Hallo,
ich will eine Töpferscheibe bauen und überlege, welche Leistung der
Motor haben muss.
Käufliche Geräte haben um die 300W.
Ich stell mir eine Vase mit 20cm Durchmesser vor. Also 10cm Radius und
wenn ich den Ton in der Hand habe, dann entspricht das vielleichte einer
Gewichtskraft von 1kg. Wären also 1Nm.
Drehzahl 1/s
Sind dann Drehmoment man Kreisfrequenz = 6.28Watt.
Wo liegt denn da jetzt der Denkfehler? Also weshalb liegt da fast Faktor
50 dazwischen?
Killax schrieb:> ich will eine Töpferscheibe bauen und überlege, welche Leistung der> Motor haben muss.> Käufliche Geräte haben um die 300W.
Nun, es macht sicherlich Sinn, diesen Wert zu übernehmen.
Die Hersteller haben da wohl entsprechende Versuche gemacht.
Der Fehler liegt in der Berechnung des Drehmoments. Das ist blödsinn wie
du das rechnest, du müsstest das Massenträgheitsmoment berechnen; aus
der Geometrischen form, und könntest dann das Benötigte Drehmoment für
die Beschleunigung des Tisches berechnen.
Aber die Kraft die dich intressiert ist wie sehr der Ton Abgebremst wird
durch die Reibung an den Händen. Zum Konstant drehen benötigt man keine
Kraft. Nur die Reibungsverluste müssen ausgeglichen werden.
Killax schrieb:> Wo liegt denn da jetzt der Denkfehler? Also weshalb liegt da fast Faktor> 50 dazwischen?
Vielleicht, weil der handelsübliche Töpfer keine 2 Stunden warten will,
bis die Scheibe auf Drehzahl ist, und die auch nicht gleich wieder
stehenbleiben soll, wenn der mal etwas fester zudrückt.
Oliver
Killax schrieb:> Sind dann Drehmoment man Kreisfrequenz = 6.28Watt.
Beim Auto ist das die "Kullergeschwindigkeit" die du da errechnet hast.
Das ist die Geschwindigkeit wo das Auto auf der Autobahn einfach im
Verkehr mitschwimmt und kaum Energie braucht. Was den Verbrauch deutlich
senkt.
Du brauchst aber den 1.Gang :) Was bei der Töpferscheibe bedeutet die
muss erst mal auf Betriebsgeschwindigkeit kommen.
Wenn sie das ist, (s.o.) kommst dann du mit den Fingern daran. Das ist
wie wenn du in voller Fahrt beim Auto ein Wohnwagen anhängst.
Und da es eine gute Idee ist, ein Motor nicht auf Max.-Last zu fahren
legt der Hersteller einfach mal 25 % Power drauf. So läuft das 300 Watt
Teil mit ca. 250 Watt und überlebt wenigstens die Garantie.
>Du brauchst aber den 1.Gang :) Was bei der Töpferscheibe bedeutet die>muss erst mal auf Betriebsgeschwindigkeit kommen.
Die dreht ja ganz langsam. Ich will ja töpfern und nicht drechseln.
Killax schrieb:>>Du brauchst aber den 1.Gang :) Was bei der Töpferscheibe bedeutet die>>muss erst mal auf Betriebsgeschwindigkeit kommen.> Die dreht ja ganz langsam. Ich will ja töpfern und nicht drechseln.
Meinst du, die Hersteller käuflicher Geräte bauen einen 300W-Motor ein,
weil sie den gerade liegen haben. Der Motor muss Verformungsarbeit
leisten, sonst wäre es keine Töpferscheibe und die muss er in Form von
elektrischer Leistung aufnehmen - jedenfalls wenn du nicht selber treten
willst. ;-)
Sly_marbo schrieb:> du müsstest das Massenträgheitsmoment berechnen;
Das Massenträgheitsmoment ist nicht so leicht zu berechnen, wenn es sich
um komplexe Geometrien handelt. Da ist es besser, dieses in einem
Austrudelversuch zu bestimmen - also die Zeit messen, wie lange es bis
zum Stillstand benötigt.
