Hallo Leute,
habe hier eine knifflige Aufgabe.
All diese Spannungen: 5V, 11.4V, 20V und 26V
sollen in einem Fahrzeug zur verfügung stehen.
Habe jetzt leider keine Große erfahrung mit Schaltreglern.
Aber das wird sich nach diesem Projekt hoffentlich ändern ;)
Bei meinem ersten versuch die 20V bzw. 26V zu erzeugen, habe ich einen
LM2577-ADJ genommen, leider lief der bei schwankender Eingangsspannung
nicht sehr stabil, so das ich mir nicht weiter zu helfen wusste als
einen 7805 davor zu klemmen, da beim Start die Spannung auch schon mal
auf 9V abfallen kann und ich der meinung war das dann ein LM7810 nicht
mehr so wirklich funzt.
Das ganze Konstrukt kann man jetzt mehr als Heizung nehmen wie als
Spannungsversorgung. Die 5V habe ich ganz Konventionell mit einem LM7805
zur verfügung gestellt. Nun kamen heute die Kollegen zu mir mit der
Bitte auch noch 11,4 V zur verfügung zu stellen. Dazu hatte ich jetzt
dem LM317 im Hinterkopf, aber auch wieder das Problem der schwankenden
Eingangsspannung.
Das ganze ist für irgendwelche Messwertaufnehmer so weit ich weiss und
man hat mir gesagt das die nur einige mA brauchen, so in der
Größenordnung um die 25-50mA.
Und da ich nicht schon wieder eine Heizung bauen wollte, dachte ich, ich
frag da ma wen mit Erfahrung ;)
LG Chris
>Bei meinem ersten versuch die 20V bzw. 26V zu erzeugen, habe ich einen>LM2577-ADJ genommen, leider lief der bei schwankender Eingangsspannung>nicht sehr stabil,
Den miesen Aufbau würde ich gerne mal sehen. Wahrscheinlich
viel zu kleine oder ungeeignete Kondensatoren vor dem Regler.
>so das ich mir nicht weiter zu helfen wusste als>einen 7805 davor zu klemmen,
Oh mein Gott;)
Chris schrieb:> habe hier eine knifflige Aufgabe.
Naja, so schwierig ist das ja nun auch wieder nicht.
> All diese Spannungen: 5V, 11.4V, 20V und 26V
Wichtig ist vor allen, welche Ströme bei den einzelnen Spannungen
gefordert werden. Für grosse Ströme nimmt man Schaltregler, für
kleine Linearregler. Als erstes einen 7805 zu setzen ist auf jeden
Fall falsch.
Gruss
Harald
Harald Wilhelms schrieb:> Wichtig ist vor allen, welche Ströme bei den einzelnen Spannungen> gefordert werden.
so wie ich das weiss sind das durchgehend <100mA
Harald Wilhelms schrieb:> Naja, so schwierig ist das ja nun auch wieder nicht.
liegt die Schwankung des Reglers also nur an der zu geringen
Eingangsbeschaltung? Also mangelnde Kondensatoren etc.pp ?
Habe damals den LM2577 strikt nach datenblatt aufgebaut.
Also ist vor dem Eingang lediglich ein 0,1µF Kondensator und am Ausgang
der 680µF Elko.
LG
Also gut für die 5V weiterhin den 7805, der läuft auch sehr Stabil.
Und da ich meines erachtens überall kleine Ströme habe, suche ich mir
jezt für alles Linearregler? Gibts die denn überhaupt als
Aufwärtswandler? Habe eben mal gegooglet aber nichts gefunden.
Harald Wilhelms schrieb:> Als erstes einen 7805 zu setzen ist auf jeden> Fall falsch.
Ja das dacht ich mir schon ;) darum auch der Beitrag hier.
LG Chris
Chris schrieb:> Habe damals den LM2577 strikt nach datenblatt aufgebaut.> Also ist vor dem Eingang lediglich ein 0,1µF Kondensator und am Ausgang> der 680µF Elko.
Oha. Die übliche KFZ-Vorbeschaltung weggelassen?
Dann kann das nichts werden.
Eingangsdrossel, Suppressor, Diode, 2x470µF+100nF (im Strompfad), LM2577
...
Der Aufbau nach Datenblatt ist für eine gute Stromversorgung mit
niedriger Impedanz. Für nen Prototypen im Auto würd ich da nicht mit
Kondensatoren geizen und evtl. noch ein paar mF drauflegen.
Den 7805 hättest du vmtl. weglassen können. Entscheiden waren da wohl
die zusätzlichen Kapazitäten drumrum.
Stephan
Danke für den Tipp :)
Wie berechne ich denn die Eingangsdrossel?
Geht die hier als Supressor? "P6KE18CA"
Wo ich gerade nicht weiss wie ich es machen soll, sind die 11,4V
denn bei den üblichen 12-13,8V brauch ich einen Step-Down und bei 9V
einen StepUp oder kann man das in etwa so lösen:
Batt-----Diode---Elko---LM317--->
so das man sich die nötige Spannung Kurz zwischenspeichert wobei ich
jetzt die Zeit in der das Bordnetz <10V ist nicht kenne und das auch
stark von der Motor/Anlasser/Batterie/Temperatur Kombination abhängt.
