Hallo, ich erzeuge mit einem M8 ein PWM-Signal, das mit einem RC-Glied
geglättet wird. Mit diesem Signal treibe ich den im Anhang angegebenen
Transistor. Der Collector ist an einer Spannung von 20 V angeschloßen.
Fahre ich nun das PWM-Signal hoch (max 5V an der Basis), bekomme ich am
Ausgang ( zwischen Emitter und masse ) auch nur 5V raus. Ist es laut
Datenblatt nicht so, das der Transistor bei 5V voll durchsteuern müßte
???
Danke !!!
Der Emitter kann nie eine höhere Spannung erreichen, als die an der
Basis angelegte, minus ein paar 10 Millivolt für den p/n Übergang
zwischen Basis und Emitter. Was Du brauchst ist eine Kombination aus
npn- und pnp-Transistor, letzterer schaltet dann von 20V herunter
(High-Side).
Nein. An Deinem geglätteten PWM Signal hängst Du über einen
Vorwiderstand einen npn-Transistor mit der Basis an. Dessen Emitter geht
nach Masse. Vom Kollektor gehst Du mit einem Vorwiderstand an die Basis
eines pnp-Transistors. Dessen Emitter liegt an 20V. Am Kollektor des
pnp-Transistors kannst Du Deine Spannung von 0V bis fast 20V abnehmen.
Melde Dich, ob´s geklappt hat. Möglicherweise muß der pnp-Transistor
noch einen Widerstand zwischen Basis und Emitter bekommen, der mit dem
Vorwiderstand einen Spannungsteiler bildet. Was soll´s denn eigentlich
werden? Vielleicht wäre ja auch ein OV besser geeignet.
Nee - wenn Deine Steuerspannung 0-5V ist, dann kann daran nur ein npn
und daran dann als Leistungstransistor ein pnp. Was natürlich auch geht,
ist ein n-Kanal-MOSFET, der direkt mit der PWM angesteuert wird. Danach
wird über einen Buck-Konverter die Last-PWM geglättet
(Schaltreglerprinzip) Vorteil: sehr geringe Verluste, Nachteil:
Welligkeit der Ausgangsspannung. Wenn Du maximal 1,5A benötigst, geht
auch ein Leistungs-OV, wie z.B. der TDA2030, der mit der geglätteten PWM
(so wie du´s jetzt hast) angesteuert werden kann. Die Anpassung von 5
auf 20V wird dann mittels Spannungsteiler über dem OV eingestellt.
Ich würde mal sagen: MOSFET und Buck-Konverter. Allerdings brauchst Du
natürlich einen p-Kanal-MOSFET dazu, nicht n-Kanal. Als Treiber brauchst
Du auch hier einen npn-Transistor oder einen echten MOSFET-Treiber, wenn
die Schaltfrequenzen hoch sind. Der Buck-Konverter besteht aus einer
schnellen Schaltdiode, einer Spule und einem Elektrolyt-Kondensator mit
niedrigem ESR. Die Dimensionierung richtet sich nach den Bauteilen und
der Schaltfrequenz, ATMEL hat eine schöne AppNote dazu, mal nach
Battery-Charger gucken.
@ Andi (Gast)
>Das NT soll mal einen max strom von 5A liefern.
Mit ausreichender Kühlng ist das auch mit einem Linarregler und 3055
möglich. Aber einen 3055 direkt per uC steuern, das ist hüstel, wenig
sinnvoll. Was du brauchst ist erstmal eine Verstärkung deines
geglätteten PWM-Signals von 0-5V auf 0-20V, Dazu nimmt man
sinnvollerweise einen OPV, LM358 ist hier billig und gut. Dannach must
du einen entsprechenden Leistungsverstärker anklemmen, 3055 allein kann
das nicht, der hat wenig Stromverstärkung. Da muss noch ne Stufe
dazwischen, z.B. BC337.
MfG
Falk
Nicht ganz, der Emitter von T1 müßte jetzt auf den Vorwiderstand von T2,
R6 entfällt. R7 sollte so 1-2k groß sein. Und T1 sollte der
vorgeschlagene BC337 sein. Der 547 schafft das nicht.
@ Andi (Gast)
>Dafür ist doch R7 da, es fließt ein max Strom von ca. 11mA.
Nein. Das erhäht den Innnwiderstand deines Netzteils, was schlecht ist.
Idealerweise hat ein Netzteil (=Spanungsregler) einen SEHR kleinen
Innenwiderstand, damit die Ausgangsspannung lastunabhängig konstant
bleibt. Strombegrenzung läuft anders.
MFG
Falk
Dann darf der AVR aber nicht von der selben Stromversorgung gespeist
werden, wie das Netzteil, sonst ist (im Kurzschlußfall) der Saft weg,
bevor der AVR reagieren kann. Oder man muß vor der AVR-Versorgung noch
über eine Diode und einen dickeren Elko puffern.
Darf ich mal nachfragen warum die PWM vor der Endstufe gefiltert werden
soll, wo es sich doch gradezu aufdrängt das erst am Ende zu machen?
Grade wenns mit 5A doch etwas mehr sein darf, wäre es doch schade drum
wieder grosse böse bipolare Transistoren im Anodenbereich fahren zu
lassen, wenn ein paar nette kleine FETs das selbe, zudem auch noch
effektiver, tun könnten.
Oder hab ich mal wieder alles falsch verstanden und muss nochmal meine
Halbleiterbücher studieren? - Wiebel
[edit: Hab grade erst deinen ursprünglichen Anhang (MJE3055) entdeckt,
das macht meine Frage ja noch VIEL drängender, der Transistor ist ja
sogar speziell für Schaltanwendungen gemacht, da wird der Bock ja dann
echt zum Gärtner gemacht wenn du vorher noch schnell das PWM Signal
rausfilterst, damit der sich auch ja nicht in seinem
Lieblingsarbeitspunkt bewegt.
