Hallo,
hat jemand von euch ne Idee, wie ich eine analoge Sinusschwingung (1 -
10 V) mit 1 GHz möglichst einfach teile, so dass am Ende wieder eine
Sinusschwingung ähnlicher Amplitude mit möglichst keinen Oberwellen raus
kommt?
1. Könnte man den analogen Sinus mit einem digitalem Frequenzteiler
teilen, oder bekommt man da aufgrund der TTL-Logik ne Verschiebung?
2. Wie bekäme ich aus dem digitalen Signal von einem digitalen Teiler
wieder einen Sinus?
Neg_0r schrieb:> Was macht ein Mixer?
Bzw. ich versteh nicht, warum die Frequenz halbiert werden soll, wenn
ich das gemixte Signal zurückführe.
Braucht man dafür einen Addierer oder einen "Muliplizierer"?
Hallo!
Du musst dein Eingangssignal erstmal abschwächen. Denn 10Vss an Zw=50
Ohm (nehme ich einfach mal an bei 1GHz) sin ja immerhin 2W bzw. 33dBm.
Du musst also locker 20 oder 30 dB dämpfen. Dann kannst du die Frequenz
zwei mal teilen auf 500 und 250 MHz. Die 750MHz bekommst du als
Mischerprodukt raus. als LO die 500 MHz und als IF dann die 250 MHz
nehmen. Dann alle drei Frequenz wie gewünscht verstärken.
Entweder einfach aber teuer aus fertigen Komponenten aufbauen, siehe
hier:
http://www.minicircuits.com/homepage/homepage.html
oder du entwickelst es mit diskreten Bauelementen selbst. Viel
günstiger, für eine Einzelanwendung ist der Zeitaufwand dagegen zu hoch.
Deine Fragestellung lässt aber nicht vermuten das du das diskret
aufbauen willst.
Warum hast du denn schon ein verstärktes Signal am Eingang?
alsdenn
Jay Efff schrieb:> Warum hast du denn schon ein verstärktes Signal am Eingang?
Oh, sry - Ich hab nur irgendeine zufällig Spannungsamplitude angegeben.
Dachte das ist unwichtig.
Das Signal was hier vorliegt wird von einem VNA generiert. Dort liegt
die Amplitude wohl eher in nem Bereich von einigen wenigen 100 mV bzw.
bei einem dBm
Insofern kann man die Dämpfung wahrscheinlich weglassen.
Also jetzt nochmal zum Mitschreiben:
Ich nehm einen Mischer mit Rückkopplung (welchen Typ würdet ihr mir da
empfehlen?) - die Frequenz wird dadurch halbiert?
Diese halbierte Frequenz geht in den Eingang von noch einem Mischer mit
Rückkopplung. Dann hab ich f_0/4.
Aus f_0/2 und f_0/4 kann man sich mit einem dritten Mischer als Addierer
3*f_0/4 generieren?
Hallo nochmal!
Ok du sagst der VNA erzeugt das Signal. Sagen wir du willst S12 messen
und deine Schaltung hängt dazwischen, es kommen aber nur 250MHz raus.
Und die anderen Ausgänge hängen in der Luft oder wie? Was erhoffst du
dir davon?
Über welche Spannweite soll denn der Generator laufen?
Das Prinzip hast du verstanden, es müssen natürlich noch Filter dahinter
und evtl. die Pegel angepasst/verstärkt werden. Vom Phasengang sprechen
wir noch gar nicht...
Einzelstück fürs Labor oder Serie?
alsdenn
> Ok du sagst der VNA erzeugt das Signal. Sagen wir du willst S12 messen> und deine Schaltung hängt dazwischen, es kommen aber nur 250MHz raus.
Genau. Die Frequenz vom VNA soll reduziert werden, aber dennoch soll er
messen.
> Oder nutzt du den arschteuren VNA etwa nur als Signalquelle? :-)
Nein, der soll schön messen.
Jay Efff schrieb:> Einzelstück fürs Labor oder Serie?
Fürs Labor hier an der Uni - und blöderweise auch nicht für mich. Ich
hab von der Materie wenig bis keine Ahnung - aber ich wurde gefragt, ob
ich mich da mal informieren kann :P
> Und die anderen Ausgänge hängen in der Luft oder wie? Was erhoffst du> dir davon?> Über welche Spannweite soll denn der Generator laufen?
Keine Ahnung und diese Fragen hören sich gut an :).
Damals wurde mir gesagt: "für so ein Projekt..."
Naja ich kann da gleich nochmal nachbohren, wenn das wichtig ist -
kannst du mir noch einen Bauteil nennen, das als Mischer in Frage käme?
Geht da sowas?
http://www.farnell.com/datasheets/42426.pdf
Wide RF Output Frequency Range to 3000MHz
n Broadband RF and IF Operation
n +17dBm Typical Input IP3 (at 950MHz)
n +6dBm IF Input for 1dB RF Output Compression
n Integrated LO Buffer: –10dBm Drive Level
n Single-Ended or Differential LO Input
n Double-Balanced Mixer
n Enable Function
n Single 4.0V – 5.25V Supply Voltage Range
Neg_0r schrieb:> Fürs Labor hier an der Uni - und blöderweise auch nicht für mich. Ich> hab von der Materie wenig bis keine Ahnung - aber ich wurde gefragt, ob> ich mich da mal informieren kann :P
Dann las es. Das sauber hinzukriegen ist was fuer gestandene HF-Profis.
