel (Nideggen) 
allerdings ein Problem, Köln ist schon 60km weg.

Eigentlich dachte ich immer gut ausgerüstet zu sein und HF war eh nicht 
mein Ding. Mein Wavetek FG-5000A geht eben nur bis 5MHz, Speicheroszi 
UTD2052CEL ist auch nicht wirklich HF tauglich.

Im Anhang ein vermutlich passendes Gerät, 800Hz Modulation und halbwegs 
günstig. Kennt das jemand?

Bei den bisherigen Röhrenradios waren meist sämtliche Cs defekt, 
manchmal auch Gleichrichter o.ä. Die HF Stufen habe ich immer vermeiden 
können 😢

: Bearbeitet durch User
von Cartman (Gast)


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> ein vermutlich passendes Gerät, 800Hz Modulation und halbwegs
> günstig. Kennt das jemand?

Das wird wohl 800 Hz AM sein. Fuer die Reparatur und den Abgleich
von UKW/FM-Geraeten nicht besondres tauglich.
Und bei 132 dBm fliegen sogar die Loecher aus dem Kaese.
Ich haette keinen Wunsch dieses Geraet kennenzulernen.

Du hast wirklich kein (altes) Radio?

von Cartman (Gast)


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> Mein Wavetek FG-5000A geht eben nur bis 5MHz

Wenn der auch FM kann:
Wobbeln kann man auch mit Oberwellen.
Stell das Ding auf Rechteck und 10.7/3 MHz.
Ausrechnen darfst du das selber.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Thomas R. schrieb:
> Entfernungen sind hier in der Eifel …

Fahr zu Ralph Berres damit. Findest du hier im Forum.

von Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)


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Hallo zusammen, hallo Thomas R.,

ich hätte einen US-ARMY Messsender (Halbleiter bestückt) bis 50MHz , 
allerdings 110V! Würde ich dir schenken.
Von Nideggen bis Mönchengladbach sind auch nur rund 60 Km. Zum Ralph 
nach Trier sind es doch bestimmt 150Km.
Falls Interesse -> PN mit Emailadresse und/oder Telefonnummer.

73
Wilhelm

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Wilhelm S. schrieb:
> Zum Ralph nach Trier sind es doch bestimmt 150Km.

Dafür muss man nur ein bissel Zeit zum Quatschen mitbringen, ansonsten 
hat er alle nur erdenkliche HF-Messtechnik. ;-) Aber ein geschenkter 
Messsender ist natürlich auch was.

von W.S. (Gast)


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Thomas R. schrieb:
> Meinst du einen VNA? Damit habe ich bisher eigentlich nur meine
> Selbstbauantennen vermessen….

Nein, ich meine keinen vektoriellen Analysator. Und auch die 
weitverbreitete Einschränkung, andauernd nur Antennen vermessen zu 
wollen meine ich nicht.

Der Funkamateur-Wobbler, den ich meine und den es seit rund 10 Jahren 
gibt/gegeben hat, ist im wesentlichen eine Komposition aus
- AD9951 (der eigentliche DDS-Generator)
- Ausgangsfilter
- AD8000 (OpV zum Bilden des Ausgangssignals)
- zwei HF-Detektoren, einer logarithmisch, einer linear
- PIC16 (zum Ansteuern)
- Interface zum PC über eine Serielle

Im Original hat das Ding nur einen Meßeingang und der hat 50 Ohm 
Impedanz. Kann man aber mit Tastköpfen anders machen.

W.S.

von Markus W. (dl8mby)


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Du meinst den NWT-1 - (nicht vektoriell, sondern skalar).
Später gab es auch den NWT500 und aus CN den NWT4400 als Clone.
Habe ich auch aufgebaut und sogar etwas an der SW mitgeschrieben.
Ist aber auch schon Jahre her.
Mit SW meinte ich die von Andreas für den PC zum Darstellen der
gesweepten Kurven.

Markus

: Bearbeitet durch User
von Christian M. (likeme)


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@T0, wird den Radio weg wenn da jemand wirklich überall herumgedreht 
hat! Das ist nur für einen erfahrenen alten Hasen zu schaffen und so 
Radios werfen sie dir für paar Euros immer noch irgendwo hinterher.

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Christian M. schrieb:
> @T0, wird den Radio weg wenn da jemand wirklich überall herumgedreht
> hat! Das ist nur für einen erfahrenen alten Hasen zu schaffen und so
> Radios werfen sie dir für paar Euros immer noch irgendwo hinterher.

Der ultimativ intelligente Tipp! Natürlich wieder nicht den 
Eröffnungspost gelesen, da stünde dann drin, dass es gar nicht "sein 
Radio" ist, offensichtlich braucht man das aber nicht zu wissen.

von Cartman (Gast)


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> Der ultimativ intelligente Tipp!

Tja, so wie der TO sich bislang bei der Angelegenheit anstellt,
wird es wohl darauf hinauslaufen.

Ich habe auch schon eine "verdrehte" CB-Station nur mit
"Rauschmaximum" und der Hilfe der Modulation einiger aktiver
Stationen wieder auf Vordermann gebracht.
In etwa so wie es im "Siemens-Blaettchen" beschrieben wird.

von Karl B. (gustav)


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TSG-17
https://www.youtube.com/watch?v=iuE7OliznSo
Billig, aber vielleicht nicht ganz so schlecht.
Unter 100 Euronen.

ciao
gustav

von W.S. (Gast)


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Markus W. schrieb:
> Du meinst den NWT-1

Eben den. Man kann sowas auch selber bauen, die Schaltung ist ja bekannt 
- allerdings eher zweigeteilt. Was die HF-Details betrifft, da ist sie 
weit über die ursprünglichen Arbeiten von Bernd Kernbaum hinausgewachsen 
und richtig gut geworden, aber was die Ansteuerung, den PIC, die 
Datenübertragung und das PC-Programm betrifft, kann man fast das 
Gegenteil sagen. Dabei bietet der verwendete PIC alle Möglichkeiten, um 
bis zu dreikanalig messen zu können, was für Geräteabgleiche (HF, ZF, 
Demodulator) genau das Richtige ist. Allerdings braucht man dazu zumeist 
hochohmige Tastköpfe, die bei Sendern und Röhrengeräten auch noch 
ausreichend spannungsfest sein müssen.

Ob allerdings der TO mit seinem Reparatur-Café sich damit befassen will 
und kann, ist eine andere Frage. Allerdings sind "richtige" Meß- und 
Prüfgeneratoren meistens deutlich teurer als so ein Wobbler und im 
Grunde auch unbequemer, da man sowas wie Durchlaß- oder 
Demodulator-Kurven nicht sehen kann, sondern zumeist nur nach Gehör und 
Maximum justiert.

W.S.

von Bernd B. (berbog)


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Ware der HackRF keine brauchbare alternative ?

von Willi (Gast)


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In der Bucht schwimmen hier und da HF-Generatoren herum, wie sie in 
Radio-/Fernsehwerkstätten verwendet wurden. Die Dinger sind für den 
angedachten Zweck völlig ausreichend und für wenig Geld zu haben.

Ich nehme dafür meistens den TR-0608. Der ist zwar alt, aber er hat 
zusätzlich noch ein Röhrenvoltmeter drin.

von Michael U. (amiga)


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Hallo,

W.S. schrieb:
> Ob allerdings der TO mit seinem Reparatur-Café sich damit befassen will
> und kann, ist eine andere Frage. Allerdings sind "richtige" Meß- und
> Prüfgeneratoren meistens deutlich teurer als so ein Wobbler und im
> Grunde auch unbequemer, da man sowas wie Durchlaß- oder
> Demodulator-Kurven nicht sehen kann, sondern zumeist nur nach Gehör und
> Maximum justiert.

Prinzipiell hast Du ja recht, aber: Durchlaßkurve und Demodulatorkurve 
sind hier relativ bedeutungslos. Abgeglichen wurde auf maximale 
Richtspannung am Ratio-Elko, da reichte sogar das maische Auge. 
Demodulator wurde auf Nulldurchgang bei ZF Mitte abgeglichen. Mono-FM 
passte da immer gut durch und der Ratio-Detektor hat mit dem heuten 
genutzten Hub (OptiMode usw.) ohnehin Probleme, da ist ein Abgleich nach 
gehör manchmal sogar subjektiv besser.
Bei einem Wobbler-Abgleich kann man gut Mist abgleichen, wenn z.B. die 
Einkopplung nicht stimmt. Eine wunderbare Durchlaßkurve und eine tauben 
Empfänger habe ich da fürher auch schon hinbekommen...
Für mich ist immernoch die Farage an den TO, ob die Schatulle denn 
überhaupt irgendwas empfängt. Der Tuner mit EF80 in der Vorstufen ist 
kein Wunder an Empfindlichkeit, dafür rauscht er aber ganz gut.
Die Abgleichanleitung beschreibt den Abgleich nicht ohne Grund so, alles 
auf Maximum usw. 10,7MHz bekommt man auch aus einem KW-Radio, das man 
eben 10,7MHz - 465kHz (AM-ZF) einstellt.
Wenn man die ZF wie in seiner Abgleichanleitung voreinstellt, sollte ein 
starken Ortssender schon durchkommen, selbst wenn der Tuner auch 
verdreht wurde. Es reicht ja schon eine Andeutung um die ZF auf Maximum 
zu drehen.
Ich hoffem er hat eine EABC80 zur Hand, da wird gern eine Diode taub, 
dann kann man den Ratio-Detektor sowieso nicht abgleichen.
ECH81 sollte man auch zur Hand haben falls der AM-Oszillator nicht 
schwingt. Das C-System wird durch Zwischenschichtbildung taub, wenn nur 
FM gehört wurde, weil die Anodenspannung dabei komplett abgeschaltet 
wurde.
Hat man erst später gelernt, daß das keine so gute Idee ist.

Christian M. schrieb:
> Das ist nur für einen erfahrenen alten Hasen zu schaffen und so
> Radios werfen sie dir für paar Euros immer noch irgendwo hinterher.

Gib mir da bitte einen Hinweis, für ein paar Euro würde ich mir auch 
noch eine H42 leisten...

Gruß aus Berlin
Michael

von Kutte R. (kutte)


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ich gebe zu, dass ich von einem  stereotauglichen Radio ausgegangen war.
Also Michael U. hat völlig recht, Du brauchst keinen Wobbelsender und 
für den FM Abgleich auch keinen Sender mit Amplitudenmodulation, und der 
Innenwiderstand Ri ist auch nahezu irrelevant, da ja für die Einspeisung 
des Testsignals ein Koppelglied verwendet werden soll. Also folge 
Michaels Ratschlägen und erspare Dir die Investition für einen 
Prüfsender, dann kannst Du ja vielleicht sogar Dein Gas bezahlen ;-)

von Thomas R. (thomasr)


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Vielen Dank für eure Hinweise und den zugesprochenen Mut!

Nachdem alle üblichen Kondensatoren (Malzbonbons und Elkos) getauscht 
waren und die NF einwandfrei funktionierte, blieb nur der FM Teil zu 
richten. Letztlich war es eine „tote“ EF80 die das Einstellen 
verhinderte! Danach war genug Rauschen zu hören um nach Gehör einstellen 
zu können. Die Kiste spielt wieder!

Einen Meßsender für anspruchsvollere Geräte müsste ich mir trotzdem 
zulegen. Kann ja im Repair Café jederzeit passieren 😎

von Michael U. (amiga)


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Hallo,

Danke für Deine Rückmeldung, EF80 ist ja zum Glück "Schüttgut".
Hat mich zumindest dazu animiert, dennächst endlich mal meine Telefunken 
Gavotte 6 anzuwerfen, das gibt es noch ein Demodulatorproblem auf FM.
Die Kondensator-Hochtöner leben auf jeden Fall noch.

Gruß aus Berlin
Michael

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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>bei 132 dBm fliegen sogar die Loecher aus dem Kaese
Ja wenn man im "Fachhandel" kauft: bei der Suche trifft man nur Amazon, 
ebay und walmart.
https://www.amazon.de/-/en/Gecheer-Generator-0-5MHz-470MHz-Debugger-Digital/dp/B07WXG4F6Y
"The accuracy is very high."
"Signal strength -70-132dBm valid, other values are correct."
Na dann ist ja alles gut.
Die Minuszeichen sind etwas wirr, soll wohl -132...-70 dBm heissen.
Der "Hersteller" Gecheer ist ein Gemischtwarenladen, die haben auch von 
Elektronik keine Ahnung.

Für den Frequenzbereich gibt es DDS-Generatoren, manche sogar 
wobbelfähig.

: Bearbeitet durch User
von michael_ (Gast)


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Thomas R. schrieb:
> Leider habe ich beim Repair Café ein schönes Röhrenradio zur Reparatur
> angenommen aber leider zu spät bemerkt, daß da schon jemand wahllos an
> den diversen Filterkreisen gedreht hat.

Verstehe ich nicht ganz.
Repair-Cafe ist eigentlich Hilfe zur Selbsthilfe.
Ein UKW-Radio Grundabgleich übersteigt das völlig.

Wenn da die FM-ZF-Filter verdreht wurden, gib das Gerät zurück.
Willst du wirklich hunderte EUR ausgeben, damit du hinterher 5 EUR in 
die Kaffeekasse kriegst?

Ohne Wobbler geht da auch bei einem Monogerät nichts.

Den Tuner und den Diskriminator kann man auch ohne einstellen.
Mehr lohnt nicht.

von Michael U. (amiga)


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Hallo,

michael_ schrieb:
> Ohne Wobbler geht da auch bei einem Monogerät nichts.
>
> Den Tuner und den Diskriminator kann man auch ohne einstellen.
> Mehr lohnt nicht.

Ds Gerät ist aus Mitte der 50er Jahre. Wenn Du da in einer üblichen 
Radiowerkstatt einen Wobbler gefunden hättest, wäre ich mehr als 
verwundert... Die meisten Radiomechaniker damals hätten den Begriff 
nichtmal gekannt. Trotzdem haben die die Geräte wieder in Gang gebracht, 
wegwerfen und neu kaufen war da noch nicht in Mode.
Versteh mich nicht falsch, aber es gab da eine Zeit vor Wobbler, 
Digitalmultimeter, selsbt ein Oszilloskop war selten und konnte ohnehin 
nur 5 oder 10MHz. Das änderte sich erst wirklich, als TV-Geräte 
verbreitet genug waren und selbst reichte Vielfachmesser, Erfahrung, 
Fehler aus dem Bild zuzuordnen usw. Bild-ZF abgleichen machten da nur 
sehr wenige gut ausgestattet Werkstätten. War auch selten nötig, sowas 
fiel nicht aus.
Röhrenwechsel, mal ein Elko oder die Kondensatoren in der Gegenkopplung 
der Vertikalendstufe tauschen war eher Standard.

Bei einer Siemens Schatulle H42, wo das Gehäuse in gutem Zustand ist, 
lohnt es immer, viele Alternative zu einem Repaircafe oder eben der 
Bekannte, der jemanden kennt, der sich da noch auskennt, sind doch meist 
die einzige Möglichkeit.

