Hallo zusammen!
Was für eine Lösung gibt es um eine Steckdosenreihe jeden Abend zu einem
bestimmten Zeitpunkt immer auszuschalten, sofern diese über den Tag
hinweg manuell eingeschaltet wurde?
Gibt's da überhaupt was käuflich zu erwerben? Eine Bussteuerung oder
"Bastellösung" ist als Lösungsoption leider nicht zulässig.
Geht so was mit einer gewöhnlichen Zeitschaltuhr? Kann man da nur
"Aus-Zeiten" programmieren?
Danke und Gruß
Klaus
Klaus schrieb:> Geht so was mit einer gewöhnlichen Zeitschaltuhr? Kann man da nur> "Aus-Zeiten" programmieren?
Kann fast jede mechanische Zeitschaltuhr aus dem Baumarkt. Frage ist
eher was passiert am nächsten Tag, WENN das Gerät NICHT ausgeschaltet
wurde!
Wahrscheinlich läuft Dein Lötkolben dann jeden Tag von 7-16:00 Uhr?
Wenn ich dich richtig verstehe willst du die Steckdosenleiste manuell
ein aber automatisch abschalten.
Mit den mechanischen Zeitschaltuhren, die ich kenne wird dann auch
wieder zwangsweise eingeschaltet.
Es gab mal welche mit zwei Lochreihen im 24h Kreis. Da war ein Kreis zum
Einschalten und einer zum Ausschalten, damit würde es gehen.
Man müsste sich mal elektronische Zeitschaltuhren anschauen, die meisten
kann man über einen taster manuell ein und ausschalten. Wenn man bei der
Schaltuhr dann nur Auszeiten programmieren kann, dann gehts.
Eben! Von alleine darf sich eben die Steckdosenleiste nicht wieder
einschalten. Dies darf nur manuell geschehen.
Es geht wirklich nur darum, dass sichergestellt ist, das jeden Abend die
Steckdosen spannungsfrei/stromlos geschaltet wird.
Das heiß auch, dass am Freitagabend ausgeschaltet wird und die Steckdose
über das Wochenende ausgeschaltet bleibt, bis jemand am Montag wieder
die Steckdose (manuell) einschaltet.
Mit dem FS20 System und FHEM ist so was möglich, einfach mal Googeln...
Für Sicherheitsrelevante Aufgaben aber nicht brauchbar, hier sollte mann
dann Homematic und Fhem einsetzen...
Die Lösung wäre evtl. Zeitschaltuhr UND ein Relais in
"Selbsthalteschaltung". Wenn Du zum Einschalten den Taster kurz drückst
zieht das Relais an und fällt ab wenn der Strom weg ist. Da z.B.
Sonntags keiner den Knopf drückt, zieht dann das Relais nicht...
Hab auch schon an ein Treppenhauszeitschaltrelais gedacht.
Aber da müsste man jede Stunde oder so den Taster drücken, um wieder
Spannung zu haben. Bzw. alle 59 Minuten und 58 Sekunden den Taster
drücken, damit die Spannung nicht abgeschaltet wird geht.
Klaus schrieb:> je nach Fehlerfall
Soll ja auch nicht im Fehlerfall auslösen, sondern wenn der Strom
weggeht. -> Wiedereinschaltsicherung für die Zeitschaltuhr
Bei meinen elektronischen (!) Aldi-Zeitschaltuhren kann ich die Ein- und
Ausschaltzeit getrennt programmieren. Wenn nur eine Ausschaltzeit
gesetzt wird, wird zum Termin abgeschalten, egal ob's vorher "an" war.
Mache ich z.B. mit meiner Siebträger-Kaffeemaschine morgens.
Programm#1: Einschalten 6:30, Abschalten 8:00.
Programm#2: nur Abschalten 10:00.
Falls ich also nach 8:00 nochmal Kaffee trinken wollte und die
Zeitschaltuhr manuell angeschalten habe (nicht zu verwechseln mit
Manuell-Modus), schaltet diese spätestens um 10:00 wieder aus.
Statler schrieb:> Bei meinen elektronischen (!) Aldi-Zeitschaltuhren kann ich die Ein- und
So schööön geht das Programmieren einer elektronischen Zeitschaltuhr
auch nicht. Wenn man sie dann wirklich mal braucht, ist die Batterie
leer. Bei einer mechanischen Zeitschaltuhr reicht es die betroffenen
Zeitsegmente anzuklicken.
