Habe kürzlich ein Fluke 179 Multimeter erstanden (ab 370€).
Kaum im Einsatz ist schon der 400mA Strommeßbereich defekt.
Bei der Geräte-Öffnung trifft mich der Schlag: Der Meßbereich
ist doch tatsächlich "nur" mit einer Schmelzsicherung, dafür
aber einer der absoluten Luxus-Klasse abgesichert (siehe Bild)!
Die ist wie man sieht ein erheblicher Kostenfaktor- der kleine
400er Messbereich ist im Hobby schnell mal durch.
Frage: Gibt es in dieser Multimeter-Preisklasse keine
intelligentere (rückstellbare) Absicherung?
Die kostengünstigste Variante ist, die Sicherung gar nicht erst zu
zerstören.
> der kleine 400er Messbereich ist im Hobby schnell mal durch.
Das ist mir in meiner gesamten Lebenszeit erst ein einziges Mal
passiert.
Robert schrieb:> Frage: Gibt es in dieser Multimeter-Preisklasse keine> intelligentere (rückstellbare) Absicherung?
Mit etwas Alu-Folie … oder Lametta vom Weihnachtsbaum ( aber bitte
bleifrei, wegen der Gesundheit! ) kannst Du so ne Sicherung ganz leicht
„reparieren“
Robert schrieb:> Frage: Gibt es in dieser Multimeter-Preisklasse keine> intelligentere (rückstellbare) Absicherung?
Frage:
Warum misst man im 400mA Strommessbereich eine Stromquelle die
offenkundig deutlich höheren Strom durchschickt ?
Meine Messgerätesicherungen sind noch alle heile.
Eine superflinke Messgerätesicherung mit ca. 440mA (nämlich 500mA) und
1000V DC/AC gibt es auch billiger:
https://www.ebay.de/itm/384156282904
Ok, steht kein Trennvermögen dabei, ich würde 10000A erwarten, aber bei
der Bussmann stand auch nix in der Artikelbeschreibung. Man müsste bei
beiden wohl ins Datenblatt gucken.
Robert schrieb:> Frage: Gibt es in dieser Multimeter-Preisklasse keine> intelligentere (rückstellbare) Absicherung?
Wenn du vorhast, die öfter zu zerstören, gibt's bei Digikey&Co bestimmt
ein günstiges 100er Pack.
Du könntest die defekte Sicherung nutzen und dir nen Adapter für
billigere daraus bauen, falls du erwartest dass das öfters passiert.
Wenn du drauf verzichtest Ströme bei hohen Spannungen zu messen, geht
das. Darfst halt nur nicht auf die Idee kommen dort eine Standard 5x20
Sicherung einzubauen und erwarten dass die dann sicher 1000 V trennt.
Damit würdest du dir das teure Instrument zerstören. Entweder durch die
Explosion der Sicherung durch herumfliegende Teile falls die Messquelle
ordentlich nach schiebt oder durch den dann entstehenden Lichtbogen oder
durch den zu hohen Strom, der einfach im Lichtbogen weiter fließt.
MaWin schrieb:>> von MaWin (Gast)17.12.2021 12:50>> Welcher Spinner war das wieder.. (ich ahne es, mit wem gab es Streit..).
Vermutlich wieder einer der vielen MaWins die Probleme damit haben sich
einfach anzumelden um sich dann anschließend aufzuregen.
Robert schrieb:> Frage: Gibt es in dieser Multimeter-Preisklasse keine> intelligentere (rückstellbare) Absicherung?
Die von Fluke verbaute Sicherung trennt auch dann noch sauber, wenn Du
mal versehentlich den Kurzschlußstrome einer 700 V - Elektroautobatterie
misst. Oder zwischen zwei Phasen am Hausanschlußkasten.
Wer sowas nicht braucht, weil er in der Arduino-Welt unterwegs ist, der
kann sich natürlich einen Adapter auf normale 5x20 500 mA flink basteln.
Die kosten dann 5ct pro Stück. Man sollte dann allerdings einen Hinweis
am Gerät anbringen, dass es jetzt nur noch "CAT I 400V" erfüllt.
Stephan S. schrieb:> Du könntest die defekte Sicherung nutzen und dir nen Adapter für> billigere daraus bauen
Inzwischen ist eine Fassung für die kleinen billigen 250V
Schmelzsicherungen eingelötet. Messe ohnehin nur Kleinstspannungen unter
12V.
MaWin schrieb:> Das ist mir in meiner gesamten Lebenszeit erst ein einziges Mal> passiert.
Na ja jetzt nicht so dicke untertreiben...
Das ist ganz schnell passiert bei höheren Einschalt-Strömen.
Aber noch öfter durch Unachtsamkeiten aller Art.
Also wie es scheint gibts wohl nichts schlaueres auf dem Markt.
Günter N. schrieb:> Du hast schon gesehen, dass das (immerhin) eine 10er-Packung ist?
Ne hab ich nicht, danke. Das relativiert es etwas...
Trotzdem hätte ich in dieser Multimeter-Preisklasse etwas besseres
erwartet.
MaWin schrieb:> Eine superflinke Messgerätesicherung mit ca. 440mA (nämlich 500mA) und> 1000V DC/AC gibt es auch billiger:>> Ebay-Artikel Nr. 384156282904
Sicherheitskritische Noname-Bauteile auf E-Bay kaufen.
Sehr gute Idee.
Nicht.
Robert schrieb:> Gibt es in dieser Multimeter-Preisklasse keine> intelligentere (rückstellbare) Absicherung?
Wenn es da was gäbe, dann wäre das Messgerät sicher noch teurer.
Und jetzt kommt der etwas polemische Knackpunkt: "Warum sollten die, die
gut aufpassen, etwas bezahlen, das nur die brauchen, die nicht
aufpassen?"
Es ist übrigens immer gut, sich diese Frage bei der Geräteentwicklung zu
stellen.
Und als Clou ist diese Frage ist auch eine Antwort auf die übliche Frage
des unachtsamen Monteurs: "Warum geht das kaputt, wenn ich 230V statt
24V da anschließe?"
> der kleine 400er Messbereich ist im Hobby schnell mal durch.
Für Strommessungen an unbekannten Lasten habe ich ein Zangenmultimeter
UT-210E im Einsatz. Damit kann man dann ganz gut abschätzen, womit man
rechnen muss. Mit dem Ding kann man auch bei Gleichstrom tatsächlich
noch im zweistelligen mA Bereich was anfangen, wenn man heraus hat, wie
man damit umgehen muss.
Günter N. schrieb:> Du hast schon gesehen, dass das (immerhin) eine 10er-Packung ist?
In welcher 10er-Packung?
Robert schrieb:> eine Fassung für die kleinen billigen 250V Schmelzsicherungen eingelötet.> Messe ohnehin nur Kleinstspannungen unter 12V.
Und wenn das Ding mal ein Anderer in die Finger bekommt?
Nimm wenigstens die von MaWin verlinkten 6,3x32 Sicherungen. Wäre ja
schade, wenn das teure Messgerät wegen eines nicht verlöschenden
stehenden Lichtbogens zu Kohle wird...
Günter N. schrieb:> Du hast schon gesehen, dass das (immerhin) eine 10er-Packung ist?
Nee,keine 10er Packung ,sonder ein Preis für eine und ich habe die schon
bei DigiKey teurer gesehen...
MaWin schrieb:> Eine superflinke Messgerätesicherung mit ca. 440mA (nämlich 500mA) und> 1000V DC/AC gibt es auch billiger:>> Ebay-Artikel Nr. 384156282904
Mindestens zwei besorgen: eine zum Testen
Ich hab da mal vorgebliche 1A-Sicherungen (ebenfalls für ein Multimeter)
besorgt. Die brannten selbst nach einer halben Stunde bei 10A nicht
durch.
herbert schrieb:> Günter N. schrieb:>>> Du hast schon gesehen, dass das (immerhin) eine 10er-Packung ist?>> Nee,keine 10er Packung ,sonder ein Preis für eine und ich habe die schon> bei DigiKey teurer gesehen...
Doch, das ist eine 10er Packung, der Preis gilt für eine Packung.
herbert schrieb:> Günter N. schrieb:>> Du hast schon gesehen, dass das (immerhin) eine 10er-Packung ist?>> Nee,keine 10er Packung ,sonder ein Preis für eine und ich habe die schon> bei DigiKey teurer gesehen...
Wenn es nicht Bussman sein muss, bekommt man die von Littlefuse im
Fluke-Blister immerhin schon für 7,26 € brutto.
Allerdings erst wieder ab Frühjahr..
https://de.rs-online.com/web/p/multimeter-sicherungen/2010251
Robert schrieb:> Bei der Geräte-Öffnung trifft mich der Schlag: Der Meßbereich> ist doch tatsächlich "nur" mit einer Schmelzsicherung, dafür> aber einer der absoluten Luxus-Klasse abgesichert
Was soll der Aufreger? Das Prinzip ist doch altbekannt. Es fängt
bei grausam überteuerten Verbrauchsmaterial an (Druckertinte) und
hört bei horrenden Preisen für KFZ-Ersatzteile noch lange nicht
auf.