Gruß aus Berlin
Michael

von Christian M. (likeme)


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Kannst du bei meinem Auto die Kupplung reparieren? Ja, da muss ich aber 
erst mal eine Hebebühne + Zig Werkzeug kaufen ;-)

von Axel R. (axlr)


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der 144er PLZ-Kreis ist dann hier wohl zu weit weg.
Ich hab so'n Messender. Rostig und schwer. Irgendwas mit 50 als Typ und 
nem großen Knopf vorn drann.
RepairCafé hab ich hier auch n paarmal mitgemacht. Entspricht aber nicht 
meinem Anspruch, mir den Tag zu gestalten. Viele spekulierten regelrecht 
darauf, ihren Kram gratis oder für 2-3€ repariert haben zu wollen. Ich 
meine damit eben jene, die finaziell durchaus breit aufgestellt waren. 
Ich rede nicht von der Omi, deren DDR-Rührgerät ein neues Netzkabel 
braucht,

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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>FM-ZF-Filter verdreht
"im Radio waren ein paar Schrauben locker, die habe ich wieder 
festgezogen"

Der Signalgenerator ist für den Test von Walkie-Talkies gedacht (wenn es 
sowas überhaupt noch gibt). Ali hat wenigstens etwas sinnvollere Texte:
https://de.aliexpress.com/i/4000129420039.html
US $86.86

"Test methoden:
Während der test, die frequenz der signal quelle eingang transceiver ist 
erste set zu-100DB oder jede wert. Die intercom hat audio ausgang und 
dann reduziert die leistung festigkeit der quelle. Für beispiel, 
die-120DB nur gehört die intercom audio signal aber es war noise. Die 
audio signal nur hört, dass die-120DB wert von dieser ausgang ist die 
erhalt empfindlichkeit der radio."
Ich verstehe das so: man soll damit auf den Antenneneingang gehen (falls 
überhaupt vorhanden) und die Eingangsempfindlichkeit in dBm messen.
Statt valid steht hier ungültig, das ist auch verständlicher.

Der Signalgenerator kann also weder wobbeln noch hat er irgendeinen 
Messeingang ("Meter"). Die einzige Spezialität ist noch ein CTCSS-Geber.
Man hätte damit aber die Filtermitte auf Maximum abgleichen können, wenn 
man dazu noch eine Pegelanzeige hätte, also Detektordiode oder 
Log-Detektor.

von Cartman (Gast)


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> Die Minuszeichen sind etwas wirr, soll wohl -132...-70 dBm heissen.

Ja das waere wohl plausibler. Verlassen kann man sich auf
die Absolutwerte sicherlich nicht, wie Tests von Daempfungsgledern
aus der geografischen Region schon gezeigt haben.

Zumindest sind Vergleichsmessungen mit bekannten guten Geraeten
moeglich.

Mif einer Erweiterung der Firmware koennte das Geraet sicher
auch Sweepen und Wobbeln. Aber der Aufbau ist sicher nicht
gut genug dokumentiert, als dass sich daran jemand versuchen
wuerde.
Falls sich ein Besitzer hier im Forum findet, koenner er ja
mal gute Fotos des Innenaufbaus machen.

von Oszillator (Gast)


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Bei den geringen Anforderungen kann doch die gleiche ZF von einem 
anderen Radiomischer eingespeist werden, abgleichen und gut ist - oder 
was spricht dagegen?

von Willi (Gast)


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michael_ schrieb:
> Ohne Wobbler geht da auch bei einem Monogerät nichts.

Bei den allermeisen (Einfach)Supern reicht ein Abgleich auf Maximum 
völlig aus, notfalls mit wechselseitigem Bedämpfen der Kreise. Viele 
Werkstätten hatten damals keine Wobbler.

Bei Kommunikationsempfängern mit aufwendigerem Empfangsprinzip (z.B. 
Wadley Loop) geht es in der Tat nicht ohne einen Wobbler. Aber das ist 
eine ganz andere Kategorie.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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In der Abgleichanweisung steht, dass das Filter drei Höcker hat. Wenn 
man die genau abgleichen will ist ein Wobbler sicher nötig. Aber (ist 
das Radio Mono oder Stereo?) der beschriebene einfache Abgleich auf 
Maximum reicht auch. Erst mit Messender, dann mit schwachem 
Radioempfang.

Die beschriebene Ankopplung des 10,7MHz-Oszillators über eine 
RC-Serienschaltung ist sinnvoll. Damit hat man auch eine DC-Entkopplung. 
Röhrenradios liegen ja nicht auf Netzspannung wie Fernsehchassis, dort 
hat man eine 50%ige Chance, eine gewischt zu bekommen, je nach Drehung 
des Netzsteckers.

Der chinesische Signalgenerator ist ein wenig aus der Zeit gefallen. Um 
nicht zu sagen ziemlich nostalgisch. Für etwa den doppelten Preis gibts 
schon den nanoVNA. https://www.wimo.com/de/nanovna-v2

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> Aber (ist das Radio Mono oder Stereo?)

Meine Güte...

Die Siemens Schatulle H42 ist von 1955 und da gab es noch keine 
UKW-Stereophonie.

Das Gerät ist, wie der TO hier bereits schrieb, längst fertig.

Christoph db1uq K. schrieb:
> Röhrenradios liegen ja nicht auf Netzspannung

Ein Irrglaube, es gab genügend davon, die mit E-Röhren und Netztrafo 
bestückt waren, bei denen aber trotzdem kein netzgetrenntes Chassis 
vorlag.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Sollte auch ein Warnhinweis sein, und vom Baujahr hatte ich noch nichts 
gelesen. Die Filterbandbreite hängt von Mono/Stereo ab, vor allem die 
Nachbarkanaltrennung. Die kann man mit dem einfachen Abgleich nicht so 
gut optimieren.

Die Frage nach einem günstigen Messender war noch nicht beantwortet, ich 
finde das vorgeschlagene Gerät zwar ok, aber heutzutage ziemlich 
veraltet.

Der Ri von 75 Ohm ist mit einem Serienwiderstand von 1 kOhm völlig egal, 
50 Ohm wäre genauso gut.

von Michael U. (amiga)


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Hallo,

Christoph db1uq K. schrieb:
> Sollte auch ein Warnhinweis sein, und vom Baujahr hatte ich noch nichts
> gelesen. Die Filterbandbreite hängt von Mono/Stereo ab, vor allem die
> Nachbarkanaltrennung. Die kann man mit dem einfachen Abgleich nicht so
> gut optimieren.

Die Nachbarbarkanaltrennung war ohnhin nicht so toll, das fiel 
spätestens auf, wenn man die alten Stereogeräte an das TV-Kabelnetz 
gehängt hat oder, wie ich, in Berlin mit einer UKW-Schleife auf dem Dach 
wohnte. Was stark gelitten hat, war die Übersprechdämpfung (oder 
meintest Du die?).
Ein Gerät mit HF-Stereo und Röhrendecoder hatte ich nie, die sind auch 
selten zu finden.

Gruß aus Berlin
Michael

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


Angehängte Dateien:

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Es gibt UKW-Stereo-Prüfsender mit RDS-Signal. Zum Prüfen vielleicht ein 
bisschen overkill.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Passend zur Zeit 1955:
Ich habe einen Röhren-Wobbler der US-Army Typ TRM-3, Handbuch von 1961.
https://www.radiomuseum.org/r/military_signal_generator_sg_24trm.html

Kapazitätsdioden waren noch praktisch unbekannt, einfache schmalbandige 
Wobbler für TV/Radio-Werkstätten basierten auf einer 
spannungsgesteuerten Kapazität von Röhren.

Der TRM-3 wobbelt mechanisch. Da das Gerät auch noch mit der 
Flugzeug-Bordspannung mit 600 Hz arbeiten soll, wird die Abstimmspannung 
mit einem Sinusgenerator von etwa 25 Hz erzeugt. Eine Gegentaktendstufe 
mit einem Hubmagnet anstelle eines Lautsprechers schiebt ein 
Kondensator-Plattenpaket etwa einen Zentimeter tief ineinander.
Damit ist ein Hub von etwa 2:1 möglich. Ein 6-stufiger Drehschalter 
wählt die Mittenfrequenz zwischen 10 und 400 MHz, damit erreiche ich bei 
vollem Hub auch noch das 70cm-Amateurband. Das Ding brummelt dann schon 
recht laut.
Der Sägezahn für die X-Ablenkung des eingebauten Oszilloskops muss 
gegenüber der Wobbelfrequenz um 90 Grad verschoben werden. Ein 
einstellbares RC-Glied wird je nach Wobbelhub abgeglichen bis Vor- und 
Rücklauf übereinanderliegen.

Kein Wunder, dass die Abgleichanweisung oben recht schlicht vorgeht. 
Bessere Messgeräte waren einfach zu teuer.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #7132436 wurde von einem Moderator gelöscht.
von michael_ (Gast)


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Willi schrieb:
> michael_ schrieb:
>> Ohne Wobbler geht da auch bei einem Monogerät nichts.
>
> Bei den allermeisen (Einfach)Supern reicht ein Abgleich auf Maximum
> völlig aus, notfalls mit wechselseitigem Bedämpfen der Kreise. Viele
> Werkstätten hatten damals keine Wobbler.

Höchstens ein Hinterhofreparateur.
Mindestens so 1970 gab es im Osten die RFT-Werkstätten.
Zu dieser Zeit habe ich ein Kofferadio aus Restbaugruppen 
zusammengestellt.
Zugang zu so einer Werkstatt hatte ich leider nicht.
Aber die hatten damals Wobbler um FM-ZF ordentlich abgleichen zu können.

Die Baugruppe mit den FM-Bandfiltern habe ich nicht angefasst.
Da diese vorabgeglichen war.
Die Tuner-ZF und den Diskriminator kann man auf Max. bzw. auf geringstes 
Rauschen einstellen.
Die Sattelkurve braucht man auch für Mono-FM.

TO, bist du sicher, dass die Bandfilter verstellt sind?

von Thomas R. (thomasr)


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Das Thema kann als erledigt betrachtet werden, das Gerät ist 
funktionstüchtig zurück bei der alten Dame. Sie war überglücklich und 
hat mehrfach betont, daß sich seit Jahren niemand für eine Reparatur 
finden wollte. Am Geld hat es wohl nicht gemangelt, die Spende fürs 
Repair Cafe war gewaltig!

Im Zuge eurer Kommentare, Anregungen und sogar Angebote (per PN) muß ich 
feststellen, daß es da eine Angebotslücke zu geben scheint. Entweder 
findet man Generatoren mit denen man auch "zum Mond fliegen" könnte oder 
uralte Geräte, die teils noch mit Röhren arbeiten (wie passend). Ich 
hatte an einen "Handheld" HF Generator gedacht, ähnlich meinem NF 
Velleman.

von Michael U. (amiga)


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Hallo,

michael_ schrieb:
> Höchstens ein Hinterhofreparateur.
> Mindestens so 1970 gab es im Osten die RFT-Werkstätten.
Gab es schon in den 60ern.

> Zu dieser Zeit habe ich ein Kofferadio aus Restbaugruppen
> zusammengestellt.
Ja, ich auch, einen R110 und einen Stern Dynamic.

> Zugang zu so einer Werkstatt hatte ich leider nicht.
Ich ja, war bei uns im Haus und ich hatte da sehr gute Kontakte.

> Aber die hatten damals Wobbler um FM-ZF ordentlich abgleichen zu können.
Auch richtig, es gab praktisch dafür kaum eine Notwendigkeit und deshalb 
meist auch nur einen Kollegen, da damit wirklich umgehen konnte.

> Die Baugruppe mit den FM-Bandfiltern habe ich nicht angefasst.
> Da diese vorabgeglichen war.
Meine nicht, "Schrottteile von Sternradio ("Bastlerquelle" in Berlin wer 
die noch kennt).

> Die Tuner-ZF und den Diskriminator kann man auf Max. bzw. auf geringstes
> Rauschen einstellen.
> Die Sattelkurve braucht man auch für Mono-FM.
Nur wenn die Filter überkritsch gekoppelt sind, dann muß aber auch 
wechselseitig bedämpft werden. Sonst war die Güte der Kreis so 
ausgelegt, daß die gewünschte Bandbreite erreicht wurde.
Bei Stereo war das gundlegend anders, weil das Differenzsignal 
amplitudenmoduliert auf dem unterdrückten Hilfsträger war und die 
Pegelverhältnisse eingehalten werden mußten.
Als die ersten keramischen ZF-Filter und ZF-ICs aus DDR-Produktion 
auftauchten, war der Tunerausgangskreis kritsch für die Durchlaßkurve, 
der beulte die Berg- und Talbahn des Keramikfilters gut aus. Da war ein 
Wobbler parktisch, weil man bei der Kanaltrennung durchaus ein paar dB 
gewinnen konnte.

Thomas R. schrieb:
> Entweder
> findet man Generatoren mit denen man auch "zum Mond fliegen" könnte oder
> uralte Geräte, die teils noch mit Röhren arbeiten (wie passend).
naja, einen RFT PG1 hatte ich mal, eigentlich schade, daß ich den damals 
einem Bekannten gegeben habe. Ist natürlich kein "Handheld" und eine 
Stude warmlaufen lassen, war auch sinnvoll.

Ich finde den Thread einfach interessant, merke ich wenigstens, daß ich 
nicht alles vergessen habe, auch wenn kein ESP32 o.ä. drin ist. ;)

Gruß aus Berlin
Michael

von michael_ (Gast)


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Michael U. schrieb:
>> Zu dieser Zeit habe ich ein Kofferadio aus Restbaugruppen
>> zusammengestellt.
> Ja, ich auch, einen R110 und einen Stern Dynamic.

Bei mir "Dorena", selten.
Produktion wurde eingestellt.

>> Die Baugruppe mit den FM-Bandfiltern habe ich nicht angefasst.
>> Da diese vorabgeglichen war.
> Meine nicht, "Schrottteile von Sternradio ("Bastlerquelle" in Berlin wer
> die noch kennt).

Bei mir wars "Krumpe", wers kennt.

von Cyblord -. (cyblord)


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> Messender

Früher hat man noch einfach "Messer" gesagt. Was sind das für Zeiten 
heute...

von W.S. (Gast)


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Thomas R. schrieb:
> Im Zuge eurer Kommentare, Anregungen und sogar Angebote (per PN) muß ich
> feststellen, daß es da eine Angebotslücke zu geben scheint. Entweder
> findet man Generatoren mit denen man auch "zum Mond fliegen" könnte oder
> uralte Geräte,...

Ich sehe da keine Angebotslücke, sondern lediglich ein Spiegelbild der 
heutigen Situation: Wegschmeißen und Neukaufen anstelle jeglicher 
Reparatur. Da braucht man dann auch keine Reparaturwerkzeuge mehr.

Und diejenigen, die es mal gab, sind heutzutage eben "uralt". Siehe 
beigefügtes Bild. Ein ganzes 19" Gehäuse, ganz viel Mechanik drin, 
Spulenrevolver usw. Dagegen so ein kleiner Wobbler, der zwar einen PC 
benötigt, aber auf der Größe einer Europakarte einen Generator hat, der 
Signale von NF bis 160 MHz ausgeben kann und obendrein mit hoher 
Genauigkeit - das ist eben der gerätetechnische Fortschritt und eine 
drastische Erleichterung für alle, die sich mit HF-Angelegenheiten 
befassen. Bloß Gerätereparateure gibt es kaum noch, es gibt zumeist 
nicht mal Schaltungsunterlagen zu dem Zeug, was heutzutage verkauft 
wird.

Ach ja: guck dir mal bei Ali das an, was da in China als Radio oder 
Audio-Geräte angeboten wird. Irgendwelche MP3-Player für's Auto oder 
Class-D Verstärkerlein finden sich da, aber sowas wie ein "richtiges" 
Radio, das man sich ins Wohnzimmer stellen kann sucht man vergebens. Da 
weiß man, wohin die Entwicklung in der Welt geht. Ob man das nun gut 
findet oder nicht, ist jedem selbst überlassen.

W.S.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Thomas R. schrieb:
> Ich hatte an einen "Handheld" HF Generator gedacht, ähnlich meinem NF
> Velleman.

Das Hauptproblem: ein ordentlicher HF-Abschwächer ist aufwändig. Das war 
und ist bei HF-Messgeräten eins der teureren Einzelteile. Insofern ist 
es halt nicht ganz trivial, irgendein Handheld zu bauen, das dann mit 
einem Dynamikbereich von 100 dB oder mehr sein Signal generieren kann 
und das auch noch für'n Appel und 'n Ei (wie bei so einem Nano-VNA und 
vergleichbaren).

Einen Nano-VNA kannst du als Wobbler für den ZF-Bereich nehmen, aber 
einen Abschwächer, mit dem man bspw. die Empfindlichkeit der 
Eingangsstufen testen kann, hat er eben auch nicht.

von Mohandes H. (Firma: مهندس) (mohandes)


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W.S. schrieb:
> es gibt zumeist nicht mal Schaltungsunterlagen zu dem Zeug, was
> heutzutage verkauft wird.