Martin schrieb:> Es gibt auch Töpferscheiben mit Fußantrieb, also ohne Motor. Da werden> wohl kaum 300 Watt erzeugt. Der Motor kann also kleiner sein.
Das hängt auch von der Übersetzung mit ab. Oder ist es ein
1/1-Antriebsverhältnis?
Die Frage ist ja auch, ob bei kleinene Drehzahlen ein Motor auch das
volle Moment bringt?
Hier gibt es eine Töpferscheibe, die sogar Starkstrom hat:
https://www.ebay.de/itm/Professioelle-Toepferscheibe-elektrisch-mit-Motor-und-verstellbarer-Sitzbank-/303357368356
Starkstrom braucht man ja erst so ab 2,5-3 kW Leistung, vielleicht ist
das ein Hinweis, dass man doch einen größeren Motor mit 2-3 kW vorsehen
sollte?
Azuro schrieb:> Starkstrom braucht man ja erst so ab 2,5-3 kW Leistung, vielleicht ist> das ein Hinweis, dass man doch einen größeren Motor mit 2-3 kW vorsehen> sollte?
Blödsinn!
Der von Dir verlinkte Motor hat 0,55 KW und für Spannung
220V/360V angegeben...
Killax schrieb:> Ich stell mir eine Vase mit 20cm Durchmesser vor. Also 10cm Radius und> wenn ich den Ton in der Hand habe, dann entspricht das vielleichte einer> Gewichtskraft von 1kg. Wären also 1Nm.
Hä? Wieviele kg Ton willst du denn auf 1/s beschleunigen?
1kg, 10kg, 50kg? Dazu kommt der Widerstand der Lager und
die Kraft beim Formen, die da noch draufkommt. Außerdem
wiegt die Scheibe samt Gestell (vermutlich alles aus Holz?)
auch noch einiges.
merciless
Martin schrieb:> Es gibt auch Töpferscheiben mit Fußantrieb, also ohne Motor. Da> werden wohl kaum 300 Watt erzeugt. Der Motor kann also kleiner sein.
Ein Martin ohne Ahnung schreibt trotzdem.
Fussbetriebene Töpferscheiben ersetzen Leistung durch Masseträgheit mit
einem Schwungrad wie ein Mühlstein.
Ist heute nicht mehr en vogue, weil sauschwer.
MaWin schrieb:>> Es gibt auch Töpferscheiben mit Fußantrieb, also ohne Motor. Da>> werden wohl kaum 300 Watt erzeugt. Der Motor kann also kleiner sein.
Da wäre ich mir nicht so sicher.
Immerhin hat ein E-bike-Motor zum Vergleich auch nur 250 Watt. Und der
soll ja nur zum Teil die Leistung deiner Beine ersetzen. Und die Ebikes
musst du auch mit Antreten anfahren weil der Motor das nicht schafft.
Davon abgesehen geht es um die Startleistung nicht die Dauerleistung.
Und wer schon mal mit ein Fahrrad den Berg hoch gefahren ist, weiß wie
viel Watt die Beine erzeugen können.
Killax schrieb:> Hallo,> ich will eine Töpferscheibe bauen und überlege, welche Leistung der> Motor haben muss.> Käufliche Geräte haben um die 300W.
Der kommerzielle Töpfer (Handwerker) aus meiner Nachbarschaft töpfert
seit 60 Jahren mit Fußbetrieb. Das sollte dann deine Richtleistung für
einen Motor sein. Beim flotten Fahrradfahren nimmt man 400/500W für den
Gesamten Radler an, pro Bein dagegen 80W.