BS schrieb:> herbert schrieb:>> Günter N. schrieb:>>>>> Du hast schon gesehen, dass das (immerhin) eine 10er-Packung ist?>>>> Nee,keine 10er Packung ,sonder ein Preis für eine und ich habe die schon>> bei DigiKey teurer gesehen...>> Doch, das ist eine 10er Packung, der Preis gilt für eine Packung.
Ist denn lesen und verstehen so schwer geworden?
https://de.rs-online.com/web/p/feinsicherungen/4597918
Preis pro Stück (In einer VPE à 5) 16,346 € (inkl. MwSt.)
Robert schrieb:> Günter N. schrieb:>> Du hast schon gesehen, dass das (immerhin) eine 10er-Packung ist?>> Ne hab ich nicht, danke. Das relativiert es etwas...> Trotzdem hätte ich in dieser Multimeter-Preisklasse etwas besseres> erwartet.
Nein. Genau bei einem hochpreisigen Multimeter ERWARTE ich auch hohe
Sicherheit. Um diese sicherzustellen braucht es entsprechend aufwendige
Maßnahmen.
Nur mal so: Das Multimeter hat CAT IV 600V, CAT III 1000V. Das ist dafür
gebaut auch einige Sauereien im Netz auszuhalten wenn direkt am HAK
gemessen wird. Außerdem stehen die Chancen gut dass es nicht absolut
zerfetzt wird, falls doch extreme Spannungen und/oder Ströme auftreten.
Die notwendigen Sicherungen sind teuer, weil sie auch DC und hohe
Kurzschlussströme trennen müssen. Du kannst mal in eure TAB schauen,
welche Kurzschlussströme direkt am HAK, in UVs, ... zu erwarten sind. Da
bist du im Bereich von 10 kA.
Die billigen Sicherungen schaffen nur ein wenig AC, DC so gut wie gar
nicht, und selbst dann werden diese schon oft zerlegt (und im Gerät
verteilt...)
Ich würde also eher sagen, dass dein Messgerät nicht für deine Anwendung
angemessen ist. Brauchst du CAT III und IV wenn du z.B. nur mit 5V AVR
arbeiten würdest?
Ich messe nur mit meinem "großen" Multimeter alles aus. Hab auch eine
Sicherung gekillt, an einem DC Netz übrigens... Zum Glück aber nichts
passiert. Seitdem passe ich besser auf. Gehört aber auch zu den Kosten
des Hobbys oder Berufs dazu. Normales Verbrauchsmaterial ;-)
Wäre ein lohnendes Geschäftsmodell. Ich hab diesen Sicherungstyp zu 15
Teuronen in Erinnerung.
Da ist übrigens nix besonderes drin. Hatte mal eine geöffnet. Noch
teurer als Knöpfe...
Unfälle passieren manchmal und dafür ist die teure Sicherung da um das
hochwertige Instrument zu schützen. Normale Sicherungen haben eben nicht
die notwendige Qualifikation. In 27 Jahren ist mir das mit dem 87er aber
nur einmal passiert und ich habe mich damals natürlich über den hohen
Preis der vorgeschriebenen Sicherung auch geärgert.
Der hohe Preis der Sicherung hat aber auch eine erzieherische Wirkung
etwas weniger zu hudeln und mit mehr Bedachtsamkeit vorzugehen:-)
Mein Rat: "Suck it up" und lern daraus
Gerhard O. schrieb:> Unfälle passieren manchmal
Wir reden hier nicht von Unfällen sondern mehr oder weniger harmlosen
Überschreitungen eines Messbereichs.
Robert schrieb:> Frage: Gibt es in dieser Multimeter-Preisklasse keine> intelligentere (rückstellbare) Absicherung?
Nein. Die Sicherung muss einen Kurzschluss bei 800VDC (oder was das
Multimeter halt kann) trennen können, und damit meine ich einen ECHTEN
Kurzschluss.
Der kann dann passieren, wenn man z.B. auf mA eingesteckt hat, und fäht
in den DC-Zwischenkreis eines Wechselrichterverbunds fließen tausende
Ampere. Die zu trennen ist bei DC sehr schweierig, im Gegensaz zu AC.
Darum besteht ein Fluge zu gefühlt 50% aus Sicherungen.
Ich durfet schon Sicherungen für DC-Zwischenkreise aussuchen, und die
von Fluke sind schon knapp dimensioniert vom Schaltvermögen her, aber es
reicht eben. Und das kostet halt Geld.
Billige Multimeter verwenden einfach nicht ausreichende Sicherungen,
und damit sind sie bei solchen Messungen gefährlich.
Kostengünstige Multimeter könen dann halt hohe DC-Spannungen einfach
nicht.
Ich empfehle daher für Messaufgaben im Bastelbereich und dergleichen
mehr, günstige Multimeter zu verwenden.
Ja, leidiges Thema mit den Sicherungen im Fluke. Gut, man wollte ein
gutes Multimeter, dass den aufgedruckten Eigenschaften auch gerecht
wird. Die Konsequenz ist u.a. diese teure Sicherung.
Man muss sich eine „neue“ Arbeitsweise angewöhnen, die auch schon vorher
gut gewesen wäre: IMMER im 10A Bereich anfangen und erst dann, wenn man
sich sehr sicher ist, in den kleinen Messbereich wechseln. Problem dabei
bleibt, dass schon der Aufladestrom eines Elkos die Sicherung schießen
kann. Wer meint, dass sei ein Problem von Fluke oder gar behauptet, das
die das mit Absicht machen (Provision von Bussmann?) kaufe sich einfach
ein anderes Multimeter.
Ich hatte auch schon überlegt, ob man sich für den definierten
Eigenbedarf fernab gefährlicher Energie einen Sicherungsadapter baut.
Das hat allerdings die potentielle Gefahr, dass man sich durch die
verzögerte Auslösung die Genauigkeit oder gar die Hardware schädigt.
Krachbummtschingpeng schrieb:> Ich empfehle daher für Messaufgaben im Bastelbereich und dergleichen> mehr, günstige Multimeter zu verwenden.
Ich habe mich nach vielen Billigheimern aber für diese Preisklasse
entschieden weil es mir die Genauigkeit wert ist- und die enttäuscht
auch nicht.
> Die Sicherung muss einen Kurzschluss bei 800VDC (oder was das> Multimeter halt kann) trennen können
OK das verstehe ich schon. Dumm bloß, wenn man niemals 800VDC, keine 100
und keine 50 braucht.
Robert schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Unfälle passieren manchmal>> Wir reden hier nicht von Unfällen sondern mehr oder weniger harmlosen> Überschreitungen eines Messbereichs.
Diese Sicherungen reagieren extrem schnell. Da hat man keine Chance auch
eine sehr kurzzeitige Überschreitung (wie sie z.B. beim Aufladen eines
Elkos vorkommen kann) zu überleben.
Ich würde raten immer erst mit dem 10A Bereich anzufangen und den 400mA
Bereich nur dann einstecken wenn man sicher ist, daß (unerwartete)
Stromspitzen nicht (mehr) vorkommen können. Es wäre falsch den
Stromverbrauch von Schaltungen mit großen Elkos in der StromVersorgung
im 400mA Bereich messen zu wollen. Der Auflade Einschaltstromstoß genügt
die Sicherung ansprechen zu lassen. Ist leider so mit dem Fluke und ich
kann Deine Frustration durchaus verstehen.
Das ist aber einer der Fälle wo der 400mA Messschutz nicht zweckmäßig
einzusetzen ist und man sich über unerwartete Stromspitzen Gedanken
machen muß. Wie gesagt ist mir dieser Vorfall in 27 Jahren nur einmal
passiert.
Die Fluke DMM sind schon ihr Geld wert. In 27 Jahren mußte mein 87er
noch nie kalibriert werden und hält immer noch seine Fabrik Kalibrierung
(ich kann mein eigenes 87 er in der Firma jährlich frei mit testen
lassen) Jahr zu Jahr.
Wer sich ein Fluke leisten kann, macht da keinen Fehler wenn auch die
empfindliche Sicherung ein Ärgernis darstellt.
1. Das Problem hat nichts mit Fluke zutun. Alle besseren Multimeter
haben
diese Sicherung weil sie sonst keine groesseren Gleichspannung
trennen
koennen. (z.b auch mein Agilent)
2. Der Preis scheint mir nur etwas erhoet. Ich Japan gab es diese
Sicherungen
einzeln im Elektronikladen fuer 100Yen, also etwa 0.7Euro. Und das
scheint
mir dann auch okay zu sein.
Die Loesung besteht also wohl darin sich einen anderen Haendler zu
suchen. Diese Sicherungen sind nicht ungewoehnlich.
Olaf
"Fluke noch ganz bei Trost?"
Ja!
Ich denke, das ist so:
Wenn man z.B. nach der Schukosteckdose arbeitet ist die (eine falsche)
Gerätesicherung eher noch kein Problem - Aber nur deshalb weil der
Leitungsschutzschalter sicher abschalten wird.
