Verstärker mit TDA2002 Verbesserungen

Gast #3376082
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Hallo,

ich bin gerade beim aufbau eines kleinen Verstärkers mit einem TDA2002.
Nun habe ich die Schaltung wie im Anhang augebaut, jedoch ist die 
qualität sehr schlecht, schon ab geringer Lautstärke.

Nun ist meine Frage, ob jemand von auch noch Verbesserungsvorschläge 
hat,
mit denen die Qualität steigt.

Mfg

Sebastian Neusch
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#3376113
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>ich bin gerade beim aufbau eines kleinen Verstärkers mit einem TDA2002.
>Nun habe ich die Schaltung wie im Anhang augebaut, jedoch ist die
>qualität sehr schlecht, schon ab geringer Lautstärke.

Der TDA2002 ist leider für seine miserable Klangqualität "berühmt". Als 
er vor etlichen Jahrzehnten auf den Markt kam, war er eine Sensation. 
Heute gibt es erheblich bessere Modelle.
#3376163
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Na ja, bei einen Stereoverstärker und 8 Ohm Lautsprechen benötigt er 
einen 4.700µF Ladeelko*, wie vom occiR beschrieben, bei 4 Ohm 10.000µF 
und bei 2 Ohm 15.000µF.

Die Werte für C4 sind: 8 Ohm 470µF, 4 Ohm 1.000µF, 2 Ohm 2.200µF.

Grüße Löti

*Bei passenden Ladeelko kann C6 bei jeweils 100µF bleiben da er nur noch 
die Induktivität der Stromversorgungsleitungen ausgleichen muß.
Gast #3376170
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Masseführung, Foto (max 1MB,scharf, viiel Licht).
Auch wenn es natürlich weit fortgeschrittenere Verstärkerschaltkreise 
gibt, sollte auch ein TDA2002 einen "guten Klang" produzieren.
Wenn bei Dir "schlecht klingt", wird Hochfrequenz im Spiel sein.
Die Verstärkung herabzusetzen, ist da eher kontraproduktiv.

Den herausretuschierten Gegenkopplungszweig vom PIN4 zum PIN2 würde ich 
schon weider mit aufnehmen. Die Betriebsspannung direkt an den PIN3 
heranführen. Die Lautsprecherleitung auch ganz dicht am PIN3 anlöten und 
den Schirm vom Eingangskabel auch dort am PIN3 festlöten. Dort in 
unmittelbare Nähe deinen C6, den anderen Pol von C6 direkt an PIN5. 
parallel dazu einen 100n (C7 hier).

Axelr.

Auch wenn 5Watt nicht die Welt sind, sollte das schon ganz gut gehen.
Gast #3376182
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Also erst mal danke für die vielen antworten.

Ich habe de Schaltplan so bekommen. welchen wiederstandswert sollte ich 
wählen und welchen Kondensator als Gegenkopplung??

Ich fasse nochmal zusammen:
1. Gegenkopplungszweig
2. C4 470µF
Persönliche Seite #3376739
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Kai Klaas schrieb:
>>ich bin gerade beim aufbau eines kleinen Verstärkers mit einem TDA2002.
>>Nun habe ich die Schaltung wie im Anhang augebaut, jedoch ist die
>>qualität sehr schlecht, schon ab geringer Lautstärke.
>
> Der TDA2002 ist leider für seine miserable Klangqualität "berühmt". Als
> er vor etlichen Jahrzehnten auf den Markt kam, war er eine Sensation.
> Heute gibt es erheblich bessere Modelle.

In welcher Art äußert sich denn die schlechte Qualität? Und mich würde 
auch interessieren, was damals die Sensation war? Rein aus Interesse, 
nicht zum Stänkern.
#3376837
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>In welcher Art äußert sich denn die schlechte Qualität? Und mich würde
>auch interessieren, was damals die Sensation war? Rein aus Interesse,
>nicht zum Stänkern.

Der TDA2002 kam in einem sehr kleinen Gehäuse mit elektrisch isolierter 
Kühlfahne daher, war gegen Überspannung, Kurzschlüssen und 
Übertemperatur geschützt und brauchte nur sehr wenige Bauteile, um zum 
Laufen gebracht zu werden. Er hatte eine SOAR-Schutzschaltung und konnte 
immerhin 1,6R Lasten treiben, sodaß selbst mit geringer 
Versorgungsspannung ordentliche Lautstärken erzielt werden konnten.

Nachteilig waren die schlechte Betriebsspannungsunterdrückung und die 
hohen Verzerrungen. Laut Datenblatt waren es typisch 0,2% bei 1kHz im 
Bereich 0,05W...3,5W an 4R. Die TDA2002 streuten aber enorm und es gab 
viele Exemplare die hörbar deutlich stärker klirrten. Durch die enormen 
Klirrverzerrungen gab es auch hohe Intermodulationsverzerrungen, sodaß 
bei höheren Laustärken der Klang sehr verwaschen war. Aufgrund der 
kleinen Kühlfahne des TDA2002 ging der Verstärker bei größeren 
Verlustleistungen schnell in die thermische Abregelung, was den Klang 
dann vollends ruinierte.

Ein andere Schwachstelle war der sehr früh einsetzende SOAR-Schutz, der 
bei kritischen Lautsprechern schnell aktiv wurde und sehr laute 
kratzende Geräusche verursachte. Dies geschah um so früher, je näher der 
TDA2002 der thermischen Abregelgrenze kam. Wenn man laute Musik hören 
wollte, war man also immer mit den Fingern am Lautstärkeregler und hat 
"nachjustiert".

Der TDA2002 ist dann bald durch den TDA2003 ersetzt worden, der ein 
wenig verbessert war.

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