Ich würde daher die 'üblichen' 300W als absolute Obergrenze ansetzen und
eher mit niedrigeren Werten arbeiten, damit dir nicht der Motor die
Keramik verdreht, weil gegen den Motor kannste nicht so gut abbremsen
wie mit Fussbetrieb.
> Fussbetriebene Töpferscheiben ersetzen Leistung durch Masseträgheit mit> einem Schwungrad wie ein Mühlstein.> Ist heute nicht mehr en vogue, weil sauschwer.
Da mal ein Foto wie so ein Fusstöpferscheibe ausschaut:
https://api.europeana.eu/thumbnail/v2/url.json?uri=http%3A%2F%2Ffotothek.slub-dresden.de%2Ffotos%2Fdf%2Fhauptkatalog%2F0000000%2Fdf_hauptkatalog_0000715.jpg&type=IMAGE
Der Vergleich mit nen Mühlstein trifft es nicht unbedingt, allerdings
muss man schon ein gesunder Bursche mit Muckies eben wie ein Handwerker
sein. Kein Schwarzenegger aber auch kein Spindeldürrer Hampelmann. Wobei
es heutzutage eher an den Räumlichkeiten harpert einen solchen
Fusstöpferplatz einzurichten, ist halt nichts für die Studentenbude.
Scherben Dealer schrieb:> Beim flotten Fahrradfahren nimmt man 400/500W für den> Gesamten Radler an, pro Bein dagegen 80W.
Das macht dann: 400-(2x80)= 240
Das bedeutet, daß beim flotten Fahrradfahrer 240 W Sinus-Leistung für
das Anbrüllen von Fußgängern und Autofahrern übrig bleiben.
Etappensieger der Tour de Frongs schrieb:> Das bedeutet, daß beim flotten Fahrradfahrer 240 W Sinus-Leistung für> das Anbrüllen von Fußgängern und Autofahrern übrig bleiben.
Dann kippste aber vom Sattel, weil dann keine Leistung übrig bleibt für:
*Arme: um Lenker und Spur halten
*Rumpf:für die Balance
*Herz: pumpt des Blut in Kopf und Beine
*Hirn: das eine Konflikt- und damit Anstrengungarme Wegvariante
ermittelt
... ;-)
Naja, eine Töpferscheibe wird ja mit Dimmer betrieben. Dies bedeutet
dass anstelle 300W 20 W uebrigbleiben und mit der 1:70 Untersetzung ist
auch damit Leistung noch genug da.
Scherben Dealer schrieb:> Beim flotten Fahrradfahren nimmt man 400/500W für den> Gesamten Radler an, pro Bein dagegen 80W.
Aha, der typische Radler hat also fünf bis sechs Beine?
Harald W. schrieb:> Scherben Dealer schrieb:>>> Beim flotten Fahrradfahren nimmt man 400/500W für den>> Gesamten Radler an, pro Bein dagegen 80W.>> Aha, der typische Radler hat also fünf bis sechs Beine?
Du spinnst ja!
:))
Na hier gehts ja ab ;-)
Ein 300W Motor sollte dicke reichen! Nehmen wir rund 1200 U/Min vom
Motor selber an und stecken eine Getriebe 60 zu 1200 dazwischen, kommen
wir ohne die sicher vorhandenen Verluste zu beachte auf
Verzwanzigfachung der Kraft. Mit 6kW reist es dem traurigen Töpfer in
Gefahrenfall die Arme vom Körper, im Normalfall kullert der Ton ohne
jede Bremswirkung durch die Hände.
Ja, das war sehr symbolisch gerechnet, zeigt aber eine Lösung.
Mein Betonmischer (Eigenbau aus den 70er Jahren) hat einen 370W Motor
nebst Getriebe und Kettenübersetzung. Der Motor macht 1450U/Min., die
Trommel etwa 80U/Min. und selbst voll bist zur Halskrause kann man den
nicht anhalten.
