Moin,
in einer Anwendung habe ich ein PWM signal, der einen Verbraucher mit
>5KW versorgt. Gibt es eine Möglichkeit dieses PWM Signal zu glätten?
dafür brauche ich ja letztlich Bauteile die Energie Speichern können
(Wie zum Beispiel bei einem Tiefsetzsteller), aber ich bin mir nicht
sicher ob es dass für so große Leistungen gibt. Jedenfalls habe ich noch
nichts passendes gefunden... Hat jemand eine Idee?
Ohje. Lass mich raten: Schon wieder ein
Solar-Überschuss-in-den-Boiler-Bastler, der dem EVU keine Wattstunde
schenken will?
Ansonsten rück mal Details raus: Welche Last (Heizstab, Motor, ...)
hängt hinter der PWM, ist die PWM auf Gleichspannung oder
Wechselspannung ("Sinus-Dimmer"), wie schnell ist sie, usw, ...
Uwederdabeiist schrieb:> in einer Anwendung habe ich ein PWM signal, der einen Verbraucher mit>>5KW versorgt. Gibt es eine Möglichkeit dieses PWM Signal zu glätten?
Üblicherweise nimmt man dafür Spulen. Der Strom steigt nach dem
Einschalten gemächlich an und sinkt nach dem Abschalten wieder, so man
für den passenden Strompfad sorgt.
Deine Frage ist so unvollständig wie meine:
"Ich habe ein lautes Geräusch, das möchte ich dämpfen. Was brauche ich
dazu"?
Solche Fragen ermöglichen 1001 Antworten, bei denen sich die Helfer
darum streiten, wer die hinter der Frage stehende Aufgabe wohl besser
erraten hat.
Das ist ein ganz schlechter Anfang. Korrigiere die Frage schnell, sonst
geht es hier rund.
von Uwederdabeiist schrieb:
>in einer Anwendung habe ich ein PWM signal
Welche Frequenz? Davon hängt ab, welche Spulen dafür
geeignet sind.
>der einen Verbraucher mit 5KW versorgt.
Und welche Spannung?
>dafür brauche ich ja letztlich Bauteile die Energie Speichern können
Das sind Spulen (Speicherdrosseln) und Kondensatoren.
>aber ich bin mir nicht>sicher ob es dass für so große Leistungen gibt.
Ja, gibt es, oder man fertigt sowas an.
Günter L. schrieb:> oder man fertigt sowas an.
Wenn es überhaupt notwendig ist, wie noch niemand wissen kann.
Soll der TO erstmal genug Infos liefern das sich das Nachdenken darüber
lohnt.
Uwederdabeiist schrieb:> Jedenfalls habe ich noch nichts passendes gefunden
Und hast offenbar schon das Interesse am eigenen Thema verloren.
Haloooooo, ist da jemand?
Einfach eine Frage über den Zaun werfen und sich dann verpissen
funktioniert hier nicht.
Stefan F. schrieb:> Einfach eine Frage über den Zaun werfen und sich dann verpissen> funktioniert hier nicht.
Wie Du siehst funktioniert das sogar sehr gut.
Es geht um einen Heizstab. Eingangspannungen bis 800V DC, die Regelung
passiert über eine PWM. Frequenz 10kHz.
Ob die Glättung notwendig ist, ist auch die Frage. Der Heizstab liefert
bei 400V die gewünschte Leistung. liegt mehr Spannung Eingangsseitig an,
wird sie mit PWM geregelt. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass
mein HEizstab kaputt geht/ durchbrennt wenn man ihn beispielsweise mit
800V 50% dutycycle beaufschalgt, da ja dann kurzzeitig in den Einphase
der PWM ein sehr großer Strom fleißt...also schonmal vorsorglich die
Überlegung nach einer Glättung
Uwederdabeiist schrieb:> ".....kaputt geht/ durchbrennt wenn man ihn beispielsweise mit> 800V 50% dutycycle beaufschalgt......"
