Guten Abend und frohe Weihnachten,
ich möchte eine Netzteil-Ausgangsspannung von 60VAC reduzieren auf
24VAC. Die genauen Daten des Ausgangs lauten "<=70V bei 0mA; >=55V +/-5%
bei 200mA". Es soll ein einfacher Summer (Spule) angeschlossen werden.
Welchen Widerstand (Ohm und Watt) muss ich verwenden? Einseitiges
In-Reihe-Schalten genügt?
Vielen Dank und Grüße
Stefan
Ich würde dir zu einem DC/DC-Wandler raten.
Schau einfach mal was du unter diesen Begriffen findest. Mit einem DC/DC
Wandler hast du fast keine Verluste.
Eigentlich würde ich dir gleich zu einem 24V DC Netzteil raten. Das wird
wahrscheinlich fast das gleiche kosten.
Wenn du beim Widerstand bleiben möchtest, benötigen wir noch den
Eingangstrom oder Widerstand des Summers.
Abble Bie schrieb:> Ich würde dir zu einem DC/DC-Wandler raten.
ich glaube nicht das ihm Geleichspannung bei dem Summer weiter bringt.
Welchen Strom musst du durch die Spule fließen?
Stefan schrieb:> Sorry, hat sich überschnitten. Ich werde den Widerstand der Spule messen> und Euch mitteilen.
die Widerstand hilft nicht weiter. Diese ist bei einer Spule abhängig
von der Frequenz.
Beschreibe mal genau was du vor hast.
Stefan schrieb:> s soll ein einfacher Summer (Spule) angeschlossen werden.> Welchen Widerstand (Ohm und Watt)
Das kann schon mit einem Widerstand funktionieren, er sollte den 2,5
fachen Widerstand des Summers bei der AC Frequenz haben und
sicherheitshalber 11 Watt.
Ein passendes Netzteil wäre besser, 24V ist wirklich handelsüblich.
Hallo,
> Stefan schrieb:> ich möchte eine Netzteil-Ausgangsspannung von 60VAC reduzieren auf> 24VAC.
für welche Zweck soll das dienen?
> Die genauen Daten des Ausgangs lauten "<=70V bei 0mA; >=55V +/-5%> bei 200mA".
Das ist also irgend ein Trafo, der da noch aus dem Ramsch gezogen wurde?
> Es soll ein einfacher Summer (Spule) angeschlossen werden.> Welchen Widerstand (Ohm und Watt) muss ich verwenden? Einseitiges> In-Reihe-Schalten genügt?
Soll das als Klingel verwendet werden und ständig an Netzspannung
bleiben?
Ist der Summer für AC ausgelegt?
So was ist in jeder Beziehung problematisch bis unsinnig.
Der Trafo hat eine Nennleistung von ca. 10W.
Die Ruhestromaufnahme ist dabei aber schon ca. 5..6W.
Das kostet übers Jahr ca. 10...12€ nur dfür den Ruhestrom.
Die Leerlaufspannung von über 70V auf 24V zu reduzieren, verbrät fast
2/3 der Leistung im Trafo und Widerstand. Der Widerstand wird unter
Umständen heiß und geht kaputt oder wird im Fehlerfall zur Brandquelle.
Auch der Trafo kann im Fehlerfall abfackeln. Klingeltrafos sind extra so
gebaut, dass sie bei Kurzschluss nicht überhitzen.
Auch mein Ratschlag: Beschreibe mal genauer, was du eigentlich willst.
Gruß Öletronika
Hallo,
vielen Dank für Eure Antworten.
In einer hochwertigen Bosch Signaleinrichtung (Schaltuhr) ist ein
Netzteil verbaut, was neben der DC Spannungsversorgung für die Uhr
selbst noch besagte Wechselspannung für Signalzwecke liefert. Diese
Signalisierung soll ein Summer leisten, der eine Nennspannung von eben
24V hat.