Old-Papa
Old P. schrieb:> Ein 300W Motor sollte dicke reichen! Nehmen wir rund 1200 U/Min vom> Motor selber an und stecken eine Getriebe 60 zu 1200 dazwischen, kommen> wir ohne die sicher vorhandenen Verluste zu beachte auf> Verzwanzigfachung der Kraft. Mit 6kW reist es dem traurigen Töpfer in> Gefahrenfall die Arme vom Körper, im Normalfall kullert der Ton ohne> jede Bremswirkung durch die Hände.> Ja, das war sehr symbolisch gerechnet, zeigt aber eine Lösung.
Ohne Verluste ist die Ausgangsleistung eines Getriebes gleich der
Eingangsleistung, aber niemals höher.
Zur Umrechnung hat man so tolle Formeln wie Leistung gleich
Umdrehungszahl mal Drehmoment erfunden. :-)
Ralf X. schrieb:>> Ohne Verluste ist die Ausgangsleistung eines Getriebes gleich der> Eingangsleistung, aber niemals höher.> Zur Umrechnung hat man so tolle Formeln wie Leistung gleich> Umdrehungszahl mal Drehmoment erfunden. :-)
Stimmt, mein Fehler nur die KW zu nennen.
Das Drehmoment ist aber viel höher.
Old-Papa
> Drehzahl 1/s> Sind dann Drehmoment man Kreisfrequenz = 6.28Watt.> Wo liegt denn da jetzt der Denkfehler? Also weshalb liegt da fast Faktor> 50 dazwischen?
Weil käufliche Geräte i.d.R. eine größere Drehzahl als 1/s haben. ;-)
> Zur Umrechnung hat man so tolle Formeln wie Leistung gleich> Umdrehungszahl mal Drehmoment erfunden. :-)
P= ω * M = 2*π*n * M
mit:
π= Kreiszahl
m= Drehzahl
M= Drehmoment
ERfunden hat man die Formel nicht, sondern GEfunden. ;-)
Generell kann man die Beschleunigungsleistung einer Töpferscheibe
vernachlässigen. Ich kenne niemanden, der Wert darauf legt, dass die
Formmasse einen gleichmäßigen horizontalen Streifen auf der Wand bildet.
Die Hauptarbeit wird wohl in Reibungs- und Walkarbeit liegen, die ist
aber kaum bezifferbar und immer nur kurzzeitig, d.h. selbst ein
kleinerer Motor kann das in seinem Überlastbereich wegstecken.
Ich gehe davon aus, dass wie 300 Watt einfach platt daher kommen, weil
es kaum gut erhältliche Kondensatormotoren mit anständigem
Befestigungsflansch mit weniger Leistung für weniger Geld gibt.
Und ein Kondensatormotor ist für eine Töpferscheibe recht angenehm, da
sehr leise und sehr drehzahlsteif.
Walter T. schrieb:> weil es kaum gut erhältliche Kondensatormotoren mit anständigem> Befestigungsflansch mit weniger Leistung für weniger Geld gibt.> Und ein Kondensatormotor ist für eine Töpferscheibe recht angenehm, da> sehr leise und sehr drehzahlsteif
Nein, man will Drehzahlregelung. Und ein FU ist für kommerzielle
Töpferscheiben zu teuer. Die ca. 300W erlauben ein angenehmes Arbeiten.
Mit einem 100W Nähmaschinenmotor ist das Ding zu leistungsschwach.
Das klingt nicht nach MaWin.
Ein 100W-Nähmaschinenmotor ist üblicherweise ein Universalmotor mit
Bürsten. Wenn ich eine steife Drehzahl-Drehmoment-Kennlinie habe,
brauche ich nicht zu regeln.
Ich würde eine billige Tischkreissäge als Basis nehmen, sowas wie das
hier:
https://www.obi.de/tischkreissaegen/einhell-tischkreissaege-tc-ts-1200/p/1741693
Die werden gekauft, ausprobiert, in die Ecke gestellt und tauchen wenige
Jahre später für einstellige Eurobeträge auf den Flohmärkten auf.