Eine andere Variante wäre noch Digitale-Zeitschaltuhr für Hutschiene um
gleich die ganze Steckdosenzuleitung abzuschalten. Das Problem der
Wiedereinschaltung sollte man aber VOR dem Urlaub klären!
Einige Beispiele
http://www.pollin.de/shop/p/Nzk3OTI5/Messtechnik_Uhren/Uhren_Zaehler/Zeitschaltuhren.html
Es geht mit den meisten digitalen Zeitschaltuhren weil du beliebig viel
Ausschaltzeiten ohne Einschaltzeit programmieren kannst. Leider kann ich
nur bedingt Empfehlungen abgeben, weil die Hersteller alle Nase lang was
ändern und dann funktioniert es eben nicht mehr so einfach.
In diese Kathegorie fallen dann z.B. die Uhren von Gräslin, weil die
dann erst mal im Handbetrieb auf "Permanet an" schalten. Bei den Uhren
von "Müller" geht es mit den aktuellen Modellen noch hervorragend,
allerdings gibt es die meines Wissens nicht als Steckdosenfertige
Vergnügungseinheit.
Der Einschaltvorgang sieht dann so aus, dass die Uhr über den
Handbedienungsknopf eingeschaltet wird und sich zur nächsten
Abschaltzeit aus schaltet.
Wenn Du eine alte Gräslin-Uhr erwischen kannst, dann kannst Du auch
die nehmen. die konnten das auch.
http://www.oortwijn.nl/OPRUIMING/images/electronica/stopcontactklokje.jpg
Oh man ... Doch nicht so einfach wie gedacht.
Werde mir mal ein paar Datenblätter von Zeitschaltuhren anschauen.
Am Besten wäre halt, wenn du auch mit Netzspannung betrieben werden und
nur eine Pufferbatterie haben. Wenn sie einen DCF77 Empfänger hätte wäre
es perfekt. Und ... und ... und ....
Hallo,
da wird mal wieder von der Lösung wegdiskutiert - ein Relais in
Selbsthaltung ist schon die perfekte Lösung: wenn die vorgeschaltete
Zeitschaltuhr abschaltet, fällt es ab, und zum Wiedereinschalten muss
man den Haltekontakt mit einem Taster überbrücken. Das wird in
Maschinensteuerungen zigtausendfach so eingesetzt, wenn sich eine
Maschine nicht von selbst wiedereinschalten darf.
Gruss Reinhard
A. K. schrieb:> Er will aber keine Bastellösung.
Wenn man sich das Relais und den Taster von einem Elektriker verdrahten
läßt, ist es keine Bastellösung mehr. Und es ist trotzdem einfach.
Reinhard Kern schrieb:> da wird mal wieder von der Lösung wegdiskutiert
Na, da gilt wohl mal wieder nur die eigene Meinung...
Dann sag ich: Bastelpfusch an Netzspannung!!!
Und wenn's der Elektriker mit Hutschienengeräte im Verteiler macht:
10€ vs. 1000€.
Mechanische Schaltuhr: Ungenau, unverhältnismäßiger Stromverbrauch.
Das einfachste, schnellste und billigste ist sicherlich die digitale
Wochenschaltuhr, rein in die Steckdose, einstellen und gut is'. Die
versorgen sich IMHO alle über 230V, nur manche haben eine zusätzliche
Stützbatterie. (Von wegen Batterie leer)
Aber natürlich lässt sich das ganze beliebig übertreiben.
Statler schrieb:> Und wenn's der Elektriker mit Hutschienengeräte im Verteiler macht:> 10€ vs. 1000€.
Nana, jetzt übertreib mal nicht :-)
Für ein Relais und einen Taster will dein Elektriker 1000€ haben?
Der baut doch sicher einen Taster aus Gold ein, oder?
ich schrieb:> Für ein Relais und einen Taster will dein Elektriker 1000€ haben?> Der baut doch sicher einen Taster aus Gold ein, oder?
Mit Taster und Relais isses aber noch nicht getan. Zeitschaltuhr
(Hutschiene, professionell), geschaltene Ader und Steuerleitung zur
Steckdose verlegen, Dose für Taster setzen, Verteilerverdrahtung, ...
Ich weiss ja nicht wie Dein Elektriker abrechnet, aber bis zu 100€/Ah
dürften bei offizieller Abrechnung nicht ganz unrealistisch sein. Aber
OK, 1000€ ist vielleicht das obere Ende.
