HI @ All,
ich habe jetzt aus der Medientechnikabteilung unserer Schule fast leere
3V-Batterien aus Fotoaparaten und auch etliche normale AA und AAA
Batterien, die noch Restenergie enthalten, mitgenommen. Restenergie: ca.
30%, Spannung liegt bei 2,2V bzw. um die 1,2V (AA+AAA)
Meine Überlegung wäre, mit der darin noch enthaltenen Energie Akkus
aufzuladen, um diese dann wieder in anderen Geräten verwenden zu können.
Zur Verfügung steht mir eine
7,5V 10Ah Bleigelakkublock,
ein 12V Bleigelakku,
etliche 2000mAh NiMh Akkus (AA),
etliche 800mAh NiCd (AA),
auch noch einige 500mAh AAA NiMh,
und auch sonst noch einige Akkus.
Und ein Ladegerät, das mit 10V - 14V Eingangsspannung funktioniert.
Die Akkus sind alle gebraucht und es handelt sich um einen Versuch, also
bitte keine Antworten wie: Batterien wegschmeißen und neue kaufen.
Wenn dabei die Akkus schaden nehmen, ist das nicht so schlimm, sie
werden bei defekt fachgerecht entsorgt.
Die Batterien können vollständig entladen werden.
Mir geht es nur um das Prinzip, die Batterien so gut es geht
auszunutzen.
Aufgabe:
Ich möchte jetzt eine Schaltung aufbauen, die die Batterien aussaugt,
die Energie z.B. in einen der BleigelAkkus zwischenspeichert um von dort
dann über das Ladegerät die Akkus zu Laden.
Wie gesagt, es ist nur ein Versuch ;-)
Wenn dann auch noch die Batterien einzeln auszusaugen gingen, wäre das
natürlich ganz toll.
Könnte sich da irgendwer einen Lösungsansatz vorstellen?
lg Falke
einfachste und effizienteste Lösung, wenn du genügend gleiche zellen
hast einfach in reihe schalten, ansonnsten ein step up wandler -> siehe
versorgung aus einer zelle
In Reihe schalten kann ungünstig sein, weil leere Zellen hohe
Innenwiderstände bekommen, über die dann Energie vergeudet wird. Also
der Fall, wenn z.B. 3 Zellen noch gut sind aber eine vierte Zelle in
Reihe total leer. Insofern wäre es vermutlich günstiger, alle parallel
zu schalten und einen Stepup-Wandler zu haben, der die Spannung auf die
entsprechende Ladespannung hochbringt.
Also Praktisch so,
W ist der Step-Up-Wandler, 12V ist der Bleigelakku als Puffer,
L ist das Ladegerät
aber funktioniert das so, damit ich die Batterien komplett aussaugen
kann?
(Bis ungefähr 0,3V oder so ähnlich?)
lg Falke
^^ wie gesagt, in Reihe schalten wenn es gleiche Zellen sind(gleiche
ladung...)
ein stepup 1V -> 12V hat meist auch keinen super Wirkungsgrad und ist
teuer, anspruchsvoll zum aufbauen...
bei einem Stepup wandler kann ich dir leider nicht weiterhelfen
http://www.mikrocontroller.net/articles/Versorgung_aus_einer_Zelle kann
als Anregung dienen, meine Versuche mit step up wandler waren leider
nicht wirklich erfolgreich (schlechter Wirkungsgrad... aufgebaut aus
krustelkistenbauteilen)
ach ne....
Batteriestrom ist zwar extrem teuer, aber wem ist damit golfen, die
letzten paar mAh da rauszusaugen...
Rechne dir mal aus, wieviele kWh du im Jahr nach Hause schleppen
könntest und was diese Energiemenge aus der Steckdose kostet. Musst du
auch nur ein Bauteil irgendwo bestellen, um dieses abstruse Gerät zu
bauen, wird es sich NIEMALS rentieren.
Dann kauf lieber ne kleine Solarzelle und lad deine Akkus damit, wenn du
schon auf "kostenlose" Energie setzt.
Dem Batterieverwurster ist es egal, ob da noch ein Quentchen Energie
drin steckt.
Ein sinnvolle Recycling-Idee für alte Batterien gibt es: ich betreibe
alle Uhren im Haus mit Containerware, der Filius freut sich immer, wenn
er mit Messgerät den Laden stürmt und ne brauchbare sucht. Laufen damit
locker für 1/2 bis ein Jahr.