Der Keilriemen ist leider ein wenig kurz, also braucht man neben der
deutlich größeren Riemenscheibe auch einen anderen Keilriemen. Aber das
ist ja einfach zu bekommen.
Walter T. schrieb:> . Wenn ich eine steife Drehzahl-Drehmoment-Kennlinie habe, brauche ich> nicht zu regeln
Naturlich musst du die Drehzahl regeln (einstellen können), sonst fliegt
dir der Töpferton von der Scheibe.
Immer wieder lustig, dass den Leuten hier nichts zu peinlich ist und sie
sich nicht davon abhalten lassen irgendwelchen Unsinn zu posten, obwohl
sie von der Sache nicht die geringste Ahnung haben.
Walter T. schrieb:> Ich würde eine billige Tischkreissäge als Basis nehmen,
Du schon, klug ist das aber nicht. Ein kreischlauter Bohrmaschinenmotor
(das entehme ich aus der Drehzahl >< 3600) mit 10% ED ist billig, aber
die falsche Wahl (selbst wenn er einfach drehzahlregelbar ist).
Killax schrieb:>>Du brauchst aber den 1.Gang :) Was bei der Töpferscheibe bedeutet die>>muss erst mal auf Betriebsgeschwindigkeit kommen.> Die dreht ja ganz langsam. Ich will ja töpfern und nicht drechseln.
Hast Du das Interesse schon wieder verloren?
Generell scheinen aber viele ein falsche Vorstellung davon zu haben, was
- 1. eine Töpferscheibe leisten können sollte
- 2. und wie manche Leistungsangaben der Hersteller zustande kommen.
zu 1:
Es müssen ALLE Reibungswiderstände überwunden werden und beim Töpfern
geht es vorrangig(!) nicht um Drehzahl, sondern um die
Umfangsgeschwindigkeit.
Bei einem kleinen Modell-Durchmesser können z.B. bis zu 360 U/min
angemessen sein, bei einen 10x so grossen Durchmesser 36 U/min (bei
10-fachen Drehmoment) aber schon zuviel.
Grosse Durchmesser werden gerne mit grösseren Material(Wand)Stärken
hergestellt und bedeutend mehr Material bei gleicher
Umfangsgeschwindigkeit umgeformt.
==> Das erforderliche Drehmoment kann in dieser Kette also locker in der
dritten Potenz zum Durchmesser steigen und das bei z.B. weniger als 10%
der Nennumdrehungszahl.
Bei E-Motoren wird das Drehmoment über den Strom gesteuert, hohes
Drehmoment bei niedrigen Umdrehungen bedingen dicke Drähte/grosse
Motoren!
Oder aber Schalt- oder stufenlose Getriebe.
Zu 2:
Hobbyspielzeuge mit 300 bis 350W haben bei den wenigen seriösen Händlern
noch den Hinweis auf Kurzzeitbetrieb oder "nicht für Dauerbetrieb
geeignet" stehen, andere lassen das weg.
Das Drehmoment wird über den Strom gesteuert, die Drehzahl überwiegend
über die Spannung, Leistung ist das Produkt von beiden.
Typisch auch für fast alle BEV, vom Prinzip also nicht falsch, aber
deren Motoren sind auch vom Aufbau passend dimensioniert!
Wird so ein nur 300W Motor mittels Spannung auf 10% seiner Nenndrehzahl
geregelt, nimmt der also auch nur noch 30W auf.
Und über Verluste gehen davon ggf. auch noch 50% irgendwo drauf, es
bleiben noch 15W Antriebsleistung übrig.
Einmal Hand an ein grösseres Modell gelegt und die Scheibe bleibt stehen
und (wenn vorhanden) löst die Temperatursicherung aus, 10 min oder so
Pause..
Dann kommt so eine Töpferscheibe schnell auf den Schrott, in den Keller,
Flohmarkt, etc.