ABER:
Bei Messungen "im Zählerkasten" oder im "Hausanschlusskasten" können so
hohe Ströme entstehen dass die Gerätesicherung nicht mehr trennt.
Dann hat man ein Gerät (und Messkabel) in Händen, das in einem Feuerball
explodiert.
Neben den Brandverletzungen wird man auch einen wahscheinlich tödlichen
Stromschlag erleiden.
Also: Ja, die wissen genau warum sie das so machen.
christian schrieb:> Wie ganz oben schon beschrieben, einen Adapter für 5x20 basteln:-)
Ja genau! Wie kann man so einen Mist empfehlen? Die sind für max 250V!
Schon im häuslichen Netz hat man es mit 400V zu tun. Da haben solche
Sicherungen in einem Messgerät nix zu suchen. Allein vom
Abschaltvermögen geht das überhaupt nicht.
Robert schrieb:> der kleine> 400er Messbereich ist im Hobby schnell mal durch.
Weisst Du nicht was Du tust, bevor Du es tust?
Machst Du Deine Autos eigentlich auch dauernd kaputt?
Ich versteh die Aufregung nicht. Die speziellen Sicherungen sind idR
schneller kaputt als das Messgerät. Und das wirds einem die ein- oder
zweimal im Arbeitsleben doch Wert sein. Insbesonderen wenn das Messgerät
entsprechend wertig ist.
christian schrieb:> Wie ganz oben schon beschrieben, einen Adapter für 5x20 basteln:-)
In diesem Fall sollte man einen Aufkleber am Gerät anbringen, dass jetzt
nur noch "CAT I 400V" erreicht wird, und nicht mehr CAT IV 600V, CAT III
1000V. Sonst leiht sich das mal jemand für eine Messung an einem System
mit etwas mehr Leistung aus und hält im Falle des Unfalles plötzlich ein
schwarzes Brikett in der Hand.
Robert schrieb:> Die ist wie man sieht ein erheblicher Kostenfaktor
Mit einer "normalen" 20 mm Sicherung hätte das Gerät never ever die
Zulassung für 1000 Volt bekommen. Wer viel will muss es auch bezahlen
können.
Robert schrieb:> Messe ohnehin nur Kleinstspannungen unter 12V.
Geheimtipp für dich: Es gibt durchaus brauchbare Multimeter ab 4 Euro
mit Sicherungen der billigsten Art. Bei Conrad ab 10 Euro - sogar mit
den hier üblichen Sicherheits-Symbolen.
Heißt für deinen Anwendungsfall, dass ein neues Multimeter billiger ist,
als das alte zu reparieren. Irgendwer nimmt dir das alte sicher gegen
Erstattung der Porto-Kosten ab.
Ich habe mein Fluke auch mal unbedacht an etwas zu viel Strom gehängt.
Ich habe mich über mich geärgert, aber gefreut, dass nur die Sicherung
durch war.
Dann habe ich beim Preis der Sicherungen ein wenig geschluckt und
trotzdem zwei geordert. Eine davon liegt noch auf Lager.
Ein neues Multimeter wäre teurer gewesen. Und ich hätte aufpassen
können. Das passiert mir so schnell nicht nochmal. Und wenn doch, habe
ich Ersatz.
Gerhard O. schrieb:> Es wäre falsch den> Stromverbrauch von Schaltungen mit großen Elkos in der StromVersorgung> im 400mA Bereich messen zu wollen. Der Auflade Einschaltstromstoß genügt> die Sicherung ansprechen zu lassen.
Ja, diese FF-Sicherungen sind ganz schön schnell.
Ich habe mal durch Anschluss eines ausgeschalteten Ladegerätes an einen
24V Akku eine 100A Sicherung zum Auslösen gebracht.
Ein Blick in den Stromlaufplan zeigte dann 4x33000µF parallel am
Ausgang.
Der Ladestromstoß hat ausgereicht die Sicherung zu killen.
Robert schrieb:> Habe kürzlich ein Fluke 179 Multimeter erstanden (ab 370€).> Kaum im Einsatz ist schon der 400mA Strommeßbereich defekt.> Bei der Geräte-Öffnung trifft mich der Schlag: Der Meßbereich> ist doch tatsächlich "nur" mit einer Schmelzsicherung, dafür> aber einer der absoluten Luxus-Klasse abgesichert (siehe Bild)!
Ich weiß gar nicht was du hast. Hast du das mal mit den Preisen eines
Rotors für einen Helikopter verglichen? Da paßt man einmal nicht auf
beim Einparken vor dem Haus, und schon ist man €40.000,- los.
PS: wer Ironie in diesem Beitrag findet, hat den Sarkasmus übersehen
Soul E. schrieb:>> Wie ganz oben schon beschrieben, einen Adapter für 5x20 basteln:-)>> In diesem Fall sollte man einen Aufkleber am Gerät anbringen, dass jetzt> nur noch "CAT I 400V" erreicht wird, und nicht mehr CAT IV 600V, CAT III> 1000V. Sonst leiht sich das mal jemand für eine Messung an einem System> mit etwas mehr Leistung aus und hält im Falle des Unfalles plötzlich ein> schwarzes Brikett in der Hand.
Du willst doch hier nicht erzählen, dass du dein MM an einen Depp
verborgst?
Bestimmte Sachen verborgt man nicht!
CAT-IV braucht der Normalo-Elektroniker sowieso nicht.
Am verblomten Teil vor dem Zähler hat man nichts verloren.
Im Eigenheim nach dem Zähler reicht CAT-III 300V.
Mehr ist (teure) Zugabe.
Axel S. schrieb:> Ich weiß gar nicht was du hast. Hast du das mal mit den Preisen eines> Rotors für einen Helikopter verglichen? Da paßt man einmal nicht auf> beim Einparken vor dem Haus, und schon ist man €40.000,- los.
Schlimm, wie die Reichen doppelt abgezockt werden.
Mark S. schrieb:> Aber klar gibt es auf diesem Markt Schlauere als Dich!Robert schrieb:> Inzwischen ist eine Fassung für die kleinen billigen 250V> Schmelzsicherungen eingelötet. Messe ohnehin nur Kleinstspannungen unter> 12V.
Das war schlau ;-)
Bei Conrad/Völkner gibt es eine passende Ersatzsicherung aktuell für
5.53€ ("Fluke 943121"). Ist zwar wahrscheinlich von Littelfuse und nicht
von Bussmann aber wenn die Sicherung offiziell von Fluke verkauft wird
sollte das schon ok sein (und auf jeden Fall vertrauenswürdiger als
möglicherweise gefälschte Sicherungen von Ebay oder irgendwelchen
Amazon-Marktplatzhändlern).
Ach ja für alle die regelmäßig die mA-Sicherung schrotten gibt es auch
Alternativen mit selbstrückstellender Sicherung, z.B. das Votcraft
VC276, hat allerdings "nur" CAT III 600V (sollte aber für die meisten
Anwendungen reichen).
> Geheimtipp für dich: Es gibt durchaus brauchbare Multimeter ab 4 Euro> mit Sicherungen der billigsten Art. Bei Conrad ab 10 Euro - sogar mit
Da moechte ich mal widersprechen. :-D
Ein Arbeitskollege kam vor ein paar Jahren mal mit so einem 5Euro
Multimeter
zu mir weil er die Sicherung verbraten hat. Ich mach eine neue rein,
aber
die wackelt total. Untersuchung ergab dann das die dort die Kontakte
der Sicherung nicht aus Federstahl sondern aus Blech gemacht haben,
beim raus und reinbauen bog sich das auf und blieb dann so.
Brauchbar fand ich das so nicht!
Olaf
Robert schrieb:> Trotzdem hätte ich in dieser Multimeter-Preisklasse etwas besseres> erwartet.
Wieso?
Sicherheitstechnisch ist das das Beste!
Robert schrieb:> Die ist wie man sieht ein erheblicher Kostenfaktor-
Ist es absolut nicht, eine Sicherung schießt man vlt. aus Pech alle paar
Jahre mal.
Robert schrieb:> mit einer Schmelzsicherung, dafür> aber einer der absoluten Luxus-Klasse abgesichert
Nicht nur bei Fluke, so eine Sicherung ist in allen "guten" Multimetern,
einfach weil sie sicher ist.
Olaf schrieb:> beim raus und reinbauen bog sich das auf und blieb dann so.
Na und? Bis zu deinem Eingriff hat sie gehalten. Also biegst du sie
wieder zusammen und gut ist. Diese Gerät sind nicht für die Ewigkeit
gebaut sondern für "Geiz ist Geil".
Normalerweise federn sie allerdings gut genug. Da hast du wohl ein
außergewöhnlich schlechtes Exemplar erwischt.
Robert schrieb:> Habe kürzlich ein Fluke 179 Multimeter erstanden (ab 370€).> Kaum im Einsatz ist schon der 400mA Strommeßbereich defekt.