Bei doppelter Spannung erhält man 4-fache Leistung. Mit 50% PWM immer
noch doppelte Leistung: Geht kaputt!
Uwederdabeiist schrieb:> Es geht um einen Heizstab.
Ach.
Εrnst B. schrieb:> Ohje. Lass mich raten: Schon wieder ein> Solar-Überschuss-in-den-Boiler-Bastler,
Ja, geglättet wird durch eine Spule.
Günter L. schrieb:> Welche Frequenz? Davon hängt ab, welche Spulen dafür geeignet sind.
hast du NATÜRLICH nicht beantwortet.
Viel Spass also noch.
Strom kann doch noch mehr "machen" als nur Wärme,
wenn ich die eigentlich garnicht brauche.
z.B. Metalle elektrolytisch raffinieren,
dabei auch noch Wasserstoff erzeugen.
Metalle pulverisieren (feilen)
Ihr mit euren Heizpatronen, das wird doch echt langsam langweilig.
Uwederdabeiist schrieb:> Es geht um einen Heizstab. Eingangspannungen bis 800V DC, die Regelung> passiert über eine PWM. Frequenz 10kHz.
Also wie vermutet.
Keine Glättung erforderlich
Uwederdabeiist schrieb:> Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass> mein HEizstab kaputt geht/ durchbrennt wenn man ihn beispielsweise mit> 800V 50% dutycycle beaufschalgt
Falsch.
Udo S. schrieb:> Schöner MW-Störsender.
Laut Frequenzplan aber nur BOS, Navigation und Militär.
Jedes Schaltnetzteil taktet deutlich höher.
gehen wir doch spaßeshalber mal von Snubbern gegen Ringing, geschirmten
Kabeln oder langsamen Flanken aus, bevor das Abendland untergeht weil
tief im Keller ein Heizstab geregelt wird.
Michael Frequenz wie gesagt 10kHz. Ich werde versuche ohne Glättung
machen, ist wenn es klappt billiger + weniger Verluste. Ich danke euch
allen für eure Denkanstöße
Uwederdabeiist schrieb:> Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass> mein HEizstab kaputt geht/ durchbrennt wenn man ihn beispielsweise mit> 800V 50% dutycycle beaufschalgt
Das hängt vermutlich hausptsächlich davon ab, wie gut der Heizstab
gekühlt wird, und wohl auch, ob seine Isolation für die Spannung
geeignet ist.
Ich hatte mal versehentlich eine Herdplatte an 400V statt 230V
angeschlossen. Sie hat so wochenlang funktioniert, bis mir irgendwann
mal auffiel, dass das Nudelwasser besonders schnell kocht.
Warum willst du denn PWM benutzen? Reicht es nicht, die Heizung
pulsierend an/aus zu schalten?
Falls du vor hast, damit die überschüssige Leistung eines ungepufferten
Solarpanels zu nutzen: Das geht so nicht, den PWM sind aus Sicht des
Solarpanels immer noch Impulse. Die Glättung ist für den Heizstab.
Steve van de Grens schrieb:> Falls du vor hast, damit die überschüssige Leistung eines ungepufferten> Solarpanels zu nutzen: Das geht so nicht, den PWM sind aus Sicht des> Solarpanels immer noch Impulse. Die Glättung ist für den Heizstab.
Er hat ja keine Glättung. Funktioniert wahrscheinlich eh nicht wie der
TO sich das vorstellt weil die PV-Module Stromquellen und keine
Spannungsquellen sind.
Udo S. schrieb:> Funktioniert wahrscheinlich eh nicht wie der> TO sich das vorstellt weil die PV-Module Stromquellen und keine> Spannungsquellen sind.
Der TO hat aber (noch) nicht gesagt, woher seine 800VDC kommen...
Uwederdabeiist schrieb:> Der Heizstab liefert> bei 400V die gewünschte Leistung.