Klaus schrieb:> Und ein FI löst je nach Fehlerfall nicht sicher aus
Dem sollte man aber deutlich mehr vertrauen koennen als der
Zeitschaltuhr, die den Widerstand zwischen L und PE schaltet.
wendelsberg
Statler schrieb:> Mechanische Schaltuhr: Ungenau
So ungenau, wie die 50Hz im Netz. Wenn die elektronischen
Zeitschaltuhren die auch nutzen würden, wären sie genau so genau wie die
mechanischen.
Gruß
Jobst
Kevin schrieb:> Von THEBEN gab/gibt es eine Zeitschaltuhr die wurde mit> Stifte programmiert.
Muß es nicht heissen: sie wurde von Stiften programmiert?
Moment, was ist hier bitteschön eine Bastellösung? Wonach definiert sich
das?
Muss es das steckerfertig zu kaufen geben, muss das nachtlos im
Erscheinungsbild des Gebäudes unterzubringen sein, oder reicht ein
kleiner Kasten mit Stecker, Steckdose und Selbsthalteschaltung an der
Wand wenn er vom Elektriker gebaut wurde?
Wonhaft in einem Mehrfamilienhaus bin ich immer darauf bedacht, dieses
nach 22:00Uhr komplett abzuschalten. Dazu gehe ich in den Keller und
schraube an der Stromversorgung rum, bis alle im Dunklen sitzen. Dabei
erreiche ich mindestens zwei Zustände: Nix brennt mehr ab und die
Gebuhrtenrate steigt verm. wieder.
Nur so kann man Steckdosen des nächtens abschalten. Was nützt mir das
Abschalten von Steckdosen meiner Wohnung, wenn im gleichen Block jemand
sitzt, dessen Heizdecke selbiges in Brand setzt und damit mein
Appartement mitgefährdet.
Die eingangs gestellte Frage erscheint mir ein wenig ungenau formuliert
zu sein.
Es gibt Stromstoßschalter (Fernschalter) mit Zentralein und Zentralaus.
Am Zentralein kannst du eine Zeitschaltuhr mit Impulsfunktion
anschließen, so daß diese zu einer bestimmten Uhrzeit ein 1s Impuls
ausgibt.
Es gibt doch diese IP-Steckdosenschalter, welche man über das Internet
und an der Front ein und aus schalten kann ...
Dazu einen RPi, welcher zur gewünschen Uhrzeit den Ausschaltbefehl
schickt ...
:-D
Gruß
Jobst
Klaus schrieb:> Eine Bussteuerung oder "Bastellösung" ist als Lösungsoption leider> nicht zulässig.
IP würde ich auch unter Bus-Lösung und damit als nicht zulässig
verbuchen, auch wenn es streng genommen keine ist.
Im Moment glaube ich, dass man hier zwei (bis drei) Module braucht; Eine
Zeitschaltuhr, und eine Wiedereinschaltsicherung (und ggf. den
elektronischen Schalter selbst).
Zusammen wird man es vermutlich nicht von der Stange kaufen können.
Frage an den Threadstarter: Würde eine Einzelauftragsausführung oder
eine Montage von Elementen im Schaltschrank auch unter "Bastellösung"
fallen?
Hm, rückblickend fällt mir auf, dass noch ein paar Punkte offen sind:
Wie klein groß mobil soll es sein? Wieviel Leistung soll geschaltet
werden (Klingt im Moment nach variable, aber im Rahmen üblicher
Haushaltsgeräte)?
Gibt es preisliche Restriktionen?
Ansonsten könnte man ja mal über Funksteckdosen nachdenken, die über
einen festen Sender abends das Aus-Signal kriegen, aber sonst auch
manuell geschaltet werden können.
Bzgl. Bastellösung: würde es reichen, wenn nur das Schalten mittels
eines Festiggerätes passiert, die Steuerung jedoch als
Sicherheitskleinspannungslösung anders gelöst ist?
Wenn da nichts kritisches dran hängt, würde ich jede x beliebige
Zeitschaltuhr nehmen, ausschalten auf 8 uhr legen und anschalten auf 1
min vor 8. Dann ist die Steckdose "nur" 1 min an und geht dann
garantiert wieder aus.
Statler schrieb:> Dann sag ich: Bastelpfusch an Netzspannung!!!
Selbsthalteschaltungen werden millionenfach in industriellen
Verteilungen gebaut. Natürlich muss die von wem aufgebaut werden,
der sich mit Elektrik auskennt.
> Mechanische Schaltuhr: Ungenau, unverhältnismäßiger Stromverbrauch.
Vorurteil?