Mach dir nichts draus, auch mir ging es so, als ich das erste Mal ein
Multimeter in Händen hielt und den Unterschied zwischen Spannung und
Stromstärke noch nicht kannte. Ich habe deswegen sogar geheult, aber
danach kannte ich den Unterschied :)
> Bei der Geräte-Öffnung trifft mich der Schlag: Der Meßbereich> ist doch tatsächlich "nur" mit einer Schmelzsicherung, dafür> aber einer der absoluten Luxus-Klasse abgesichert (siehe Bild)!> Die ist wie man sieht ein erheblicher Kostenfaktor-
Der Preis für die Sicherung beträgt 3,7% des Gerätepreises. Das war auch
bei dem von mir überbeanspruchten Billigmultimeter so. Ich habe es als
Lehrgeld deklariert und brauche seither an Ersatzteilen nur noch
Batterien.
Tipp: Kauf dir zum Üben ein zweites, kostengünstiges Multimeter. So
eines nehme ich generell für Messungen, wo ich vorab schlecht abschätzen
kann, wie hoch der Strom werden kann. Aber auch dieses behandle ich mit
Vorsicht, weil ich keine passenden Ersatzsicherungen vorrätig habe.
> Frage: Gibt es in dieser Multimeter-Preisklasse keine> intelligentere (rückstellbare) Absicherung?
Bei einer Polyfuse wartest du nach einem Ansprechen Stunden bis Tage,
bis sie wenigstens halbwegs wieder in ihrem Urzustand ist. Ganz wie neu
wird sie danach sowieso nie mehr. Da ist mir eine Schmelzsicherung
lieber, denn die ist nach dem Austausch nicht nur wie neu, sondern
wirklich neu.
Yalu X. schrieb:> Bei einer Polyfuse wartest du nach einem Ansprechen Stunden bis Tage,> bis sie wenigstens halbwegs wieder in ihrem Urzustand ist. Ganz wie neu> wird sie danach sowieso nie mehr. Da ist mir eine Schmelzsicherung> lieber, denn die ist nach dem Austausch nicht nur wie neu, sondern> wirklich neu.
Stunden bis Tage? Gibt es da noch einen anderen Effekt als die
Abkühlung? Die Zeitkonstante der Abkühlung dürfte nicht wesentlich
länger als eine bis maximal 2 Minuten sein und nach 3-4x dieser Zeit
kann man wohl davon ausgehen dass das Teil weitgehend abgekühlt ist (und
ein paar Grad über Raumtemperatur ist nicht weiter schlimm, ein
Multimeter sollte ja auch bei etwas höherer Umgebungstemperatur
problemlos funktionieren).
Dass es persistente Alterung nach einer Auslösung gibt kann sein aber
das sollte der Hersteller so auslegen können dass zumindest der
spezifizierte Messbereich (400mA) ohne Probleme funktioniert auch nach
einer gewissen Zahl an Auslösungen.
Die Frage wäre ja auch, wie eine elektronische Sicherung
Lichtbogen-sicher konstruktiv aussehen könnte. Ja, braucht er nicht,
aber das war ja bei der CAT-Auslegung des Multimeters eben eine
Forderung.
Jakob L. schrieb:> Stunden bis Tage? Gibt es da noch einen anderen Effekt als die> Abkühlung?
Ich kenne nur den Effekt, aber nicht die genaue Ursache. Irgendwie muss
das Material da drinnen nach der Abkühlung erst wieder kristallisieren,
und das braucht eine Weile und geschieht auch nicht vollständig. Eine
Polyfuse hat deswegen schon nach der ersten Auslösung einen deutlich
höheren Widerstand als zuvor. Die Polyfuses, die auf eine Platine
gelötet werden, sind sogar schon vor der ersten Auslösung nicht mehr
perfekt.
Für viele Anwendung spielt das keine so große Rolle, aber bei einem
Amperemeter sollte der Serienwiderstand – wenn er schon nicht null sein
kann – zumindest einen definierten Wert haben.
Gerhard O. schrieb:> In 27 Jahren mußte mein 87er> noch nie kalibriert werden und hält immer noch seine Fabrik Kalibrierung
Und woher weißt Du dann, dass es noch stimmt?
> (ich kann mein eigenes 87 er in der Firma jährlich frei mit testen> lassen)
Also kalibrieren.
Kalibrierung (in Anlehnung an das englische Wort calibration auch
Kalibration) in der Messtechnik ist ein Messprozess zur Feststellung und
Dokumentation der Abweichung eines Messgerätes oder einer
Maßverkörperung gegenüber einem anderen Gerät oder einer anderen
Maßverkörperung, die in diesem Fall als Normal bezeichnet werden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kalibrierung
Nachtrag: Du meinst Justage.
Zum Thema: Der TO hat einfach das falsche Gerät gekauft. Warum auch
immer hält er es dennoch für das richtige.
Gruß
Jobst
Robert schrieb:>> Die Sicherung muss einen Kurzschluss bei 800VDC (oder was das>> Multimeter halt kann) trennen können>> OK das verstehe ich schon. Dumm bloß, wenn man niemals 800VDC, keine 100> und keine 50 braucht.
Wenn Du Dir einen Porsche kaufst, brauchst Du auch dann teure
Ersatzteile, wenn Du nur in der Stadt zum Kindergarten faehrst.
Jobst M. schrieb:> Und woher weißt Du dann, dass es noch stimmt?
Weil es jedes Jahr zusammen mit den Firmen DMMs mit-verifiziert wird.
Nur, daß mein DMM kein Calibrierzertifikat erhält (Weil ich ja nicht
dafür bezahlen muß).
Gerhard O. schrieb:> Weil es jedes Jahr zusammen mit den Firmen DMMs mit-verifiziert wird.> Nur, daß mein DMM kein Calibrierzertifikat erhält
Dennoch wurde es kalibriert.
Gruß
Jobst
Harald A. schrieb:> IMMER im 10A Bereich anfangen und erst dann, wenn man> sich sehr sicher ist, in den kleinen Messbereich wechseln.
So wird man arbeiten, wenn man den Strom einer unbekannten Glühbirne
messen will.
Murphy sagt: Will man bei einer Schaltung den Standby Stromverbrauch
ermitteln, muss das Ding in dem Moment aufwachen und die Sirene
einschalten. Und schon ist (zum Glück nur) die Sicherung kaputt. Erst
die Tage so erlebt.
BS schrieb:> Der Screenshot ist aber von TME, da geht es um eine (1) Packung mit 10> Stück.
Quatsch. Auch TME verkauft dir keine 10 Sicherungen dieser Art für ca.
14 €. Das ist EINE Sicherung!
Soul E. schrieb:> Die von Fluke verbaute Sicherung trennt auch dann noch sauber, wenn Du> mal versehentlich den Kurzschlußstrome einer 700 V - Elektroautobatterie> misst. Oder zwischen zwei Phasen am Hausanschlußkasten.
Leider ist genau das der Grund für diese größere Sicherung. Durchaus
möglich wäre es aber auch zwei Sicherungen in Reihe zuschalten. Dh diese
Sicherung und eine der üblichen etwas schwächeren und flinkeren
Sicherung, die es günstig überall gibt.
Robert schrieb:> Inzwischen ist eine Fassung für die kleinen billigen 250V> Schmelzsicherungen eingelötet. Messe ohnehin nur Kleinstspannungen unter> 12V.
Dann hättest Du dir wohl besser statt des teuren Flukes (es war
schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben)
ein einfacheres 30EUR-Multimeter kaufen sollen.
Robert schrieb:> Also wie es scheint gibts wohl nichts schlaueres auf dem Markt.
Nun, die meisten Anwender eines solchen Multimeters sind schlauer
und zerstören Ihre Sicherungen nicht.
Lothar M. schrieb:> Wäre ja> schade, wenn das teure Messgerät wegen eines nicht verlöschenden> stehenden Lichtbogens zu Kohle wird...
Zumal Kohle ja demnächst verboten werden soll. :-)
Harald W. schrieb:> Lothar M. schrieb:>>> Wäre ja>> schade, wenn das teure Messgerät wegen eines nicht verlöschenden>> stehenden Lichtbogens zu Kohle wird...>> Zumal Kohle ja demnächst verboten werden soll. :-)
Wenn du Kohle verbrennst. Nicht wenn du etwas zu Kohle verbrennst, oder
wie hier deine Kohle verbrennst
Robert schrieb:> Wir reden hier nicht von Unfällen sondern mehr oder weniger harmlosen> Überschreitungen eines Messbereichs.
In all den Jahren, die das µC-net besteht, bist Du m.W. der erste,
der mit diesen Sicherungen Probleme hat.
Olaf schrieb:> Der Preis scheint mir nur etwas erhoet. Ich Japan gab es diese> Sicherungen einzeln im Elektronikladen fuer 100Yen, also etwa> 0.7€. Und das scheint mir dann auch okay zu sein.
Und diese 70ct-Sicherungen bieten dann auch das Schaltvermögen im
kA-Bereich wie die teuren Originalsicherungen des MM-Herstellers?