LG
Chris schrieb:> so wie ich das weiss sind das durchgehend <100mA> Also gut für die 5V weiterhin den 7805,
Ja, da ist das sinnvoll. Für die 26V einen Stepup direkt von der
Eingangsspannung. Die 20V und die 11V von dort aus mit
Linearreglern (LM317). Und man darf im KFZ natürlich nicht die
Schutzbeschaltung gegen Störimpulse vergessen! Siehe DSE-FAQ.
Gruss
Harald
>Wie berechne ich denn die Eingangsdrossel?
Gar nicht. Dickes Ding reinsetzen was für deinen Strom reicht.
>Wo ich gerade nicht weiss wie ich es machen soll, sind die 11,4V>denn bei den üblichen 12-13,8V brauch ich einen Step-Down und bei 9V>einen StepUp oder kann man das in etwa so lösen:>Batt-----Diode---Elko---LM317--->
Schachsinn. Du machst dir doch schon 26V. Hol dir die 11.4V
durch Step down da wieder raus.
Chris schrieb:> Und da ich meines erachtens überall kleine Ströme habe, suche ich mir> jezt für alles Linearregler? Gibts die denn überhaupt als> Aufwärtswandler?
und den Fachkräftemangel gibt es doch!
>und den Fachkräftemangel gibt es doch!
Sieht wohl so aus;)
Ich möchte nicht in dem Auto sitzen wo der Typ
die Stromversorgung für irgendeine Schaltung entwickelt hat.
holger schrieb:>>und den Fachkräftemangel gibt es doch!>> Sieht wohl so aus;)>> Ich möchte nicht in dem Auto sitzen wo der Typ> die Stromversorgung für irgendeine Schaltung entwickelt hat.
Ihr seid also schon mit nem Prof.Dr.Ing auf die Welt gekommen?!
Und wisst nun über alles bescheid?
Wenn ihr nicht sachlich helfen wollt, dann lasst doch solche Komentare
und Postet damit nicht den Beitrag voll.
Ich persönlich würde nie jemanden, der:
1. seinen eigenen Fehler erkannt hat,
2. sein (noch)mangelndes Wissen auf diesem Gebiet zugibt und
3. Es hier der welt mitteilt um sich helfen zu lassen
fertig machen...
LG
Wenn du jetzt noch eine Verpolschutzdiode für die 12V einbaust
könnte das sogar funktionieren. Ohne wohl auch aber man weiss
ja nie wer das anschliesst.
Kühlkörper für IC3 und IC1 könnte hilfreich sein.
Chris schrieb:> Habe das hier:> http://www.lothar-miller.de/s9y/categories/39-Verpolschutz gefunden. und> letztere Lösung eingebaut. Dachte mir das ist besser um nicht noch mehr> Verluste zu erzeugen.>> LG Chris
Verpolschutz ist NTH, für nen Prototypen eher belanglos. (In der Arbeit
ggf. als Option aufführen)
Was funkional fehlt ist die Diode zwischen Suppressor und Kondensatoren.
Die "+12V" an den Kondensatoren sind auch von Grund auf falsch, die
liegen an den Eingangsklemmen an aber nicht nach L+D (neu).
Ich würde die Regler kaskadieren (11.4V an Ausgang 20V-Regler, etc.).
Chris schrieb:> Ihr seid also schon mit nem Prof.Dr.Ing auf die Welt gekommen?!
Ich nicht, aber würdest Du dich als Fachkraft für die Aufgabe
bezeichnen?
Stephan
Stephan schrieb:> aber würdest Du dich als Fachkraft für die Aufgabe> bezeichnen?
habe ich auch nie behauptet. Abgesehen davon hätte ich sonst so ein
Thema eröffnet. Spannungsversorgung und Aufbereitung war halt noch nie
Thema und daher eher nebensächlich, meistens hats ein 78xx getan und das
wars auf dem Gebiet. Aber ich lerne immer wieder gerne was dazu.
Stephan schrieb:> Ich würde die Regler kaskadieren (11.4V an Ausgang 20V-Regler, etc.).
Um die Verluste geringer zu halten ?!
Hoffe das mit der Diode war so gemeint?
LG Chris
Chris schrieb:> habe ich auch nie behauptet.
Nö. Passt für mich schon. Ich kann die Kommentare aber durchaus
verstehen.
Fahrzeug=Auto > Sicherheitskritisch; Kollegen > Firma
Das geht dann ja gar nicht gegen dich. Ich wünsch mir da auch, dass in
den Firmen ein erfahrener Entwickler die Sachen betreut.
Chris schrieb:>> Ich würde die Regler kaskadieren (11.4V an Ausgang 20V-Regler, etc.).>> Um die Verluste geringer zu halten ?!