Gruss
Harald
Der Rollstuhlführer schrieb:> Muß es nicht heissen: sie wurde von Stiften programmiert?
Der Stift, die Stifte.
Stiften gehst du, wenn du etwas verbrochen hast.
Sie wurde mit Stifte programmiert, weil diese Stifte
in die Uhr eingesetzt wurden und nicht in der Uhr waren.
Kevin schrieb:> Der Stift, die Stifte.> Stiften gehst du, wenn du etwas verbrochen hast.>> Sie wurde mit Stifte programmiert, weil diese Stifte> in die Uhr eingesetzt wurden und nicht in der Uhr waren.
Im Plural wird bei allein stehenden, stark gebeugten Substantiven
der Dativ gesetzt. Folglich lautet die korrekte Schreibweise:
Sie wurde mit Stiften programmiert (...)
bunt_stift schrieb:> Im Plural wird bei allein stehenden, stark gebeugten Substantiven> der Dativ gesetzt. Folglich lautet die korrekte Schreibweise:>> Sie wurde mit Stiften programmiert (...)
Das ist heutzutage nicht mehr korrekt.
Es muss heissen "von Stiftinnen und Stiften". :-)
Gruss
Harald
Einzig richtige Lösung:
Zeitschaltuhr, vom 20:00 bis 6:00 aus, ansonsten an.
In Reihe ein Schütz in Selbsthaltung mit Ein und Austaster.
Lässt sich auch leicht auf 3-Phasen ausbauen.
Roland schrieb:> er meint eine Steckdosenleiste mit elektronischem FI. Die sind> gleichzeitig Unterspannungsauslöser.
Die einfachste Variante wäre tatsächlich eine Zeitschaltuhr und ein
FI-Zwischenstecker. Letzterer hat zwei Tasten (Ein und Aus). Schaltet
man die Spannungsversorgung über die Zeitschaltuhr ein, ist der FI
zunächst aus.
Diesen muss man explizit einschalten. Er geht dann in Selbsthaltung bis
die Spannunsversorgung abbricht, die Aus-Taste gedrück, oder ein
Fehlerstrom detektiert wird.
Wenn duschreibst, dass du "sicher" abschalten musst, dann wäre zu
definieren, was du unter "sicher" verstehst.
Denn bei einer wirklich sicheren Abschaltung zu einer bestimmten Uhrzeit
wird das richtig kompliziert. Da müsste nämlich gewährleistet sein, dass
die Uhrzeit ebenfalls sicher stimmt. Und das würde meines Erachtens nur
über die plausibilisierung zweier unabhängiger Uhren funktionieren. Und
ich denke nicht, dass du das willst.
Daher solltest du dir zuerst Gedanken darüber machen, wie sicher das
sein muss. Also was kann passieren, wenn die Schaltung versagt und die
Leiste nicht abgeschaltet wird. Läuft dann ein Lötkolben im Ständer die
ganze Nacht? Dann ist das Risiko gering, dass schaden entsteht und
entsprechend "unsicher" darf die Lösung auch sein. Besteht aber bei
Versagen der Anordung unmittelbar Gefahr für Mensch oder das
unmittelbare Risiko eines hohen Sachschadens, dann muss man sich mehr
Gedanken um das Thema machen.
Harald Wilhelms schrieb:> Das ist heutzutage nicht mehr korrekt.> Es muss heissen "von Stiftinnen und Stiften". :-)
Auch falsch. Die heissen Azubis.
M. H. schrieb:> Oder eine elektronische Zeitschaltuhr bei der du einen> Ausschaltzeitpunkt programmierst und die du dann manuell einschaltest.
Das ist das, was er sucht. Hast Du eine, von der Du sagen kannst, dass
sie dies sicher beherrscht? Oder wird dann auch eine Einschaltzeit
benötigt? ;-)
Gruß
Jobst
Eine ganz nette Alternative zur Selbsthalteschaltung ist dieses:
http://www.stoppe.de/Basteln3.htm
Wer am nächsten Tag zuerst Strom braucht, stellt die Schaltuhr wieder
auf die richtige Zeit.
M. H. schrieb:> Oder eine elektronische Zeitschaltuhr bei der du einen> Ausschaltzeitpunkt programmierst und die du dann manuell einschaltest.
...was eben zwar bei manchen, nicht aber an allen Uhren möglich ist.
Wenn ich mich richtig erinnere, kann meine 10-EUR-Zeitschaltuhr genau
das: Du hast eine Taste für manuell ein/aus und die Uhr selbst kann
darauf programmiert werden, zu einem bestimmten Zeitpunkt ein- oder
auszuschalten.