Probiere es mal damit:
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Dieter schrieb:> Soul E. schrieb:>> Die von Fluke verbaute Sicherung trennt auch dann noch sauber, wenn Du>> mal versehentlich den Kurzschlußstrome einer 700 V - Elektroautobatterie>> misst. Oder zwischen zwei Phasen am Hausanschlußkasten.>> Leider ist genau das der Grund für diese größere Sicherung. Durchaus> möglich wäre es aber auch zwei Sicherungen in Reihe zuschalten. Dh diese> Sicherung und eine der üblichen etwas schwächeren und flinkeren> Sicherung, die es günstig überall gibt.
Das muß noch nicht einmal ein Elektroauto sein, Diesel PKW reicht auch.
Jobst M. schrieb:> Also kalibrieren.>> Kalibrierung (in Anlehnung an das englische Wort calibration auch> Kalibration) in der Messtechnik ist ein Messprozess zur Feststellung und> Dokumentation der Abweichung eines Messgerätes oder einer> Maßverkörperung gegenüber einem anderen Gerät oder einer anderen> Maßverkörperung, die in diesem Fall als Normal bezeichnet werden.> https://de.wikipedia.org/wiki/Kalibrierung>> Nachtrag: Du meinst Justage.
Solange es sich um ein justagefähiges Gerät handelt (das ist bei
besseren MMs normalerweise der Fall) ist die Justage typischer-
weise im Preis für die Kalibrierung enthalten.
Robert schrieb:> Ich habe mich nach vielen Billigheimern aber für diese Preisklasse> entschieden weil es mir die Genauigkeit wert ist- und die enttäuscht> auch nicht.
Dann lehn dich entspannt zurück und freue dich...mehr traue ich dir
allerdings nicht zu...
Robert schrieb:> Trotzdem hätte ich in dieser Multimeter-Preisklasse etwas besseres> erwartet.
Es juckt in den Fingern den ganzen Mist, den du hier zusammenlaberst,
mal geballt zu präsentieren, aber es reicht auch so schon...und kleiner
Tip, das was du da angeblich messen willst...
Robert schrieb:> Inzwischen ist eine Fassung für die kleinen billigen 250V> Schmelzsicherungen eingelötet. Messe ohnehin nur Kleinstspannungen unter> 12V.
...hat man früher mit der Zunge gemacht :-)
Gruß Rainer
Harald W. schrieb:> Solange es sich um ein justagefähiges Gerät handelt (das ist bei> besseren MMs normalerweise der Fall) ist die Justage typischer-> weise im Preis für die Kalibrierung enthalten.
Alle mir bekannten Kalibrierlabore langen hierfür noch mal extra hin,
wenn sie es überhaupt anbieten. Immerhin bedeutet dies mehr als den
doppelten Aufwand einer einfachen Kalibrierung (Kalibrierung > Justage >
Kalibrierung)
Jobst M. schrieb:> Dennoch wurde es kalibriert.Jobst M. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Weil es jedes Jahr zusammen mit den Firmen DMMs mit-verifiziert wird.>> Nur, daß mein DMM kein Calibrierzertifikat erhält>> Dennoch wurde es kalibriert.>> Gruß> Jobst
Es mußte aber noch nie justiert werden weil es die Grenzwerte immer noch
einhält.
Harald W. schrieb:> Robert schrieb:>>> Inzwischen ist eine Fassung für die kleinen billigen 250V>> Schmelzsicherungen eingelötet. Messe ohnehin nur Kleinstspannungen unter>> 12V.>> Dann hättest Du dir wohl besser statt des teuren Flukes (es war> schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben)> ein einfacheres 30EUR-Multimeter kaufen sollen.
Außer man wählt nicht eine eierlegende Wollmilchsau.
Wo man im örtlichen Trafohäuschen Lichtbogen erzeugen möchte.
Ich habe ein FLUKE 16.
Reicht für den Basteltisch.
Strom kann es auch, aber nur 20mA.
Strom misst man doch sowieso meist über einen Spannungsabfall.
michael_ schrieb:> Ich habe ein FLUKE 16.> Reicht für den Basteltisch.> Strom kann es auch, aber nur 20mA.
Das passt zu dem Grobmotoriger mit einem einzigen
Kreuzschlitzschraubendreher. :-)
Nicht einmal das Datenblatt scheint er lesen zu können.
In denen steht auf jeden Fall etwas von einer Range von 200 µA für
AC/DC..
Lothar M. schrieb:>> Gibt es in dieser Multimeter-Preisklasse keine>> intelligentere (rückstellbare) Absicherung?> Wenn es da was gäbe, dann wäre das Messgerät sicher noch teurer.
Du kennst die alten Analoggeräte wie Unigor3s? Da macht es einmal laut
Klack und der "Automat" springt raus.
Yalu X. schrieb:> Mach dir nichts draus, auch mir ging es so, als ich das erste Mal ein> Multimeter in Händen hielt und den Unterschied zwischen Spannung und> Stromstärke noch nicht kannte. Ich habe deswegen sogar geheult, aber> danach kannte ich den Unterschied :)
Da muss(te) man durch.
> Der Preis für die Sicherung beträgt 3,7% des Gerätepreises. Das war auch> bei dem von mir überbeanspruchten Billigmultimeter so. Ich habe es als> Lehrgeld deklariert und brauche seither an Ersatzteilen nur noch> Batterien.
Das ist schön für Dich. Ich habe in den letzten 5..10 Jahren zwei oder
drei Sicherungen gebraucht, ich weiß es zwar, aber bin nicht fehlerfrei.
Jobst M. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> In 27 Jahren mußte mein 87er>> noch nie kalibriert werden und hält immer noch seine Fabrik Kalibrierung
Glaube ich Dir unbesehen!
> Und woher weißt Du dann, dass es noch stimmt?>> (ich kann mein eigenes 87 er in der Firma jährlich frei mit testen>> lassen)> Also kalibrieren.
Hau ab mit Deiner klugscheißenden Wortklauberei!
Ich habe nicht Gerhards Möglichkeit des Testens, aber klemme
gelegentlich mal meine Fluke - HP - Prema gemeinsam an eine Quelle und
vergleiche. Das passiert nichts, was auf Abweichungen hin deutet, die
werden ja nicht alle zeitgleich in die selbe Richtung weglaufen.
Harald W. schrieb:> Dann hättest Du dir wohl besser statt des teuren Flukes (es war> schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben)> ein einfacheres 30EUR-Multimeter kaufen sollen.
Quatschkopf, zehnfach überteuert - die DT-380 Chinesen um 3 Euro haben
garkeine Sicherung, die kaputtgehen könnte.
Harald W. schrieb:> Nun, die meisten Anwender eines solchen Multimeters sind schlauer> und zerstören Ihre Sicherungen nicht.
Auch, wenn Du natürlich absolut fehlerfrei bist, anderen Leuten kann das
tatsächlich mal passieren. Hätte sich Fluke auf Deine Kompetenz
verlassen, hätten sie sich den Einbau dieser teuren Sicherung erspart
und etwas mehr Gewinn am Verkaufpreis.
Ganz nachhaltig gegen Sicherungsverbrauch hilft ein ZANGENmultimeter.
Ich habe ein Benning CM2, das geht auch für Gleichströme.
(Für genauere Messungen habe ich schon auch noch andere "normale"
Millimeter).
Achim H. schrieb:> Beim 8060 war Fluke sogar noch schlauer: da ist wohl eine kleine (5x20)> Sicherung in Reihe zur großen.
Ein Blick ins Schaltbild bestätigt das, das ist so - Anhang, Maßangaben
in Inch / Zoll.
Eine 5x20 steckt als Reserve ab Werk neben der Batterie, die große
leider nicht.
Das Ding ist natürlich ein Exot, der angeblich auf Wunsch der US-Miltärs
entwickelt wurde und war ziemlich teuer. Meines habe ich 2001 bekommen,
eines der letzten, die Fluke noch verkauft hat.
In der Firma hatten wir nur zwei Stück davon, so ein blödes Teil ohne
Autorange wollte niemand haben - außer mein Kollege und ich im
Prüfmittelbau, die dessen spezielle Eigenschaften zu schätzen wussten.
Robert schrieb:> Habe kürzlich ein Fluke 179 Multimeter erstanden (ab 370€).> Kaum im Einsatz ist schon der 400mA Strommeßbereich defekt.> Bei der Geräte-Öffnung trifft mich der Schlag: Der Meßbereich> ist doch tatsächlich "nur" mit einer Schmelzsicherung, dafür> aber einer der absoluten Luxus-Klasse abgesichert (siehe Bild)!> Die ist wie man sieht ein erheblicher Kostenfaktor- der kleine> 400er Messbereich ist im Hobby schnell mal durch.
Tja, da kann ich Dir nur sagen, dass man erst oft aus Schaden lernt!
Die korrekte Nutzung eines Multimeters erfordert auch ein Lesen einer
Betriebsanleitung und dem Verstehen, was Spannung, Strom, Widerstand
eigentlich bedeutet...
Wenn man da ganz unbedarft herangeht, dann hat das gute Gerät eben
so eine hochpreisige Sicherung eingebaut, damit durch unsachgemäße
Handhabung am teuren Equipment kein Schaden entsteht...
Die Rechnung hat dann der Schuldige zu bezahlen, wenn es gut geht, dann
nur mit einer relativ teuren Sicherung...