Verteilen, nicht verringern. Bei z.B. halber Leistung darf die
Gehäusetemperatur deutlich höher liegen. Übern Daumen langt dann 1/4 des
Kühlkörpers.
Aber: hilft hier nur wenn die Spannungen nicht für gleichzeitige
Belastungen ausgelegt werden müssen. Ansonsten bekommt der 20V-Regler
(200mA, 1.2W) fast soviel Verlustleistung ab wie der 11.4V-Regler
(100mA, 1.5W) direkt an den 26V.
> Lass es wie du es hast.
Ich hatte gedanklich auch den 5V-Regler aus den 26V versorgt. Geht vmtl.
auch so.
Statt 7805 lieber nen Low-Drop-Regler. 5V+2,5V+0,7V = 8,2V ist beim
Anlassen knapp.
Vor den 11,4V-Regler evtl. nen 100Ohm/2W-Drahtwiderstand (für 100mA
Ausgangsstrom) + 10..47µF. 1W-Verlustleistung werden für den Widerstand
erst bei Gehäuse-Innentemperaturen um 200°C eng.
Bei 70°C Innentemperatur und TO220-Regler gehen 0,5W normalerweise noch
ohne Kühlkörper. Für 1,5W brauchts nen KK mit ca. 20K/W (so 20*25*8mm).
Für die Betrachtungen musst du aber als erstes die Ströme festlegen.
Stephan
Wenn die Spannungen über ein Trimmpoti eingestellt werden müssen,
solltest Du einen Festwiderstand mit dem Poti in Reihe schalten:
präzisere und stabilere Einstellung. Die Werte müssen natürlich
angepasst werden.
Gruß Dietrich
Der Verpolschutz ist etwas suboptimal. Im KFZ nie etwas in die
Masseleitung packen. Denn dein Kollege mit seiner Meßtechnik möchte
bestimmt keine Spannung zwischen seinem "Minus" und dem Blech.
Und noch ein Hinweis: Im Kaltstart fällt die Batteriespannung gern unter
6V. Meßprofis haben im KFZ immer eine zweite Batterie nur für die
Meßtechnik. Die wird erst parallel zur "richtigen" Batterie geschaltet,
wenn der Generator aktiv ist. Zu dem Zweck gibt es fertige Relais. Die
Wohnmobil Fahrer nutzen ähnliches.
Georg G. schrieb:> Meßprofis haben im KFZ immer eine zweite Batterie nur für die> Meßtechnik. Die wird erst parallel zur "richtigen" Batterie geschaltet,> wenn der Generator aktiv ist.
Ist bei uns auch der Fall die Schaltung dazu habe ich schon fertig.
Die Zweite Batterie versorg ausschließlich das Messequipment und wird
erst bei erkennen der Ladespannung um die 13,8V zugeschaltet, sobald der
Motor abgestellt wird, wird die Batterie wieder vom Bordnetz getrennt
und das Messequipment wird über einen einstellbaren Nachlauf
abgeschaltet.
Allerdings weiss ich nicht ob die entsprechenden Kollegen das auch so
machen,
da das Laderelais mit Nachlauf für eine andere Abteilung gabaut wurde.
Und mir mittgeteilt wurde, dass das alles auch bei 9V noch gehen soll.
Georg G. schrieb:> dein Kollege mit seiner Meßtechnik möchte> bestimmt keine Spannung zwischen seinem "Minus" und dem Blech
Stimt, daran hatte ich gar nicht gedacht.
Habe den Mosfet wieder entfernt
Stephan schrieb:> Verteilen, nicht verringern
so wars gemeint, da dann der nachfolgende Regler weniger verbraten muss,
aber wie du ja auch schon geschrieben hast kann das auch das gegenteil
bewirken, wenn dadurch der vorgeschaltete Regler mehr belastet wird,
denn die Spannungen sind für eine gleichzeitige belastung.
Stephan schrieb:> Statt 7805 lieber nen Low-Drop-Regler
Habe mal geschaut und bei Reichelt den L4949V5 gefunden.
Stephan schrieb:> Vor den 11,4V-Regler evtl. nen 100Ohm/2W-Drahtwiderstand (für 100mA> Ausgangsstrom) + 10..47µF.
Ich werde mir am Montag noch mal alle Infos geben lassen, zu Jeder
Spannung bei welchem Strom.
LG Chris
Hallo Leute,
habe das ganze jetzt fertig aufgebaut.
Leider habe ich jetzt das Problem das der StepUp-Wandler kein bischen
aufwärtswandelt.... habe mal 12V an den eingang gelegt und den Poti des
StepUp-Wandlers voll aufgedreht, bekomme aber lediglich max. 10V raus.
Kann das an der Spule liegen? Habe 150µH, vorher waren es 100µH. Jetzt
habe ich mal das Datenblatt durchforstet und ja hätte ich vorher mal so
weit geblättert... ein Rechenbeispiel gefunden, demuzufolge es so 470µH
sein müssten. Was mich nur wundert, warum hat es vorher mit nur 100µH
Funktioniert?
LG Chris