Aber vielleicht auch ganz gut so.
Partner, Verwandte, Freunde, etc. haben i.d.R. ruckzuck die Nase voll
davon, mit den Ergüssen der selbsternannten Künstler zum Geburtstag,
Weihnachten, Ostern, oder oder anderen 365 Möglichkeiten/a überfrachtet
zu werden.
:-)
Schlaumaier schrieb:> MaWin schrieb:>>> Es gibt auch Töpferscheiben mit Fußantrieb, also ohne Motor. Da>>> werden wohl kaum 300 Watt erzeugt. Der Motor kann also kleiner sein.>> Da wäre ich mir nicht so sicher.>> Immerhin hat ein E-bike-Motor zum Vergleich auch nur 250 Watt. Und der> soll ja nur zum Teil die Leistung deiner Beine ersetzen. Und die Ebikes> musst du auch mit Antreten anfahren weil der Motor das nicht schafft.
Dann mach mal ein Belastungs-EKG. Nach 1/2 Stunde kannst du mal
berichten, falls du so weit kommst (zunehmende Belastung mit 25W pro
2min) ;-)
Üblicherweise wird für schnelles Radfahren ein Wert von 125 bis 150 Watt
angesetzt. Ab 150 Watt fällt das unter starke körperliche Belastung.
Wolfgang schrieb:> Schlaumaier schrieb:>> MaWin schrieb:>>>> Es gibt auch Töpferscheiben mit Fußantrieb, also ohne Motor. Da>>>> werden wohl kaum 300 Watt erzeugt. Der Motor kann also kleiner sein.>>>> Da wäre ich mir nicht so sicher.>>>> Immerhin hat ein E-bike-Motor zum Vergleich auch nur 250 Watt. Und der>> soll ja nur zum Teil die Leistung deiner Beine ersetzen. Und die Ebikes>> musst du auch mit Antreten anfahren weil der Motor das nicht schafft.>> Dann mach mal ein Belastungs-EKG. Nach 1/2 Stunde kannst du mal> berichten, falls du so weit kommst (zunehmende Belastung mit 25W pro> 2min) ;-)> Üblicherweise wird für schnelles Radfahren ein Wert von 125 bis 150 Watt> angesetzt. Ab 150 Watt fällt das unter starke körperliche Belastung.
Naja, der Normalbürger ist muskulär ja auch nur darauf eingestellt,
beinkraftmässig etwas mit ggf. 60 bis 90kg zu bewegen.
Da sind bei Schlaumeier ganz andere Massen/Kräfte vorhanden.
Problematisch ist natürlich die freisetzbare Energie pro Zeiteinheit und
Masse.
Aber ggf. hat da ein doppelt so schwerer Mensch auch bedeutend mehr zur
Verfügung, als jemand, der nur die Hälfte wiegt.
In einer gekauften Töpferscheibe ist ein 480-14000 rpm
Waschmaschinenmotor mit magnetischem Tacho verbaut. Andere Hersteller
werden was anderes verwenden.
Da Sie für professionellen Einsatz (Grosse Stücke) gedacht ist kann sie
max 200Rpm.
Kleinere oder für Hobbybedarf haben 300rpm da die kleinere Umsetzung
auch eine kleineres Gehäuse und somit günstigere
Produktion/lager/Versand. Die Waschmaschinenelektronik ist auch ein Teil
eines Waschmaschinenhersteller
Old P. schrieb:> Stimmt, mein Fehler nur die KW zu nennen. Das Drehmoment ist aber viel> höher.
Schade! Ich hatte schon gedacht, Du wolltest uns schonend darauf
vorbereiten, demnächst ein perpetuum mobile anzubieten.
Chris schrieb:> Kleinere oder für Hobbybedarf haben 300rpm da die kleinere Umsetzung> auch eine kleineres Gehäuse und somit günstigere> Produktion/lager/Versand.