Ja, schade. Früher war in jedem Radio ein Schaltplan samt 
Abgleichanweisung, oft im Gerät eingeklebt. Und unten gab es eine 
Öffnung, so daß man leicht messen und reparieren konnte.

Ob man das gut oder schlecht findet, das ist der Lauf der Zeit und 
heutige Geräte sind nicht gedacht repariert zu werden. Abgesehen davon, 
daß die Geräte immer komplexer werden und Reparaturen immer schwieriger.

W.S. schrieb:
> Und diejenigen, die es mal gab, sind heutzutage eben "uralt".

Mein alter Wavetek aus den 80ern kann auch (über Unwege) wobbeln, wie 
ich jüngst entdeckt habe. Ist ein schönes Gerät was ich nicht hergeben 
möchte. Alles analog und intuitiv zu bedienen ohne sich durch Menüs zu 
klicken. 'Kann' eben auch nicht viel, mir reicht's.

von Achim H. (anymouse)


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Die Abschwächung wäre sicherlich auch durch externe Dämpfungsglieder 
realisierbar .. bei hier 10,7 MHz, und ggf. maximalen 108 MHz.

Ansonsten habe ich als stationäres Gerät für Modern+LowCost den 
chinesischen LONGWEI TSG-17 gefunden. Für alte Röhrengeräte sollte der 
reichen.

von W.S. (Gast)


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Achim H. schrieb:
> Die Abschwächung wäre sicherlich auch durch externe Dämpfungsglieder
> realisierbar ..

Täusche dich mal lieber nicht. Fast alle Generatoren und auch so ein 
NWT-1 streuen über diverse Anschlüsse oder sonstige Schlupflöcher genug 
Signal in die Umwelt, daß man mit externen Dämpfungsgliedern wenig 
erreichen kann. Ich hab das mal ausprobiert: 3x je 20 dB ins Kabel 
geschleift und das geht grad noch so, ist aber für einen Generator der 
+8..+14 dBm liefert, so langsam die Grenze. Dämpft man wesentlich mehr, 
dann kommt über die Luft mehr in den Prüfling, als über's Kabel. Da über 
100 dBc schlupflochfrei zu kriegen, ist schon eine Kunst.

Achim H. schrieb:
> Ansonsten habe ich als stationäres Gerät für Modern+LowCost den
> chinesischen LONGWEI TSG-17 gefunden.

Huch, das Teil soll angeblich 10Veff ausgeben können. Sowas halte ich 
für zuviel. Damit kann man ja selbst einen Detektorempfänger zudröhnen 
und was Abschwächungsprobleme betrifft, s.o.

Es hat mal Bastel-Entwicklungen in Funkamateurkreisen gegeben, wo ein 
passender kleiner Colpitts oder Clapp nebst Batterie und Abschwächer in 
eine kleine Blechdose eingelötet wurde, eben um ein definiert schwaches 
Signal zu kriegen und damit Empfindlichkeitsmessungen machen zu können.

W.S.

von Cartman (Gast)


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> dann kommt über die Luft mehr in den Prüfling, als über's Kabel.

An der Stelle sollte nicht unerwaehnt bleiben, dass heute
zahlreiche "Messgeraete" nebenbei ueble Dreckschleudern sind.
Die heute so gern verwendeten TFTs sind da schon die erste Quelle.

von Thomas R. (thomasr)


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Achim H. schrieb:
> Die Abschwächung wäre sicherlich auch durch externe Dämpfungsglieder
> realisierbar .. bei hier 10,7 MHz, und ggf. maximalen 108 MHz.
>
> Ansonsten habe ich als stationäres Gerät für Modern+LowCost den
> chinesischen LONGWEI TSG-17 gefunden. Für alte Röhrengeräte sollte der
> reichen.

Den TSG-17 hatte ich auch schon gesichtet, wäre grundsätzlich auch ok. 
Es gibt aber eine Besprechung bei YouTube zu dem Ding, die nicht gerade 
Mut macht.

Reparieren von echten Radios scheint wirklich eine Lücke zu sein. Die 
bisherigen KundInnen im RepairCafe waren jedenfalls immer überglücklich 
überhaupt jemanden für ihr Schätzchen gefunden zu haben. Rein menschlich 
kann ich da nicht NEIN sagen und beisse mich da jetzt durch. Als 
gelernter Elektriker und MaschbauIng sollte ich zumindest die 
Grundvoraussetzungen haben 😳

Geld verdienen kann man damit auf keinen Fall. Aber wegwerfen ist keine 
Option zumal Röhrengeräte nicht mehr hergestellt werden.

von Volker S. (sjv)


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W.S. schrieb:
> Ach ja: guck dir mal bei Ali das an, was da in China als Radio oder
> Audio-Geräte angeboten wird. Irgendwelche MP3-Player für's Auto oder
> Class-D Verstärkerlein finden sich da, aber sowas wie ein "richtiges"
> Radio, das man sich ins Wohnzimmer stellen kann sucht man vergebens. Da
> weiß man, wohin die Entwicklung in der Welt geht. Ob man das nun gut
> findet oder nicht, ist jedem selbst überlassen.

Nicht nur, da gibt es auch McIntosh (Röhren)verstärker Clones und 
Röhrenradio Bausätze, das Gehäuse muß man dann selber basteln.

https://de.aliexpress.com/af/mcintosh-amplifier.html?d=y&origin=n&SearchText=mcintosh+amplifier&catId=0&spm=a2g0o.best.1000002.0&initiative_id=AS_20220720030257

von Manfred L. (mandi007)


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Hätte einen IFR 2031 abzugeben geht von 100Khz bis 2700Mhz  mit 
dembsolltest du das Auslangen finden.  Mfg

von Hobby B. (bastler2022)


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michael_ schrieb:
> Bastlerquelle

He He netter Laden

von michael_ (Gast)


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Thomas R. schrieb:
> Rein menschlich
> kann ich da nicht NEIN sagen und beisse mich da jetzt durch. Als
> gelernter Elektriker und MaschbauIng sollte ich zumindest die
> Grundvoraussetzungen haben 😳

Lass das lieber und sage NEIN!
Elektriker sind keine Elektroniker.
Und wenn du nicht in der Zeit groß geworden bist, scheiterst du schon an 
Kleinigkeiten.

Und dann wird hier großes Kino veranstaltet.
Und du hast für die Dame nicht repariert, sondern großes Glück gehabt.

von Peter (Gast)


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Wenn Du nach Kassel auf die Dokumenta willst, könnte ich dir empfehlen 
bei RESTEK vorbei zu schauen. Da die Super UKW Tuner bauen haben die 
auch alles zum abgleichen.
Zu mindestens als ich vor ein paar jahren da war, hatte ich einen 
Testsender gesehen. Einfach anrufen oder Mail und so wie ich die Kenne 
helfen die (ein paar € Überzeugungsmittel schadet garantiert nicht).

von Thomas R. (thomasr)


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michael_ schrieb:
> Thomas R. schrieb:
>> Rein menschlich
>> kann ich da nicht NEIN sagen und beisse mich da jetzt durch. Als
>> gelernter Elektriker und MaschbauIng sollte ich zumindest die
>> Grundvoraussetzungen haben 😳
>
> Lass das lieber und sage NEIN!
> Elektriker sind keine Elektroniker.
> Und wenn du nicht in der Zeit groß geworden bist, scheiterst du schon an
> Kleinigkeiten.
>
> Und dann wird hier großes Kino veranstaltet.
> Und du hast für die Dame nicht repariert, sondern großes Glück gehabt.

Glück braucht es dabei immer. Manche Teile sind z.B. nicht mehr zu 
ersetzen und bedeuten Totalschaden, besonders bei Trafoschäden.
Zu den Elektriker und Maschbaukenntnissen kommt noch ein lange Reihe 
Elektroniklehrgänge (firmenintern) und ein gutes Dutzend 
Röhrenverstärker im Selbstbau. Ich habe mich nur nie mit Radio HF 
beschäftigen (müssen). Im Rentenalter hat man aber dafür Zeit.

Beitrag #7133967 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Michael U. (amiga)


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Hallo,

Thomas R. schrieb:
> Glück braucht es dabei immer. Manche Teile sind z.B. nicht mehr zu
> ersetzen und bedeuten Totalschaden, besonders bei Trafoschäden.
> Zu den Elektriker und Maschbaukenntnissen kommt noch ein lange Reihe
> Elektroniklehrgänge (firmenintern) und ein gutes Dutzend
> Röhrenverstärker im Selbstbau. Ich habe mich nur nie mit Radio HF
> beschäftigen (müssen). Im Rentenalter hat man aber dafür Zeit.

Laß Dich nicht abschrecken. Gerade bei den alten Röhrenradios ist mehr 
der allgemeine Zustand wichtig. Vergammelte Kellerfunde sind 
Restaurationsobjekte, keine Reparaturen.
Omas Radio, daß gehegt im Wohnzimmer stand, ist meist machbar.
Wenn lange nicht in Betrieb gewesen auf die Elkos aufpassen. Die wollen 
dann erstmal formiert werden. Stelltrafo, halbe Spannung, Stunde 
dranlassen.
Sinnvoll ist es, nach ein paar Minuten mal auszuschalten und die 
Temperatur der Becherelkos prüfen. Wenn die nicht merklich warm werden, 
sind die erstmal ok. Bekannte Problemtypen (Teer-Kondensatoren usw.) 
tauschen, ansonsten lasse ich da erstmal alles, wie es ist.
Trafoschäden sind eigentlich selten und da man ja relativ viel Platz in 
den Geräten hat, findet sich meist notfalls auch eine Ersatzlösung.
Laß Dich also nicht abschrecken.
Such Dir einen sicher funtionierenden Satz Prüfröhren zusammen, EL84, 
EABC80, ECH81, ECC85 usw. und die U-Typen dazu. Das gehörte damals zum 
Grundvorrat in einer Werkstatt. Die wurden auch nur zum Testen genommen 
und kamen dann wieder in in den Koffer. Ich müßte sogar noch einen alten 
Röhrenkoffer aus einer Werkstattauslösung im Keller stehen haben, 
allerdings ist der nicht mehr sonderlich gut bestückt.
Falls Du da zum "Spezi" im Repaircafe für die Röhrenradios werden willt, 
würde ich da auchmal kramen gehen. und könnte Dir irgendwie was zukommen 
lassen.
Meine Homepage ignoriere ch zwar auch seit Ewigkeiten, aber noch geht 
sie:
https://www.roehres-home.de/radio/index.php

Gruß aus Berlin
Michael

von Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)


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Hallo zusammen, hallo Thomas.

Für dich ist die Sache ja erledigt.
Ich freue mich für dich, die alte Dame und deren grosszügige Spende an 
euer Repair-Cafe.

Thomas R. schrieb:
> Ich hatte an einen "Handheld" HF Generator gedacht, ähnlich meinem NF
> Velleman.

Nur zur Klarstellung der Definitionen:
Ein "Handheld" HF Generator ist ein Prüfteil wie der TSG-17.
Im Vergleich zu einem Messender fehlt da eine ganze Menge.
Das Wichtigste, du bist zurecht gekommen und die alte Dame ist 
zufrieden.

73
Wilhelm

von Hobby B. (bastler2022)


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Wilhelm S. schrieb:
> Nur zur Klarstellung der Definitionen:
> Ein "Handheld" HF Generator ist ein Prüfteil wie der TSG-17.
> Im Vergleich zu einem Messender fehlt da eine ganze Menge.

Sorry aber der TSG-17 taugt nichts.
Frequenzgenauigkeit laut Skalenanzeige ist mit 5 % angeben und dann die 
Frequenzdrift die der hat. Also nicht zu empfehlen.

von Ralph B. (rberres)


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für die Reparatur von Rundfunkgeräten, würde gegebenfalls auch 
Signalgeneratoren aus den 70ger Jahren z.B. von Rohde&Schwarz 
ausreichen.

von den mit Röhren bestückten Geräten ( meist an den 
Bakelitbedienknöpfen zu erkennen ) würde ich abraten. Dessen 
Frequenzstabilität und Ausgangsabschwächer sind einfach grottentief 
schlecht.

Die volltransistorisierten Geräte sind in der Regel recht brauchbar.

Da gäbe es z.B. analoge Signalgeneratoren SMDA, SMDF und SMDU jeweils 
mit der Option zuschaltbare FFL und digitale Frequenzanzeige.

bei den digitalen Signalgeneratoren fällt mir ein SMS und SMS2

SMDA und SMDF gehen bis 480MHz SMDU sowie SMS gab es in der Version bis 
512MHz und bis 1024MHz.

Alle Generatoren zeichnen sich dadurch aus, das der Ausgangspegel 
definiert von +13dbm bis -120dbm einstellen läst. Auch Modulationsgrad 
bei AM und Modulationshub bei FM lässt sich definiert einstellen.

Die Frequenzstabilität und Treffsicherheit der Frequenz ist mehr als 
ausreichend.

Wobbeln kann man über den externen Frequenzmodulationseingang.

Mitunter bekommt man diese Geräte sogar für unter 300 Euro.

Da ist das Geld sicherlich besser angelegt als bei irgendwelchen 
Chinagurken.

: Bearbeitet durch User
von W.S. (Gast)


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Michael U. schrieb:
> Meine Homepage ignoriere ch zwar auch seit Ewigkeiten, aber noch geht
> sie...

Naja, du scheinst eine Vorliebe für Röhrenradios zu haben. Ich sehe da 
eher die gestalterische Seite, zumal die LMK-Bereiche heutzutage 
ziemlich ausgedünnt sind und man mit der Original-Technik im Gehäuse 
gerade bei Röhrenradios nicht viel mehr anstellen kann, als sie zu 
musealen Zwecken auszustellen.

Allerdings frage ich mich, ob es irgendwie sinnvolle Lösungen gibt, um 
die kunstvollen Gehäuseformen mit sinnvoller neuer Technik zu füllen, 
ohne daß es einen üblen Stilbruch ergibt. Siehe angehängte Bilder. Ich 
habe da noch keine Lösung gefunden.

W.S.

von Michael U. (amiga)


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Hallo,

W.S. schrieb:
> Naja, du scheinst eine Vorliebe für Röhrenradios zu haben. Ich sehe da
> eher die gestalterische Seite, zumal die LMK-Bereiche heutzutage
> ziemlich ausgedünnt sind und man mit der Original-Technik im Gehäuse
> gerade bei Röhrenradios nicht viel mehr anstellen kann, als sie zu
> musealen Zwecken auszustellen.

weniger Vorliebe, ich bin in der Zeit groß geworden. Wenn Vorliebe dann 
für (DDR-)Röhrenkofferradios und Geräte, die ich selbst mal hatte oder 
zumindest kannte. Ist auch nicht so direkt eine Sammlung.

W.S. schrieb:
> Allerdings frage ich mich, ob es irgendwie sinnvolle Lösungen gibt, um
> die kunstvollen Gehäuseformen mit sinnvoller neuer Technik zu füllen,
> ohne daß es einen üblen Stilbruch ergibt. Siehe angehängte Bilder. Ich
> habe da noch keine Lösung gefunden.

da bin ich eigentlich kein Freund von. Ein ausgesuchtes Gerät, auch im 
Wechsel, als Schmuckstück im Zimmer könnte ich mir gut vorstellen, dann 
reicht aber ein Modulator oder der NF-Eingang um Musik damit 
wiederzugeben.
Da wäre mir der Originalklang von NF, Lautsprecher und Gehäuse schon 
wichtig.
Wäre da aber auch zum Spaß oder eben Vorführen. En Gerät aus der Zeit 
als Ersatz für meine Stereoanlage kann ich mir nicht vorstellen.
In solch einem Gerät z.B. einen RasPi Zero W mit einem Auido-DAC drin zu 
verstecke, wäre wohl kein Problem. Streaming und Bedienung dann eben per 
Handy.