Ich frage mich immer noch ob ich irgendwas falsch verstanden hab.]
@ Michael Waiblinger (wiebel42)
>Darf ich mal nachfragen warum die PWM vor der Endstufe gefiltert werden>soll, wo es sich doch gradezu aufdrängt das erst am Ende zu machen?
Weil der OP ein steuerbares Netzteil bauen will und keine PWM-Endstufe.
>Grade wenns mit 5A doch etwas mehr sein darf, wäre es doch schade drum>wieder grosse böse bipolare Transistoren im Anodenbereich fahren zu
Anodenbereich?
>lassen, wenn ein paar nette kleine FETs das selbe, zudem auch noch>effektiver, tun könnten.
??
MfG
Falk
Weil ich davon ausgegangen bin, das ich am eingang eine gleichspannung
zum regeln brauche, wenn am ausgang auch eine vernünftige herrauskommen
soll...........
Ok ich versuch mal mein Glück:
Natürlich ein Netzteil das ist klar, aber ihr glaubt ja wohl nicht im
ernst das z.B. Computernetzteile, die ja nun extremen Anforderungen
genügen, am Ende eine Analoge Endstufe haben die ihnen den Wirkungsgrad
versaut, ergo:
Saubere PWM-Endstufe = Netzteil.
nochmal schnell nachgelesen
Mit dem Anodenbereich (in der Kennlinie der Bereich in dem Ic zu Uce
annähernd proportional ist, vor dem Knick sozusagen) muss ich mich
korrigieren, ich glaube damit hat es nichts zu tun, wäre nur wichtig
wenn Uce sehr niedrig gegen Ube ist.
Aber in der Schaltung nach dem RC-Filter muss der Transistor den ganzen
Rest (z.B. Vcc=20V, V_out=5V -> 15V*5A=75W) höchst selbst verheizen,
daher la auch der superbescheidene Wirkungsgrad von Linearreglern.
Deshalb muss man auch einen gewaltig grossen Transistor nehmen und den
dann auch noch gut kühlen.
Da dieser MJE3055 aber ja für Schaltaufgaben spezialisiert ist, sollte
man ihn doch auch so betreiben, ich habe nichts gegen BJT an sich, nur
das verheizen von soviel Leistung macht mir Kummer.
Wenn du einfach dein PWM Signal direkt auf den Transistor gibst und
danach einen schönen RL Tiefpass einsetzt sollte das Teil richtig Spass
machen, ohne grosse Hitze mit kleiner Kühlung (wenn überhaupt). Und du
bekommst eine saubere Gleichspannung, eine gute Spule vorrausgesetzt.
RC-filtern wird am Ende nix mehr wegen dem R, der da die Ausgansimpedanz
in die Höhe jubelt, die da überhaupt nix zu suchen hat.
Auch hier gilt ich lehn mich gern ein bisschen aus dem Fenster, wenn ich
Mist erzähle, wiederlegt mich bitte umgehend. - Wiebel
Hallo,
ich denke über ein Netzteil nach meinem Geschmack auch schon eine Weile
nach, ohne konkrete Ergebnisse.
Das die Leistungsbilanz eines Linearreglers mit x...20V bei 5A Last
unteraller Sau ist, ist klar.
Das Störfrequenzen der geregelten Spannung, bei einem Schaltregler nur
mit merklichem Aufwand auf die Werte eines Linearreglers zu bekommen
ist, dürfte auch klar sein.
LC-Siebung dürfte das Regelverhalten negativ beeinflussen, die
Abstrahlung von Störungen muß auch beachtet werden.
Was allerdings bei meinen bisherigen Überlegungen rauskam: wozu brauche
ich das Teil überhaupt?
Für µC und Logikschaltungen brauche ich 5V, 3,3V, vielleicht auch noch
weniger, bei recht kleinen Strömen, sagen wir 0,5A...1A.
Das kann man auch vertretbar linear regeln, allerdings stört da
normalerweise auch ein Schaltregler nicht.
Für OPV oder analoge Anwendungen käme einstellbare +-3...15V mit wenigen
mA raus, auch linear.
Für Leistungssachen wie Motoren,, dicke LEDs usw. tut es dagegen ein
Schaltregler allemal, da treten sowieso Störungen durch PWM usw. auf, da
darf sich das Ganze nicht am Netzteil stören.
So gebe ich Dir mit Schaltregler in dieser Leistungsklasse recht, für
mich zusätzlich vermutlich ein 1..5V 1A Linearregler für normalen
Logikkram,
+- 1...15V 0,2A Linearregler für analog-Sachen.
Ich denke mal, so wird es bei mir enden.
Dazu existiert noch ein uraltes und völlig ungeregeltes industrielles
Netzteil mit 4, 6,3, 12,6V bei 4A Wechselstrom, 0...150V 100mA und
0...300V 150mA (50V-Stufen und dickes Drahtpoti), falls mal wieder
Röhren angesagt sind. ;)
Gruß aus Berlin
Michael
@ Michael U
So gefällt mir das. ;) Bei Röhren verbietet sich Schalttechnik sowieso
aus nostalgischen Gründen. Wobei ich gestehen muss da auch schon einen
Spannungsdoppler eingesetzt zu haben, was ja schon fast geschaltet ist.
@ Andi
Ok ein bisschen bin ich bereit zurückzurudern, wenn du es tatsächlich
eher für hochohmige Lasten brauchst (Labornetzteil, das nur ab und an
die 5A sieht) ist das mit der Filterung nicht so ganz ohne. Sollte aber
deine Last halbwegs konstant sein liesse sich das anpassen.
