-5V bei AT Mainboard

Gast #5348617
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Rufus Τ. F. schrieb:
> guter Rat schrieb:
>> Für die RS232 Schnittstelle (COM Port).
>
> Nein. Die brauchen +12V und -12V.

Nicht unbedingt.
+-3V sind als Eingangsempfindlichkeit definiert. Also <-3V = LOW; >+3V = 
HIGH.

+-5V zu verwenden ist also durchaus eine Option. +-12V sind aber auch 
möglich.

Einige Tranceiver arbeiten in dem Bereich +-5V. Beispiel:
https://www.exar.com/ds/sp3221e.pdf

"Output-Voltage swing : +-5,4V (typisch)"

Da klingt die -5V-Theorie durchaus plausibel. Zumindest ist es technisch 
möglich.
Gast #5348623
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Ulf schrieb:
> Hallo,
>
> kann mir einer sagen wofür die -5V bei einem AT Mainboard benötigt
> werden?
>
> MfG

IBM XT technical reference: "The -5 Vdc level is used for analogue 
circuits in the diskette adapter's phase-lock loop. the +12 Vdc and -12 
Vdc are used for powering the Electronic industries Association (EIA) 
drivers for the communication adaptors."

In der IBM AT technical reference finden sich keine Hinweise.
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #5348700
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A. K. schrieb:
> Die -5V gab es bereits bei den 8-Bit Vorgängermodellen und die hatten
> den gleichen Stromversorgungsanschluss mitsamt der -5V.

Z.B. benötigt der früher durchaus sehr verbreitete Intel 8080 +5V, -5V, 
+12V. Erst der 8085 kam mit +5V aus. Die obigen drei Spannungen waren 
auch für dynamische RAMs mit 16KBit gebräuchlich. Es gab aber auch RAMs 
mit +16V (Intel 1103) und Prozessoren mit +5V und -7V (SC/MP INS8050); 
diese wurden aber sicherlich nicht in Desktop-Computer unr Terminals von 
IBM eingebaut.
#5348737
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Soweit ich erkennen kann hat dank 64Kx1 DRAMs auch der PC/XT die -5V 
nicht selbst auf dem Systemboard verwendet. Die wurden aber auf manchen 
Steckkarten genutzt, wie der 32KB/64KB Memory Expansion Option mit 
4116/4132 DRAMs drauf. Da alte Karten auch im AT einsetzbar sein 
sollten, hatte der auch die Spannung zu liefern.
Gast #5348791
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A. K. schrieb:
> Soweit ich erkennen kann hat dank 64Kx1 DRAMs auch der PC/XT die -5V
> nicht selbst auf dem Systemboard verwendet. Die wurden aber auf manchen
> Steckkarten genutzt, wie der 32KB/64KB Memory Expansion Option mit
> 4116/4132 DRAMs drauf. Da alte Karten auch im AT einsetzbar sein
> sollten, hatte der auch die Spannung zu liefern.

Falls es noch mal jmd. juckt,


IBM PC AT Prototype Adapter, inkl. layout.

http://minuszerodegrees.net/oa/OA%20-%20IBM%20PC%20AT%20Prototype%20Adapter.pdf


----
IBM 5170  -  Documentation Pointers
An Introduction to the AT

http://minuszerodegrees.net/5170/doco/5170_documentation.htm
Gast #5348823
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Danke für die zahlreichen Antworten.

in meinem Fall ist ein Intel 486 Prozessor eingebaut. Ist ein Industrie 
PC Gehäuse und die -5V sind bei der Spannungsversorgung nicht 
angeschlossen.

Würden die bei den 486 Prozessoren noch für irgendwas verwendet?

MfG
#5348830
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Ulf schrieb:
> Würden die bei den 486 Prozessoren noch für irgendwas verwendet?

Thread gelesen?

Dem Prozessor war das schon beim allerersten IBM PC schnuppe, der 8088 
war mit +5V völlig zufrieden, und alles ab PC/XT verwendete die -5V 
nicht mehr auf dem Mainboard. Aber manche Steckkarten nutzten das.

Wenn du in einen 486-PC mit ISA-Slot eine Karte von anno dunnemal 
reinsteckst, die -5V verwendet, dann gehts nicht ohne. Andernfalls 
wahrscheinlich schon.
(Firma: Funkenflug Industries) #5349104
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Also ich hab seinerzeit einen P55C (200Mhz MMX... WOOW) in mein Auto 
eingebaut, um damit MP3's abspielen zu können. Das waren noch Zeiten wo 
das encoden von MP3's 10 Minuten mit einem ziemlich leistungsstarken 
Rechner gedauert hat und das Abspielen auf dem P200 MMX satte 90% seiner 
CPU-Zeit verbrauchte.

Bei diesem Rechner waren die -12V und -5V für den Betrieb des Rechners 
ansich nicht notwendig, aber die VGA-Schnittstelle erforderte die -12V 
und für den Sound brauchte man auch -5V. Verdammt, war nichts mit dem 
Einsparen und ich mußte mein selbstgebautes Netzteil entsprechend 
anpassen. War zum Glück nicht allzu schwer, die 12V gabs sowieso schon 
aus dem Wandler, mußte nur zwei Dioden und die Drossel um die negative 
Wicklung ergänzen. Von -12V auf -5V gabs einen kleinen 7905, da wurde 
zum Glück kaum Strom benötigt.
Gast #5349256
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Ben B. schrieb:
> ich mußte mein selbstgebautes Netzteil entsprechend
> anpassen. War zum Glück nicht allzu schwer, die 12V gabs sowieso schon
> aus dem Wandler, mußte nur zwei Dioden und die Drossel um die negative
> Wicklung ergänzen

-5V sind schon lange Zeit Geschichte, aber die -12V dürfen eigentlich 
nicht fehlen. Es gibt natürlich ungenormte Netzteile, besonders für 
spezielle Mainboards in Kompaktrechnern, die man oft sowieso nicht 
erweitern kann. Manche haben nur noch eine Spannung.

Es kann natürlich sein, nachdem serielle Anschlüsse ausgestorben sind, 
dass die -12 V den -5 V auf ihrem Weg folgen.

Georg

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