Also: Am Morgen kommst du, schaltest an der Uhr durch einen simplen
Tastendruck manuell auf "ein". Gleichzeitig ist die Uhr so programmiert,
dass sie immer um 17 Uhr auschaltet.
P. M. schrieb:> Gleichzeitig ist die Uhr so programmiert,> dass sie immer um 17 Uhr auschaltet.
Und dafür ist keine Einschaltzeit nötig?
Und welche Zeitschaltuhr ist das, wo bekommt man die?
Gruß
Jobst
Harald Wilhelms schrieb:> Statler schrieb:>>> Dann sag ich: Bastelpfusch an Netzspannung!!!>> Selbsthalteschaltungen werden millionenfach in industriellen> Verteilungen gebaut. Natürlich muss die von wem aufgebaut werden,> der sich mit Elektrik auskennt.
Da möchte ich doch gar nicht widersprechen, aber so wie ich den TO Klaus
verstehe, geht es darum, z.B. einen vergessenen Lötkolben am Abend
"zwangsabzuschalten". Das kann eine 10€-Wochenschaltuhr, ab ca. 30€ auch
mit DCF. Vielleicht nicht jede, aber da hilft RTFM! Meine Aldi-Uhr
kann's und die von P.M. scheinbar auch.
>>> Mechanische Schaltuhr: Ungenau, unverhältnismäßiger Stromverbrauch.>> Vorurteil?
Nein, persönliche Erfahrung mit den üblichen Billig-Dingern. Mag sein,
dass es hochwertigere Modelle gibt, die mit Netzuhr laufen. Meine
jedenfalls läuft innerhalb 2 Wochen ca. eine Stunde davon.
Statler schrieb:> Nein, persönliche Erfahrung mit den üblichen Billig-Dingern. Mag sein,> dass es hochwertigere Modelle gibt, die mit Netzuhr laufen. Meine> jedenfalls läuft innerhalb 2 Wochen ca. eine Stunde davon.
Die meisten Billiguhren laufen mit netzfrequenzgesteuerten
Synchronmotoren, die typisch etwa 1W verbrauchen.
Gruss
Harald
Jobst M. schrieb:> Peter N. schrieb:>> Eine ganz nette Alternative>> ... ist diese Bastellösung - die er nicht möchte.
Der EP fragt aber auch:
>Geht so was mit einer gewöhnlichen Zeitschaltuhr?
Was für mich aber mal grundsätzlich eine Bastellösung wäre...
Hab nur ein bisschen gelesen und den Rest übersprungen. So hätte ich das
gelöst:
Ein Schütz oder ein Relais in Selbsthaltung und den Aus-Taster durch ein
weiteres Relais überbrückt. Dieses wird dann von einer Zeitschaltuhr
abends für die minimale Zeitspanne eingeschaltet und somit die
Selbsthaltung ausgeschaltet.
Walter Tarpan schrieb:> Stefan schrieb:>> Zeitschaltuhr und dahinter angebrachten>> Unterspannungsauslöser?>> Zeitschaltuhr und FI-Steckdosenleiste würde gehen.
Kann man nicht dafür sorgen, dass um eine bestimmte Uhrzeit der FI
anspringt und so die Leiste stillegt?
Das könnte dann ein entsprechender Widerstand sein, der von der
Zeitschaltuhr um eine bestimmte Uhrzeit zwischen Phase und Erde
geschaltet wird und somit den Fehlstrom fließen lässt.
Oliver Heinrichs schrieb:> Ein Schütz oder ein Relais in Selbsthaltung und den Aus-Taster durch ein> weiteres Relais überbrückt.
Sorry. Nicht überbrückt, sondern durch nen Öffner am Relais ersetzt.
Jobst M. schrieb:> Und dafür ist keine Einschaltzeit nötig?>> Und welche Zeitschaltuhr ist das, wo bekommt man die?
Nein, keine Einschaltzeit nötig. Gekauft habe ich sie (wenn ich mich
richtig erinnere) beim Schweizer Detailhändler Coop, also kein Baumarkt
oder Fachgeschäft. Leider habe ich sie gerade nicht hier, kann dir also
das Modell nicht nennen.
Überhaupt erstaunt es mich, dass solche Uhren selbst hier in einem
Fachforum kaum bekannt sind. Ist ja kein exotischer Andwendungsfall,
dass man etwas manuell eingeschaltetes zeitgesteuert auschalten möchte.