Mumpitz, als nächstes kommt noch ☠'Geplante Obsoleszenz'☠ als Grund für
angebliche Unterschiede im Drehzahlbereich zwischen 'Profi'- und
'Hobby'-Geräten.
MaWin schrieb:> Du schon, klug ist das aber nicht. Ein kreischlauter Bohrmaschinenmotor> (das entehme ich aus der Drehzahl >< 3600) mit 10% ED ist billig, aber> die falsche Wahl (selbst wenn er einfach drehzahlregelbar ist).
Die, ich bis bislang geöffnet habe, haben einen Kondensatormotor und
eine Riemenübersetzung mit einem kleinen Poly-V-Belt drin. Das erlaubt
es, das billige Sägeblatt aus Kuchenblech noch ein wenig kleiner zu
machen.
Kann schon sein, dass es auch Varianten mit Universalmotor gibt. Aber
das fühlt man ja, wenn man das Blatt von Hand dreht.
MaWin schrieb:> Immer wieder lustig, dass den Leuten hier nichts zu peinlich ist und sie> sich nicht davon abhalten lassen irgendwelchen Unsinn zu posten, obwohl> sie von der Sache nicht die geringste Ahnung haben.
Ich habe als Kind mal eine elektrische Töpferscheibe vom Sperrmüll
geholt und dann in die andere Richtung, also auf schnellere Drehzahl mit
einer kleineren Riemenscheibe, zu einer primitiven Schleifmaschine
umgebaut. Das qualifiziert mir hier im Forum regelrecht zum Experten.
Azuro schrieb:> Starkstrom braucht man ja erst so ab 2,5-3 kW Leistung
In dem Angebot steht aber 550W. Drehstrom nimmt man wegen dem höheren
Wirkungsgrad. Das ist ein ungeregelter Asynchronmotor.
Die Drehzahl stellt man darüber ein, wie fest man mit dem Fußpedal das
Reibrad des Motors gegen die Schwungscheibe drückt.
Man kann die Schwungscheibe auch mit den Füßen antreiben oder abbremsen.
Damit kann man sehr langsame Drehzahlen für große Stücke erreichen.
Die Schwungscheibe ermöglichst große Kräfte, ohne das die Drehzahl
sofort einbricht. Große Stücke müssen aus hartem Ton geformt werden,
matschiger Ton wird durch die Fliehkräfte zerrissen oder fällt in sich
zusammen.
Ältere Töpfer bevorzugen diesen Schwungradtyp.
Wichtig ist auch die feste Verbindung zwischen Sitzbank und Scheibe. Und
auch die Auffangschale, sonst hat man hinterher mehr Ton auf der
Schürze, als auf der Scheibe.
Killax schrieb:> Ich stell mir eine Vase mit 20cm Durchmesser vor.
Das ist schon ein recht großes Stück, das wird nichts mit einer
Spielzeugscheibe.
> Drehstrom nimmt man wegen dem höheren Wirkungsgrad.
Abgesehen von der Grammatik (Genetiv-Dativ):
Drehstrom nimmt man öfters deswegen, weil die (Schein-)Leistung nur
einer Phase nicht ausreicht.
Elektrofan schrieb:> Drehstrom nimmt man öfters deswegen, weil die (Schein-)Leistung nur> einer Phase nicht ausreicht.
...und weil nur der Drehstrom das nötige Drehfeld für die Töpferscheibe
erzeugen kann. An Wechselstrom würde sich der Motor nur hin- und
herdrehen und man bekommt keine vernünftige Vase getöpfert, weil der
Motor keine ganze Umdrehung mehr schafft.
> An Wechselstrom würde sich der Motor nur hin- und> herdrehen und man bekommt keine vernünftige Vase getöpfert, ...
Wenn er mal losläuft, dreht er sehr wohl weiter in der gleichen
Richtung.
Siehe unter "2-Phasenlauf" bei Drehstrommotoren.
(Wobei der Motor dann an Wechselstrom hängt.)