Aus diesem Grund möchte ich gerne die 70V Leerlauf absenken, um den
Summer ohne zusätzliches Netzteil direkt daran betreiben zu können.
Ist es so klarer?
Danke
Stefan
Stefan schrieb:> ich möchte eine Netzteil-Ausgangsspannung von 60VAC reduzieren auf> 24VAC.
Wenn es 60V(sinus) sind, bedeutet das, dass hier Spannungen von etwa
170V(ss) vorhanden sind!!!
-> Hochspannung, Lebensgefahr!!!!!
Hobbybastelnder schrieb:> Wenn es 60V(sinus) sind, bedeutet das, dass hier Spannungen von etwa> 170V(ss) vorhanden sind!!!
Und?
> -> Hochspannung, Lebensgefahr!!!!!
Was für ein Stuss!!!!!
Für mich hat sich das nach einer ordinären Weckerspannung eines Telefons
angehört.
Ich würde da angesichts des unbekannten Summers einen 1k Widerstand
mit 5W vorschlagen.
Hobbybastelnder schrieb:> Hochspannung, Lebensgefahr!!!!!
Hach...
Wenn es nur solche Leute gäbe, würden wir heute noch in Höhlen hausen.
Lothar Miller schrieb:>> Hochspannung, Lebensgefahr!!!!!> Hach...> Wenn es nur solche Leute gäbe, würden wir heute noch in Höhlen hausen.
Auch da gabs schon Hochspannung. Die hat man immer genommen, um ein
Feuer anzuzünden. :-)
> Stefan schrieb:> Aus diesem Grund möchte ich gerne die 70V Leerlauf absenken, um den> Summer ohne zusätzliches Netzteil direkt daran betreiben zu können.
Hallo,
tatsächlich sind die bis 70V AC keine Kleinspannung mehr, sondern werden
schon als berührungsgefährlich eingestuft.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kleinspannung
Eine Hochspannung ist es deshalb aber auch noch lange nicht!
Es ist auch zu prüfen, ob diese Signalspannung zuverlässig galvanisch
vom Netzt getrennt ist. Das muß von dem intern verwendten Trafo und der
ganzen Installatin der Uhr gewährleistet sein. Hat die Uhr einen
Schutzleiteranschluss, mus man da einige Zweifel hegen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kleinspannunghttp://de.wikipedia.org/wiki/Schutzklasse_%28Elektrotechnik%29#Schutzklasse_I_.2F_Schutzleiter
Nun zum konkreten techn. Problem:
Du willst den Summer an der AC-Spannung betreiben.
In dem Fall sollte die ganze Installation eben schon nach
Niederspannungsrichtlinie (50-1000 V AC)ausgelegt werden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Richtlinie_2006/95/EG_%28Niederspannungsrichtlinie%29
Das beinhaltet eine zuverlässige Isolation der Leitungen, Anschlüsse
und des Summers und als Mindestanforderung die sogenannte
Fingersicherheit.
http://de.wikipedia.org/wiki/Fingersicherheit
Es dürfen also keine Teile berührbar sein, an denen eine gefährliche
Spannung (größer 50V AC) anliegen kann.
Bei dem Summer kann es problematisch werden, weil der womöglich
überhaupt nicht für höhere Spannungen als Schutzkleinscpannung ausgelegt
ist und mit seiner Kontruktion nicht die notwendigen Luft-und
Kriechstrecken und damit die Spannungsfestigkeit garantiert.
Im besten Fall baust du den Summer mit in das Gehäuse der Uhr oder in
ein extra Gehäuse, das als Kunststoff besteht und nicht leitfähig ist.
Welcher Vorwiderstand zwischen der internen AC-Quelle und dem Summer
muß, kann dir niemand genau sagen. Das hängt vom Innenwiderstand bzw.
der Leistungsaufnahme des Summers ab.
Wenn du keine Angaben dazu hast, dann kann man es auch ausprobieren.
Wie oben vorgeschlagen z.B. mit einem Leistungswiderstand z.B. um 3,3k
....4,7k.