Ich würde aber in jedem Fall einen anderen Transistor nehmen, vielleicht
mal nach Schaltungen für Labornetzteile suchen und dann einen Suchen der
nicht so gerne Schalten würde. Man soll die Tierchen doch immer
artgerecht halten, nicht wahr? ;) - wiebel
Hallo,
@Michael Waiblinger:
zur artgerechten Haltung: der 2N3055 war schon vor hundert Jahren das
"Leistungspferd der Elektronik" ;)
In längsgeregelten Netzteilen lebten die armen Kerlen in Massenhaltung
(4-8 Stück auf engstem Raum, ständiger Durchzug im Käfig), die sicher
heute nicht mehr zulässig ist.
Als schneller Schalter ist er wegen seiner ziemlich niedrigen
Transitfrequenz weniger geeignet.
In meinem damaligen Verstärker hatten sie es dagegen bei 25W Sinus an 4
Ohm (20Hz...25kHz -1,5dB) ein vergleichsweise beschauliches Leben.
Als Schalter im Schaltnetzteil würde ich sie heutzutage nicht mehr
nehmen.
Gruß aus Berlin
Michael
ich würde trotzdem bei der linearregelung bleiben.
denn: durch die pwm müsste man die rückkopplung erst wieder durch den uC
führen, und das muss ja nun wirklich nicht sein. analog ist meistens
doch schneller als ein uC. dann erhält man wenigsten auch eine saubere
spannung.
greets - karl
Bei einer sauberen Dimensionierung müsste man eigentlich auf die
Rückführung verzichten können, andererseits ist der uC doch eh schon da
und produziert die PWM. Klar ich bin schon seit einigen Beiträgen nicht
mehr völlig ideologiefrei, aber das kann ja auch zu einer angeregten
Diskussion füren. Ich kann auch nicht mit vielen handfesten Erfahrung
ankomme ich bin aber an der Theorie sehr interessiert und schwer
begeisterungsfähig, und derzeit grosser anhänger von allem was
geschaltet wird. ;)
Wenns den doch linear sein soll, hab ich bei TI mal ein (zugegeben
teuren, aber ihr wisst ja ...) OPAmp gesehen der bei 40V oder so 35A
bringen konnte sowas würde ich ja mal gern für ein Netzteil nehmen.
Ansonsten kann ich dir keinen konkreten Tip geben für einen Transistor,
ausser... Netzteil anschau *lach* ok 2N3055 aber da waren wir ja
schon. ;) - wiebel
Ok ich versuche meine idiologischen Bedenken mal einzustampfen. ;)
So weit ich weiss, brauchst du R5/6 bei BJTs nicht, die müsstest du
direkt parallelschalten können eher zwei Widerstände an die Basen der
beiden.
Vielleicht könntest du die Rückkopplung für OP1 direkt an die Klemme
verlegen, dann würde deine Ausgangsspannung auch schön konstant bleiben,
evtl. sogar mit innerer und äusserer Rückführung, also direkt über R7
mit noch einem Widerstand an die Klemme, dann muss man aber gut rechnen
sonst wirds unschön.
Ausserdem würde ich testen ob T1 nicht vielleicht sogar überflüssig ist,
OPamps können meist doch einiges an Stom liefern.
Ansonsten sieht's auf den ersten Blick gut aus.
Natürlich alles ohne gewähr, wegen dem direkten Parallelschalten der
Transistoren würde ich auch nochmal ne zweite meinung hören wollen, aber
ich bilde mir ein, dass das gehen müsste. - wiebel
Also regeln kann ich es schon. Die Strommessung muß noch mit in den MC
eingebracht werden. Mir gehen nur irgendwo 1,5V flöten. Ich denke das
ist der verlust der Transistoren. Unter belastung (12V/20W Halogen),
sackt die Ausgangsspannung um 2V ab, was später mittels MC nachgeregelt
werden muß.
Michael Waiblinger wrote:
> So weit ich weiss, brauchst du R5/6 bei BJTs nicht, die müsstest du> direkt parallelschalten können eher zwei Widerstände an die Basen der> beiden.
Soweit ich weiß, braucht er die schon, damit sich der Strom gleichmäßig
auf die Transistoren aufteilt. Sonst hätte das ja nicht soviel Sinn,
dort mehrere einzusetzen.
Ich kann das nicht so gut erklären wie tangent, ist zwar audio, aber
der mann weiss was er tut. Ich geb mal bewusst keinen deep-link weil
sich die Seite unglaublich lohnt grade was die ganze analogtechnik
angeht, nur soviel der Pimeta hat sowas Implementier woran ich denke,
deine Transistoren entsprechen dem BUF634, den Audio Kram (symetrische
Stromversorgung...) musst du dir eben wegdenken).
http://tangentsoft.net
Viel Spass beim schmökern. ;)
@simon:
Ich weiss das es entweder bei FETs oder bei BJTs nicht nötig ist.
Eigentlich war ich der Meinung das wäre bei BJTs gewesen, aber irren ist
menschlich. ;) -wiebel
Sowas müsste eigentlich auch in den DBs stehen.
Michael Waiblinger wrote:
> @simon:>> Ich weiss das es entweder bei FETs oder bei BJTs nicht nötig ist.> Eigentlich war ich der Meinung das wäre bei BJTs gewesen, aber irren ist> menschlich. ;) -wiebel>> Sowas müsste eigentlich auch in den DBs stehen.
Es ist bei FETs so :-)
Der Grund ist ziemlich simpel. Es hängt mit der Kennline der C/E bzw.
D/S Strecke zusammen (Glaube ich?). Sprich: Du schickst einen Strom
durch zwei parallele Transistoren. Ein Transistor kriegt ein bisschen
mehr Strom (Ist bedingt zum Beispiel durch ganz normale
Fertigungstoleranzen). Anschließend wärmt sich dieser etwas mehr auf,
worauf hin er etwas leitfreudiger wird. Das kann natürlich verheerende
Folgen nach sich ziehen.