Gruß aus Berlin
Michael

von W.S. (Gast)


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Michael U. schrieb:
> Ein ausgesuchtes Gerät, auch im
> Wechsel, als Schmuckstück im Zimmer könnte ich mir gut vorstellen, dann
> reicht aber ein Modulator oder der NF-Eingang um Musik damit
> wiederzugeben.

Ähem... nein, da hast du mich verkehrt verstanden. Ich will nicht so ein 
historisches Holzgehäuse ausräumen, um da was anderes hineinzubauen 
(sowas wäre mMn. ein Frevel), sondern der Gedanke war, solche 
gestalterischen Ideen mal in einem Gehäuse-Neubau (und dann natürlich 
etwas anderem drin) nachzuempfinden - aber nicht sklavisch nachzubauen. 
Muß ja auch nicht unbedingt aus Holz sein. Mir ist da allerdings noch 
nichts eingefallen, was nicht nach Stilbruch riecht. Bin ja weder 
Künstler noch Designer.

Aber als Gegensatz zu alledem sieht man sofort, daß z.B. so ein 
derzeitiges Denver-DAB+ Radio ausgesprochen stupide und ohne Stil ist. 
Einfach nur eine gedankenlose Plastik-Schachtel. Selbst einige Chinesen 
haben da stilvollere Gehäuseideen, such mal bei Ali nach rolton w405 
oder w505. Ist auch Plastik, aber formschöner als Denver.

W.S.

von Michael U. (amiga)


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Hallo,

W.S. schrieb:
> Aber als Gegensatz zu alledem sieht man sofort, daß z.B. so ein
> derzeitiges Denver-DAB+ Radio ausgesprochen stupide und ohne Stil ist.
> Einfach nur eine gedankenlose Plastik-Schachtel. Selbst einige Chinesen
> haben da stilvollere Gehäuseideen, such mal bei Ali nach rolton w405
> oder w505. Ist auch Plastik, aber formschöner als Denver.

alles klar. Für Gehäusebau und wohl auch Desgin fehlt mir auch Talent 
und Möglichkeiten.
Ich sehe das Problem einfach darin, auf einem Radio eben ein technisches 
Gerät geworden ist, früher war sowas ein duchaus bestimmendes 
Möbelstück.
Passt aber vermutlich heute nur selten zum aktuellen Wohnstil.

Gruß aus Berlin
Michael

von Manfred L. (mandi007)


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IFR 2031  wäre noch da

von Ralph B. (rberres)


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Manfred L. schrieb:
> IFR 2031  wäre noch da

Das ist ja ein ziemlich moderner Signalgenerator.

Kann es sein das deine sicherlich berechtigte Preisvorstellungen ( die 
wir ja noch nicht kennen ) für einen RepairCafe nicht zu stemmen sind?

Ralph Berres

von Thomas R. (thomasr)


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"Meine" Preisvorstellung liegt irgendwo im € 100-200 Bereich, das Repair 
Cafe wird damit vermutlich wenig zu tun haben. Die Reparatur von solchen 
Geräten geht weit über das hinaus was ein RC üblicherweise bietet und 
kann ja auch nicht dort vor Ort durchgeführt werden (allein wegen 
Sicherheit).

Durch die schönen Geräte und "verzweifelten" Kunden (die hier in der 
Nordeifel sonst niemanden finden) habe ich mich an meine Röhrenzeiten 
erinnert und mich erfolgreich über die NF der Radios hergemacht. Das 
sind ja nach bisheriger Erfahrung schon 90% aller Defekte (inklusive der 
Kondensatoren, Gleichrichter, fehlenden Röhren, Sicherungen etc.) Ich 
hatte nicht geplant, auch HF seitig tätig zu werden (obwohl ich mit 
halbleiterbasierten Geräten bis hin zu ganzen Sendern schon Erfahrungen 
habe).

Kurz gesagt: ich muß das selber schultern und werde den Kunden trotzdem 
nur die Materialkosten berechnen (so steht es in den Statuten eines RC)

: Bearbeitet durch User
von Nichtverzweifelter (Gast)


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Thomas R. schrieb:
> das Repair Cafe wird damit vermutlich wenig zu tun haben. Die Reparatur
> von solchen Geräten geht weit über das hinaus was ein RC üblicherweise
> bietet und kann ja auch nicht dort vor Ort durchgeführt werden (allein
> wegen Sicherheit).

Also keine "fachliche Anleitung zur Selbsthilfe des 
Repair-Cafe-Besuchers", gar nicht "vor Ort", also "in der Veranstaltung" 
und damit auch nicht von deren Haftpflichtversicherung gedeckt.

von Oliver S. (phetty)


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Hier kann Meister Jambo helfen:
http://uraltradio.de/

von Klötenbaron (Gast)


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Thomas R. schrieb:
> "Meine" Preisvorstellung liegt irgendwo im € 100-200 Bereich

Und ich wollte dir schon einen Grundig AS5F anbieten. :-)

von Thomas R. (thomasr)


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Nichtverzweifelter schrieb:
> Thomas R. schrieb:
>> das Repair Cafe wird damit vermutlich wenig zu tun haben. Die Reparatur
>> von solchen Geräten geht weit über das hinaus was ein RC üblicherweise
>> bietet und kann ja auch nicht dort vor Ort durchgeführt werden (allein
>> wegen Sicherheit).
>
> Also keine "fachliche Anleitung zur Selbsthilfe des
> Repair-Cafe-Besuchers", gar nicht "vor Ort", also "in der Veranstaltung"
> und damit auch nicht von deren Haftpflichtversicherung gedeckt.

Ja, so ist es. Allerdings lasse ich mir vorher eine Verzichtserklärung 
unterschreiben falls es schief gehen sollte. Aber dafür haben die Leute 
durchaus Verständnis weil wir die letzte Hoffnung zu sein scheinen.

Die Anregung mit Meister Jambo habe ich mir mal gemerkt, für allzu 
schwierige Fälle. Danke!

von Michael U. (amiga)


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Hallo,

Klötenbaron schrieb:
> Thomas R. schrieb:
>> "Meine" Preisvorstellung liegt irgendwo im € 100-200 Bereich
>
> Und ich wollte dir schon einen Grundig AS5F anbieten. :-)

komm, wären doch noch über 20€/kg... ;)

Gruß aus Berlin
Michael

von Manfred L. (mandi007)


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Der Generator sollte  700E  kosten  ist ein wahrlich Schnäppchen und 
sicher für den Zweck etwas überdimensioniert.  Mfg

von Ralph B. (rberres)


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Manfred L. schrieb:
> Der Generator sollte  700E  kosten

Die ist er auch durchaus wert.

Ralph Berres

von Hinweisgeber (Gast)


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Thomas, falls Du noch nach einem Signalgenerator suchst: Suche auf der 
bekannten Internet-Auktionsplattform mal nach "Wavetek 3010" 
(155087312163).

Das ist ein für Deine Zwecke durchaus brauchbares Gerät, und mit etwas 
Glück bleibt der Preis auch in der von Dir genannten Größenordnung.

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Ich habe hier den FY6900: 
https://de.aliexpress.com/item/4001224498670.html?

Der hat im Prinzip alles was man zu einer Reparatur eines Radios 
braucht.

von Cartman (Gast)


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> im Prinzip alles
aber kein vernuenftiges Daempfungsglied.

Man kann also z.B. nicht die absolute Empfindlichkeit messen.
Und SINAD schon gar nicht.

Es hat schon seinen Grund, warum "richtige" Signalgeneratoren
und Messsender immer ein klein wenig groesser und teurer sind.

Sehr zu empfehlen waere z.B. ein HP8920. Nur wirst du den nicht
bezahlen wollen.

von Ralph B. (rberres)


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Hinweisgeber schrieb:
> Suche auf der
> bekannten Internet-Auktionsplattform mal nach "Wavetek 3010"
> (155087312163).

Geht schon in die richtige Richtung.

Für das Teil würde ich nicht mehrals 150 Euro hinlegen.

Modulationshub und Modulationsgrad lassen sich nicht definiert 
einstellen.

Der Ausgangsabschwächer weis man nicht wie weit runter der geht.

Phasenschieber S. schrieb:
> Ich habe hier den FY6900:
> https://de.aliexpress.com/item/4001224498670.html?

Für den Abgleich eines Radios benötigt man einen Signalgenerator, 
welches den Pegel auch weit genug abschwächen kann, und keinen 
Funktionsgenerator.

Ralph Berres

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Cartman schrieb:
> Man kann also z.B. nicht die absolute Empfindlichkeit messen.
> Und SINAD schon gar nicht.

Hast du den Eingangspost gelesen?
Weißt du was die Aufgabenstellung ist?

Scheinbar nicht!

Ralph B. schrieb:
> Für den Abgleich eines Radios benötigt man einen Signalgenerator,
> welches den Pegel auch weit genug abschwächen kann, und keinen
> Funktionsgenerator.

Für dich gilt das gleiche!

Um eine verkurbelte ZF eines alten Röhrenradios abzugleichen, was der TO 
sehr wahrscheinlich nur äusserst selten auf den Tisch bekommt, würde 
schon mein Dipper reichen.

Also immer schön auf dem Boden bleiben.

von Cartman (Gast)


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> Hast du den Eingangspost gelesen?

Weisst du was ein Messsender ist?

Ja, da steht "Messsender". Die haben typischerweise genaue
Daempfungsglieder.
Im uebrigen hat der TO wohl in Unkenntnis eben eine Menge weggelassen.

Zu eeiner qualifizierten Reparatur, gehoert ganz selbstverstaendlich,
zum Schluss eine Messung der Empfindlichkeit des Geraetes.
Wie will man sonst beurteilen ob die Reparatur erfolgreich war?
Mit einem Dipper jedenfalls nicht.

Das Forum hier ist keine auch "Fulfillmentanstalt".
Wenn also Fragen, Wuensche, etc. vorgetragen werden,
kann man da auch seine eigenen Gedanken einfliessen lassen.

von W.S. (Gast)


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Cartman schrieb:
> Zu eeiner qualifizierten Reparatur, gehoert ganz selbstverstaendlich,
> zum Schluss eine Messung der Empfindlichkeit des Geraetes.
> Wie will man sonst beurteilen ob die Reparatur erfolgreich war?

Das ist sehr theoretisch gesagt. Wenn man ein Radio hat, wo man den 
Oszillator, den ZF-Trakt, den/die Demodulator(en) nachjustieren muß und 
ansonsten kaputte Bauteile wechseln muß, damit es wieder spielt, dann 
braucht man keine Empfindlichkeitsmessung zum Schluß, sondern es reicht, 
wenn das Radio nach menschlichem Ermessen wieder ordentlich spielt. 
Besser als die Geräteentwickler damals wird man es zumeist nicht 
hinkriegen.

W.S.

von michael_ (Gast)


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Cartman schrieb:
> Zu eeiner qualifizierten Reparatur, gehoert ganz selbstverstaendlich,
> zum Schluss eine Messung der Empfindlichkeit des Geraetes.
> Wie will man sonst beurteilen ob die Reparatur erfolgreich war?
> Mit einem Dipper jedenfalls nicht.

So genau kackt kein Huhn!
Man hat das im Gefühl, ob so ein altes Radio macht, was es soll.
Am ZF-Teil sollte man nicht ohne Not herumpfuschen.
Egal ob mit oder ohne Meßsender.

Wenn man keine Abgleichvorschrift des Herstellers hat, wird es sowieso 
Murks.

Den Rest von so einem Gerät kann man auch so einstellen.
Gewusst wie.

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Cartman schrieb:
> Zu eeiner qualifizierten Reparatur, gehoert ganz selbstverstaendlich,
> zum Schluss eine Messung der Empfindlichkeit des Geraetes.

Völlig überzogen!

Der TO arbeitet in einem Repair-Café, der sucht keine Ausrüstung für ein 
HF-Labor, der will ein störrisches Gerät wieder auf die Bahn bringen.

Was nützt da die Kenntnis über über Empfindlichkeit und SINAD?
...und das bei einem Uralt-Röhrengerät.

Hallo hier Erde, komm wieder runter.

von BC107 (Gast)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Für dich gilt das gleiche!
>
> Um eine verkurbelte ZF eines alten Röhrenradios abzugleichen, was der TO
> sehr wahrscheinlich nur äusserst selten auf den Tisch bekommt, würde
> schon mein Dipper reichen.
>
> Also immer schön auf dem Boden bleiben.

Versuchst du hier den Edi zu machen?

Großspurig Sprüche klopfen und statt überzeugender Argumente auf die 
persönliche Beleidigungsschiene absinken. So kennt man das 
Phrasendrescher Niveau.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Kommt doch mal bitte wieder runter.

Ja, der TE hat "Messsender" geschrieben (auch, wenn er sich mit einem 
"s" zu wenig vertippt hat), aber eigentlich brauchte er nur irgendein 
Gerät, mit dem er die ZF eines Röhrenradios wieder auf die Beine 
bekommt. Dafür bedarf es nun wirklich keines Abschwächers bis minus 
hundertirgendwas dBm. Jeder Generator, denn man weit genug dämpfen kann, 
dass er den Eingang nicht hoffnungslos übersteuert, tut's da.

Der TE hat sein Ziel erreicht, die gute Dame, die das holde Stück 
angebracht hat, ist's zufrieden. Ob Thomas nun für künftige Projekte 
noch einen besseren Generator braucht, kann er sich in aller Ruhe 
überlegen. Die Wahrscheinlichkeit, so schnell wieder im Repaircafe ein 
Röhrenradio auf den Tisch zu bekommen, dürfte gering sein: die meisten 
derer, die noch nicht auf dem Müll gelandet sind, dürften mittlerweile 
bei irgendwelchen Liebhabern in der Sammlung stehen.

von Cartman (Gast)


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> ...und das bei einem Uralt-Röhrengerät.

Als Hellseher taugst du nuex.
Aber ein "Motorola" oder "Sangean" oder etwas von Maxon oder
Albrecht.
Mit passender Messtechnik ist es ja auch kein Problem.

> Besser als die Geräteentwickler damals wird man es zumeist nicht
> hinkriegen.

Ja, bei einem antiken Roehrenradio reicht es, wenn es
die Ortssender im Bereich von 89.5 - 100.0 MHz wieder empfaengt.
Einen Motorola-TRX zu verbsssern ist auch schwierig.
Aber bei einem Sangean habe ich es schon geschafft.


> Also immer schön auf dem Boden bleiben.

Ich mache sowieso was ich will.

Beitrag #7139073 wurde vom Autor gelöscht.
von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Jörg W. schrieb:
> Ja, der TE hat "Messsender" geschrieben (auch, wenn er sich mit einem
> "s" zu wenig vertippt hat),

Wenn du das schon erwähnst, scheint dir wichtig zu sein, dann sollte dir 
klar sein, daß nach der alten Rechtschreibung dreifach Buchstaben nur 
erlaubt waren wenn der Folgebuchstabe ein Konsonant war, z.B. 
Sauerstoffflasche.

Messender jedoch, war nach der alten Rechtscheibung völlig richtig, weil 
ein Vokal folgte.

Nebenbei, ich lasse mir auch nicht die Rechtschreibreform aufzwingen. 
Ich schreibe, wie ich es gelernt habe.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Phasenschieber S. schrieb:
> Wenn du das schon erwähnst, scheint dir wichtig zu sein

Nein, aber es gab mindestens eine dumme Bemerkung im Thread dahingehend.

> Nebenbei, ich lasse mir auch nicht die Rechtschreibreform aufzwingen.
> Ich schreibe, wie ich es gelernt habe.

Dann muss sich das halt biologisch auswachsen.

Wenn man Schulkinder hat(te), die bereits danach arbeiten, macht man 
sich das Leben halt leichter, wenn man sich auch als alter Sack 
umgewöhnt. Gerade an dieser Stelle ist die aktuelle Rechtschreibung ja 
wesentlich einfacher als die vorhergehende.