Ich hab ja nicht gesagt, das es sich rentieren muss,
deshalb steht extra darunter, das es ein Versuch ist, und keine
Antworten wie neu kaufen oder so ;-)
Ein möglicher Anwendungsfall:
Was ist z.B. wenn man mit seiner Kamera durchs Land reist, viele Fotos
macht, und die Kamera hat eine Schlussspg von 1,3V. Dann kann man
schnell in ein Geschäft gehen, und sich welche kaufen. Da kommt man
drauf, man hat kein Geld mitgenommen ;-), da kann man dann ein paar
Batterien aus dem Sammelbehälter mitnehmen und mit der "deus ex machina"
die leeren akkus wieder auf trapp bringen ;-)))))
PS: Dieses Beispiel ist nicht alzu ernst zu nehmen!!!!!
Unglaubwürdige Punkte im vorhinein:
Wer reist mit einem Auto durchs Land und hat kein Geld dabei?
OK, aber wer reist mit dem Fahrrad durch Land und schleppt eine
Batterieauflademaschine mit einem 2kg Bleigelakku mit? ;-)
So, jetzt noch schnell zum Strom: ich weiß, einen Akku aufzuladen kostet
unter 2cent,
Wenn man aber eine Batterie nutzt, dann würden sich die Kosten auf 15€
belaufen.
Und nochmal: ES ist nur ein Versuch ;-)
Und zum Thema Uhren:
Es sind ungefähr 40 Batterien,
das sind 2 Batterien pro Uhr,
das sind 20 Uhren ;-)
Und da müsste ich bei denen die aktuellen Batterien rausnehmen, und was
mache ich dann damit ^^
lg Falke
Hi,
an deiner Stelle würde ich versuchen, die restliche Energie in der
Batterie zu nutzen. z.B. mit einer solchen Schaltung:
http://www.bigclive.com/joule.htm
oder so:
Beitrag "Re: Gibt es eine Möglichkeint LEDs bei 1V zu betreiben"
Die umladen der Energie in Akkus verliert man leider wieder etwas,
deshalb lieber direkt die Energie aus der Batterie nutzen.
Batterien einfach in Serie, also hintereinander, schalten.
z.B:4*1,2V = 4,8V damit kann man schon einiges machen.
MfG Esko
Hi,
solche sachen mache ich eh schon eine Weile, aber jetzt geht es mir ja
grade darum, die Energie von mehreren fast leeren Zellen zu nutzen, um
eine andere wieder komplett aufzuladen ;-)
Aber die Seite mit der Mini-Lame ist cool, mach mich gleich ans werk ;-)
lg Falke
Weiß jemand einen Step-Up, der die Batterie optimal ausnützt (bis 0,5V
oder so)?
Der TPS61200 ist zwar ein Top Gerät, aber zum Löten nicht gerade sehr
Vorteilhaft ;-)
lg Falke
PR4401 0,50€ SOT-23
VCC während des Betriebs: 0.7 V bis 2.0 V
beim Anlauf: 0.9 V
Induktivität: 10 µH bis 22 µH
Durchschnittlicher LED-Strom bei 10 µH: 23 mA
bei 22 µH: 12 mA
Schaltfrequenz: 500 kHz
Typische Effizienz: 80%
Tmax im Betrieb: 85 °C
Abmessungen: 2,9mm x 1mm x 2,4mm
http://www.reichelt.de/?ARTICLE=78445;
Der PR4401 ist wirklich eine einfache Möglichkeit. Am Eingang noch ein
Keramik-C und die Spule schön nah an den Wandler. Die 0,9V sind
garantiert, manchmal läuft er auch weit drunter an.
Bezüglich der Wirtschaftlichkeit eine Kleine Rechnung:
Nehmen wir eine AA Alkaline Zelle mit 2Ah --> 3Wh/Zelle.
Bei einer Restladung von 10% sind das dann 0,3Wh.
Wenn du die Hälfte davon verwertest bist du gut. Damit sind wir bei
0,15Wh. Um auf 1€ "gesparte" Energiekosten zu kommen brauchst du bei
einem (unrealistisch hohen) Gesamtwirkungsgrad von 50%:
1000Wh / (2 * 0,15Wh/ Zelle) = 3333 Zellen.
