Hallo,
ich bin auf der Suche nach einer Schaltung, mit der ich mit Masse Masse
zum Prozessor schalten kann. Ich will einen Transistor als Schutz und
gutes Gewissen dazuwischen haben ;)
Habe bei der Suche im Forum diese Grafik gefunden, um die obere
Schaltung geht es. Eingang ist rechts, ausgang links. Was passiert, wenn
am Eingang nichts (Kabel hängt in der Luft) ist? Kann da der Transistor
durchschalten? Will keinen Pull-Up verbauen aus Angst, das könnte als
Antenne dienen bzw. Störungen einfangen.
Und warm kein Widerstand vor dem Transistor?.
Wer kann mir bei dem vermeintlich trivialem System helfen?
Achso, bitte nur 1-Transistor-Lösungen, keine Pegelwandler mit 2
Transitoren, dafür ist leider kein Platz.
Vielen Dank!
Also, ich habe irgendwie nicht verstanden was du willst. Anderen geht es
offenbar auch so, denn immerhin haben schon 33 das Bild angeschaut und
ratlos weitergeklickt.
Die einzige Frage, die sich stellt ist die: Was willst du?
Einen Portpin ansteuern?
Einen Levelshifter?
Die Versorgungsmasse vom uC wegschalten?
Sonst: mit Masse Masse schalten geht einfach über einen Draht. Wenn da
am einen Ende Masse ist, ist auch am anderen Ende Masse. Wenn du ein
schlechtes Gefühl dabei hast, nimm einen Widerstand.
Ein Halbleiter (Transistor) schützt niemals. Im Extremfall legiert der
kurz durch und hat dann Leitfähigkeit in alle Richtungen.
Ich will Masse zum Pin schalten, ohne das auf der ganzen Leitung direkt
der Pull-Up vom Prozessor drauf ist. Das will ich vermeiden. Also keine
direkte Verbinung nach draussen.
Und dies möglichst so, daß die Leitung auch keine 5V führen muß, sondern
"nichts" und nur auf anlegen von Masse reagiert.
> Und dies möglichst so, daß die Leitung auch keine 5V führen muß, sondern> "nichts" und nur auf anlegen von Masse reagiert.
Na gut, in der Elektronik ist "nichts" oft gleichzusetzen mit 0V.
Genauso ist Masse i.A. gleichzusetzen mit 0V. Wie sollte der uC das dann
unterscheiden können?
Auch in der von dir gefundenen Schaltung mit dem Transistor ist der
"Ruhepegel" am Emitter ca. 5V (sonst würde der ja durchschalten...).
Fazit:
Schalte den Pullup vom uC ein (--> min. ca. 30k). Dann nimm einen
Widerstand (4k7), schließ den an den uC an und fertig ist dein Eingang.
Als Gimmick kannst du dann noch einen 100nF Kondensator vom uC-Pin nach
GND schalten, dann bist du etwas robuster gegen ESD.
naja, sicher, aber sowas muß es doch auch nur mit einem Transistor
geben, oder? Habe persönlich nicht so gute Erfahrungen mit Optokopplern
gemacht, von daher bin ich ein wenig gehemmt auf dem Gebiet ;)
mh, nur ich wollte halt nicht Leitungen direkt vom Prozessor quer durch
das Auto/Haus etc verlegen, aus Angst Störungen einzufangen bzw. den
Prozessor irgendwie zu killen. Daher die Sache mit dem Transistor...
Einfach mal so gefragt: um was geht es hier eigentlich?
Eine Strippe vom anderen Ende der Hütte, die auf Masse geschaltet wird?
Auf welche Masse überhaupt?
Einfache Taster, es soll für einfache Taster sein. Ich habe halt nur die
Befürchtungen, daß ich mir Störungen einfange, wenn ich da eine 5V habe
bzw direkt auf den Prozessor gehe...
Was für Optokoppler (bezahlbar und bekommbar) im SMD-Format würde sich
denn da empfehlen?