: Bearbeitet durch Moderator
von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Jörg W. schrieb:
> ist die aktuelle Rechtschreibung ja
> wesentlich einfacher als die vorhergehende.

Das ist der Punkt wo der Hund das Wasser lässt.

Die Rechtschreibreform war nichtsweiter als eine Kapitulation vor der 
Dummheit der nachkommenden Generation.

Aber okay, lassen wir das. Diskussionen darüber führen ins Nirwana, 
genau wie die aktuell laufenden Threads bezüglich Anmeldepflicht und 
Umgangskultur.

Bezüglich des Topics, hast du mir aber aus der Seele gesprochen, das 
entspricht genau dem was ich schrieb.

Es ist halt schade, daß solche überzogenen Anforderungen so manchen 
Ratsuchenden verscheuchen.
Es geht auch einfacher.

von michael_ (Gast)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Messender jedoch, war nach der alten Rechtscheibung völlig richtig, weil
> ein Vokal folgte.

Im Duden 1975 steht es aber gar nicht drin.

Cartman schrieb:
>> ...und das bei einem Uralt-Röhrengerät.
>
> Als Hellseher taugst du nuex.
> Aber ein "Motorola" oder "Sangean" oder etwas von Maxon oder
> Albrecht.
> Mit passender Messtechnik ist es ja auch kein Problem.

Wenn da einer "alle Schrauben angezogen hat", schaffst du das auch nicht 
mehr.
Darum ging es auch gar nicht.
Was ist für dich alt?

>> Besser als die Geräteentwickler damals wird man es zumeist nicht
>> hinkriegen.
>
> Ja, bei einem antiken Roehrenradio reicht es, wenn es
> die Ortssender im Bereich von 89.5 - 100.0 MHz wieder empfaengt.

Was bist du praxisfremd!
Man weiß doch, was man von einem bestimmten Gerät erwarten kann.

Und was nutzt ein Meßsender, wenn man keine Ahnung hat?
Bsp., bei Oszillatoren wurde für LW auch die MW-Spule mit benutzt.
Wenn man da keine Kennung hat, wird es ein Chaos.

von Hermann W. (hermannw)


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Thomas R. schrieb:
> Meßsender. Für FM sollte dieser 10,7MHz haben

Ich habe keine Ahnung von dem Thema und deshalb die Diskussion nicht 
verfolgt. Ich habe einen Bausatz für einen "KW-Testgenerator FA-TG" 
geerbt. Der hat einen quarzgenauen Frequenzbereich von 3,5-22 MHz. Ich 
kann nichts damit anfangen und könnte ihn billig abgeben.

von Tom (Gast)


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Thomas R. schrieb:
> Vielen Dank für eure Hinweise und den zugesprochenen Mut!
>
> Nachdem alle üblichen Kondensatoren (Malzbonbons und Elkos) getauscht
> waren und die NF einwandfrei funktionierte, blieb nur der FM Teil zu
> richten. Letztlich war es eine „tote“ EF80 die das Einstellen
> verhinderte! Danach war genug Rauschen zu hören um nach Gehör einstellen
> zu können. Die Kiste spielt wieder!
>
> Einen Meßsender für anspruchsvollere Geräte müsste ich mir trotzdem
> zulegen. Kann ja im Repair Café jederzeit passieren 😎

Alles war doch nichts verdreht wie am Anfang spekuliert??

von alfons (Gast)


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Hermann W. schrieb:
> Ich
> kann nichts damit anfangen und könnte ihn billig abgeben.

Da gibts eine eigene Forumrubrik hier "Markt"

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Tom schrieb:
> Alles war doch nichts verdreht wie am Anfang spekuliert??

Es klingt anfängerhaft, aber ich prüfe bei den Radios, die nix ausgeben, 
zunächst das NF-Teil (Signal am "Plattenspielereingang" einspeisen); 
wenn das funktioniert, die Anodenspannungen der HF-Röhren oder ich 
tausche sie gleich probeweise aus. Das erspart bisweilen den Ausbau des 
Chassis'. Und HF-Röhren sind nicht selten fehlerhaft. Zuletzt ein Radio 
gehabt, ab ca. 97 MHz empfing er auf UKW nichts mehr, Versuch mit 
anderer ECC85 machte kluch. Löppt.

Gratulation dem TO für die liebenswerte Reparatur des alten Radios der 
Dame. Hoffen wir, dass uns analoger UKW-Rundfunk noch eine Weile 
erhalten bleibt.

von Thomas U. (charley10)


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Rainer Z. schrieb:
> Tom schrieb:
>> Alles war doch nichts verdreht wie am Anfang spekuliert??
>
> Es klingt anfängerhaft, aber ich prüfe bei den Radios, die nix ausgeben,
> zunächst das NF-Teil (Signal am "Plattenspielereingang" einspeisen);
> wenn das funktioniert, die Anodenspannungen der HF-Röhren oder ich
> tausche sie gleich probeweise aus. Das erspart bisweilen den Ausbau des
> Chassis'. Und HF-Röhren sind nicht selten fehlerhaft. Zuletzt ein Radio
> gehabt, ab ca. 97 MHz empfing er auf UKW nichts mehr, Versuch mit
> anderer ECC85 machte kluch. Löppt.
>
> Gratulation dem TO für die liebenswerte Reparatur des alten Radios der
> Dame. Hoffen wir, dass uns analoger UKW-Rundfunk noch eine Weile
> erhalten bleibt.

Das scheint leider fraglich. Unsere 'Energiesparer' sind schon viele 
Jahre auf dem Trip komplett aufs 'total geniale digitale' umzusteigen. 
Der senderseitig eingesparten Energie steht dabei ein Vielfaches bei den 
Empfängern gegenüber! Und die 'zig Jahre 'alten' Möhren müssen 
schliesslich auch periodisch auf den Schrott! DAB -> DAB+ und wie 
weiter?
Das eigenbau Bastelradio, mit dem die Geheimnisse der HF erkundet werden 
konnten ist damit auch passee. Leider! Gibts schliesslich alles billigst 
beim Chinamann...

von W.S. (Gast)


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Thomas U. schrieb:
> Das eigenbau Bastelradio, mit dem die Geheimnisse der HF erkundet werden
> konnten ist damit auch passee. Leider! Gibts schliesslich alles billigst
> beim Chinamann...

Die chinesischen Angebote sind nicht das Problem, sondern der Umstand, 
daß man sowas wie DAB+ nicht mehr ohne eine Menge Software überhaupt 
hören kann. Das eigene Bastelradio wird eben deshalb unmöglich. 
Allenfalls einen fertigen Empfangsmodul in eine eigene Schachtel 
einbauen. Nix HF mehr.
 I
W.S.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Thomas U. schrieb:
> Das scheint leider fraglich.
(mit dem UKW-Empfang)

Ich gebe Dir Recht, der analoge UKW-Empfang sollte schon vor rund 10 
Jahren abgeschaltet werden. So freue ich mich immerhin über jedes Jahr, 
in welchem ich meinen SABA Freiburg 15 noch betreiben kann.

Den habe ich übrigens mal für sage und schreibe 900,00 DM gekauft, in 
einem sehr gutem Zustand allerdings.

Die Abschaltung des analogen Fernsehens habe ich auch bedauert. Hier 
muss ich allerdings anerkennen, dass jedenfalls DVB-T2 mit dem 
hochauflösendem Fernsehen ein echter Fortschritt ist.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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W.S. schrieb:
> Das eigene Bastelradio wird eben deshalb unmöglich.
> Allenfalls einen fertigen Empfangsmodul in eine eigene Schachtel
> einbauen. Nix HF mehr.

Du kannst noch einen UKW-Transmitter verwenden, dann geht's auch über 
HF. Das Besondere an meinem SABA Freiburg ist aber der motorische 
Sendersuchlauf und der wird beim Transmitter mit einer UKW-Frequenz 
obsolet. :((

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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W.S. schrieb:
> Das eigene Bastelradio wird eben deshalb unmöglich.

Die nächste Generation Radiobastler bastelt dann halt SDRs.

von Wolfgang (Gast)


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Jörg K. schrieb:
> ZF für UKW war 10,7MHz.

Was aber soll in diesem Zusammenhang die Amplitudenmodulation?

von Thomas U. (charley10)


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Jörg W. schrieb:
> W.S. schrieb:
>> Das eigene Bastelradio wird eben deshalb unmöglich.
>
> Die nächste Generation Radiobastler bastelt dann halt SDRs.

Um dazu einer BlackBox unbekannter innerer Funktion fertige 
Codeschnipsel überzubügeln?

: Bearbeitet durch User
von W.S. (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> W.S. schrieb:
>> Das eigene Bastelradio wird eben deshalb unmöglich.
>
> Die nächste Generation Radiobastler bastelt dann halt SDRs.

DAS möchte ich sehen! - oder lieber nicht.

Aber wir sind ja zum Teil schon in solchem Zustand. Denke mal an die 
UKW-Shields mit TEA5767 oder mit RDA5807 für die Arduinos, wo das 
Basteln sich darauf beschränkt, das Füllen der Register per I2C am 
Arduino mittels heruntergeladenen Treibern hinzukriegen - und der Rest 
des Bastelns wäre entweder die Eigenbau-Schachtel oder man bleibt auf 
dem Steckbrett.

Aber von HF ist bei alldem keine Spur mehr. Naja, vielleicht ist da noch 
das Auslesen des RSSI-Registers. Aber das war's endgültig.

W.S.

von Mohandes H. (Firma: مهندس) (mohandes)


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W.S. schrieb:
> Aber von HF ist bei alldem keine Spur mehr.

Die Technik wird eben immer komplexer und damit schwerer zu 
durchschauen.

Finde ich auch schade. Der Charme einer simplen Schaltung wie ein 
rückgekoppeltes Audion oder eines Detektorempfängers ist perdu.

Mit einem Audion a la Radiomann haben sich einige Generationen die 
Grundlagen der HF erarbeitet. Und dann weiter zum Superhet. Das ist mit 
SDR nicht mehr möglich.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Oha, da basteln noch Leute an Radios?

Ich habe zwei echte Messender von Marconi, nicht nur blose 
Funktionsgeneratoren. Ein Marconi 2017 bis 1024MHz und ein Marconi 2022E 
(oder C), auch bis 1000MHz. Beiden ist eben gemeinsam, dass man unter 
anderem wirklich bis in den Mikrovoltbereich runter an einstellbaren 
Impedanzen reproduzierbar einstellen kann.
Damit kann man auch HF-Abgleicharbeiten sehr sorgfältig durchführen, das 
geht mit einem Funktionsgenerator nur bedingt. Dennoch ist ein FG besser 
als nichts....
Mit einem billigen SDR geht aber fast nichts, leider.
Ein Netzwerktester ist auch eine Alternative (mit Einschränkungen, aber 
machbar)

Old-Papa

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Thomas U. schrieb:

>> Die nächste Generation Radiobastler bastelt dann halt SDRs.
>
> Um dazu einer BlackBox unbekannter innerer Funktion fertige
> Codeschnipsel überzubügeln?

So, wie keiner von uns mehr auf einem Detektorkristall herum fummeln 
musste und wir stattdessen fertige Dioden genommen haben, die wir selbst 
so nicht hätten herstellen können.

Aber man kann das Zeug auch verstehen, wenn man will.

W.S. schrieb:
> DAS möchte ich sehen!

Dann schau dich um. Schau dir beispielsweise uSDR an – ich bin 
außerordentlich erstaunt, wie viel SDR man in einen simplen ATmega328 
bekommen kann.

von michael_ (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> So, wie keiner von uns mehr auf einem Detektorkristall herum fummeln
> musste und wir stattdessen fertige Dioden genommen haben, die wir selbst
> so nicht hätten herstellen können.

Doch, doch!
Ich bekam einen Detektor, da gab es noch keine Dioden so im Radioladen.
Später dann zu einem höheren Preis wie ein Detektor.
Transistoren gab es da auch noch nicht.
Es war die Faszination mit etwas Draht dann Funkwellen empfangen zu 
können.
Schwierig waren die notwendigen Kopfhörer.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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michael_ schrieb:
> Ich bekam einen Detektor, da gab es noch keine Dioden so im Radioladen.

Gut, dann bist du noch 'ne Runde älter als viele hier. ;-)

Sollte ja nur ausdrücken: Technik entwickelt sich, und bestimmte Dinge 
(für viele von uns sind das halt Transistoren und nun auch ICs) nimmt 
man einfach mal als gegeben hin. Man macht sich vielleicht noch einen 
Überblick, wie sie funktionieren, aber muss sie nicht mehr selbst bauen.

So wird das sicher auch mit SDRs werden. Es muss dann nicht mehr jeder 
jedes Filter oder jeden Demodulator selbst bauen (also programmieren) 
können. Man kann sie erstmal verwenden, und wenn man sich für die 
Details interessiert, kann man sich da reinlesen. Anders als bei der 
Halbleiterherstellung hat man zumindest bei solchen Opensource-Projekten 
sogar noch die Möglichkeit, sich einerseits alle ihre "Innereien" 
anzusehen und sie andererseits sogar selbst zu manipulieren – wenn man 
neugierig ist zu wissen, was dabei passiert.

So gesehen gibt es keinen Grund, auf einen SDR-"Radiobastler" müde zu 
lächeln und ihm zu erklären, dass er ja gar kein richtiges Radio bauen 
würde.

von Josef L. (Firma: Volkssternwarte Würzburg e.V.) (joe88349)


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Jörg W. schrieb:
> kann man sich da reinlesen

klingt sehr nach smartphone & co., da analoge Bücher ja keiner mehr 
kennt, man klickt sich alles zusammen, apps aus irgendwelchen 
Bibliotheken, ohne das wirklich zu erfassen, zu begreifen!

"begreifen" kommt von greifen, "erfassen" kommt von fassen! Einen 
Detektor konnte man noch greifen, anfassen - für SDR muss man erstmal 
das Abtasttheorem verstehen, anfassen kann man es nicht...

: Bearbeitet durch User
von Joachim L. (nixiefan)


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Interessante Lösungsvorschläge. Leider verstehe ich als 
Hobbyelektroniker nur die Hälfte davon. Hatte früher mal für den ISA-Bus 
eine Frequenzmess-Karte entworfen und gebastelt. Könnte man so ein 
Problem nicht per Assembler-Programmierung unter altem DOS auf einem 
modernen PC lösen? Schnell genug sind die Dinger ja. Dann bräuchte man 
nur eine kleine Schaltung um aus dem Rechtecksignal am PCI-Bus einen 
halbwegs brauchbaren Sinus zu machen und evtl. um die 1V Signale 
anzupassen. Falls das auf PCI noch 1V sind. Evtl. ginge vielleicht auch 
ein ESP32, falls es dafür einen Assembler gibt.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


Angehängte Dateien:

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Joachim L. schrieb:
> Interessante Lösungsvorschläge. Leider verstehe ich als
> Hobbyelektroniker nur die Hälfte davon. Hatte früher mal für den ISA-Bus
> eine Frequenzmess-Karte entworfen und gebastelt. Könnte man so ein
> Problem nicht per Assembler-Programmierung unter altem DOS auf einem
> modernen PC lösen? Schnell genug sind die Dinger ja. Dann bräuchte man
> nur eine kleine Schaltung um aus dem Rechtecksignal am PCI-Bus einen
> halbwegs brauchbaren Sinus zu machen und evtl. um die 1V Signale
> anzupassen. Falls das auf PCI noch 1V sind. Evtl. ginge vielleicht auch
> ein ESP32, falls es dafür einen Assembler gibt.

Naja, ein "Messsender" ist doch ein "etwas" umfangreicheres Gerät, als 
eine HF-Verseuchte ISA-Kiste ;-)

Im Anhang kleine Auszüge der Daten meiner Marconi...
Klar, ich habe auch noch nicht alle Funktionen und Daten benötigt, aber 
etwas mehr als ein PC-ISA-Gefrickel hergibt dann schon ;-)

Dann doch lieber einen der billigen China-FGs....