Es heißt ja nicht umsonst "Sicherung"!
Mani W. schrieb:> Tja, da kann ich Dir nur sagen, dass man erst oft aus Schaden lernt!
Richtig. Jetzt mit einer deutlich billigeren Sicherung und etwas mehr
Vorsicht, damit die billigen Fluke Kunststoffschrauben nicht irgendwann
zu locker werden :) Den Stand der Sicherungs-Technik find ich trotzdem
ziemlich enttäuschend.
Mani W. schrieb:> Die korrekte Nutzung eines Multimeters erfordert auch ein Lesen einer> Betriebsanleitung und dem Verstehen, was Spannung, Strom, Widerstand> eigentlich bedeutet...
Tatsächlich? Und ich dachte immer es hat was mit pH Wert und
Viskositäten zu tun :)
Manfred schrieb:> Hau ab mit Deiner klugscheißenden Wortklauberei!
Nö!
Wenn mir jemand erzählt, dass er etwas nicht tun muss, um mir dann
anschließend zu beschreiben, dass er genau das getan hat, einfach weil
er die falschen Begriffe verwendet, dann schreibe ich das auch.
Das ist ja gar nicht böse gemeint. Im schlimmsten Fall lernt derjenige
daraus noch.
Ich zwinge aber keinen dazu Dinge zu lernen. Wer möchte, darf auch
einfach dumm bleiben.
Gerhard O. schrieb:> Es mußte aber noch nie justiert werden weil es die Grenzwerte immer noch> einhält.
Genau. Und dann wird es auch zu einem Qualitätsmerkmal. :-)
René F. schrieb:> Harald W. schrieb:>> Solange es sich um ein justagefähiges Gerät handelt (das ist bei>> besseren MMs normalerweise der Fall) ist die Justage typischer->> weise im Preis für die Kalibrierung enthalten.>> Alle mir bekannten Kalibrierlabore langen hierfür noch mal extra hin,
So kenne ich das auch.
Gruß
Jobst
Moin,
Ich gebe zu den Begriff "Kalibration" etwas gedankenlos gebraucht zu
haben und es war gut, daß Du "gemeckert" hast und mich zum Nachdenken
angestossen hattest.
https://en.wikipedia.org/wiki/Calibration
Ich hätte es eher so formulieren sollen:
"... In 27 Jahren mußte mein 87er
noch nie justiert werden und es hält immer noch seine
Fabrikskalibrierung gut ein".
Gruß,
Gerhard
Gruss
Beim Thema Messgerät-Sicherung, hier,
fällt mir die Realisation beim ICE680R
-Multimeter, älteres Baujahr, auf.
Die Mailänder, hatten einen empfindlichen Draht von einer Spule, mit
einigem von dem Draht als Reserve darauf, als Sicherung gespannt und
gefasst.
Ein schönes Wochenende zum Advent wünsche ich Euch.
Dirk St
Achim H. schrieb:> Beim 8060A war Fluke sogar noch schlauer: da ist wohl eine kleine (5x20)> Sicherung in Reihe zur großen.
Ich hatte mal den kleinen Bruder von dem Fluke mit einer Stelle weniger.
Die teure Sicherung brannte schon durch, als ich nur einmal kurz
"Ampere" dachte Ich glaube, Auslöser war der Kurzschlußstrom einer
Zitronenbatterie. Oder die Solarzelle aus einem 1-Euro-Gartenlicht :)
Die kleine billige Sicherung war natürlich noch intakt. Nennt man wohl
Selektivität. Seitdem war ein Alustreifen über der teuren Sicherung. Ich
nehme an, der hat auch ein Abschaltvermögen von 10 kA und löst bei einem
Kurzschluß über zwei Phasen im Panzerkasten zuverlässig aus.
Muß man nicht dort, wo das Multimeter explodieren könnte, ohnehin Helm
mit getöntem Visier, Gehörschutz und flammhemmende Klamotten tragen? Ich
würde jedenfalls trotz dieser tollen Sicherung in keiner offenen
Elektroverteilung herumstochern.
Die Sicherungen dürfen ja gerne so flink sein, nur nicht so teuer. Sonst
sind sie so sinnvoll wie eine Garantiezeitverdoppelung, die die Hälfte
des Gerätepreises kostet.
Zumal es heute einen ganzen Strauß an elektronischen Schutzeinrichtungen
verbaut hat, so daß sich die Sicherung auch einen Moment Zeit lassen
kann und ein paar Ampere später auslöst.
Dirk S. schrieb:> Die Mailänder, hatten einen empfindlichen Draht von einer Spule, mit> einigem von dem Draht als Reserve darauf, als Sicherung gespannt und> gefasst.
Allerdings nur für die Widerstandsmessung. Alle anderen Messungen waren
unabgesichert.
> Und diese 70ct-Sicherungen bieten dann auch das Schaltvermögen im> kA-Bereich wie die teuren Originalsicherungen des MM-Herstellers?
Immer so mistrauisch. :-)
ICh hab gerade mal auf die Packung geschaut.
1. Ich hab mich vertan, es waren 210Yen
2. Es steht Limitron A Buss Quality Fuse drauf. Cooper Bussman Inc St
Lois
Aber: Es steht maximal 600V drauf!
Olaf
Schau bei gossen extra oder xtra.
Die multimeter piepsen lange vor dem defekt der Sicherung defekt ist.
Du kannst keinen fehler machen durch falsch ein gesteckte Kabel (erst
Messung Strom dann Spannung). Das gerät hat nur eine Sicherung.
Frohe Weihnachten
Gerhard O. schrieb:> Die Fluke DMM sind schon ihr Geld wert. In 27 Jahren mußte mein> 87er> noch nie kalibriert werden und hält immer noch seine Fabrik Kalibrierung> (ich kann mein eigenes 87 er in der Firma jährlich frei mit testen> lassen) Jahr zu Jahr.
Yupp, ich hab vor kurzem mal alle alten Fluke87 und Fluke85 bei uns in
der Firma angesehen und einen kurzen Funktionstest gemacht (an eine
0,1%-1,2V-Referenz gehalten), alle waren bis auf +-5mV gleich.
Das waren teils 35Jahe alte Lerhlingsgeräte. Wer Lehrlinge kennt, weiß,
was das bedeutet.
Was nicht heißt, dass ein Bastler unbedigt ein Fluke braucht. Ich
persönlich hab mich für Zuhause bei Aldi versorgt (und das Gerät hat
mich positiv überrasscht, für den Preis von 20€).
Erst lesen, dann posten:
Beitrag "Re: Fluke noch ganz bei Trost?"
Warum die Sicherung so teuer ist, wird da hingegen auch nicht erklärt
– insofern ist’s sowieso OT.
Zefix schrieb:> Was nicht heißt, dass ein Bastler unbedigt ein Fluke braucht.
Danke. Das lass mal meine Entscheidung sein.
Jack V. schrieb:> Warum die Sicherung so teuer ist
Warum es immer noch dieses Sicherungsprinzip ist wär die Frage.
Antwort: Um auch noch die allerletzte Sicherheitsvorschrift einzuhalten.
Wer damit an offener 1000VDC Elektrik herumfuhrwerkt erschließt sich mir
allerdings immer noch nicht.
Robert schrieb:> Warum es immer noch dieses Sicherungsprinzip ist wär die Frage.> Antwort: Um auch noch die allerletzte Sicherheitsvorschrift einzuhalten.
Genau das ist der Zweck.
> Wer damit an offener 1000VDC Elektrik herumfuhrwerkt erschließt sich mir> allerdings immer noch nicht.
Z.B. derjenige, der das beruflich muss.
Harald W. schrieb:> derjenige, der das beruflich muss.
Ja, die Zielgruppe halt. Für alle Anderen gibt es Geräte mit besseren
Specs für weniger Geld. Kann man zwar nicht so toll mit angeben, aber
dafür ganz prima Elektronikkram machen :)
Robert schrieb:> Wer damit an offener 1000VDC Elektrik herumfuhrwerkt erschließt sich mir> allerdings immer noch nicht.
Fluke adressiert den Markt von Geräten für Profis. Wer sich als
Nichtprofi eines kauft, sollte das berücksichtigen.
Harald W. schrieb:>> Wer damit an offener 1000VDC Elektrik herumfuhrwerkt erschließt sich mir>> allerdings immer noch nicht.>> Z.B. derjenige, der das beruflich muss.
Der kriegt das Gerät aber vom AG plus Ausbildung gestellt.
Und bezahlt auch nicht die Sicherung.
Robert schrieb:> Wer damit an offener 1000VDC Elektrik herumfuhrwerkt erschließt sich mir> allerdings immer noch nicht.
Das gehörte die letzten 30 Jahr zu meinem Job! Netzteile mit 20kV DC bei
2A zur Spannungsversorgung von Klystrons waren nix besonderes.
Hochspannungstastkopf dran ans Fluke und losgemessen. Wer dabei nicht
beachtet hat wie lange die dicken Ladekondensatoren die Spannung halten,
der hatte schon verloren!