> Was für Optokoppler (bezahlbar und bekommbar) im SMD-Format> würde sich denn da empfehlen?
Gib doch mal bei Reichelts Angelika auf der HP die Begriffe "optok smd"
ein. Da wirst du schon was finden.
Nur: wie wirst du die LED vom OK versorgen?
Doch nicht etwa über dieselbe Spannung wie den uC?
Falls doch: dann war die ganze Mühe (fast) umsonst, denn irgendwelche
Störungen bekommst du so immer noch auf die Masse.
1
+5V +5V +5V
2
o o o
3
| | |
4
.----o---. .-. |
5
| | | | |
6
| uC | | | |
7
| | '-' / V
8
| | | / -
9
| | | | ___
10
| In o-------o '-----|___|-----------------------.
Also ich weiß immer noch nicht was das Problem ist?
wenn du einen 1MOhm Widerstand vor den Portpin machst, kann eigentlich
nix passieren.
+5V--| 10kOhm |----+
| \
uC-----| 1MOhm |----+--Langeleitung----- \----Masse
Da kannst du auch volle 1000Volt draufgeben und dem uC stört das nicht.
Außerdem Muss das Signal mindestens 50uSec anliegen.
Das Problem ist, daß ich mit meinem Halbwissen vermute, daß wenn ich
direkt vom Port nach draussen gehe, ich mir da Störungen einfangen kann,
die allgemein die 5V verseuchen können und den Prozessor aus dem Tritt
bringen können. Mal abgesehen von Kurzschlüssen etc. Gut 230V oder so
kommen nicht drauf. Aber allgemein gesehen kann das Kabel für den Taster
halt auch in Schaltschränken/Auo etc verlaufen
Also reicht es wirklich, daß ich einfach nur bissel Widerstand und
10N-Kondi anlege? Keine Abkopplung via Optokoppler bzw. Transistor?
So, in der Art:
Beitrag "Re: Transistor als Schalter: Mit Masse Masse durchschalten?"
Ohne Witz:
was sollten jetzt noch für Vorschläge kommen?
Entweder du traust dich, deine uC-Masse im ganzen Gebäude zu verteilen,
oder du verwendest einen OK zur Entkopplung.
> ich mir da Störungen einfangen kann,> die allgemein die 5V verseuchen können
Die 5V sind hier weniger das Problem. Du hast hier eher mit einer
freilaufenden Masse zu kämpfen. Angenommen du willst 2 Taster
anschliessen, den einen im Keller, den anderen unterm Dach, und deine
Elektronik sitzt im EG. Jetzt koppelt der eine Taster irgendwas auf
seine Massestrippe ein, der Andere auch, und dazwischen hängt irgendwo
deine Elektronik auch noch mit drauf... Ob das gut geht?
Also: nimm die Lösung mit dem OK, dann läuft wenigstens noch der uC,
auch wenn die Signale auf den Tasterleitungen etwas "versaut"
sind/wären.
Gut, dann fasse ich mal OK ins Auge. Gibt es da einen empfehlenswerten,
bezahlbaren, bekommbaren Typen?
Reichelt hat eigentlich nur 2 Typen (laut suche)LTV 356T-SMD und LTV
357T-SMD welche preislich in Frage kämen. Aber zu beiden finde ich bei
google kein Datenblatt...
> Jetzt stellt sich die Frage nach dem richtigen Widerstand bei 5V,> gehen 1K?
Mach das mal ruhig ein wenig niederohmiger, damit über den Taster auch
sowas wie ein Strom fließt. Etwa 330R-470R als Richtlinie.
Und, nur damit wir uns richtig verstehen: Die 5V für die OK-LED sind
nicht die selben 5V wie auf dem uC, und die Masse am OK ist nicht
dieselbe Masse wie auf den uC. Das ist eine eigene getrennte Spannung.
Ich habe da nicht aus Versehen andere Symbole und Namen gewählt ;-)
Evtl. kannst du die Versorgung für die Widerstand-Taster-LED-Strecke mit
einem 1-Watt DCDC-Wandler erzeugen.