Old-Papa

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Josef L. schrieb:
> Einen Detektor konnte man noch greifen, anfassen

Das Innere einer Germaniumdiode aber schon nicht mehr, und die Innereien 
einer ECH81 hast du auch kaum erkennen können (womit wir sogar fast 
wieder on topic wären :-). Auch da ging es also schon eher ums Verstehen 
von niedergeschriebenen Erklärungen als ums wirkliche Anfassen.

: Bearbeitet durch Moderator
von Thomas U. (charley10)


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Jörg W. schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>
>>> Die nächste Generation Radiobastler bastelt dann halt SDRs.
>>
>> Um dazu einer BlackBox unbekannter innerer Funktion fertige
>> Codeschnipsel überzubügeln?
>
> So, wie keiner von uns mehr auf einem Detektorkristall herum fummeln
> musste und wir stattdessen fertige Dioden genommen haben, die wir selbst
> so nicht hätten herstellen können.
>
Und das ist auch gut so!
Stell dir vor, welche GIIIFTE in diesen Kristallen stecken KÖNNTEN! 
Nicht auszudenken. Davor muss unsere Jugend intensivst geschützt werden!

von Joachim L. (nixiefan)


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"Dann doch lieber einen der billigen China-FGs...."

Zugegeben, hätte ich im Ernstfall auch gewählt. Bei DEM Preis schon aus 
Neugier. Meine Frage zielte eher auf ein "geht oder geht nicht" als 
minimale Notlösung. Die HF Verseuchung ist selbst mit Filtern bis zu 
einem gewissen Grad da. Schon klar. Die Frage ist, ginge es trotzdem?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Thomas U. schrieb:
> Stell dir vor, welche GIIIFTE in diesen Kristallen stecken KÖNNTEN!
> Nicht auszudenken.

Humbug.

Allerdings willst du die heutige Halbleiterei tatsächlich nicht zu Hause 
erledigen. Ich tu' mir vieles an, aber mit Flusssäure möchte ich nicht 
rumpanschen müssen.

von Thomas U. (charley10)


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Jörg W. schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>> Stell dir vor, welche GIIIFTE in diesen Kristallen stecken KÖNNTEN!
>> Nicht auszudenken.
>
> Humbug.
>
> Allerdings willst du die heutige Halbleiterei tatsächlich nicht zu Hause
> erledigen. Ich tu' mir vieles an, aber mit Flusssäure möchte ich nicht
> rumpanschen müssen.

Es ging wohl eher um das Finden eines geeigneten Diodenkontaktes auf dem 
Kristall und kein 'Rumpanschen' mit HF!

von Cyblord -. (cyblord)


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Thomas U. schrieb:
> Es ging wohl eher um das Finden eines geeigneten Diodenkontaktes auf dem
> Kristall und kein 'Rumpanschen' mit HF!

Eigentlich lese ich hier nur, heftigstes Geronten-Gerumpel der ewig 
gestrigen. Nur noch Jörg stemmt sich dagegen. Dabei sollte er wissen 
dass das hier nichts bringt. Die Überzahl an Alten, Ossis und am 
schlimmsten: Alten Ossis, ist heftig.

: Bearbeitet durch User
von Thomas U. (charley10)


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Cyblord -. schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>> Es ging wohl eher um das Finden eines geeigneten Diodenkontaktes auf dem
>> Kristall und kein 'Rumpanschen' mit HF!
>
> Eigentlich lese ich hier nur, heftigstes Geronten-Gerumpel der ewig
> gestrigen. Nur noch Jörg stemmt sich dagegen. Dabei sollte er wissen
> dass das hier nichts bringt. Die Überzahl an Alten, Ossis und am
> schlimmsten: Alten Ossis, ist heftig.

Danke für den intensiven Einblick in deinen 'social score'. Andere 
würden das als intensive HETZE empfinden...
Oder gehört das inzwischen dazu, wenn man 'was darstellen' will?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Wer weiß, wo Cyblord wohnt, dass das für ihn alles "Ossis" sind hier. 
;-)

von Cyblord -. (cyblord)


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Jörg W. schrieb:
> Wer weiß, wo Cyblord wohnt, dass das für ihn alles "Ossis" sind hier.
> ;-)

Netter Versuch. Aber die Ossi-Dichte hier willst du hoffentlich nicht 
ernsthaft bestreiten.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Cyblord -. schrieb:
>
> Eigentlich lese ich hier nur, heftigstes Geronten-Gerumpel der ewig
> gestrigen. Nur noch Jörg stemmt sich dagegen. Dabei sollte er wissen
> dass das hier nichts bringt. Die Überzahl an Alten, Ossis und am
> schlimmsten: Alten Ossis, ist heftig.

Ich als alter Geronte und Ossi habe in der Schule noch wenigstens was 
gelernt. Ich habe auch schon die abenteuerlichsten Dinge gebastelt, 
manche haben sogar funktioniert. Doch der Themenstarter wollte einen 
Messender haben, mit dem man Radios abgleicht und neben halbwegs 
Brauchbarem wurden ihm auch Abenteuer vorgeschlagen. Kann man alles 
machen und man lernt daraus auch viel, doch das eigentliche Problem löst 
man dann erst danach....
Und wenn er wirklich Messsender möchte, dann ist auch das im Selbstbau 
machbar (ich habe einige Schaltungen auf dem Server), dauert halt etwas. 
Allerdings vdrdienen manche Projekte den Namen Messsender eben nicht. 
Darum habe ich die Daten meiner Marconis mal zum Anschauen gepostet, nur 
um ein Gefühl für wirkliche Messsender zu bekommen. Wobei man mit dem 
2017 wirklich senden könnte, mit passender Antenne geht da schon was.
Man kann aber ein FM-Filtergedöhns auch mit einfachen Amateurmitteln 
einigermaßen hinfummeln (hab ich früher auch), aber eben auch 
"verschlimmbessern" (habe ich auch schon..).

Der Trend geht leider immer mehr zu Schachtelamateuren die meien mit 
irgendeinem uC und/oder App kann man beute alles erschlagen. Dabei wird
eben selten die Physik beachtet, das Phänomen ist weit verbreitet.

Old-Papa

: Bearbeitet durch User
von Thomas U. (charley10)


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Cyblord -. schrieb:
> Jörg W. schrieb:
>> Wer weiß, wo Cyblord wohnt, dass das für ihn alles "Ossis" sind hier.
>> ;-)
>
> Netter Versuch. Aber die Ossi-Dichte hier willst du hoffentlich nicht
> ernsthaft bestreiten.

Und die bloße Existenz ermächtigt zu dieser Hetze? Konsens herrscht wohl 
inzwischen darin, dass 'DIE ALTEN' an Allem Unglück dieser Welt Schuld 
haben. Also weg damit!
Anonym ist das prima möglich.
Oder musst du in deiner Clique etwas beweisen?

von Cyblord -. (cyblord)


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Old P. schrieb:
> Ich als alter Geronte und Ossi habe in der Schule noch wenigstens was
> gelernt.

Viel besser kann man meine Einlassungen ja nicht stützen.
Schimpfender Ossi-Opa wirft Jüngeren vor nichts mehr zu lernen und 
nichts mehr selber basteln zu können.
Die kennen ja sicher nicht mal mehr nen richtigen Muckefuck. Die Looser.
Herrlich! Danke!

Thomas U. schrieb:
> Und die bloße Existenz ermächtigt zu dieser Hetze?

Das nennt man "Meinung". Natürlich weißt du als Ossi wenig darüber was 
das ist und dass man das Artikulieren darf. Woher solls kommen? Aber 
deshalb sage ich es dir. Die SED würde es Hetze nennen. Stimmt.

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Cyblord -. schrieb:
> Aber die Ossi-Dichte hier willst du hoffentlich nicht ernsthaft
> bestreiten.

Die existiert primär in deiner Vorstellung. Ansonsten dürfte die 
Verteilung sowohl im Forum als auch im Thread einigermaßen dem deutschen 
Durchschnitt entsprechen.

Ganz davon abgesehen: was hättest du eigentlich zum Thema des Threads 
beizutragen gehabt?

von Cyblord -. (cyblord)


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Jörg W. schrieb:
> Ganz davon abgesehen: was hättest du eigentlich zum Thema des Threads
> beizutragen gehabt?

Da ich mich mehr auf sinnvolle und aktuelle Technologien konzentriere, 
welche auch nur noch irgendeinen Nutzen haben, abgesehen von Ostalgie: 
Nichts.

von Thomas U. (charley10)


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Cyblord -. schrieb:
> Jörg W. schrieb:
>> Ganz davon abgesehen: was hättest du eigentlich zum Thema des Threads
>> beizutragen gehabt?
>
> Da ich mich mehr auf sinnvolle und aktuelle Technologien konzentriere,
> welche auch nur noch irgendeinen Nutzen haben, abgesehen von Ostalgie:
> Nichts.

Dann denk an den Grundsatz von der 'Übereinstimmung von Wort und 
Tat!'...

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Cyblord -. schrieb:
>
> Da ich mich mehr auf sinnvolle und aktuelle Technologien konzentriere,
> welche auch nur noch irgendeinen Nutzen haben, abgesehen von Ostalgie:
> Nichts.

Ohne die ach so alten Technologien gäbe es keine aktuellen...
Natürlich haben viele von uns auch das neueste Zeugs im Regal, 
verteufeln aber die alten Bootsanker nicht. Und ja, ich habe z. B. ein 
paar ganz alte Oszis aufgearbeitet, obwohl modernes Digitalgeraffel auch 
im Regal steht.
Um beim Thema zu bleiben: Neben meinen alten Messsendern stehen hier 
auch ein paar NWTs herum (teilweisd selber gebaut) und dennoch greife 
ich gelegentlich zu den alten Marconis. Und sei es nur aus nostalgischen 
Gründen.
Übrigens: Wenn Du das alte (und die Alten) nicht magst, dann hilft nur 
zeitiges Ableben....

Old-Papa

von Thomas U. (charley10)


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Old P. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>>
>> Da ich mich mehr auf sinnvolle und aktuelle Technologien konzentriere,
>> welche auch nur noch irgendeinen Nutzen haben, abgesehen von Ostalgie:
>> Nichts.
>
...
> Um beim Thema zu bleiben: Neben meinen alten Messsendern stehen hier
> auch ein paar NWTs herum (teilweisd selber gebaut) und dennoch greife
> ich gelegentlich zu den alten Marconis. Und sei es nur aus nostalgischen
> Gründen.
> Übrigens: Wenn Du das alte (und die Alten) nicht magst, dann hilft nur
> zeitiges Ableben....
>
> Old-Papa

Hoffentlich wird das nicht falsch verstanden!! 'Die'™ lesen doch glatt 
raus, dass DIE ALTEN weg müssen und das schleunigst! ;-))
Die Rückbesinnung auf basics, wenn angebracht, kann auch Vorteile haben!
Rasenmäher defekt = Sense eingesetzt. Das dürfte ich übrigens auch 
Sonntags zur Mittagszeit...

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Thomas U. schrieb:

> Hoffentlich wird das nicht falsch verstanden!! 'Die'™ lesen doch glatt
> raus, dass DIE ALTEN weg müssen und das schleunigst! ;-))

Ich hatte das sogar noch personalisiert, dann aber doch allgemein 
gehalten. ;-)

> Die Rückbesinnung auf basics, wenn angebracht, kann auch Vorteile haben!
> Rasenmäher defekt = Sense eingesetzt. Das dürfte ich übrigens auch
> Sonntags zur Mittagszeit...

Nur schärfen darfst Du nicht, das macht Geräusche. ;-)

Old-Papa

von Thomas U. (charley10)


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Old P. schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>
>> Hoffentlich wird das nicht falsch verstanden!! 'Die'™ lesen doch glatt
>> raus, dass DIE ALTEN weg müssen und das schleunigst! ;-))
>
> Ich hatte das sogar noch personalisiert, dann aber doch allgemein
> gehalten. ;-)
>
>> Die Rückbesinnung auf basics, wenn angebracht, kann auch Vorteile haben!
>> Rasenmäher defekt = Sense eingesetzt. Das dürfte ich übrigens auch
>> Sonntags zur Mittagszeit...
>
> Nur schärfen darfst Du nicht, das macht Geräusche. ;-)
>
> Old-Papa

O.k. dann darf ich mich aber auch nicht anstrengen, weil sonst:
https://www.verunsicherung.de/diskografie/songs/an_der_copacabana_anabolika_version.html 
;-))

von Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)


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Hallo zusammen.

Cyblord -. schrieb:
> Da ich mich mehr auf sinnvolle und aktuelle Technologien konzentriere,..

Beispiele wären doch ganz nett, nenne doch mal ein paar.

73
Wilhelm

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Wilhelm S. schrieb:
> Beispiele wären doch ganz nett, nenne doch mal ein paar.

PLC :-)

von Josef L. (Firma: Volkssternwarte Würzburg e.V.) (joe88349)


Angehängte Dateien:

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Thomas R. schrieb:
> Meinst du einen VNA? Damit habe ich bisher eigentlich nur meine
> Selbstbauantennen vermessen….
>
> Und soweit ich weiß hat der keine Modulation. Der Abgleich soll ja mit
> Pegelmessung am NF Ausgang erfolgen.

Da hat mir der TO schon leid getan - hat alles daheim was er braucht und 
sieht es nicht! Ausgang vom VNA mit kleinem C (1-2pF) an Mischerausgang, 
Eingang an Ausgang letztes Bandfilter oder Eingang Demodulator, 
ebenfalls mit kleinem C, den VNA in geeignetem f-Bereich (zB 10-11,4 
MHz) sweepen lassen und die Filter in der Reihe der Abgleichvorschrift 
behandeln, um die am VNA sichtbare Durchlasskurve zu optimieren.

Gut, er hat's nicht gebraucht weil der Fehler woanders lag, aber ein 
zusätzliches Gerät ist meiner Ansicht nach nicht nötig. Auch kein 
wobbelbarer Meßsender mit 10ppb Genauigkeit und Stabilität, auch keine 
Stabilität der Ausgangsleistung und 0,1dB-Genauigkeit bei einem Dutzend 
Abschwächern von -140 bis +20 dBm usw.; Frequenzgenauigkeit von 1% 
reicht, ebenso wie einigermaßen konstante Ausgangsleistung über den 
engen Frequenzbereich plusminus 5-10%, um auf Maximum abgleichen zu 
können.

Bilder im Anhang: 10,7M-Filter aus dem Universum-Uhrenradio UR1467 mit 
Standardschaltung TDA 1083, mit je 3pF Port 1 an Kollektor des 
Mischtransistors, Port 2 an Pin 14 des ICs. Einmal mit ausgeschaltetem 
Empfänger, einmal eingeschaltet, und 3. Bild "gewobbelt" 101 Frequenzen, 
dauert ca. 1 Sekunde pro Sweep. Da kann man bequem abgleichen.

von HTM (Gast)


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Josef L. schrieb:
> hat alles daheim was er braucht und
> sieht es nicht!

Kann gar nicht sein, meint Edi im parallelen ZF-Wobbler Thread

Edi M. schrieb:
> Die Rundfunk- Wobbler von einst haben einen Vorteil: Sie sind für
> ihren Zweck gebaut, die Fernost- Spielzeuge nicht.

"Richtig wobbeln" kann mal nur mit einem mindestens 50 Jahre alten 
"Rundfunk Wobbler". Weil die dafür gebaut sind. Und weil die das dafür 
notwendige Gewicht auf die Waage bringen.

von W.S. (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> So wird das sicher auch mit SDRs werden. Es muss dann nicht mehr jeder
> jedes Filter oder jeden Demodulator selbst bauen (also programmieren)
> können. Man kann sie erstmal verwenden, und wenn man sich für die
> Details interessiert, kann man sich da reinlesen.

Nein Jörg, so ist es eben nicht. Stattdessen ist es so, daß man, um die 
diversen Software-Teile, die zu einem funktionierenden Radio gehören, 
benutzen zu können, eine kräftige Portion Mathematk und Systemplanung 
benötigt. Sonst wird daraus nix. Ein fertiges Piezofilter kann man 
irgendwo hineinlöten und es wird zumindest grundsätzlich funktionieren. 
Mit einem FIR-Filter geht das hingegen nicht.

