Hallo,
ich möchte mit einem Toroid Ringkern B64290L0044 https://www.mouser.com/datasheet/2/400/R1250x750x500-611075.pdf
von TDK eine Rechteckspannung 40kHz von +/-5V auf +/-40V herauf transformieren. Auf der Hochspannungsseite hängt ein Piezopieper 2.5nF als kapazitive Last. Das Ferritmaterial ist T38
https://www.tdk-electronics.tdk.com/download/528868/c2cb0f1f5413cd8e83b8ecf7e85152f9/pdf-t38.pdf
Jetzt habe ich den wunderbaren Artikel "Transformatoren und Spulen" gefunden, danke Esko. Damit habe ich den Trafo wie folgt berechnet:
Als maximale Flussdichte wähle ich die sichere Seite für T38, 150mT. Die Fläche des Toroids aus dem Datenblatt 12,23mm^2 = 12.23E-6m^2.
Fluss PHI = A*B = 12.23E-6 * 0.15T = 1.83E-6 Wb Ich nehme jetzt entsprechend Artikel das Doppelte an Fluß, weil wir vom negativen Minimum zu positiven Maximum gehen.
Es gilt 2*1.83E-6 = 5V * (1/80000) / N -> N=17, 17 Primärwindungen
Die Spannung soll um Faktor 8 hochgehen, also 136 Sekundärwindungen, Draht war zu lang, sind 160 geworden.
Induktivität L primär gemessen ist 1.7mH = Al * 17^2 -> Al = 5882nH Laut Datenblatt 5110nH, passt. Sekundäre Induktivität gemessen 170mH = Al * 160^2 -> Al= 6640nH, naja, close.
Als Spannung erwarte ich (160/17)*5V = 47Vpeak, aus +/-5V sollten also +/-47V werden.
Soweit, so gut. Geht auch einigermassen, es kommen +/-30V raus, allerdings deutlich weniger.
Ich frage mich, voran das liegt.
Der Artikel verlangt hohe Transformatorinduktivität im Vergleich zur Last:
Blindwiderstand 2.5nF@40kHz ist ~ 1k6 Blindwiderstand 170mH@40kHz ist ~ 47k, hoch im Vergleich
Wenn ich die 40khz primärseitig einschalte geht die Spannung kurzfristig auf +/-50V um dann auf +/-30 abzusacken, ist also vllt. ein Lasteffekt mit der resonanten Last.
Oder ohmscher Spannungsabfall an der Sekundärspule. Ich kann den Sekundärstrom nicht messen, deswegen kann ich das nicht verifizieren.
Gibt es noch andere Erklärungsansätze?
Zweite Frage: Kann man irgendwo Toroide bezahlbar wickeln lassen? Die 160Wdg haben 4h gedauert,
THX Cheers Detlef


