Komponententester im Selbstbau

Gast #269870
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Hi!

Habe ein 2-Kanal-Oszi, allerdings ohne Komponententester. Wollte jetzt
einen extern "nachrüsten". Vom Prinzip ist ein Komponententester doch
nur ein U/I-Kennlinienschreiber. Also: Wechselspannung an Meßobjekt
legen, U auf X-Ablenkung, I (U über bekanntem R) auf Y-Ablenkung,
fertig.

Oder nicht? Hat jemand Erfahrungen in der Arbeit mit
Komponententestern? Welche Wechselspannung ist praxistauglich? Sinus,
Sägezahn? Welche Frequenz? Ist eine Frequenzumschaltung von Vorteil?
Welcher Widerstandswert ist praxisnah? Welche Spannungen? Reicht eine
feste Spannung von z.B. 5V? Sicherlich nicht, dann kann ich keine
Kennlinien von Z-Dioden >5V anzeigen. Aber pauschal 50V könnte für mach
Elko zu viel sein.

Ihr seht, es ist sogut wie kein Halbwissen vorhanden. Google nach
"komponententester" liefert nur die Grundlagen.
Ich hoffe, Ihr könnt mir ein wenig aus der Praxis berichten und Tips
geben. hat schon mal jemand einen Komponententester gebaut?

Vielen Dank
Gralf
Gast #269872
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Es gibt da so lustige Funktionsgeneratoren, wie z.B. Max038. Ein Sinus
oder Sägezahn macht sich recht gut zum Analysieren von Kennlinien,
manchmal braucht man aber auch Rechtecke. Das kann das IC alles, ist
zwar nicht so ganz billig, aber sehr gut. Mehr als +-15V würde ich aus
Sicherheitsgründen auch nicht unbedingt verwenden. Steigern ginge ja
noch mit nachgeschalteten OP-Verstärkern.
Gast #269873
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Schon mal danke!

Wofür brauche ich denn ein Rechteck zum Kennlinienschreiben? Sinus und
Sägezahn ist klar. Da werden alle Spannungen zwischen 0V und Spitze
durchlaufen, was eine kontinuierliche Kennlinie gibt. Beim Rechteck
würde ich aber nur den Anfangs- und den Endpunkt der Linie bekommen.
Wofür kann das nützlich sein?

Spannung also je nach Bauteil. Ist somit eine Variable. Klar, wenn man
nur die Form der Kennlinie benötigt, nicht aber Spannungen messen
möchte.

Wie es scheint, wäre wohl ein Funktionsgenerator mit Sinus/Sägezahn und
variabler Spannung bis ca. 24V ideal. Habe ich auch noch nicht. Den
Max038 gibt es nicht bei Reichelt. Ist das so ein Exot oder so teuer?
Gibt es noch eine kompakte Alternative?

Gibt es noch andere Meinungen/Vorschläge? Ein Komponententester scheint
mir doch recht hilfreich zu sein. Oder irre ich mich da und es arbeitet
keiner damit.

Gralf
Gast #269874
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Rechteck kann z.B für R/C glieder genommen werden (Verzögerung bzw.
Dämpfung ansehen). Der MAX ist schon recht multifunktional und als
solches auch schon fast exotisch, aber warum Reichelt den nicht hat,
weiß ich auch nicht. Guck mal bei Mercateo, die kriegen´s vielleicht
billiger ´ran als beim großen C.
Gast #269875
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Also ein Rechteck könnte ich mir für die Kennlinien eines Transistors
vorstellen. Also z.B. variable Gatespannung und zusätzlich noch U
verändern. Dann hat man gleich mehrere auf dem Schirm.
Allgemein würde ich das Sägezahn Signal vorziehen, dann sind die Ränder
nicht zu dick gezeichnet. Der Sinus ist ja länger um Umkehrpunkt als im
Nulldurchgang.
Gast #269878
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@Christian
Danke für das Angebot. Bei mir dauert es aber noch mit der konkreten
Fertigstellung. Um Dich nicht um's Geschäft zu bringen, lassen ich
gerne anderen Interessenten den Vortritt.

Weiß noch nicht, genau, wie ich es mache. Was muß ich eigentlich
beachten, wenn ich mit einem Komponententester ein eingelötetes Bauteil
testen möchte, ohne die Schaltung zu zerstören? Reicht der
Strombegrenzungswiderstand von z.B. 10kOhm weiteren Schaden in jeder
Schaltung zu vermeiden? Kann ja eigentlich nicht so gesund sein, eine
Wechselspannung an einem beliebigen Punkt in eine Schaltung
einzuspeisen.
Wie ist das denn mit den "offiziellen", industriell hergestellten
Komponententestern? Gibt es da irgendwelche Einschränkungen im Gebrauch
oder Optionen, die man zu- oder abschalten kann?
Habe so ein Teil noch nicht in der Hand gehabt, bin also absolut
orientierungslos. Bin für jeden Hinweis dankbar...

Gralf
Gast #698284
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Hallo Elektronik Freunde,
ein Komponententester ist recht praktisch und leicht selbst 
herzustellen.
Er arbeitet mit Wechselspannung ca. 9 Volt. Ich habe für mich einen 
Gewerblichen vereinfacht und das geht gut. Wer Unterlagen oder Auskunft 
möchte
kein Problem. Ein Hobbyelektroniker hat keine Schwierigkeiten das 
anzufertigen.
Die Kosten sind für die Conradteile ca. € 26.- An Zeit dürfte ich etwa 4 
Stunden gebraucht haben. Nicht vergessen, nur Spannungsfreie Teile 
können geprüft werden und der Oszi braucht die X-Y Stellung.

Mfg. Günter
Gast #2231115
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Nach 4 Jahren ? Du bist einer von der ganz langsamen Sorte, aber ich muß 
dich in Schutz nehmen, die desolate Suchfunktion in die Forum fördert 
solche Ergebnisse.

http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.27

Und wenn das Oszilloskop keinen 'Komponententester' enthält, baut man 
sich halt einen aus einem 6V/50mA Kleintrafo, anstatt dafür Geld 
auszugeben:


http://www.elexs.de/oszi3.htm (besser mit 6V Trafo)

         +--+-- X
    o--+ |  K      (zu testende Komponente)
 230V~ S:S  +--GND
    o--+ | 10k
         +--+-- Y

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