Umgekehrt ist das beim FET. Sprich: Bekommt er etwas mehr Strom,
begrenzt er sich selber. (D/S Strecke ist ja ein simpler ohmscher
Widerstand).
So habe ich das zumindest noch in Erinnerung - Berichtigt mich, wenn ich
falsch liege.
PS: TOD den Bipolartransistoren, IÄÄääeehhh!
Ja genau so, freut mich wenns klappt. Die doppelte Rückführung bringt
glaub eh nur was in dynamischen Fällen, so sieht's doch gut aus.
Ich hab das schon richtig verstanden, dass das eine Art Labornetzteil
sein soll, also nichts höherfrequentes als vielleicht 10Hz, ja?
klingt eigentlich schon sehr praktisch sowas, ich muss erst noch meinen
Horizont für tolle uC Ideen aufbohren, ich spiel erst seit 3 Wochen mit
denen.
Du regelst also die Spannung runter wenn der Strom an die Grenze kommt,
ja?
Ist das schnell genug? Stromspitzen können hässlich sein.
Als erweiterung könnte man ja auch noch über eine Drain Funktion
nachdenken, einfach das selbe nochmal nur andersherum, also Transistoren
nach GND Srommessung rückwärts und schon kannst du einen Akku mit 6V auf
exakte 4V mit definiertem Strom entladen oder was einem auch immer in
den Sinn kommt, nur so als Anregung.
@ Simon Küppers (simon)
>Es ist bei FETs so :-)>Der Grund ist ziemlich simpel. Es hängt mit der Kennline der C/E bzw.>D/S Strecke zusammen (Glaube ich?). Sprich: Du schickst einen Strom
Nein. Es ist der Temperaturkoeffizient. Bipolare haben einen negativen,
die leiten bei hohen Temperaturen mehr Strom.
MOSFETs haben einen positiven, die leiten bei hohen Temperaturen weniger
Strom.
Die Beschreibung stimmt dann wieder. ;-)
@ Michael Waiblinger (wiebel42)
>Sieht doch gut aus, ich würde aber immernoch Widerstände an die Basen>machen, das mögen die Transistoren. 100 Ohm reichen ja.
NEIN. Nicht bei Emitterfolgern!
@ Andi (Gast)
>Jop, soll halt komplett über einen MC geregelt werden. Inkl.>Strombegrenzung.
Ob das eine gute Idee ist? Ich hätte lieber ein Strombegrenzung rein in
Hardware. Software ist bei solchen Sachen nicht das Wahre
(Geschwindigkeit, Sicherheit).
MfG
Falk
Hallo,
@Michael Waiblinger:
nur, um auf Deine Basiswiderstände nochmal kurz zurückzukommen...
Die Transistoren sind ja als Emitterfolger geschaltet.
Als Basisstrom fließ also Kollektorstrom / Stromverstärkung.
Das gilt auch für den Emitterfolger davor (T1).
Es kann also maximal ((Ib von T1 mal Stromverstärkung T1) / 2) mal
Stromverstärkung T2 im Emitterkreis von T2 ( und der gleiche durch T3
fließen). Alles prinzipiell und vereinfacht. ;)
Die Notbremse bei Ausgangskurzschluß ist also der Basisstrom von T1.
Wenn man da das Maximum so festlegt, daß Ice von T2/T3 nicht
überschritten wird, hat der Kurzschlußschutz zumindest Zeit, zu
reagieren. Wieviel Zeit hängt dann von den thermischen Grenzwerten ab.
Auch vereinfacht...
Als Beispiel: der 2N3055 hat 15A zulässigen Strom, währen also bei 2
parallel 30A.
Nehmen wir Verstärkung bei dem Strom von 10 an (hfe geht da steil
abwärts), dann würden dazu 2x 1,5A Basisstrom nötig sein, die T1 liefern
können muß.
Bei 3A Ice von T1 sind bei hfe von 30 (viel mehr haben die Dinger bei
hohen Strömen nicht) also 100mA Basisstrom von T1.
Sollte also besser ein Darlington sein oder eben noch ein Transistor als
Emitterfolger davor...
Erklärt sicher auch seinen Einbrauch mit Last, da kommt jetzt schon (bei
1,5A Last!) kein ausreichender Basistrom mehr an...
Gruß aus Berlin
Michael
@ Andi (Gast)
>@Michael, solte ich für T1 besser einen z.b. BD135 verwenden, und den>Vorwiderstand verkleinern ?
Was soll R4/R8 und C2 überhaupt? Raus damit. Es ist ein EMITTERFOLGER!
MFG
Falk
Hallo,
ja, ist dort überflüssig, aber R4 würde ich drinlassen. Wert wäre dann
wenig größer als Ub/maximaler Ausgangsstrom des OPV. Reiner
Schutzwiderstand, weil im Kurzschlußfall der OPV sonst überlastet werden
kann, wenn er nahe Ub ist.
Es gibt dann keine merklichen Strombegrenzungen mehr, bis der
Überlastschutz anspricht, nur die Reihenschaltung der BE-Strecken, der
Ausgleichswiderstände und dem internen Treiber des OPV gegen Ub.
Gruß aus Berlin
Michael
@Falk, wieso sollte die Stromregelung nicht der AVR machen ? Meinst du
er ist zu träge ? Wenn ich ca. alle 1/10tel sec. den Strom messe, und
endsprechend regel, sollte das doch gehen.........
Hallo,
Dumm nur, wenn Deine Schaltung wegen eines Fehlers schon nach 1ms
Überstrom gestorben ist. Es fließt ungünstigsten Falles ja für 1/10tel
Sekunde der Maximalstrom, den das Netzteil liefern kann und ob ein
Impuls mit etlichen A bei eigesteller Begrenzung z.B. auf 300mA dann
wirklich gesund sind?
