FSK (Sinus) quarzgenau erzeugen

Gast #340421
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Hallo, es gibt ja den XR2206 und den XR2207. Leider ist die Frequenz nur
von einer RC-Kombination abhängig. Also ungenau, Temperatur- und
Bauteiltoleranzabhängig.

FSK-Frequenzen: 1200 Hz und 1800 Hz
Akzeptable Frequenzabweichung: +/- 50 Hz

Gerne würde ich mit einem Quarzoszillator eine Referenzfrequenz
erzeugen, mit der ich dann die o.g. Bausteine ansteuern kann. So wie
ich das sehe, geht das wohl nicht.

Bedingung: Die Schaltung muß einfach sein! Bauteile müssen einfach
beschaffbar sein.

In einem ersten Wurf kann auch ein uC die Referenz(Rechteck)Frequenz
erzeugen. Da die Endfrequenzen (Sinus) im Bereich von 1..2kHz liegen
sollen, wäre die Ungenauigkeit des uC-Oszillators (8MHz) zu
vernachlässigen.

Auf Amateurfunkseiten erscheint oft der XR2206 als FSK-Modem-Schaltung.
Allerdings leider ohne Referenzfrequenz.

Freue mich auf Anregungen!
Gast #340422
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hast du schon mal DDS-bausteine angeguckt? die "fütterst" du mit einem
quarz und deine frequenzen werden mehr als nur ungefähr 50Hz eingehalten
;) ...ich hab zwar soeinen noch nie beschaltet, sollte aber sehr einfach
sein. guck mal bei Analog Devices (gibt anscheinend auch samples). viel
glück
Gast #340424
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Oder gleich den Bausatz mit AD9835 von ELV kaufen, zu dem Preis macht
man das nicht selbst:
Frequenzbereich: ................................. 0,1 Hz bis 20 MHz
Anzeige: ................................................. 8-stellig
Auflösung: ...................... 0,1 Hz bis 10 MHz, ab 10 MHz: 1 Hz
Genauigkeit: .................................. 50 ppm, kalibrierbar
Einstellung: .................................. per Inkrementalgeber
Sinus-Ausgangspannung: ............................... 2,5 Vss an 50
Nebenwellenabstand: ............................... 50 dB bis 10 MHz
Rechteck-Ausgangsspannung: ...................... 5 Vss an 50  (TTL)
Spannungsversorgung: ..... +7 bis12 V/100 mA und -7 bis -12 V/100 mA
Abmessungen: ........................................... 156 x 65 mm
Bausatz 59,50 €, Fertigplatine mit "Endstufe" AD811: 89,50 €
gibts auch bei Conrad und "Funkamateur"
Ich hab das mit einem Spannungswandler für die -7..12V in ein
Alu-Gehäuse:
http://www.conrad.de/goto.php?artikel=523240
gebaut, BNC-Buchsen und Anschluß zum Steckernetzgerät dran, fertig.
Gast #340425
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Ich seh grade FSK soll auch noch sein, damit wird es natürlich etwas
schwieriger. Manche DDS haben einen Schalteingang zur Auswahl von zwei
eingestellten Freequenzen oder Phasen, aber ich fürchte der 9835 nicht
(Firma: Rehrmann Elektronik) #340426
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Hallo Marco,
Du kannst zwei Quarzoszillatoren aufbauen mit den Standardfrequenzen
3,686 MHz und 2,458 MHz und einen Teiler 1/2048, z.B. 74HC4040
nachschalten. Den Eingang des Teilers mußt Du dann einfach mit einem
Multiplexer zwischen den beiden Oszillatoren umschalten. Alternativ
kannst Du auch die 3,686 MHz mit einem programmierbaren Frequenzteiler
wahlweise durch 2048 oder 3072 teilen. Besser noch mit einem
1,843-MHz-Oszillator geteilt durch 1024 oder 1536.

Jörg
Gast #340428
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Hallo,

danke für die Antworten. DDS kommt nicht in Frage da
"überdimensioniert". Bin daher auf der Suche nach einer Schaltung mit
einem AVR, die aus dem rechteckförmigen PWM-Ausgangssignal einen schönen
Sinus zaubert (z.B. 1200Hz. Mir ist klar, was theoretisch mit dem Signal
erfolgen muß.

Leider bin ich (noch) nicht in der Lage eine geeignete Schaltung zu
dimensionieren, bzw. zu entwerfen. Dieses Netzwerk muß ja Oberwellen
abschneiden und gleichzeitig sich auf, bzw. entladen um den
sinusförmigen Verlauf hinzubekommen.

Also gesucht wird eine Schaltung zum anschauen und verstehen.


Unter den diversen Schlagworten habe ich leider nichts dergleichen
gefunden.
Gast #340433
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Danke für die hilfreichen Ansätze!   :-)

Die von "Profi" vorgeschlagene Möglichkeit mit einer SW-DDS ist
geeignet und gut. Nachdem ich das Prinzip mit dem Widerstandsnetzwerk
verstanden habe, habe ich doch gleich mal nach D/A-Wandlern geschaut.
Überrascht war ich, daß es z.B. von Reichelt eine ganze Reihe
D/A-Wandler gibt. Mich hatte damals der Preis abgeschreckt.
Einfach-8Bit-D/A-Wandler gibt es aber schon ab ca. 1,30 Euro mit
niedriger Maximal-Ausgangsfrequenz (bis 10MHz).

Fazit: Ich kaufe mir einen preiswerten D/A-Wandler. Dahinter einen OP
als Integrator zum glätten (= Tiefpaß). Und ansteuern tue ich ihn mit
meinem Atmega. Da bin ich auch in der Lage exakt im Nulldurchgang die
Frequenz (sprich Tabelle) umzuschalten.

Jetzt wäre mir natürlich ein 8Bit D/A-Wandler (max. 10MHz) mit
I2C-Schnittstelle am liebsten.

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