Allerdings sehe ich da eine gewisse Begriffsverwechselung: Wenn einer 
grad eben einen I/Q-Mischer nach Tayloe zusammenbastelt und das Ganze 
dann per NF-IN-Buchse mit einem fertigen SDR-Programm betreibt und dazu 
meint, jetzt hätte er erfolgreich ein SDR gebaut, dann halte ich das für 
einigermaßen übertrieben.

Und zum eigentlichen Thema: Die von Old Papa geposteten kommerziellen 
Generatoren sind hier ein bissel arg hoch angesetzt, ich vermute mal, 
auch im Preis. Irgendwelcher hakelige Bastelkram wäre das andere Ende 
der Skala - hab zwar selber auch schon mal sowas gemacht, aber es war 
nur eine Notlösung und nicht zum allgemeinen Gebrauch zu empfehlen. Was 
der TO wohl am ehesten gebrauchen kann, wäre irgend etwas in der Mitte 
dazwischen. Zumindest wäre das Nachdenken über so etwas weitaus besser 
als sich gegenseitig Opi versus Ossi an die Köpfe zu schmeißen.

W.S.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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W.S. schrieb:
> Ein fertiges Piezofilter kann man irgendwo hineinlöten und es wird
> zumindest grundsätzlich funktionieren. Mit einem FIR-Filter geht das
> hingegen nicht.

Genauso kannst du in einem gnuradio einen Filterblock durch einen 
anderen ersetzen. Draußen steht auf beiden "Filter" drauf, und du 
verlässt dich erstmal drauf, dass sie auch filtern. Wenn du die 
Parametrierung des Softwarefilters verhunzt, tut es nicht, was es soll. 
Wenn du die Anpassung des Hardwarefilters verhunzt, tut es auch nicht, 
was es soll.

Als ich das erste Mal was über ICs gelesen habe, habe ich mich gefragt, 
ob das denn gut ist, wenn man die kaputten Transistoren da drin gar 
nicht mehr austauschen kann. ;-)

von Josef L. (Firma: Volkssternwarte Würzburg e.V.) (joe88349)


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Jörg W. schrieb:
> wenn man die kaputten Transistoren da drin gar
> nicht mehr austauschen kann

Bei nem CA3046 oder TCA871 ging das schon noch, du musstest den Ersatz 
für den kaputten Transistor außen dranlöten, oder es war ein noch nicht 
benutzter übrig :-)

: Bearbeitet durch User
von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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W.S. schrieb:
>
> Und zum eigentlichen Thema: Die von Old Papa geposteten kommerziellen
> Generatoren sind hier ein bissel arg hoch angesetzt, ich vermute mal,
> auch im Preis.

Ich hatte die nur als Beispiel ins Spiel gebracht um zu zeigen, dass ein 
Messsender (wie vom TO gewünscht) doch etwas mehr als ein 
Basteloszillator nach Youtube oder eine PC-ISA Karte mit Filter ist. Ich 
hatte auch geschrieben, dass zur Not auch ein FG geht.
Meine Marconis waren übrigens nicht teuer (unter 200 Euronen, bzw DM), 
ich habe beide restauriert (waren funktionsunfähig) und dem kleineren 
eine Beleuchtung hinter das LCD gegönnt (war ohne nicht wirklich zu 
nutzen.)

Irgendwelcher hakelige Bastelkram wäre das andere Ende
> der Skala - hab zwar selber auch schon mal sowas gemacht, aber es war
> nur eine Notlösung und nicht zum allgemeinen Gebrauch zu empfehlen.

Das hat wohl jeder schon durch, der mal an HF-Geraffel gefummelt hat, 
ich ja auch.

> Was
> der TO wohl am ehesten gebrauchen kann, wäre irgend etwas in der Mitte
> dazwischen.

Wenn er hat oder bekommen kann, dann ja.

Old-Papa

von Mohandes H. (Firma: مهندس) (mohandes)


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Old P. schrieb:
> Der Trend geht leider immer mehr zu Schachtelamateuren die meien mit
> irgendeinem uC und/oder App kann man beute alles erschlagen.

Schachtelamateur - schöner Begriff, trifft es bei vielen. (Ohne Wertung, 
ich bin selber einer, der lieber ein Radio mit diskreten Bauteile baut 
statt ein SDR, aber jedem das seine).

von Josef L. (Firma: Volkssternwarte Würzburg e.V.) (joe88349)


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Mohandes H. schrieb:
> Schachtelamateur

In diesem Zusammenhang bekommt dann der Ausdruck "Boxsport" eine ganz 
neue Bedeutung!

von Martin L. (makersting)


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Cyblord -. schrieb:
> Die Überzahl an Alten, Ossis und am schlimmsten: Alten Ossis, ist heftig

Thomas U. schrieb:
> Und die bloße Existenz ermächtigt zu dieser Hetze?

Was Cyblord schreibt, ist recht unklug, an sich hat er für so ein 
generalisierendes und diskriminierendes Urteil zu viel Grips. Die Motive 
interessieren mich.

Thomas postuliert daraus eine Hetze. Hetze ist eine ausdauernde Methode 
der Jagd mit dem Ziel, die Erschöpfung des Opfers herbeizuführen, so 
dass es sich irgendwann dem Schicksal/Jäger ergibt. Ein sich dem Jäger 
schicksalsergeben erschöpftes Ergeben erkenne ich hier nicht; auch kein 
unnachlässiges Nachsetzen des Jagenden, was als Versuch die Ermüdung des 
Opfers herbeizuführen angesehen werden könnte. Und dennoch wird von 
Thomas eine Hetze postuliert. Bei seinen Motiven dafür dürfte es auch 
hier interessant werden.

: Bearbeitet durch User
von W.S. (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> Genauso kannst du in einem gnuradio einen Filterblock durch einen
> anderen ersetzen. Draußen steht auf beiden "Filter" drauf, und du
> verlässt dich erstmal drauf, dass sie auch filtern. Wenn du...

_Ich?_ Nö, du meinst es vermutlich als 'man'. Aber in einem SDR-Programm 
irgendwelche Funktions-Icons über das Fenster zu schieben und mit 
symbolischen 'Drähten' zu verbinden ist was ganz anderes, als so ein 
(oder ein anderes) SDR-Programm selber zu programmieren. Eben genauso 
wie ein fertiges Radio zu kaufen und bloß noch den Klangregler nach 
eigenem Gusto nachzustellen versus alles selber bauen.

Naja, um bei derartigen Vergleichen zu bleiben: so wie unsereiner als 
Bub einen Draht als Antenne durch den Garten gezogen hatte, Spulen auf 
leere Klopapier-Rollen gewickelt hatte und dann am Detektorempfänger 
wechselweise am Drehko gedreht und am Detektor gestochert hatte, geht es 
bei einem softwaredefinierten Radio überhaupt nicht mehr. Entweder man 
hat sowas studiert oder sich selbst erarbeitet (mit entsprechenden 
Mathematik-Vorkenntnissen) oder man kann nur etwas Fertiges benutzen. 
Ja, BENUTZEN und nicht mehr selber machen können. Und deshalb sehe ich 
es auch nicht, daß irgendwer in Zukunft mit SDR bastelt. Nicht benutzt, 
sondern bastelt (in dem Sinne, wie unsereiner basteln versteht).

W.S.

von Josef L. (Firma: Volkssternwarte Würzburg e.V.) (joe88349)


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W.S. schrieb:
> Ja, BENUTZEN und nicht mehr selber machen können

Ein Telefon mit Wählscheibe hätte man sich noch selber bauen können, und 
trotz der rigiden Bestimmungen hätte nicht mal die Bundespost was 
gemerkt. Und man hätte jedes einzelne Bauteil verstanden. Ein Smartphone 
mit all den Subminiatur-Hühnerfutter-Bauteilen kann man selbst wenn die 
Teile einzeln vorlägen selber gar nicht mehr zusammenbauen, es sei denn 
es wäre schon alles verlötet - vom Verständnis des Innenlebens ganz zu 
schweigen.

von michael_ (Gast)


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Josef L. schrieb:
> Ein Telefon mit Wählscheibe hätte man sich noch selber bauen können,

Die Grundlagen sollte man in jedem Fach kennen.
Auch wie man das mit einfachsten Mitteln machen kann.

Ein Telefon mit zwei Lautsprechern oder guten Hörkapseln geht 
problemlos.
Auch ein Kohlemikrofon kann man selbst aus Batteriekohle herstellen.
Ich bin noch dankbar für das Buch "Mit Spulen, Draht und Morsetaste".

Ich schüttele hier manchmal den Kopf, weil manche die einfachsten Dinge 
nicht hinkriegen.
Einfachstes Bsp. ist die Transistorschaltung, um an einem Super-Duper 
Prozessor die LED nicht blinken will.

Es gibt massig weitere Beispiele hier.

von Josef L. (Firma: Volkssternwarte Würzburg e.V.) (joe88349)


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michael_ schrieb:
> Auch ein Kohlemikrofon kann man selbst aus Batteriekohle herstellen

Wenn die noch wüssten was das ist ;-) bzw. welche Batterien man dazu 
auseinandernehmen muss. Wo alle zu denen greifen wo 0% Cd / 0% Hg 
draufsteht und die meisten weder wissen was das bedeutet, noch dass das 
Zeug sowieso noch nie drin war, oder warum das eine Bedeutung haben 
sollte. Come in and find out...

Trotzdem - man findet so allerlei:
https://www.google.com/search?q=kohlemikrofon+selber+basteln

von Soul E. (soul_eye)


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Das Hg war durchaus mal drin. Die Quecksilberverbindung hat bis Ende der 
'80er bei Alkaline-Zellen das Auslaufen verhindert. Heutige Zellen haben 
das nicht mehr, und jetzt muss man selber aufpassen.

Cd gehört natürlich nur in die DEAG-Sammler und deren Ableger.

von Josef L. (Firma: Volkssternwarte Würzburg e.V.) (joe88349)


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@Soul E.
Hast recht, wiki liefert auf die Suche:
"Durch die EU-Richtlinie 91/157/EEC wurden in der EU ab 1992 Batterien 
verboten, die mehr als 25 mg Quecksilber enthielten sowie 
Alkali-Mangan-Batterien, bei denen mehr als 0,025 % der Füllung aus 
Quecksilber bestand."

Ist einem wohl nur deswegen nicht bewußt, weil ja umgekehrt früher nicht 
draufstand "Neue Formulierung gegen Auslaufen: Jetzt mit 0,05% 
Quecksilber!"

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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W.S. schrieb:
> Aber in einem SDR-Programm irgendwelche Funktions-Icons über das Fenster
> zu schieben und mit symbolischen 'Drähten' zu verbinden ist was ganz
> anderes, als so ein (oder ein anderes) SDR-Programm selber zu
> programmieren.

Das Keramikfilter hast du dir auch nicht mehr selbst gebaut.

Das digitale Filter kannst du zumindest noch selbst bauen, wenn du 
möchtest. Wenn du aber erstmal nur ein Filter brauchst, nimmst du dir 
genauso eins aus der Kiste, wie du dir das Keramikfilter aus der 
Bastelkiste genommen hast.

Klar kann man sich über jede Technik echauffieren, die komplizierter als 
ein Detektorempfänger ist. Man kann das aber genauso gut begreifen als 
eine massive Erweiterung der Möglichkeiten zum Basteln, mit der sich 
Welten öffnen, die wir früher mit ein paar Drähten nie hätten erreichen 
können.

Nur vom Legosteine zusammen schieben wird natürlich genauso wenig etwas 
Kreatives draus, wie es kreativ war, die Schaltungen des 
Elektronikbaukastens nur 1:1 aus der Anleitung nachzubauen. Wenn man die 
Grundlagen dahinter verstanden hat, kann man daraus allerdings kreativ 
auch Neues versuchen.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Hmmm,
wir sind hier inzwischen meilenweit von der Anfrage des TO entgleist....

Er wollte einen Messsender (oder Ähnliches) zum Abgleich eines 
Röhrenradios und inzwischen sind wir bei SDR und Digitalfiltern 
angekommen.
Das Thema wäre doch eher einen eigenen Thread wert.

Old-Papa

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Old P. schrieb:
> Hmmm,
> wir sind hier inzwischen meilenweit von der Anfrage des TO entgleist....

Wobei man der Gerechtigkeit halber sagen muss, dass er sein Problem ja 
gelöst hat.

Ja, man könnte einen eigenen Thread aufmachen. "Die guten alten Zeiten 
des Radiobastelns sind vorbei" oder so. :-)

von Cyblord -. (cyblord)


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Jörg W. schrieb:
> Ja, man könnte einen eigenen Thread aufmachen. "Die guten alten Zeiten
> des Radiobastelns sind vorbei" oder so. :-)

Klar, weil das Forum dringend noch einen Ossi-Jammerthread braucht.

Warum nicht gleich ein neues Unterforum dafür?
Meine Namensvorschläge wären:
- Ostalgie + Schrott, warum passt es so gut?
- Rübermachen Pro&Contra
- Warum Bananen sowieso ungesund sind
- Die schönsten Urlaubsziele in der SU
- DDR-Halbleiter was sonst?

: Bearbeitet durch User
von W.S. (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> Wobei man der Gerechtigkeit halber sagen muss, dass er sein Problem ja
> gelöst hat.

Nee, eigentlich nicht. Das besagte Radio funktioniert wohl wieder, aber 
die Frage, die auch in der Überschrift dieses Threads anklingt, nämlich 
wie er zu einem benutzbaren Ding zum Abgleichen von Radios kommt, das 
auch mit seinem Geldbeutel verträglich ist, ist immer noch weitgehend 
unbeantwortet geblieben.

Und warum jetzt über Keramikfilter versus Rechenalgorithmen gestriten 
wird, geht zurück auf Jörgs Bemerkung:

Jörg W. schrieb:
> Die nächste Generation Radiobastler bastelt dann halt SDRs.

Wohlgemerkt, mir fehlt da das 'mit', also von mir mal etwas korrigiert:
"Die nächste Generation Radiobastler bastelt dann halt MIT (fertigen) 
SDRs."
So etwa könnte es stimmen.
Damit sollte dieses Seitenthema final erledigt sein.

W.S.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Cyblord -. schrieb:
> Ossi

Was können wir dafür, dass du irgendwo mitten im Atlantik schwimmst, von 
wo aus alles hier wie Osten aussieht?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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W.S. schrieb:
> Damit sollte dieses Seitenthema final erledigt sein.

Nein, denn ich halte das nach wie vor für eine Fehlinterpretation.

Das ist dann eben: alles jenseits des Detektorempfängers (bei dem man 
sich die Diode ja noch selbst bauen musste) ist kein richtiges 
Radiobasteln mehr, dann man bastelt ja nur noch "mit" irgendwas: mit 
fertigen Röhren, Transistoren, ICs, Keramikfiltern, …

Davon abgesehen, wenn du dir den uSDX mal angesehen hättest: da bastelt 
man schon das komplette SDR selbst, wenn man will. Denn ein SDR braucht 
halt immer erstmal eine passende Hardware. (Natürlich kann man auch 
alles fix & fertig wieder in China kaufen, wenn man das so haben will.)

> nämlich wie er zu einem benutzbaren Ding zum Abgleichen von Radios
> kommt, das auch mit seinem Geldbeutel verträglich ist, ist immer noch
> weitgehend unbeantwortet geblieben.

Antworten gab's genug darauf, der Möglichkeiten sind viele. Ist halt die 
Frage, ob ihm das überhaupt aktuell noch wichtig ist.

Und es muss auch nicht unbedingt ein "Messsender" sein, also irgendwas, 
bei dem man mit einem guten Abschwächer auch noch die Empfindlichkeit 
ermitteln kann.

von Cyblord -. (cyblord)


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Jörg W. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Ossi
>
> Was können wir dafür, dass du irgendwo mitten im Atlantik schwimmst, von
> wo aus alles hier wie Osten aussieht?