> ansonsten evtl. ein J-fet nehmen
Die Konstantstromquelle mit dem J-Fet kommt bei dieser kleinen Spannung
fast nicht mehr in den richtigen Arbeitspunkt. Also rausgeworfenes Geld.
Und zudem würde ich aus diesem Kreis alles unnötige halbleiterige
herauslassen.
<Und, nur damit wir uns richtig verstehen: Die 5V für die OK-LED sind
<nicht die selben 5V wie auf dem uC, und die Masse am OK ist nicht
Äh, nee. Leider nicht. Alles kommt von der gleichen Platine. Ich wollte
einfach die Diode vom OK über 470 auf VCC legen und dann Masse (auch von
der Platine) antasten. Nicht so sinnvoll, wenn da eine Masseleitung von
der Platine nach draussen geht und dann vom Taster wieder zurück auf den
OK?
> ... wenn da eine Masseleitung von der Platine nach draussen geht ...
Nein. Denn genau das soll der OK ja verhindern, sonst könnten wir uns
das Geld und den Platz sparen und die Lösung rein passiv (Widerstände)
realisieren.
Es geht nicht darum, den Eingangs-Pin vom uC von der "bösen" Aussenwelt
abzukoppeln, sondern darum, den ganzen uC von der Aussenwelt
abzukoppeln. Das wichtigste, was eine elektronische Schaltung zum
Funktionieren braucht, ist ein halbwegs verlässlicher Referenzpegel
(hier: die Masse). Und deshalb bleibt die Masse lokal am uC und der
Taster draußen vor dem Optokoppler.
Mh, und der Taster draussen vor dem OK brauch dann halt eigene
Masse/VCC, daß sozusagen eine galvanische Trennung stattgefunden hat?
Und wenn ich den OK auch mit der selben Masse betreibe, kann ich es mir
auch sparen, und gleich Passiv mit Widerständen und Kondensatoren
(vielleicht noch Diode) arbeiten, richtig?
> galvanische Trennung
Ja, das wars, was mir partout nicht einfallen wollte... ;-)
> Und wenn ich den OK auch mit der selben Masse betreibe, kann ich> gleich Passiv mit Widerständen und Kondensatoren arbeiten, richtig?
Is so.
Der EMV- und ESD-Dreck kommt dann über die Masseleitung rein,
und du mußt dir klar werden, ob deine Schaltung damit klarkommt.
Naja, bis jetzt lief es mit der Transistor-Variante sehr gut (welche ja
so gesehen sinnlos war), also wird es auch ohne ganz gut laufen, denke
ich.
Reicht der Pull-Upp vom Atmel aus, oder noch ein externer von 20k
Zusätzlich? Einen 10N-Kerko dicht am Pin oder nach dem Widerstand?
Der 10k entkoppelt den Pin vom Taster, damit ist klar:
interner Pullup aus.
Der Kondensator sorgt dafür, dass zusammen mit den beiden Widerständen
47R bei Betätigen des Tasters kurz ein Strom von ca. 50mA fließt, der
irgendwelche Oxidschichten im Taster entfernt.
@Lothar warum den internen Pullup aus? Schadet es, wenn er dennoch an
ist? Und warum ist durch den 10k etwas entkoppelt?
Reails bräuchten ja wieder externe Spannung und sind ja von System her
wie der Optikoppler - oder sehe ich da was falsch?
Ich muß die Reihenfolge der Fragen etwas umsortieren, dann ist die
Antwort schlüssiger:
> Und warum ist durch den 10k etwas entkoppelt?
Dieser 10k Widerstand schützt den Eingang deines uCs. Da fliessen
(rechnerisch) bei 100V Störspannung gerade mal 10mA in den uC-Pin. Das
hält der aus.
> warum den internen Pullup aus?