Wahrscheinlich wird die mechanische Arbeit beim Einlegen der Zelle
größer sein als die "gewonnene" Energie. 3333mal Kurbeln wäre günstiger.
Dazu ist dies nicht der worst-case sondern wohwollend gerechnet.
Aber so könnte man dann auch zum Beispiel volle Zellen, die an einem
Kontakt schon oxydiert sind (und die man in kein anderes Gerät mehr
reinstecken würde) noch ausnützen, oder aber auch eine Solarzelle
reinhängen.
Das müsste doch auch gehen?
Ich rechne jetzt noch ein wenig "realistischer" ;-)
Wenn man aus einer herk. AA eine Leistung von 3Wh rausholen kann, und
man hat noch 0,15Wh eff. Verwertung die zurückbleibt, dann braucht man
"nur" 3/0,15 = 20 leere Zellen, um wieder eine volle zu bekommen. ;-))
schmunzel
Die Batterien eignen sich noch als Ballast fürs Segelschiff.
Ich schlage dir ein interessanteres Projekt vor:
Baue mit einem JFET und einem Peltierelement (befestigt zwischen zwei
Metallplatten, auf der oberen sitzt du mit deinem Hinterteil) einen
Stepup-Wandler. So kannst du Zucker in Licht wandeln, während du im
Internet surfst...
Gruß -
Abdul
Ich grab meinen Thread jetzt wieder mal aus ;-)
Ich habe jetzt diese Schaltung gefunden, um einzelne Batterien
auszunutzen.
Jetzt bräuchte ich nur noch eine Schaltung hinten dran, welche mir einen
Akku laden lässt.
Habt ihr irgendwelche Vorschläge, wie man das am Besten lösen kann?
MfG Falke
z.B. fertig so: 100-230V Ladegerät BC 700
Dann weiß man WAS man zusammenschalten könnte von der Kapazität her.
ELV-Artikel-Nr.: 68-690-75
Der Weltweit-Lader mit dem individuell wählbaren Ladeprogramm für jeden
Akku: Lädt, entlädt, frischt ältere oder länger gelagerte Akkus wieder
auf und testet die Kapazität Ihrer Akkus.
http://www.elv.de/Ladegerät-BC-700/x.aspx/cid_74/detail_10/detail2_14300/flv_1
Das BC700 hab ich eh schon auf meinem Schreibtisch stehen ;-)
Mir geht es darum, nicht verbrauchte Energie noch sinnvoll nutzen zu
können.
In einer normalen Batterie bleiben immerhin 45% Energie (bis 0V) zurück,
die einfach so weggeworfen werden (z.B. in einer Mono bleiben im Schnitt
12000mAh stecken).
Es ist mehr eine Spielerei, aber wenn man als Hobbyfotograf einen Haufen
halb leerer Batterien herumliegen hat, kanns schon ein nettes Ding
werden.
Und das mit dem wiederaufladen ist auch so ne Sache. Mir sind da schon
ein paar Batterien (Gott sei Dank in einer Testumgebung und nicht im
Gerät) ausgelaufen.
Falke schrieb:
> In einer normalen Batterie bleiben immerhin 45% Energie (bis 0V) zurück,> die einfach so weggeworfen werden (z.B. in einer Mono bleiben im Schnitt> 12000mAh stecken).
So ein Quatsch.
Die Entladekennlinie ist doch nicht linear, sondern fällt zum Ende hin
stark ab. Es bleiben bei 0,9V Entladeschlussspannung (bei Alkaline)
höchstens noch 10% der Ah übrig, multipliziert mit der geringeren
Spannung dürften das ca 5% der Energie sein.
Das Beispiel bezieht sich ja auf die Batterien, die ich hier zur Hand
habe, sprich 1.2 - 1,25V. (In der Schule sind die halt verschwenderisch,
kaum zeigt das Display in der Digitalkamera "Akku fast lehr" an, wird
ausgetauscht ;-) )
"Verschwenderisch" ist übertrieben, aber bei einer Restkapazität von 300
mAh meldet meine Kamera, daß Batterie leer ist. Das ist auch gut so! Bei
zu schwächlicher Batterie wird das Objektiv nicht nicht mehr eingefahren
oder Akkus bekommen eine schädliche Tiefentladung.