2 MHz Phantomspeisung Frage

Gast #4303895
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Hallo liebes Forum,

ich habe vor ein 2 MHz Rechtecksignal (0V/+4V) und eine
DC-Stromversorgung über eine Leitung zu übertragen.

Grundsätzlich klappt das auch, jedoch erscheint am Ausgang
nicht 0V/+4V sondern -2V/+2V

Könnt ihr mir kurz erklären wo mein Fehler ist? Die Folgeschaltung
vertägt keine negativen Spannungen..

Viele Gruüße
Andreas
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Gast #4303910
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Das ist kein Fehler.
Die Kondensatoren C1 und C2 blocken den Gleichspannungsanteil ab.
Je nach Tastverhältnis des 2-MHz-Signals driftet der Gleichanteil am 
Ausgang zwischen -4 V und +4 V. Die Amplitude bleibt dabei aber 4 V.
Gast #4303931
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Danke für die schnellen Antworten..

Bürovorsteher schrieb:
> Je nach Tastverhältnis des 2-MHz-Signals driftet der Gleichanteil am
> Ausgang zwischen -4 V und +4 V. Die Amplitude bleibt dabei aber 4 V.

Das Tastverhältnis ist 1:1


Nico B. schrieb:
> Ein
> regulärer Sinus schwingt ja auch um die 0-Linie rum.

Ich komm noch nicht ganz mit:
Woher kommt eine negative Spannung wenn ich den Kondensator nur
mit einer "pulsierenden positiven Spannung" auflade?

Nico B. schrieb:
> Deine Kondensatoren machen dein Signal gleichspannungsfrei.
Bürovorsteher schrieb:
> Die Kondensatoren C1 und C2 blocken den Gleichspannungsanteil ab.
Das hab ich verstanden..
#4303947
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@Andreas (Gast)

>Das Tastverhältnis ist 1:1

Das nennt man 50%. Denn damit kann man mathematisch problemlos 0-100% 
darstellen.

>Woher kommt eine negative Spannung wenn ich den Kondensator nur
>mit einer "pulsierenden positiven Spannung" auflade?

Aus dem Kondensator. Das ist ein klassicher RC-Hochpass!

>> Die Kondensatoren C1 und C2 blocken den Gleichspannungsanteil ab.
>Das hab ich verstanden..

Wo liegt dann das Problem? Du kannst das Signal am Empfänger mit einem 
1:2 Spannungsteiler auf VCC/2 legen, dann sieht es genauso aus wie am 
Senden, solange sich das Tastverhältnis nicht ändert.
#4303951
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Ausserdem sind die Längsdrosslen mit 3,3mH eher zu groß. 3,3mH haben bei 
2 MHZ (Grundwelle) schon ~42 kOhm. Das brauchst du nicht. Praktisch hat 
aber eine 3,3 mH Drossel einige Dutzend pF parasitäre Kapazität, dadurch 
wird sie eher zum Schwingkreis. Ich rate dir, die Drosseln eher auf 
100-30uH zu reduzieren, solche Drosslen haben eine deutlich höhere 
Resonanzfrequenz von über 10 MHz.
#4303985
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Hey,

naja wenn du das ganze Wechselspanungsmäßig betrachtest, kannst du einen 
Kondensator in seiner Impedanz durch 1/jwC ausdrücken.

Für die Grenzfälle w -> 0 (Gleichspannung Frequenz 0 Hz) würdest du 
einen gegen unendich laufenden Widerstand erhalten (theorie). Wenn du 
jetzt
w -> oo laufen lässt (nehmen wir mal an dein Signal wäre ein Sinus) dann 
wäre die Impedanz des Kondensators gegen 0. Daraus folgt, dein 
Kondensator wirkt als Hochpass.

Ich glaube das hätte gereicht auf Falk Brunner zu verweisen (sorry).

Du könntest auch eine Induktivität vom Ein zum Ausgang schalten (wobei 
die parasitären Kapazitäten der Ind. hier betrachtet werden müssen)

Gruß,

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