Wenn man unter diesen Umständen die Spannung über den Summer misst, kann
man leicht dessen Innenwiderstand berechnen. Oder man passt den
Widerstand durch weiteres Ausprobieren an.
So, ich meine, mit den Angaben kannst du das techn. Problem lösen und
dabei auch in Bezug auf elektrische Sicherheit und Brandschutz sauber
bleiben.
Gruß Uwi
Nochmals danke für Eure Tipps. Berührungsschutz etc. ist bei der Sache
gewährleistet. Anbei ein Bild eines ähnlichen Summers, meiner trägt den
Aufdruck "24V". Widerstand der Spule liefere ich noch nach.
Grüße
Stefan
Hobbybastelnder schrieb:> Wenn es 60V(sinus) sind, bedeutet das, dass hier Spannungen von etwa> 170V(ss)
Wie rechnest du da? Ich komme auf 85V pk-pk...
Joe F. schrieb:>> Wenn es 60V(sinus) sind, bedeutet das, dass hier Spannungen von etwa>> 170V(ss)>> Wie rechnest du da? Ich komme auf 85V pk-pk...
Wahrscheinlich eine PMPO-Spannung. :-)
Ah ok. Ja richtig, pk-pk ist 2x85V.
Kommt dann halt darauf an, wie der Trafo geerdet ist, welche Spannung
dann beim Anfassen in Bezug zu Erde da wäre.
Aber stimmt schon. Besser mal ausreichend isolieren.
Stefan schrieb:> ich möchte eine Netzteil-Ausgangsspannung von 60VAC reduzieren auf> 24VAC. Die genauen Daten des Ausgangs lauten "<=70V bei 0mA; >=55V +/-5%> bei 200mA". Es soll ein einfacher Summer (Spule) angeschlossen werden.> Welchen Widerstand (Ohm und Watt) muss ich verwenden? Einseitiges> In-Reihe-Schalten genügt?
Du kannst auch Beidseitig In-Reihe-Schalten!
jemand, der solche Spannungen für einen "Summer" benutzen möchte,
hat mit Sicherheit Null Ahnung von Strom und Spannung und dessen
Begleiterscheinungen!!!
Dummer gehts ja wohl nicht?
Mani
Stefan schrieb:> Anbei ein Bild eines ähnlichen Summers, meiner trägt den> Aufdruck "24V". Widerstand der Spule liefere ich noch nach.
Da ich keinen Unterbrecherkontakt sehe wird der Summer offensichtlich
direkt an der Wechselspannung betrieben und schwingt mit 50Hz.
In dem Fall brauchst Du zur Berechnung des Vorwiderstandes den
Wechselstromwiderstand bei 50Hz und dem ohmschen Widerstand (den ein
Ohmmeter misst). Für den Wechselstromwiderstand kannst Du auch den
Wechselstrom bei 24VAC messen.
Einfacher wird es allerdings, wenn Du den Summer mit einem Vorwiderstand
an Deine vorhandene Wechselspannung anschließt und den Widerstand
solange verkleinerst, bis am Summer ca. 24VAC zu messen sind. Anfangen
sollte man mit einem genügend hohen Widerstand.
Gruß Dietrich
Nein, verlustfrei geht es schon mal gar nicht.
Es kommt nur darauf an, wer bezahlt.
Wenn es der Zähler nicht registriert, heißt das noch lange nicht, das es
ohne Energiezufuhr funktioniert.
Harald Wilhelms schrieb:> Auch da gabs schon Hochspannung. Die hat man immer genommen, um ein> Feuer anzuzünden. :-)
das konnten aber nur die Mutigen, vieeeellll zuuu
geeefffffääääähhhhhlllichh
da frier ich doch lieber.
So, hier der Vollständigkeit halber noch der gemessene Widerstand der
Spule: 401 Ohm.
Nochmals vielen Dank für (fast) alle Hinweise!
Schönen Abend
Stefan