Gruß aus Berlin
Michael
@ Andi (Gast)
>@Falk, wieso sollte die Stromregelung nicht der AVR machen ? Meinst du>er ist zu träge ? Wenn ich ca. alle 1/10tel sec. den Strom messe, und>endsprechend regel, sollte das doch gehen.........
Michael war schneller. Ne Stromregelung muss WESENTLICH schneller sein.
Ich sag mal 1 kHz++ Bandbreite. Alles andere ist Murks^3.
@ Michael U. (Gast)
>ja, ist dort überflüssig, aber R4 würde ich drinlassen. Wert wäre dann>wenig größer als Ub/maximaler Ausgangsstrom des OPV. Reiner>Schutzwiderstand, weil im Kurzschlußfall der OPV sonst überlastet werden>kann, wenn er nahe Ub ist.
Nun, aber der Kurzschlussfall ist bei gescheiter Strombegrenzung sehr
kurz (us).
>Es gibt dann keine merklichen Strombegrenzungen mehr, bis der>Überlastschutz anspricht, nur die Reihenschaltung der BE-Strecken, der>Ausgleichswiderstände und dem internen Treiber des OPV gegen Ub.
Nun, weil der OP aus unverständlichen Gründen "meine" Strombegrenzung
nicht reingebaut hat. Hmm?
@ hackklotz (Gast)
>Man sehen, was Falk jetzt kontert.
Bitte schön. ;-)
MFG
Falk
Hallo,
mir schwebt immernoch mein Netzteil (das noch nicht gebaute) vor
Augen...
Eigentlich so, wie es sich hier entwickelt: Längsregler, Spannung/Strom
einstellbar usw. Regekung selbst direkt analog, der AVR gibt nur die
Sollwerte und mißt für die Anzeigen.
Allerdings denke ich mir immernoch eine Vorreglung dabei: entweder
Schaltregler in 5V-Stufen oder sowas. Filtern der Störungen sollte dann
machbarer sein, weil Spannungsabfälle und Zeitverhalten der Siebgleider
zwischen Schaltregler und Linearregler vom Linearregler ausgebügelt
werden.
Den Vorregler könnte dann sicher auch der AVR direkt erledigen,
inclusive einer Begrenzung, daß er den nicht höher aufdreht, als für die
gewünschten Werte hinten nötig ist (Überlastfall) usw.
Ist aber bis jetzt reine Theorie. Früher hat man ja da auch in
Uni-Netzteilen manchmal gesteuerte Thyristorgleichrichter genommen, ich
denke aber, Schaltregler wäre mit heutigen Bauteilen da schöner.
Gleitend gab es das ja auch, Eingansspannung wird mit Offset von wenigen
Volt nachgeführt usw.
Gruß aus Berlin
Michael
@ Andi (Gast)
>@Falk, ist alles schön und gut. Aber wie sollte ich eine>`Hardware`-strombegrenzung bauen, bei der der max-wert vom AVR>vorgegeben wird ?
Tja, DAS ist schon ein wenig aufwändiger. Aber auch nicht wesentlich.
Eine schnelle Strommessung per OPV hast du ja schon. Mittels eines
zweiten PWM-Ausgangs erzeugst du eine zweite Gleichspannung, welche von
einem dritten OPV benutzt wird, um den aktuellen Stromwert zu
vergleichen (als Comparator geschalten). Ist der Stromwert zu gross muss
der erste OPV (welcher die Spannung steuert) am Eingang weniger Spannung
bekommen. So im Prinzip. Ist alles in Hardware.
MfG
Falk
Also theoretisch so, wenn ich einen wert vorgebe, der einer spannung von
2V entspricht, und der Strom-OPV ebenfalls 2V ausgibt, muß ich die
Spannung runter regeln (max stromwert erreicht ) ?
@ Andi (Gast)
>Also so, aber wo muß nu der ausgang von OPV2/b hin ? Der muß ja nun die>Spannung regenl ???
Kann ich auf die Schnelle nicht sagen, da muss ich ersmal länger drüber
nachdenken.
MFG
Falk
Lönnte es so funktionieren ? Wenn der OPV2/b keinen max-wert feststellt,
läuft die Schaltung normal weiter. Wird ein max-Strom erreicht, zieht
der OPV2/b die Basis von T1 über D3 auf masse.
@ Michael U. (Gast)
>ja, ist dort überflüssig, aber R4 würde ich drinlassen. Wert wäre dann>wenig größer als Ub/maximaler Ausgangsstrom des OPV. Reiner>Schutzwiderstand, weil im Kurzschlußfall der OPV sonst überlastet werden>kann, wenn er nahe Ub ist.
Hmm, habs nochmal durchdacht. Ich glaube R4 ist viel zu gross.
Bei 5A Ausgangsstrom muss der OPV ca. 2.5mA liefern (unter der Annahme,
dass T2/T2 eine Stromverstärkung von 20 und T1 eine Stromverstärkung von
100 hat, macht in Kette 2000)
Wenn der Herr G.S. Ohm sich nicht vertan hat fallen dann über R4 11,75V
ab . . .
470 Ohm könnte ich mir gefallen lassen, mehr aber nicht.
@ Andi
>Lönnte es so funktionieren ? Wenn der OPV2/b keinen max-wert feststellt,>läuft die Schaltung normal weiter. Wird ein max-Strom erreicht, zieht>der OPV2/b die Basis von T1 über D3 auf masse.
Im Prinzip schon. Allerdings reagiert das dann recht hart digital und
könnte unangenehm schwingen. Muss man ausprobieren. Ausserdem würde ich
lieber die Eingangsspannung von OPV1 runterziehen, das ist "schonender".
MfG
Falk
Also fange ich den eingang on OPV1 ab. Wenn ich es wie oben anschließe,
kann ich ein überschreiten des Maximalstroms mit dem AVR erfassen, und
ein schwingen verhindern.