Ach ja, in meinem Arbeitsleben habe ich eine Sicherung im Fluke und
einen Eingangsteiler im HP Spek gekillt. Wobei der Eingangsteiler sehr
deutlich teurer war.
michael_ schrieb:> Und bezahlt auch nicht die Sicherung.
Aber er muss es gegenüber der Firma rechtfertigen. Und wer regelmäßig
solche Ausfälle begründen muss, dessen Karriere ist ganz schnell zu
Ende!
Jack V. schrieb:>> derjenige, der das beruflich muss.>> Ja, die Zielgruppe halt. Für alle Anderen gibt es Geräte mit besseren> Specs für weniger Geld. Kann man zwar nicht so toll mit angeben, aber> dafür ganz prima Elektronikkram machen :)
So ist es. Aber, wie schon gesagt, es war schon immer etwas teurer,
einen besonderen Gwschmack zu haben. Mein Agilent hat jedenfalls
im Vergleich zu einem Fluke bei ähnlichem Preis deutlich bessere
Daten und Messmöglichkeiten. Trotzdem mache ich die meisten meiner
Messungen mit einem 10EUR-Mutimeter. Dieses kalbriere ich dann von
Zeit zu Zeit mit meinem Agilent. Ansonsten benutze ich das Agilent
nur, wenn ich dessen spezielle Meßmöglichkeiten wirklich brauche.
Rainer D. schrieb:> michael_ schrieb:>> Und bezahlt auch nicht die Sicherung.> Aber er muss es gegenüber der Firma rechtfertigen. Und wer regelmäßig> solche Ausfälle begründen muss, dessen Karriere ist ganz schnell zu> Ende!
Aber nicht wegen solcher Kleinigkeiten.
Das läuft unter Arbeitsmittel und Verbrauchsmaterial.
Zu guter letzt wird es dem Kunden in Rechnung gestellt.
Die mögliche Gefährdung eines Meßinstruments hängt stark vom
Einsatzbereich des Eigentümers ab. In meinen Fall führt das besagte 87er
ein recht komfortables Leben als Elektroniklabor Werkzeug an Schaltungen
die von Labornetzgeräten gespeist werden. Einsatz an hohen Spannungen
oder Am Netz sind für mich eher Ausnahmen. Für den kV Bereich verwende
ich einen Fluke Hochspannungs-Spannungsteiler Meßkpf für bis zu 25kV.
Grundsätzlich messe ich keine Spannung an Getakteten
Hochspannungsschaltungen(Z.B. TV-Flyback). Das könnte leicht ins Auge
gehen weil man nie weiß wie hoch die Schaltimpulse sind die dann intern
zu Überschlägen und katastrophaler Beschädigung führen könnten.
(Für solche Sachen verwende ich einen Freon gefüllten Hochspannungs
Oszi-Tastkopf von Tektronix).
Die besagte Sicherung im 400mA Bereich hatte ein ELKO beim Einschalten
einer Niederspannungsschaltung auf den Gewissen. In Anbetracht der
empfindlichen Absicherung beim Fluke finde ich es zweckmäßiger billigere
Instrumente für solche Sachen zu verwenden. Abgesehen davon habe ich
einige alte Fluke 8050er die sich leicht für Strommessung an
Elektronikschaltungen zur dauernden Überwachung einschleifen lassen und
das 87er für die zahlreichen Spannungsmessungen an der Testschaltung
freimachen.
In der Firma haben wir im Labor einige 189er die ich eigentlich lieber
mag. Allerdings haben jene ein miserablen hohen Batterieverbrauch.
Die Fluke DMMs haben übrigens eine Schwäche: die vierteilige Sicherheits
Strippenbuchse geht bei unsachgemäßer Behandlung mit der Zeit kapputt.
Die kann man ersetzen, ist aber etwas schwierig auszulöten. In der Firma
hatten wir ein 189er das durch rauhe Behandlung gewisser ungenannter
Kollegen(:-)) Schaden genommen hatte.
Ein HP34403A DMM im ähnlichen Alter hält die Kalibrierung auch sehr
schön.
Die Hauptsache bei Messungen ist sich immer Gedanken zu machen was man
messen will und bedachtsam vorzugehen. Hudeln kann sich oft schmerzhaft
rächen. Aber keiner von uns ist perfekt und Fehler kommen vor. Da ist es
schon gut wenn ein Instrument solchen Fehlgebrauch überlebt und da ist
auch die teure Sicherung keine Katastrophe. Es zahlt sich aber aus extra
Ersatz zu kaufen um keine Zeit zu verlieren den man in solchen Fällen
dann baldigst ersetzen sollte.
Es lebe Fluke! :-)
Nachtrag. Ich habe übrigens noch ein altes zugelaufenes Fluke 8000 DMM
mit LED Anzeige. Interessanterweise hält das die Kalibrierung auch noch
recht gut.
Beim HP3458 muß man sich auch über andere Aspekte Gedanken machen. Dort
spielt auch die Purität und Metallurgie und Temperaturunterschied bzw
Gleichheit der Anschlüsse eine große Rolle wenn man uV genau messen
will. Das ist aber schon eine andere Liga die aber auch sehr viel
Fachwissen benötigt um Meßfehler zu minimieren. Beim 3458er arbeitete
ich bei gewissen Anwendungen grundsätzlich mit gleichen Kupferdrähten
ohne Verzinnung um thermoelektrische Spannnungsprobleme zu vermeiden. Es
ist möglich bei solchen Messleitungen thermoelektrische Spannungen unter
1-2uV zu halten.
michael_ schrieb:> Rainer D. schrieb:>> michael_ schrieb:>>> Und bezahlt auch nicht die Sicherung.>> Aber er muss es gegenüber der Firma rechtfertigen. Und wer regelmäßig>> solche Ausfälle begründen muss, dessen Karriere ist ganz schnell zu>> Ende!>> Aber nicht wegen solcher Kleinigkeiten.
Jedem Menschen passieren Fehler, oft sind sie endschuldbar, verzeihbar
oder auch mal fast unvermeidbar.
Aber in einem gut geführten Unternehmen wird das auch registriert und
gewertet.
Ggf. auch "ausgewertet", und bis in Ursache, Begründung, Häufigkeit uvm,
entstandene Schadenshöhe eher sehr nachrangig.
In einem entsprechenden Fach-Unternehmen ist es absolut unüblich, dass
ein "Fachmann" eine Sicherung in einem Messgerät killt und damit auch
das ganze Gerät gefährdet hat.
Egal ob die Sicherung 10 ct und das Gesamtgerät 10,-€ gekostet hat/hätte
oder das Hundertfache:
Es stellt sich automatisch die Frage nach der Zuverlässigkeit des MA.
Wenn ein Elekriker/Elektroniker ohne plausible Begründung eine
Sicherung platzen lässt, stellt sich doch die Frage, was ihm bei anderen
Dingen so durchgeht.
In der Produktion oder bei Endkundengeräten, usw..
Das Durchbrennen einer DMM-Sicherung ist an sich der letzte
Rettungsanker, der niemals benutzt werden sollte, aber gut, wenn er da
ist.
> Das läuft unter Arbeitsmittel und Verbrauchsmaterial.
Käse hoch 3, wenn die Firma etwas auf sich hält und einen Ruf zu
verteidigen hat.
In einer unseriösen Klitsche kann das anders aussehen, aber anderes
scheinst Du eh nicht zu kennen.
> Zu guter letzt wird es dem Kunden in Rechnung gestellt.
Alle Kosten einer Firma werden kalkuliert und finden sich irgenwo in
allen Rechnungen der Kunden wieder, einschliesslich einer möglichen
Gewinnspanne.
Wer das das nicht macht, ist sehr schnell pleite.
Aber einen Werkzeugverschleiss/Versagen, MA-Fehler, o.ä. einem
speziellen Kunden in Rechnung zu stellen, grenzt mindestens an Betrug
und kann leicht einen Kunden und mehr kosten.
Es passt aber alles zu dem Gesamtbild, dass ich von Dir habe.
Schön ist es nicht.
Falk B. schrieb:> Wer sich ein Fluke Multimeter leisten kann, darf auch die vergoldeten> Sicherungspreise bezahlen ;-)
Soviel ich weiss steht Fluke fuer Qualitaet und erhoehte Sicherheit
ihrer Geraete.Ich denke mal serioese Anbieter von technischen Geraeten
wohl nur ungern vor Gericht enden wollen sollte sich herausstellen, dass
ihre Ware Schuld an moeglichen Todesopfern ist.
Ein Artikel den jeder Elektriker mal lesen sollte:
https://www.ecmweb.com/safety/arc-flash/article/20898038/the-case-of-the-deadly-arc-flash
Zwischen einem Kurzschluß in einer 480V-Verteilung und einer an einer
1,5V-Knopfzelle in Sekundenbruchteilen auslösenden Sicherung gibts ja
eine gewisse Spannbreite an Möglichkeiten...