Nimm einfach zwei Heizstäbe in Reihe. Die können dann heiraten und
Kinder bekommen. Ist einer teuerer als die PWM-Regelung mit
Installation?
mfg
Christian S. schrieb:> Nimm einfach zwei Heizstäbe in Reihe. Die können dann heiraten und> Kinder bekommen. Ist einer teuerer als die PWM-Regelung mit> Installation?>> mfg
Warum denn so einfach, wenn es doch SuperDuper Glättungsmittel gibt?
<Ironie-Off>
Woher die 800V stammen bleibt wohl ein immerwährendes Rätsel...
Old-Papa
Uwederdabeiist schrieb:> Ich werde versuche ohne Glättung machen, ist wenn es klappt billiger +> weniger Verluste.
Stört halt wie sonstwas.
Uwederdabeiist schrieb:> Eingangspannungen bis 800V DCChristian S. schrieb:> Nimm einfach zwei Heizstäbe in Reihe.
Und wenn man es ganz raffiniert macht, kann man bei niedrigerer
Eingangssppannug einfach einen der beiden mit einem Schütz überbrücken.
Lothar M. schrieb:>...> Und wenn man es ganz raffiniert macht, kann man bei niedrigerer> Eingangssppannug einfach einen der beiden mit einem Schütz überbrücken.
Oder beie parallel schalten, wenn seine Stromquelle das hergibt.
Old-Papa
Lothar M. schrieb:> Stört halt wie sonstwas.
Dann nenn aber auch die Bedingungen unter denen es stört.
Denn 10kHz ist nun wirklich keine hohe Schaltfrequenz.
7km wäre eine brauchbare Antenne lang.
FU arbeiten in dem Bereich und kümmern sich meist nicht die Bohne um
Entstörung, Sinusfilter oder geschirmte Kabel, trotz vieler Meter bis
zum Motor.
Lange, ungeschirmte Kabel, hohe Flankensteilheit, ohne Snubber, ohne
Klappferrite oder sonstige Entstörmaßnahmen könnten stören.
Also die Flanken ein wenig bedämpfen und alles ist gut.
Und wenn nicht wird es wohl auch nie einer merken.
Max M. schrieb:> Denn 10kHz ist nun wirklich keine hohe Schaltfrequenz.
Aber 5 kW ist eine hohe Leistung und rechteckige Schaltvorgänge haben
unendlich viele Oberwellen.
Max M. schrieb:> Also die Flanken ein wenig bedämpfen und alles ist gut.
Ja, nur sind wir damit wieder bei der "Glättung", die der TO sich gerade
einsparen wollte.
Dietrich L. schrieb:> Der TO hat aber (noch) nicht gesagt, woher seine 800VDC kommen...
Wo sollen sie denn sonst herkommen?
Sag mal ein paar Beispiele wo eine Privatperson zu Hause 800V DC mit >
5kW erzeugt?
Mal überlegen: Es könnte natürlich sein er betreibt als Hobby täglich
seinen alten Schiffsdiesel aus einem VII-C U-Boot incl. angekoppeltem
Gleichstromgenerator.
Max M. schrieb:> Dann nenn aber auch die Bedingungen unter denen es stört.
Steile Flanken reichen hier aus.
> Denn 10kHz ist nun wirklich keine hohe Schaltfrequenz.
Und dann ist es irrelevant, ob die Schaltfrequenz 100Hz oder 1MHz ist.
> FU arbeiten in dem Bereich und kümmern sich meist nicht die Bohne um> Entstörung, Sinusfilter oder geschirmte Kabel, trotz vieler Meter bis> zum Motor.
Bis zur ersten EMV-Messung. Und nicht umsonst gibt es von jedem
Hersteller dicke Handbücher mit Anweisungen, wie die Schirmung
schaltungstechnisch und praktisch auszuführen ist.
Z.B. dort:
https://cache.industry.siemens.com/dl/files/599/16704599/att_884095/v1/Installationshinweise_EMV-gerechter_Aufbau_d.pdf
Es ist zwar so, dass die Oberwellen mit steigender Frequenz schwächer
werden, aber wenn man schon mit 5 kW anfängt, dann kann man damit
durchaus andere Geräte weiträumig stören, die nur im Milliwatt Bereich
arbeiten.
