Die Gate-Treiber sind bestenfalls knorrig, aber nicht elektronisch.
Gate-Ladung muss nicht nur herausgezogen, sondern auch hineingedrückt
werden. 330Ohm sind schon ein ziemlicher Brocken, wenn du fix mal einen
ganzen Ampere brauchst.
Warum deine Induktivität symmetrisch betrieben wird, kann ich nicht
sagen, die sättigt mit Sicherheit (weil die Bauteile zwar symmetrisch im
Schaltplan liegen, aber sicher in der realen Welt an Asymmetrien
leiden).
Die Topologie habe ich noch nicht ganz verstanden, vielleicht erhellst
du alle da ein bisschen, denn Gegentakt-Fluss-Wandler sehen anders aus.
Es könnte auch stark sein, dass die Totzeit der MOSFETs nicht
eingehalten wird und wenn ich nicht irre, nutzt die elektrische wie
magnetische Verbindung der beiden (Teil-) Induktivitäten dann gar
nichts. (Weil die Treiberstufe es nicht bringt.)
Wenn du einen kleinen Strom aber hohe Spannung brauchst, solltest du
einen Flyback einsetzen. Gegentakt ist natürlich auch möglich, dann
tendiere ich aber zur Kondensatorsymmetrierung (vgl. Schmidt-Walter oder
Herr Rehrmann).
Vielleicht genügt dir auch nur etwas Spannung und du probiest eine
Ladungspumpe. Das ist für den Einstieg weniger komplex. Ansonsten rate
ich zu einem Oszilloskop und der Betrachtung der beiden Gate-Potenziale
sowie dem »Gewackel« am Schaltknoten.