@ Andi (Gast)
>Also fange ich den eingang on OPV1 ab. Wenn ich es wie oben anschließe,>kann ich ein überschreiten des Maximalstroms mit dem AVR erfassen, und>ein schwingen verhindern.
Lass den AVR aus der Regelung raus! Der AVR ist nur zur Generierung der
Sollspannungen sowie der Messung/Anzeige des Stroms/Spannung. Die
eigentliche Regelung passiert SINNVOLLERWEISE in Hardware.
OP2 muss auch mit voller Betiebsspannung arbeiten, AFAIK. 5V reichen
nicht.
MfG
Falk
Na ihr seid mir ja welche, kaum hau ich mich mal ein bisschen aufs Ohr
schon tanzt hier der Bär. ;)
@ Falk
Danke, merke keine separaten Basiswiderstande bei Emitterfolgern.
@ Michael
Wegen der Basiswiderständen, s.o. Ich beuge mich der regulativen Macht
des Faktischen.
@ All
Ein Vorschlag, warten wir doch noch 2,5 Wochen dann kommt die
übernächste c't ras mit genau dem was wir hier suchen (+Display) die
werden das bestimmt elegant und sauber gelöst haben.
Das mit der Strombegrenzung direkt über einen ADC find ich auch suspekt
da ja in der tat das Netzteil vielleicht überlebt aber z.B. deine FET
H-Brücke, die du damit betreibst längst geröstet ist. Ok ist jetzt alles
redundand was ich hier erzähle aber ich will ja auch noch mitmischen. ;)
Ich möchte nochmal auf meine Idee mit der Senke zurückkommen, weil ich
das praktisch fände, was haltet ihr von sowas, ist das realisierbar?
Hab nochmal ein bisschen gerechnet und da ich zufällig noch eine
Monsterspule (aus ATX Netzteil) rumliegen hab denk ich nochmal über
direkte PWM nach.
Wenn ich am Ausgang ein LR Glied mit 10mH (ja grosse Spule bei >4A) und
100Ohm hab, bei ner PWM mit 20-30kHz, hat das Ding im unbelasteten Fall
eine Grenzfrequenz (-3dB) von ca 1,5kH, da sollte die Ausgangspannung
doch schon recht sauber sein, bei Belastung mit 1Ohm kann ich dann zwar
nix meht grossartig über 10Hz machen aber was solls. Der 100 Ohm
Widerstand verbrennt natürlich permanent einiges und trägt sicher nicht
zum Wirkungsgrad bei, aber Hauptsache sauber. was haltet ihr davon?
Sry Andi, wenn ich deinen unglaublich lehrreichen und spannenden Thread
hier jetzt für meine schnöde, egoistische Zwecke misbrauche. ;)
Hmm, nochwas. Ich hab Nachholbedarf, seht es mir nach. ;)
Wenn ich diese fette Spule am Ausgang habe, gewinne ich doch einiges an
Zeit für die Stromregelung, wie gesagt bei <1 Ohm wird der Filter sehr
Niederfrequent, somit erlaubt die Spule ohnehin keinen apprupten
Stromanstieg (zumindest im niederohmigen Fall), was evtl. dann doch
wieder eine Regelung in Software erlauben könnte. Klar das klappt nicht
wenn ch den Strom extrem dringend auf <50mA oder so begrenzen muss,
wobei mir ohnehin schon eine umschaltung für hoch und niederohmige
Lasten im Kopf herumgeistert, also
10mH@4A/100Ohm <-> 100mH@100mA/1kOhm oder so.
Warum muß OPV2 mit 30V arbeiten ? Dann laufe ich doch gefahr, das die
Ausgänge auch gegen 30V laufen. Der AVR soll ja nicht regeln, sondern
nur feststellen, das der eingestellte Strom an seiner grenze ist.
Naja, wenn der Strom an seiner Grenze ist willst du doch sicher
stromgeführt weiterarbeiten, oder soll dann nur ne Lampe angehen die den
Brandschaden dann besser ausleuchtet?
Ist ok. OPV2 wird nun auch mit 30V versorgt. Zur kontrolle ob die
Strombegrenzung angesprochen hat, kann ich das doch über eine z-diode
lösen, damit der Port auch nur max. 5V beckommt, oder ?
Warum nicht ein klassischer spannungsteiler -> Schmitt trigger?
Wüsste jetzt aber auch nix was gegen ein Z-Diode spricht.
Schon beachtlich welche Komplexität deine Schaltung mittlerweile hat. ;)
Hast du die eigentlich aktuell aufgebaut?
Hallo,
Du bist jetzt am interessantesten Problem solcher Schaltungen...
Nprmalerweise wurde der Meßwiderstand für den Strom in die GND-Leitung
gelegt, weil OPVs noch nicht so Mode waren und weil es vom Bezugspunkt
besser handhabbar war.
Aber das gibt dann einen Fehler in der Ausgangsspannung, die von der
Regelschleife nicht erfasst wird: der Spannungsabfall über dem
Meßwiderstand in Abgängigkeit vom Strom.
Dafür reichte jetzt ein simpler Transistor mit E an linker Seite und
Basis (über Schutzwiderstand) an rechte Seite des Meßwiderstandes. Wenn
der Spannungsabfall über dem Widerstand größer als ca. 0,6V wurde, fing
dieser Transistor an zu leiten, sein Kollektor hing über über einen
Widerstand an der Basis von (bei Dir) T1 und zog die Basis Richtung GND,
damit machte der und T2/T3 zu.
Ich müßte mal nach den alten Schaltungen kramen, geht nur im Moment
nicht, alles in Umzugskisten...
Weiter: wenn das Netzteil gut ist (da kann sicher auch der AVR helfen),
hat es (wahlweise) eine FoldBack-Kennlinie für die Strombegrenzung.