Steve van de Grens schrieb:> rechteckige Schaltvorgänge
Die gibts ja garnicht, bzw. nur in der Theorie.
5KW bei 400V sind 12,5A / 32Ohm.
Bei 800V auf 32Ohm sind das 25A, wenn der Heizstab kalt ist deutlich
mehr.
Also mit Sicherheiten ein 1200V Fet / IGBT der 50A+ schalten kann.
Von mir aus sogar einen superschnellen SiC Fet.
Steuer den mal so an das der von 800V/0A auf 2-3V/25A in einstelligen ns
schaltet, was auch immer noch kein Rechteck mit unendlichen Oberwellen
wäre.
Das würde ich echt zu gerne mal sehen.
In der Praxis wuchtet man da mit speziellen Gate Treibern ein paar A ins
Gate und versucht die Schaltfrequenz soweit wie möglich abzusenken, um
die Schaltverluste gering zu halten.
Den Snubber wird man schon brauchen um den Halbleiter zu entlasten.
Und über sinnvolle Entstörungen habe ich ja bereits geschrieben und auch
Klappferrite wurden bereits erfunden.
Nur ist eben 1m Kabel im Heizungskeller nicht so die ideale Antenne um
Radio Eriwan zu stören.
Da aber der TO nicht gewillt ist mehr über sein Setup zu verraten, gehe
ich einfach mal davon aus das er alles das weiß und entsprechend handeln
wird.
Max M. schrieb:>> rechteckige Schaltvorgänge> Die gibts ja garnicht, bzw. nur in der Theorie.
Ja, aber reale Schaltvorgänge kommen dem recht nahe, insbesondere wenn
man das so macht, wie der TO es vor hat. Ganz ohne Filter und mit
minimalen Verlusten am Transistor.
Mit dem realen Schaltvorgang stört er zwar nicht alle Radiosender der
ganzen Welt, aber es reicht sicher für eine saftigen teuren Anschiss.
Steve van de Grens schrieb:> Ja, nur sind wir damit wieder bei der "Glättung", die der TO sich gerade> einsparen wollte.
Nein, das Verschleifen von Flanken und das glätten einer 10kHz PWM ist
ein himmelweiter Unterschied.
Ab 30Mhz wird überhaupt erst gestrahlt gemessen.
Da ich Schaltnetzteile baue und durch den EMI Test bringe ist mir das
Thema Flankensteilheit und Entstörung durchaus geläufig.
Der TO hat uns nicht mal genug infos gegeben qualifiziert zu raten.
Wir wissen nur 800V, Heizstab, PWM.
Nichts über die Quelle, den Schalter oder die Einbausituation.
Dieses ganze Ratespiel ist also vollkommen sinnlos.
Er will offensichtlich keinen EMI Test bestehen, das Teil wird im Keller
stehen und er hat genug Hinweise bekommen.
Jetzt muß man sich hier keine Dramen konstruieren, bei der Ansteuerung
eines Ohmschen Verbrauchers mit einer langsamen PWM.
Und wenn seine 433Mhz Türklingel mit kurzer Reichweite nicht mehr geht,
ist das sein Problem.
Denn das dürfte so da niedrigste sein was noch in Reichweite ist und
derart simpel das es mit gestörten Bändern nicht umgehen kann.
Dietrich L. schrieb:> Udo S. schrieb:>> Funktioniert wahrscheinlich eh nicht wie der>> TO sich das vorstellt weil die PV-Module Stromquellen und keine>> Spannungsquellen sind.>> Der TO hat aber (noch) nicht gesagt, woher seine 800VDC kommen...
Kurz gesagt: Selbst schuld.
Den Großteil lösungsrelevanter Infos evtl. gar nicht zu zu kennen,
aber zuallermindest sogar bekannte solche dringend verschweigen zu
wollen (aus [unfundierter!] Überzeugung, sie seien ja irrelevant),
wird wohl scheinbar auch diesen Thread im Sande verlaufen lassen.