Hallo,
ich bin gerade beim aufbau eines kleinen Verstärkers mit einem TDA2002.
Nun habe ich die Schaltung wie im Anhang augebaut, jedoch ist die
qualität sehr schlecht, schon ab geringer Lautstärke.
Nun ist meine Frage, ob jemand von auch noch Verbesserungsvorschläge
hat,
mit denen die Qualität steigt.
Mfg
Sebastian Neusch
Der integrierte Verstärker TDA2002 wurde ursprünglich als
Lautsprecherverstärker in Autoradios entwickelt. Mit 5W Max an 4
Ohm..kannst nicht viel erwarten.
Sebastian N. schrieb:> Nun ist meine Frage, ob jemand von auch noch Verbesserungsvorschläge> hat,> mit denen die Qualität steigt.
Anderes IC, zB LM3886
>ich bin gerade beim aufbau eines kleinen Verstärkers mit einem TDA2002.>Nun habe ich die Schaltung wie im Anhang augebaut, jedoch ist die>qualität sehr schlecht, schon ab geringer Lautstärke.
Der TDA2002 ist leider für seine miserable Klangqualität "berühmt". Als
er vor etlichen Jahrzehnten auf den Markt kam, war er eine Sensation.
Heute gibt es erheblich bessere Modelle.
>Aber wo bekomme ich den LM3886 her ich habe nur den conrad* und kükra zur>vefügung und dort finde ich diesen nicht.
Du mußt nicht den LM3886 nehmen. Jeder andere als der unsägliche TDA2002
ist besser...
Bevor Du einen anderen Chip kaufst vergrößere erst mal den C6 auf
2.2000µF.
Ich nehme an das der Verstärker, wegen Einbruch der Stromversorgung,
Klipping macht.
Grüße Löti
Sebastian N. schrieb:> 12V aus einem Netzteil mit 8,5A die habe ich gleich gerichtet und und> mit nem 1500µF geglätte habe
Falls du irgendwo einen Oszi auftreiben kannst, schau dir mal die
Versorgungsspannung an, ob sie einigermaßen glatt ist, oder spendier
noch 4700µ.
Na ja, bei einen Stereoverstärker und 8 Ohm Lautsprechen benötigt er
einen 4.700µF Ladeelko*, wie vom occiR beschrieben, bei 4 Ohm 10.000µF
und bei 2 Ohm 15.000µF.
Die Werte für C4 sind: 8 Ohm 470µF, 4 Ohm 1.000µF, 2 Ohm 2.200µF.
Grüße Löti
*Bei passenden Ladeelko kann C6 bei jeweils 100µF bleiben da er nur noch
die Induktivität der Stromversorgungsleitungen ausgleichen muß.
Masseführung, Foto (max 1MB,scharf, viiel Licht).
Auch wenn es natürlich weit fortgeschrittenere Verstärkerschaltkreise
gibt, sollte auch ein TDA2002 einen "guten Klang" produzieren.
Wenn bei Dir "schlecht klingt", wird Hochfrequenz im Spiel sein.
Die Verstärkung herabzusetzen, ist da eher kontraproduktiv.
Den herausretuschierten Gegenkopplungszweig vom PIN4 zum PIN2 würde ich
schon weider mit aufnehmen. Die Betriebsspannung direkt an den PIN3
heranführen. Die Lautsprecherleitung auch ganz dicht am PIN3 anlöten und
den Schirm vom Eingangskabel auch dort am PIN3 festlöten. Dort in
unmittelbare Nähe deinen C6, den anderen Pol von C6 direkt an PIN5.
parallel dazu einen 100n (C7 hier).
Axelr.
Auch wenn 5Watt nicht die Welt sind, sollte das schon ganz gut gehen.
Also erst mal danke für die vielen antworten.
Ich habe de Schaltplan so bekommen. welchen wiederstandswert sollte ich
wählen und welchen Kondensator als Gegenkopplung??
Ich fasse nochmal zusammen:
1. Gegenkopplungszweig
2. C4 470µF
Im Anhang findest Du den original Schaltungsvorschlag für den TDA2002/3
aus den Datenblatt und da die Angaben für die fehlenden Rx und Cx.
Den Ladekondensator solltest Du aber auch wie vorgeschlagen
dimensionieren.
Grüße Löti
Kai Klaas schrieb:>>ich bin gerade beim aufbau eines kleinen Verstärkers mit einem TDA2002.>>Nun habe ich die Schaltung wie im Anhang augebaut, jedoch ist die>>qualität sehr schlecht, schon ab geringer Lautstärke.>> Der TDA2002 ist leider für seine miserable Klangqualität "berühmt". Als> er vor etlichen Jahrzehnten auf den Markt kam, war er eine Sensation.> Heute gibt es erheblich bessere Modelle.
In welcher Art äußert sich denn die schlechte Qualität? Und mich würde
auch interessieren, was damals die Sensation war? Rein aus Interesse,
nicht zum Stänkern.
> In welcher Art äußert sich denn die schlechte Qualität?
Der 2002 hatte bei 5 Watt an 4 Ohm einen Klirrfaktor von 10%.
> Und mich würde auch interessieren, was damals die Sensation war?
Die Einfachheit der Grundbeschaltung des TDA2002.
Grüße Löti
>In welcher Art äußert sich denn die schlechte Qualität? Und mich würde>auch interessieren, was damals die Sensation war? Rein aus Interesse,>nicht zum Stänkern.
Der TDA2002 kam in einem sehr kleinen Gehäuse mit elektrisch isolierter
Kühlfahne daher, war gegen Überspannung, Kurzschlüssen und
Übertemperatur geschützt und brauchte nur sehr wenige Bauteile, um zum
Laufen gebracht zu werden. Er hatte eine SOAR-Schutzschaltung und konnte
immerhin 1,6R Lasten treiben, sodaß selbst mit geringer
Versorgungsspannung ordentliche Lautstärken erzielt werden konnten.
Nachteilig waren die schlechte Betriebsspannungsunterdrückung und die
hohen Verzerrungen. Laut Datenblatt waren es typisch 0,2% bei 1kHz im
Bereich 0,05W...3,5W an 4R. Die TDA2002 streuten aber enorm und es gab
viele Exemplare die hörbar deutlich stärker klirrten. Durch die enormen
Klirrverzerrungen gab es auch hohe Intermodulationsverzerrungen, sodaß
bei höheren Laustärken der Klang sehr verwaschen war. Aufgrund der
kleinen Kühlfahne des TDA2002 ging der Verstärker bei größeren
Verlustleistungen schnell in die thermische Abregelung, was den Klang
dann vollends ruinierte.
Ein andere Schwachstelle war der sehr früh einsetzende SOAR-Schutz, der
bei kritischen Lautsprechern schnell aktiv wurde und sehr laute
kratzende Geräusche verursachte. Dies geschah um so früher, je näher der
TDA2002 der thermischen Abregelgrenze kam. Wenn man laute Musik hören
wollte, war man also immer mit den Fingern am Lautstärkeregler und hat
"nachjustiert".
Der TDA2002 ist dann bald durch den TDA2003 ersetzt worden, der ein
wenig verbessert war.
Sehr interessant. Könnte stundenlang zuhören.
Das wäre doch mal ein Buch, die Geschichte des TDA2000.
Hier noch etwas von meiner FP:
http://www.idea2ic.com/LM383/index.html
Kohlepapier um Power-BJTs onchip zu designen.