Wenn der Ausgangstrom überschritten wird, wird begrenzt. Wenn die
Überschreitung sehr stark isr (schneller Abfall der Ausgangsspannung bei
Einsetzen der Strombegrenzung) wird der Strom viel weiter runtergeregelt
und bleibt da, bis die Last einen Mindestwert erreicht oder ganz
abgetrennt wird.
Hab hier gerade was "ergooglet dazu mit dem guten alten 723:
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/ntifb.htm
Gruß aus Berlin
Michael
Ich bin gerade dabei, den Leistungsteil fertig aufzubauen (auf Platine).
Die regelung ist noch auf Breadbord. Also müßte es Theoretisch so
funktionieren ?
Wenn ich das so sehe, befürchte ich Folgendes:
Die PWM taktet ja bis zum Ausgang durch (abhängig von der Frequenz und
vom 100 nF-Kondensator). Jetzt klemmt am Ausgang ein 10 µF-Kondensator,
der m.E. für eine vernünftige Glättung viel zu klein ist und dort wird
das Signal für die Gegenkopplung abgegriffen. Dieses Signal dürfte
deutlich gegenüber dem Eigangssignal (von der Wellenform her) abweichen.
Das gibt durch die Regelvorgänge im OP bestimmt interessante
Spannungsspitzen.
Schau Dir dieses hier einmal an:
http://www.elv-downloads.de/service/manuals/PS9530/PS9530_KM.pdf
Das ist zwar ein 'wenig' aufwändiger, aber hier wird die Spannung mit
einem D/A-Wandler erzeugt.
Vermutlich ist es das beste, die PWM erst einmal zu einer 'sauberen'
Spannung im Bereich Deiner Ausgangsspannung umzuwandeln und diese dann
an den OP zu geben.
Hallo,
@Florian Demski:
die PWM soll nicht hinten ankommen, es soll ein echter Linenarregler
bleiben. Ob 100k/100n da reichen, wird er testen dürfen, ich weiß nicht,
ob ein 2-3 gliedriger Tiefpaß da nicht besser wegkommt.
Ob die Strommessung so klappt habe ich mir noch nicht angeschaut.
Ansatz: die Eingangsspannung liegt an beiden Eingängen an, wenn die
Gleichtaktunterdrückung ok ist und die Differenz zwischen den Eingängen
0 ist (Offset vernachlässigt), sollte am Ausgang doch 0V für den OPV
erscheinen? Das wäre aber dann +15V, der OPV sieht doch +-15V als seine
Betriebsspannung an mit virtuellem GND auf 30V/2?
Oder liege ich jetzt daneben?
Gruß aus Berlin
Michael
Die glätung mit 100K/100nf ist ok. der Lastteil wurde so schon aufgebaut
und getestet. Bei einem Strom von 4A ist die Ausgangsspannung schön
"glatt" und stabiel. Zur Strommessung, dank der Z-Diode steigt die
Spannung am AVR ja bis auf max. 5.1V an. Also müßte ich ja auf den Strom
zurückrechnen können. Ind der Spannungsteiler sollte doch auch
reichen..............
Habe da noch ein Problem. Ich bin gerade bei der Strommessung über OPV2.
Ich habe am ausgang eine Spannung anliegen, obwohl noch keine Last
angeschloßen ist. Die Spannung beträgt ca. 1,2 V. Belaste ich das ganze
mit 1.7A (12V/20W Halogen), so steigt die Spannung auf ca. 1,6V an, was
rechnerisch ja auch passt. Ich habe eine Verstärkung von 18,9. Bei 1,7A
und 12V fallen an R9 0,085V ab. 18,9*0,085=1,6V.
Ich dürfte aber im leerlauf keine Spannung haben, oder ?
Die Strommessung funktioniert so ganz gewiss nicht bei 30V/5A:
5A * 0.05 Ohm = 0.25V
0.25V/5,1 kOhm = 49,02 µA
49,02 µA * 100 kOhm = 4,9 V
Der OP2 müsste also gut 5 V MEHR am Ausgang liefern als seine Versorgung
hergibt. So geht das nicht.
Ich hab da eine nette Schaltung im Gedächtnis (beinahe zumindest).
current sense high side bei google hilft irgendwann...
Die Verstärkung ist aber so gewählt, das er am ausgang bei 5A, 5V haben
sollte. Wiso steigt die Spannung aber OHNE Last mit an ? Ich habe keinen
Spannungsabfall an R9 ???
Offsetspannung oder Eingangsströme/Offsetstrom oder
Gleichtaktverstärkung, was hier ziemlich wahrscheinlich ist. OPs sind
keine idealen Elemente, gerade bei so kleinen Spannungen. Kann man alles
ausrechnen und dann feststellen, dass es mit dem gewählten Typen eben
nicht geht.
Das mit den 5 V ist schön gedacht, dann muss man ihn aber mit ca. 40 V
versorgen oder eben die gewünschten 30 V + 5 V + Verlust im Ausgang des
OPs.
Wo hängts? Immer noch deine alte Schaltung? Die kann nicht über den
gesamten Bereich gehen. Und "dank" realer OPs und deren
Gleichtaktverstärkung und Eingangsströme ist es auch im unteren Bereich
schwierig und eigentlich nur durch gute OPs zu lösen.
Es muß sich doch irgendwie eine einstellbare Strombegrenzung mit MC
realisieren lassen. Ich hab mal was von Spannungsverschiebung gelesen.
Da die Schaltungen mit getrennten Netzteilen arbeiten (Last und MC),
wird irgendwie eine Virtuelle masse erzeugt. Da wird glaube ich die eine
seite des Widst. auf masse der Steuerung gelegt. Ich weiss nur nicht
genau wie, und was das bringen soll............
Kannst du nicht lesen, oder willst du keine Hilfe? Mit der Schaltung von
mir bekommst du ohne höhere Versorgungsspannung oder sonstige Zaubereien
eine Spannung relativ zum Strom mit wählbarer Verstärkung. Da könnte
sogar ein LM358 brauchbare Ergebnisse erzielen. Wenn du konsequent alles
ignorierst, hat man beinahe keine Lust mehr.