Der Witz ist auch beim zweiten Mal kein Bringer. Vielleicht bringst ihn 
gleich nochmal?

Und abgesehen davon war für Adenauer, Berlin schon Russland. Also da bin 
ich wohl in guter Gesellschaft.

: Bearbeitet durch User
von Josef L. (Firma: Volkssternwarte Würzburg e.V.) (joe88349)


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Jörg W. schrieb:
> dann man bastelt ja nur noch "mit" irgendwas: mit fertigen Röhren,...

Aber wir sind uns schon einig, dass in den letzten 100 Jahren die zum 
Basteln notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten infolge steigender 
Komplexität und Miniaturisierung sowie Digitalisierung enorm gestiegen 
sind, so dass das Einstiegsalter immer höher wird und infolge gewaltig 
gestiegener anderer Möglichkeiten sich zu beschäftigen auch die 
Bereitschaft sowas zu machen abgenommen hat?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Josef L. schrieb:
> Aber wir sind uns schon einig

Nein, sind wir nicht. :-)

Nur, weil uns manche Dinge mit 50+ schwer fallen, heißt das ja nicht, 
dass die heutige junge Generation sowas nicht auch schon mit 20+ 
verstehen kann.

Letztlich hat wissenschaftlich-technischer Fortschritt schon immer auf 
so eine Weise funktioniert.

Und: irgendwie "Exoten" waren Elektronikbastler auch früher schon. Das 
war noch nie "Volkssport".

: Bearbeitet durch Moderator
von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Cyblord -. schrieb:
>
> Klar, weil das Forum dringend noch einen Ossi-Jammerthread braucht.
>
> Warum nicht gleich ein neues Unterforum dafür?

Für Dich braucht man eher ein Kotzi-Forum, so wie Du häufig drauf bist.

Old-Papa

von Josef L. (Firma: Volkssternwarte Würzburg e.V.) (joe88349)


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Jörg W. schrieb:
> dass die heutige junge Generation sowas nicht auch schon mit 20+
> verstehen kann

Mit 20+ hat man heute meist Abitur und Grundstudium oder eine 
abgeschlossene Lehre als Mechatroniker und einen Job.

Das Detektorbasteln fing damals mit 10+ an, da konnte man lesen, 
schreiben, rechnen, und anhand der Modelleisenbahn schon begreifen was 
ein Stromkreis ist. Ich weiß nicht ob heutige 10-jährige schon 
Fouriertransformation verstehen und digitale Filter programmieren 
können. Mit 20 haben dann viele natürlich die Voraussetzungen.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Josef L. schrieb:
> Ich weiß nicht ob heutige 10-jährige schon Fouriertransformation
> verstehen und digitale Filter programmieren können.

Du musstest auch keine Minoritätsladungsträger und Dotierungsprofile 
verstehen, um eine Diode irgendwo einzulöten. In dem Alter baust du 
Anleitungen nach und freust dich, wenn es am Ende funktioniert.

Das entspricht dem, in einem Tool wie gnuradio Blöcke zusammen zu 
schieben. Wie das Filter drinnen funktioniert, muss man dafür genauso 
wenig bereits verstanden haben. Vorteilhaft gegenüber den lange Zeit oft 
sündhaft teuren Halbleitern (und davor nicht minder teuren Röhren): 
solche SDR-Einzelteile kosten kein Taschengeld. Das war in meiner 
Kindheit schon oft genug ein limitierender Faktor.

von Mohandes H. (Firma: مهندس) (mohandes)


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Jörg W. schrieb:
> Elektronikbastler auch früher schon. Das war noch nie "Volkssport".

Naja, wenn ich da an meinen heißgeliebten Kosmos 'Radiomann' denke. Als 
ich meinen ersten Detektor baute und Klänge aus dem Kopfhörer kamen, das 
hat bei mir die lebenslange Leidenschaft für Elektronik geweckt. Und 
solche Experimentierkästen waren damals sehr verbreitet.

Basteln vom Detektor über ein Audion bis zum Superhet schafft eben auch 
ein gutes Grundverständnis für Elektronik und HF-Technik. Und ich 
bezweifele, daß ein Zehnjähriger der sich mit SDR beschäftigt da so tief 
eintaucht.

Ist eben schon ein Unterschied, ob ich ein paar Bauteile habe deren 
Funktion ich verstehe oder ein komplexes SDR wo ich immer nur 
Teilbereiche verstehe.

Aber ob man das gut findet oder nicht, die Technik geht weiter. Kaum 
jemand hat den Überblick über alle Teilbereiche im Detail. Die komplexe 
Technik macht es den Jugendlichen heute eben nicht gerade einfach. 
Bausätze sind auch aus der Mode gekommen, die Experimentierkästen die es 
noch gibt verdienen kaum den Namen (fertige Radio-Platine im 
Pappgehäuse). Und so bleiben oft die 'Maker' (Schachtelamateure ;-), die 
einfach ein paar fertige Module zusammenstecken.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Mohandes H. schrieb:
> Und solche Experimentierkästen waren damals sehr verbreitet.

Naja, weil du in deiner Blase dann weiter aufgewachsen bist. ;-)

Ich hatte einen Nachbarn, über den ich das Interesse an Elektronik 
gefunden habe, der nächste dann war schon irgendwo in der 
Parallelklasse, der sich für sowas interessiert hat. Ich schätze mal, 
dass das am Ende im Bereich von 1 % der Leute lag, sich dafür zu 
interessieren, maximal.

Daher meine Anmerkung, dass das eben auch damals kein "Volkssport" war. 
Wenn ich mir ansehe, wie viele Leute aus dem Umfeld hier beispielsweise 
klettern gegangen sind, dann hat das deutlich mehr Volkssportcharakter 
(gut, liegt natürlich an unserer Nähe zum Elbsandsteingebirge, das wird 
in anderen Gegenden anders sein).

> Die komplexe Technik macht es den Jugendlichen heute eben nicht gerade
> einfach.

Man muss da genauso reinwachsen, wie wir das mussten.

von Josef L. (Firma: Volkssternwarte Würzburg e.V.) (joe88349)


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Jörg W. schrieb:
> SDR-Einzelteile kosten kein Taschengeld. Das war in meiner
> Kindheit schon oft genug ein limitierender Faktor.

Es ist aber durchaus nicht verkehrt, wenn man am eigenen Leib erfährt, 
dass Hardware Geld kostet (und Software-Lizenzen auch). Das vergisst man 
in der 0,00€ Gesellschaft oft.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Ich bin ehrlich froh über den Pool an Software, die man ohne Geld 
bekommen darf, und ich spendiere lieber Freizeit, in diesen Pool selbst 
Dinge einzubringen, statt dass man für jedes Stück noch jemandem Gewinn 
bescheren muss. So kann ich mich über einen GCC, mein FreeBSD, die 
Software für einen uSDX-Transceiver oder eben Blöcke in gnuradio 
gleichermaßen freuen.

Mit Geld haushalten lernt man bei den vielen materiellen Dingen ohnehin, 
derer es im täglichen Leben bedarf.

von Hp M. (nachtmix)


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Soul E. schrieb:
> Das Hg war durchaus mal drin. Die Quecksilberverbindung hat bis Ende der
> '80er bei Alkaline-Zellen das Auslaufen verhindert.

Auch lange schon vor dem Aufkommen der Alkali-Zellen wurden die 
Zinkbecher der Zellen vom Leclanché-Typ ("Zink-Kohle") oberflächlich 
amalgamiert um die Lagerfähigkeit zu verbessern.

von Mohandes H. (Firma: مهندس) (mohandes)


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Jörg W. schrieb:
> Mohandes H. schrieb:
>
>> Und solche Experimentierkästen waren damals sehr verbreitet.
>
> Naja, weil du in deiner Blase dann weiter aufgewachsen bist. ;-)

Touché, denn von SDR habe ich keine Ahnung. (Könnte sich aber ändern).

Ändert aber nichts an meiner Meinung zu Experimentierkästen. Ich hatte 
so einige in meiner Jugend und mit allen habe ich etwas gelernt und auch 
viel Spaß gehabt. Was gibt es heute? Nichts vergleichbares.

Anderes Beispiel Eisenbahn. Welches Kind hat heute eine Eisenbahn, 
früher war das normal für einen Jungen.

Oder Metallbaukasten. Gibt es kaum noch, obwohl die Grundlagen der 
Mechanik sich nicht geändert haben. Usw./usf.

Es hat sich also etwas geändert, und dies nicht nur 'in meiner Blase'. 
Das mechanische Zeitalter geht seinem Ende zu. Das digitale Zeitalter 
beginnt und das, was wir sehen, sind vermutlich nur die Anfänge.

von Volker (Gast)


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Lego gibt's immer noch. Die sind haltmit der Zeit gegangen und nicht 
stehen geblieben.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Volker schrieb:
> Lego gibt's immer noch. Die sind haltmit der Zeit gegangen und nicht
> stehen geblieben.

Und macht auch Mechanik. ;-) Meine kleine Tochter hat sich höllisch über 
ihre Baufahrzeuge gefreut, bei denen man bspw. die Kippmulde hochkurbeln 
kann.

Mohandes H. schrieb:
> Welches Kind hat heute eine Eisenbahn, früher war das normal für einen
> Jungen.

Ich hatte keine. :-)

von Volker (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> Mohandes H. schrieb:
>> Welches Kind hat heute eine Eisenbahn, früher war das normal für einen
>> Jungen.
>
> Ich hatte keine. :-)

Dann bist du entweder zu jung, um eine Eisenbahn gehabt zu haben oder 
noch nicht alt genug, um dir für viel Geld einen unerfüllten 
Kindheitstraum zu erfüllen. El. Eisenbahnen sind heute ein 
Luxusspielzeug für alte Herren.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Volker schrieb:
> Dann bist du entweder zu jung, um eine Eisenbahn gehabt zu haben oder
> noch nicht alt genug, um dir für viel Geld einen unerfüllten
> Kindheitstraum zu erfüllen.

Weder noch. Die waren zu meiner Kinderzeit durchaus üblich. Mein Nachbar 
hatte eine riesige Platte, die nahm, wenn sie runter geklappt war von 
der Wand, das halbe Zimmer ein. War vornehmlich das Bastelfeld des 
Vaters. :-) Mein Bruder hatte ebenfalls eine. An mir ist das trotzdem 
vorbei gegangen.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Mohandes H. schrieb:
>...
> Anderes Beispiel Eisenbahn. Welches Kind hat heute eine Eisenbahn,
> früher war das normal für einen Jungen.

Ich hatte keine, meine Brüder auch nicht. Wir hätten gerne, doch Muttern 
(alleinstehend) hatte gerade genug Geld für Essen und Klamotten. Darum 
stand auch kein Elektronikbastelkasten in der Stube.
Dennoch hatten wir eine gute Kindheit, vielleicht auch gerade wegen der 
relativen Armut. Ich musste mir immer was einfallen lassen um z. B. ein 
Fahrrad vom Schrott gangbar zu machen, eine Angel aus Haselnuss und 
Bindfaden, Drachen aus Stöckchen und Packpaier und und und.
Aus all dem habe ich (haben wir) aber auch viel gelernt.

Old-Papa

: Bearbeitet durch User
von michael_ (Gast)


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Ich hatte eine.
Eine Märklin zum aufziehen. Mit 2 Wagen.
Groß wie ein Brikett.

Zu wenig Schienen, da hat Vater in Holzbrettchen Metallstreifen 
eingelassen und der Kreis konnte geschlossen werden.
Es war die Selbermacher-Zeit.
Heute ist Shopping-Zeit.

von Josef L. (Firma: Volkssternwarte Würzburg e.V.) (joe88349)


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Shopping Time!

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Josef L. schrieb:
> Shopping Time!

Günstigen Messsender gefunden? ;-)

von W.S. (Gast)


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Old P. schrieb:
> Dennoch hatten wir eine gute Kindheit, vielleicht auch gerade wegen der
> relativen Armut. Ich musste mir immer was einfallen lassen

Ich finde, das Letzte ist der entscheidende Punkt: Sich immer etwas 
einfallen lassen. Der Volksmund sagt dazu "Not macht erfinderisch". 
Naja, das Gegenteil sieht man hier und heute überall: Wohlstand macht 
träge.
Naja, das ist wohl eine Art Naturgesetz.
Aber deshalb die Not gut zu finden, wäre pervers.
Und es ist allenthalben so: Wenn man die Not beseitigt hat, braucht es 
sowas wie Selbstdisziplin, um eben NICHT in die Trägheit zu fallen.

Habe hier grad ein typisches Gegenbeispiel gesehen: "Für einen Tiny816 
suche Librarys: UART I2C"
Da will jemand ein Projekt mit einem µC machen, aber anstatt sich die 
Mühe zu machen, dessen Manual zu lesen, fragt man nach fertigen 
Treibern.

W.S.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Schon wieder Jammern und Selbstbeweihräucherung angesagt?

Und ich dachte, Josef hat jetzt einen günstigen Messsender gefunden. ;-)

von Volker (Gast)


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W.S. schrieb:
> Habe hier grad ein typisches Gegenbeispiel gesehen: "Für einen Tiny816
> suche Librarys: UART I2C"

Da ist Mama sicher stolz auf dich, wenn du das Rad immer neu erfindest.

Dann wickelst du Widerstände sicher auch selbst aus Konstantandraht und 
malst Kondensaoren mit Silberlack auf Keramikscheiben.

Not macht vielleicht erfinderisch. Aber ohne Not "erfindet" kein 
vernüftiger Mensch den gefühlt 100sten I2C Treiber. Besser man 
fokussiert sich auf das Kernproblem. 0815 Treiber zu schreiben mag gut 
fürs Ego sein, aber sonst ist es reine Zeitverschwendung.

von Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)


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Hallo zusammen,

ich hatte auch eine elektrische Eisenbahn; liegt heute noch (hoffentlich 
wohlgenug) verpackt im Keller.
In letzter Konsequenz hatten die Elektronen doch die grössere 
Anziehungskraft. ;-)
Nach Radiomann, einem Philips-Kasten (Nr. vergessen) und chemischen 
Experimenten im Keller haben doch der Lötkolben und das Radiobasteln 
gewonnen. Die Chemie habe ich mir ein bisschen als Apotheker erhalten.

73
Wilhelm

von Volker S. (sjv)


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Jörg W. schrieb:
> Und ich dachte, Josef hat jetzt einen günstigen Messsender gefunden. ;-)

https://www.ebay.de/itm/115475977355?hash=item1ae2e7948b:g:CDYAAOSwQtNi4Dvp

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Würde ich angesichts der fehlenden Funktionszusage, der Versandkosten 
und des Frequenzbereichs nicht als günstig bezeichnen.

von Josef L. (Firma: Volkssternwarte Würzburg e.V.) (joe88349)


Angehängte Dateien:

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Welcher Spaßvogel ist den auf die Idee gekommen, ich würde einen 
Messender suchen? Ich hatte vor 35-40 Jahren mal angefangen einen zu 
bauen, NF-Teil mit 4 Hz - 400 kHz funktioniert, Frequenzzähler 100 Hz - 
150 MHz funktionierte ebenfalls (mit 95H90 Vorteiler), daneben war HF 
150kHz-150MHz in 6 Bereichen geplant und ein 6-stufiger Abschwächer. Kam 
dann wegen Beruf und Familie nie zur Ausführung, Frequenzzähler habe ich 
verschenkt. Aktuell brauche ich keinen.

Wer's nostalgisch will: Für den damals angedachten Frequenzbereich wäre 
ein Boonton 103D interessant, wenn nur der Preis stimmen würde...

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Josef L. schrieb:
> Welcher Spaßvogel ist den auf die Idee gekommen, ich würde einen
> Messender suchen?

Für den TE meinte ich.

Sieht auf jeden Fall sehr sauber aufgebaut aus. So schön sind mir meine 
Geräte nie gelungen.

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