Toxic schrieb:> Ich denke mal serioese Anbieter von technischen Geraeten wohl nur ungern> vor Gericht enden wollen sollte sich herausstellen, dass ihre Ware> Schuld an moeglichen Todesopfern ist
Und ich denke das ist ein Totschlag-Argument. Wenns danach geht müsste
die Welt mit Warnhinweisen und Sicherheitseinrichtungen dermaßen
zugepflastert sein daß nix mehr vernünftig nutzbar ist.
Robert schrieb:> Wenns danach geht müsste> die Welt mit Warnhinweisen und Sicherheitseinrichtungen dermaßen> zugepflastert sein daß nix mehr vernünftig nutzbar ist.
Das haengt extrem von der Definition von vernuenftig ab.
Ein Billig-Multimeter mit einer 5x20 Standardglassicherung in einer
Elektroverteilung zu benutzen ist jedenfalls nicht vernuenftig, wie man
ein dem unter
Toxic schrieb:> Ein Artikel den jeder Elektriker mal lesen sollte:
verlinkten Bericht lesen kann.
> Mein Agilent hat jedenfalls> im Vergleich zu einem Fluke bei ähnlichem Preis deutlich bessere> Daten und Messmöglichkeiten.
Das hat mein Agilent auch, aber es hat auch genau dieselben fetten
Sicherungen wie das Fluke. Die muss halt jeder Hersteller haben der
den ganzen Sicherheitskram ernst nimmt und sein Geraet entsprechend
auszeichnet/zertifiziert.
Und nebenbei gesagt, das ich auch der Grund wieso man bei solchen
Geraeten immer so fette unhandliche Messtrippen dabei bekommt.
Olaf
Ralf X. schrieb:>> Das läuft unter Arbeitsmittel und Verbrauchsmaterial.>> Käse hoch 3, wenn die Firma etwas auf sich hält und einen Ruf zu> verteidigen hat.> In einer unseriösen Klitsche kann das anders aussehen, aber anderes> scheinst Du eh nicht zu kennen.
Und du solltest dich mal etwas mit Betriebswirtschaft schlau machen.
Was Arbeitsmittel, Verbrauchsmaterial, Grundmittel,
Gemeinkostenzuschlag, ... sind.
Und wie die eingerechnet werden.
Ich habe jedenfalls Arbeitsmittel und Verbrauchsmaterial ohne Absegnung
bestellen können.
Vielleicht mußt du für jeden abgebrochenen Bohrer einen Bericht
schreiben?
michael_ schrieb:> Vielleicht mußt du für jeden abgebrochenen Bohrer einen Bericht> schreiben?
Ich habe während meiner Ausbildung vier Monate in einer Behörde
gearbeitet. Ein älterer Mitarbeiter erzählte von früheren Zeiten. Wenn
der alte Bleistift verbraucht war, musste man bei der Materialausgabe
"seinen Stummel vorzeigen".
Eine jüngere Mitarbeiterin, die das mitbekam, lief lachend und
kreischend raus...
Weil hier über das Preisgefüge Messgerät / Sicherung diskutiert wird...
Ich hatte mal in einem früheren Job den Gleichrichterschrank des
Galvanikbeckens zu reparieren. Darin waren 6x Thyristoren a 2,5
Kiloampere und ebensoviele Sicherungen a 2 KA. Die Sicherungen sollten
eine "Kernschmelze" verhindern, wenn ein Thyristor mit Durchgang starb.
/Die Dinger waren zu einer 6er Gleichrichterbrücke für Drehstrom
verschaltet. Jede Sicherung hatte einen "Bümpel" der bei Auslösung der
Sicherung ausfuhr und ein Schaltelement, das im Kreis der Notaus-Taster
hing, betätigte und so den Gleichrichterschrank über ein dickes Schütz
abschaltete.
So ein 2,5 KA Thyristor kostete damals rund 250 Dollar, die Sicherung,
die ihn schützen sollte 280 Dollar :-)
Das war der Preis aus einem Angebot des amerikanischen Herstellers
dieses Gleichrichterschrankes. Ich habe dann mal bei den üblichen
Verdächtigen recherchiert, ob die Teile billiger zu bekommen sind. Diese
speziellen Sicherungen gab es nur von 2 Herstellern, bei den Thyristoren
dieser Größenklasse sah es nicht viel besser aus.
Die Preise über einen Distributor wären sogar noch etwas höher gewesen.
Vermutlich hatte der Anlagenhersteller beim Lieferanten einen derartigen
Staffelpreis, so das der Endkundenpreis als Ersatzteil beim
Anlagenhersteller noch besser war, als bei Distri. Waren ja keine
gängigen, weit verbreiteten Bauteile.
Gerhard O. schrieb:> Weil es jedes Jahr zusammen mit den Firmen DMMs mit-verifiziert wird.> Nur, daß mein DMM kein Calibrierzertifikat erhält (Weil ich ja nicht> dafür bezahlen muß).
Das mit dem unverwüstlichen Fluke kann ich nur bestätigen. Ich habe das
gleiche Gerät wie du vor ca. 15 Jahren geschenkt bekommen, zum ersten
Arbeitstag, dass ich eben auch mein Eigenes habe.
Da war es schon einige Jahre täglich im Einsatz und wurde jährlich
kalibriert.
Ich habe das vor drei Jahren weggeschickt und viel Geld für's
Kalibrieren bezahlt. Nach dem Vergleich des letzten und des neu
erhaltenen Kalibrierwischs war klar: Das war Geldverschwendung. Wird
erst wieder kalibriert, wenn ich eine neue TL431A messe und da kommt was
bei raus, was nicht dem Datenblatt entspricht.
Dann stellt sich aber noch die Frage, ob nicht das Gehäuse, Stecker,
Drehschalter schon vorher den Geist aufgeben. Bisher ist das alles noch
TipTop.
Walter K. schrieb:> it etwas Alu-Folie … oder Lametta vom Weihnachtsbaum ( aber bitte> bleifrei, wegen der Gesundheit! ) kannst Du so ne Sicherung ganz leicht> „reparieren“
Dann aber bitte lieber eine richtige Schmelzsicherung mit passender
Stärke. Gerne auch die flinken.
In alten Fluke-Multimetern sind 2 Sicherungen in Reihe verbaut. Eine
kleine 5x20 und eine größere mit deutlich höherem Abschaltstrom. Am
Labornetzteil killt es meistens die billige Sicherung, und wenn man
versehentlich den Strom zwischen zwei Phasen misst, verhindert die
größere den Brand.
Die Nachfrage war wohl nicht so groß, sonst würden sie das heute noch
machen.
Robert schrieb:> Und ich denke das ist ein Totschlag-Argument. Wenns danach geht müsste> die Welt mit Warnhinweisen und Sicherheitseinrichtungen dermaßen> zugepflastert sein daß nix mehr vernünftig nutzbar ist.
Mir ist erst neulich ein Dreikantschlüssel über den Weg gelaufen mit dem
aufgeklebten Sicherheitshinweis, daß man sich nach Verwendung des
Schlüssels davon überzeugen soll, daß die Schachttür wieder eingerastet
ist, weil sonst Absturzgefahr besteht.
Die Vorstellung, daß ein Aufzugstechniker, der diesen Schlüssel
verwendet, so wenig Ahnung von seinem Fach hat, daß es dieses Hinweises
bedarf, ist so absurd wie auf Skalpelle zu drucken, daß man damit nicht
ungeplant Arterien durchtrennen soll, weil das zum Verbluten des
Patienten führen könnte.
Wollvieh W. schrieb:> Mir ist erst neulich ein Dreikantschlüssel über den Weg gelaufen mit dem> aufgeklebten Sicherheitshinweis, daß man sich nach Verwendung des> Schlüssels davon überzeugen soll, daß die Schachttür wieder eingerastet> ist, weil sonst Absturzgefahr besteht.
Wenn man Werkzeug bei Lidl und Co. beschafft, dann ist das manchmal so
:-)
Gruß Rainer
Wollvieh W. schrieb:> ist so absurd
Absurd ist der Otto Normalverbraucher der bei jeder nur erdenklichen
Moeglichkeit vor Gericht zieht um die Schuld von Schaeden die er selbst
verursacht hat auf die Artikel-Hersteller abzuwaelzen.
Ich glaube selbst Lidl und Aldi hinterlassen z.B. eine Information auf
einer
Milchschokolade wie z.B.
"Milchschokolade - enthaelt Milchanteile"......
"Achtung stilles Wasser" - enthaelt Wasser - ok letzteres war nun ein
Witz aber das mit der Milchschokolade stimmt schon.
Toxic schrieb:> "Milchschokolade - enthaelt Milchanteile"......
Jau und auf den Gläsern einer berühmten Nusscreme steht tatsächlich auch
: "kann Spuren von Nüssen enthalten" ...ein Schelm, der sich etwas dabei
denkt!
Gruß Rainer
Toxic schrieb:> Ich glaube selbst Lidl und Aldi hinterlassen z.B. eine Information auf> einer Milchschokolade wie z.B.> "Milchschokolade - enthaelt Milchanteile"......
Ich kenne das eher andersherum: "Erdbeerjoghurt mit Frucht, auch für
Erdbeerallergiker geeignet, weil völlig frei von Erdbeerbestandteilen."