@Frank. Doch, lesen kann ich schon. Ich bin auch für eure hilfe dankbar,
das habe ich auch weiter oben schon gesagt. Mann muß nur nicht gleich
beleidigend werden, wenn ein vorschlag nicht sofort umgesetzt wird, wenn
es heißt, es könnte funktionieren. Selbstverständlich werde ich deinen
vorschlag auch aufbauen und versuchen die Schaltung richtig zu
dimensionieren. Ich wollte dich sicher nicht beleidigen.................
Hallo. @Frank. Ich habe deinen vorschlag mal nachgebeut und folgende
werte eingesetzt. 5,6K an den +eingang opv, 56K emiter zur masse. So wie
es aussieht, habe ich eine verstärkung von 10. Lege ich nun eine Last
an, das ca.1,7A fließen, so erhalte ich ca.0,9V am ausgang. Ziehe ich
die Last ab, so habe ich am ausgang schlagartig volle Betriebsspannung
anliegen (30V). Trenne ich die Basis kurz von der Schaltung, so beginnt
das Spiel von vorn. Der Ausgang bleibt also nicht auf 0V.
So, ich habe die Schaltung von Frank aufgebaut und wie oben bemessen.
Die Ausgangsspannung ist gleich dem Ausgangsstrom. Fließen also 2,5A
habe ich auch 2,5V am Ausgang. Ich habe nur das Problem, wenn ich die
Spannung runterfahre und die Last abklemme, das der Transistor
irgendwann voll durchschaltet, und am U Monitor 30V anliegen.
Sieht soweit ganz gut aus. Scheinbar haben Offsetspannung,
Gleichtaktverstärkung und Eingangsströme immer noch Einflüsse. Jetzt
kann man an den invertierenden Eingang noch einen Widerstand R2-RL1 ~=
R2 einabauen, damit bleibt nur noch der Eingangsoffsetstrom wirksam.
Allerdings ist R2 schon sehr niederohmig, also ist das wahrscheinlich
nicht das Problem, aber einfach umzusetzen. Anschließend kann man die
ganze Sache noch symmetrieren, indem man den Strom durch R2 mit einem
Poti (und Widerstand) verändert. Wenn ich morgen Zeit hab, such ich
vielleicht mal ne Schaltung raus.
Ansonsten Würde ich die Gleichtaktverstärkung (CMR(R)) vom LM358 als
kritisch einstufen.
Hast du noch andere OPs da?
Wie sieht es aus, wenn du eine gewisse Grundlast (einige 10 mA) hast?
Oder anders gefragt, wie weit runter funktioniert die Schaltung?
Hab ich das richtig verstanden, dass der Ausgang nach und nach ansteigt?
Zeitlich gesehen oder mit fallender Spannung/fallendem Strom? Kannst du
das einzeln testen? Welche Spannung brauchst du für die 1,7 A?
PS: Nicht böse sein, es gibt hier nur einige, die gu gemeinte Ratschläge
einfach ignorieren und überhaupt nicht darauf eingehen, dafür aber die
Lösung auf dem silbernen Tablett wollen. Du zählst offensichtlich nicht
dazu, das zeigt schon, dass du die Schaltung selbst dimensioniert hast.
Weiter so, find ich gut.
Also das Problem tritt eher bei kleinen Strömen auf. Wenn ich z.b. unter
300mA gehe. Das komische ist nur, das die Schaltung das macht, obwohl so
gut wie keine Spannung abgenommen wird (0,3V , die Schaltung geht nicht
ganz auf 0).
Ich hätte noch LM324, LM741, TL074, LM224 und einen Komparator LM311
Kann das an der Art der Last liegen? Ich habe mal die 12V/20W Halogen
gegen einen 10 ohm/5W getauscht. Da ist alles ok. Liegt das evtl. an
Strom/Spannungsspitzen ?
Komisch, die Schaltung läuft im leerlauf. Keine Last angeschloßen, nur
aine leerlaufspannung von 0,3V. Irgendwann kippt die Stromüberwachung
und ich habe volle 30V an U monitor.
Ich beckomme es nicht in den griff. Ich hab schon Kondensatoren verteil,
andere Wdst.eingesetzt, und es klappt nicht. Ist eine Stromüberwachung
vieleicht einfacher, wenn der Shunt im Massezweig sitzt ?
Das ist wohl so gemeint:
+---------------------Regelung, Last---|
|
30V |
|
- -------|<----|<----------------------|
"-1,2 V" bezogen auf -> ^ "Neue" Masse
Nachteil: Man verheizt im Schlimmsten Fall nochmal einige Watt. Ich
würde die Dioden eher zwischen T1 und R3 klemmen, hat in diesem Fall
einen ähnlichen Effekt und verheizt kaum Leistung.
Außerdem ist noch nicht gekläret, wo das Problem genau liegt. Versuch
das mal bei verschiedenen Spannungn, miss im Fehlerfall alles mit nem
Multimeter nach. Eingangs offset ist noch da und könnte das verursachen.
Bei 300 mA fallen nur 15 mV ab. Bei einem Uos von 5 mV. Also sind wir im
selben Bereich.
Eine Strommessung "low side" ist definitiv einfacher, allerdings geht es
mit deinen vorhandenen OPs auch nicht ohne negative Spannung.
So, nun läuft es schon fast gut. Ich habe nur immer eine leerlauf
spannung von 0,23V am Ausgang anliegen. Wie könnte ich die weg beckommen
? Ich habe das Programm für den AVR so geschrieben, das ich mit dem
10Bit PWM die Spannung schrittweise um 1V ändern kann. Der gemessene
Wert passt auch, bis auf diese 0,23V die sich mit auf addieren.