Helmut Lenzen schrieb:> Dann las es. Das sauber hinzukriegen ist was fuer gestandene HF-Profis.
Die wurden ja auch sicherlich irgendwie Profis - durch lesen und
probieren würd ich mal annehmen...
Und von "sauber" war keine Rede.
Neg_0r schrieb:>> Ok du sagst der VNA erzeugt das Signal. Sagen wir du willst S12 messen>> und deine Schaltung hängt dazwischen, es kommen aber nur 250MHz raus.> Genau. Die Frequenz vom VNA soll reduziert werden, aber dennoch soll er> messen.
Ok, daher dann auch die Frage nach der Spannbreite.
>> Einzelstück fürs Labor oder Serie?> Fürs Labor hier an der Uni - und blöderweise auch nicht für mich. Ich> hab von der Materie wenig bis keine Ahnung - aber ich wurde gefragt, ob> ich mich da mal informieren kann :P
Ok, dann würde ich nie und nimmer alles diskret aufbauen mit einzelnen
ICs sondern schön fertige Komponenten mit SMA-Kabeln verwenden.
>> Und die anderen Ausgänge hängen in der Luft oder wie? Was erhoffst du>> dir davon?>> Über welche Spannweite soll denn der Generator laufen?>> Keine Ahnung und diese Fragen hören sich gut an :).> Damals wurde mir gesagt: "für so ein Projekt..."> Naja ich kann da gleich nochmal nachbohren, wenn das wichtig ist -> kannst du mir noch einen Bauteil nennen, das als Mischer in Frage käme?
Nunja nach dem Mischen hast du ja Seitenbänder und die möchtest du ja
nicht. Deshalb brauchst du einen möglichst steilflankigen Bandpass. Wenn
der Generator nur von 995 bis 1005MHz läuft mag es gehen, läuft er
jedoch 100MHz wird das nix. Und dann kläre ob du drei einzelne
Schaltungen oder eine Schaltung mit drei Ausgängen bauen sollst.
Helmut Lenzen schrieb:> Dann las es. Das sauber hinzukriegen ist was fuer gestandene HF-Profis.
Wenn es sich um eine kommerzielle Anwendung die gestern fertig sein
musste handelt gebe ich dir recht. Zumal wenn alles diskret aufgebaut
werden soll und jeder teure MMIC durch HF-Transistoren ersetzt werden
muss.
Ansonsten will ich dem Fragesteller aber lieber Mut machen. Er ist an
einer Hochschule und soll ja genau das lernen (ET oder
Nachrichtentechnik schätze ich). Er hat eine Bibliothek, den sauteuren
Messgerätepark der sonst nur besagten Profis zugänglich ist, viel Zeit
und eventuell ein nicht zu knappes Budget. Wenn er sich die Zeit nimmt
hat er hinterher sehr viel gelernt und ist seinen Kommilitonen weit
voraus. Denn, seien wir mal ehrlich - der Professor kann noch so viel
über HF, Feldtheorie, Systemtheorie usw. erzählen, man kann auch durch
Auswendiglernen eine eins schreiben, aber nur durch basteln lernt man
richtig!
alsdenn
Ich empfehle die Messdaten hiermit zu speichern:
http://www.national.com/rap/files/datasheet.pdf
Quasi unbegrenzter Speicherplatz, kein refresh nötig und sehr geringer
Stromverbrauch.
alsdenn
HFHeini schrieb im Beitrag #2298717:
> Da gibt es jetzt eine neue Bausteinreihe.
Da bin ich doch echt drauf reingefallen und habe danach gegoogelt.
Dachte kennst du nicht, mal gucken wie es umgesetzt ist. Ein einziger
Treffer auf diese Seite hier:-)
Silvio K. schrieb:> Da bin ich doch echt drauf reingefallen und habe danach gegoogelt.> Dachte kennst du nicht, mal gucken wie es umgesetzt ist. Ein einziger> Treffer auf diese Seite hier:-)
Hatte ich auch gemacht :]
Ja, der write only memory ist ein Klassiker. Lese ich immer wieder mal
gerne durch.
Neg_Or, lass Dich nicht durch ein paar negative Kommentare entmutigen.
Die grundlegende Idee, das Eingangssignal runterzuteilen und dann zu
mischen ist absolut realistisch. Gute (schmalbandige) Bandpassfilter
sind unabkoemmlich, wenn's wieder wie ein Sinus aussehen und stabil sein
soll. Aber alles keine echte Hexerei. Wenn die Amplitude noch stimmen
soll (Du sagst Eingangsamplitude = Ausgangsamplitude) dann muss man eben
noch geeignet verstaerken oder abschwaechen. Teiler, Mixer, Filter,
Abschwaecher und Verstaerker fuer 1 GHz und darunter gibt es fix und
fertig zu akzeptablem Preisen zu kaufen. Eine gute Quelle mit grosser
Auswahl und leistbaren Preisen ist Minicircuits (www.minicircuits.com).
Wenn's noch am Wissen mangelt - lernen. Und wie schon andere erwaehnt
haben, am meisten lernt man durch praktische Arbeit, Selbermachen und
Probieren. Ein paar Fehler und Holzwege sind da garantiert - dadurch
lernt man am Ende sogar am meisten (wenn's gleich so geht wie man es
sich vorgestellt hat, dann hat man naemlich nix dazugelernt!). Und umso
stolzer ist man, wenn das Ding am Ende funktioniert. Jeder sogenannte
Experte (ich werde in manchen Fachgebieten auch als Experte angesehen)
hat so angefangen!