Der interne Pullup hat einen Wert zwischen 30k und 100k. Wird der
10k-Widerstand an Masse gelegt, dann gibt das einen Spannungsteiler aus
z.B. 30k und 10k. Daraus ergibt sich bei 5V Versorgung ein Pegel von
1,25V am Pin. Das ist wenigstens störend, eher aber ungünstig, weil
durch den unnötigen internen Pullup jetzt keine saubere '0' mehr
ankommen kann.
Siehe dazu das Bild mit aktiviertem internen Pullup:
> Schadet es, wenn er dennoch an ist?
Ja, eventuell. S.o.
> Relais sind ... wie der Optikoppler - oder sehe ich da was falsch?
Nein, das siehst du richtig.
>Mh, was würde passieren, wenn ich den 2k2-Pullup vor den 10k-Widerstand>setze und den Pullup noch zusätzlich einschalte?
Also direkt am Pin? Parallel zum internen?. Du wirst erst recht keinen
LOW-Pegel an den Pin bekommen, sondern höchsten noch 4,x V!
Lass es so, wie es Lothar Miller (lkmiller) im ersten Bild gezeichnet
hat.
Gut, daß heißt also, nicht den Pull-up einschalten, sondern den
Pull-Down, oder? Weil etwas muß ja immer eingeschaltet sein, oder irre
ich mich?
Welche Formel benutzt ihr da zum ausrechnen der Spannung? Das wäre mal
interessant zu wissen, dann könnte ich mal selbst ein wenig kalkulieren.
Vielen Dank.
> Gut, daß heißt also, nicht den Pull-up einschalten,> sondern den Pull-Down, oder?> Weil etwas muß ja immer eingeschaltet sein, oder irre ich mich?
Jetzt wird mir das aber langsam zu trollig ;-)
Lies dir bitte das Datenblatt durch, und dir wird sich die Wahrheit
offenbaren: Es gibt einen dritten Zustand neben hi und lo. Wie würdest
du z.B. ein EPROM, ein RAM, einen AD-Wandler und einen DA-Wandler an
einen Datenbus anschliessen? Alle mit Pullup, oder Pulldown, oder was?
> Welche Formel benutzt ihr da zum ausrechnen der Spannung?
Am einfachsten ist das Zeitintegral über die Ladung... ;-|
Etwas schwieriger wirds mit U=R*I, weil man diese Formel immer in der
falschen Stellung hat, und sie deshalb jedesmal umstellen muß. Wenn ich
z.B. den Widerstand wissen will, komme ich mit U=R*I nicht weiter. Da
hilft nur das ausmultiplizieren mit dem Kehrwert von I. Aber dazu
könntest du mit Google schnell mal was finden, ich bin dann weg.
Lothar Miller wrote:
>> Und warum ist durch den 10k etwas entkoppelt?> Dieser 10k Widerstand schützt den Eingang deines uCs. Da fliessen> (rechnerisch) bei 100V Störspannung gerade mal 10mA in den uC-Pin. Das> hält der aus.
Passt zwar nicht ganz zum Thema, aber das hat mich gerade an etwas
erinnert. Atmel hat eine Nulldurchgangserkennung für 230V AC, bei der
sie über zwei 1MOhm-Widerstände die Netzspannung auf GND und einem
Eingangspin des AVRs gegeben haben. Gibt eine Application Note dazu ...
Der hält also viel aus :)
MfG
Thomas Pototschnig
> bei der sie über zwei 1MOhm-Widerstände die Netzspannung auf GND> und einem Eingangspin des AVRs gegeben haben.>> Der hält also viel aus :)
Da fließen ja gerade mal max. 150uA.
Das sollten die Schutzdioden schon abkönnen.
Aber irgendwie tun mir die Widerstände leid... :-)
Den Strom (Leistung) hält bei 230V sogar ein 1206 aus.
Aber die Spannung nicht.
Mh, na gut, ich bin da kein Experte. Ich definiere die Pins immer als
Ausgang/Eingang und setzt dann Pull-Down oder Pull-Up - so ohne feste
Definition geht auch? Na mir ist es egal, hauptsache es geht. Wußte es
halt nur nicht.