Allerdings erinnere ich mich, dass meine Eltern vor kurzem auch noch so
eine altertümliche mechanische Zeitschaltuhr gekauft haben. Irgendwie
scheinen elektronische Zeitschaltuhren unerwartet wenig verbreitet zu
sein, obwohl sie weder teuer noch kompliziert sind.
Da ein Relais mit selbserhaltung unter Bastellösung fällt, ist die
einzige möglichkeit für den TO eine Zeitschaltuht zu verwenden, wie ich,
P. M. und Statler eine haben.
M. H. schrieb:> Da ein Relais mit selbserhaltung unter Bastellösung fällt,
Nun, fast jede Lösung dieser Art ist wohl mal zuerst auf irgendeinem
Labortisch "gebastelt" worden. Wer mal die Selbsthaltung erfunden hat,
weiss ich auch nicht. M.W. gibts die schon mindestens 50 Jahre und
wird allgemein zum Einschalten von Motoren per Knopfdruck benutzt.
Gruss
Harald
vielleicht findet sich irgendwo ein Chinese, der keine Ahnung von
Elektrik hat, und einem das zusammenschraubt. Dann wäre es nicht
gebastelt, sondern Industriestandard.
P. M. schrieb:> Überhaupt erstaunt es mich, dass solche Uhren selbst hier in einem> Fachforum kaum bekannt sind.
Bekannt schon. Aber es gibt kein einheitliches Bedienkonzept. Und selbst
wenn Du irgendwo eine Zeitschaltuhr findest, die Dir gut gefällt,
bekommst Du als zweites Stück evtl. eine ganz andere.
Und die Frage ist nicht, dass es sowas gibt, sondern die Frage ist, wo
bekommt man eine Zeitschaltuhr, die dieses Feature auch garantiert
besitzt und bei zukünftigen Exemplaren ebenfalls besitzt. Sowas wird
doch als Billigware aus China von irgendeinem Hersteller geliefert. Und
wenn Hersteller B aus China nun billiger ist oder zuverlässiger liefern
kann, dann wird eben das Gerät nun weiter verkauft. Und so hat man auf
einmal in der selben Verpackung ein anderes Gerät, welches zwar die auf
der Packung zugesicherten Eigenschaften besitzt, sich aber in solchen
Feinheiten unterscheidet.
P. M. schrieb:> Irgendwie> scheinen elektronische Zeitschaltuhren unerwartet wenig verbreitet zu> sein, obwohl sie weder teuer noch kompliziert sind.
Sie sind kompliziert, unzuverlässig und gehen gerne falsch. Bei meiner
Mutter regelmässiges Szenario bei der Lampe für das Kleintier: Nach
einem Gewitter oder Netzschwankung hat sich die Uhr verstellt, die
Schaltzeiten sind verloren/verstellt oder das Ding ist kaputt gegangen.
Ausserdem kommt meine Mutter damit nicht klar und die Displays sind
nicht unbedingt gut lesbar, wenn das Teil irgendwo unter dem Tisch in
einer Steckdose steckt. Seit der mechanischen Uhr ist Ruhe damit. Die
zieht man raus, stellt sie ein (Da kann man anfassen! Absolut intuitiv!)
und steckt sie wieder in die Dose. Keine verloren gegangenen Uhrzeiten
oder Defekte seit dem. Bei den elektronischen Uhren hatten wir ein Abo.
Also: 'nicht teuer' gleich wieder streichen!
Gruß
Jobst
Es darf keine Bastellösung sein, weil es nicht für zu Hause ist, sondern
für den Arbeitsplatz in der Firma. Und da muss alles den VDE, BGV und
sonst was für Normen entsprechen....
Klaus schrieb:> Es darf keine Bastellösung sein, weil es nicht für zu Hause ist, sondern> für den Arbeitsplatz in der Firma.
Wenn das tausendfach eingesetzte Relais mit Selbsthaltung für dich eine
Bastellösung ist, hast du schlicht keine Ahnung und solltest das jemand
machen lassen, der dafür qualifiziert ist.
Gruss Reinhard
Was würde denn dagegen sprechen, eine normale (wie auch immer genaue)
Zeitschaltuhr zu nehmen (die pünktlich zum Feierabend mal kurz den Saft
ab- und nur wenig später wieder einschaltet), und dort das hier:
irgendwer schrieb:> Aber die erwähnte Lösung mit dem Unterspannungsauslöser klingt doch> optimal. Da ist doch quasi das besagte Relais mit dem Taster eingebaut.> Und das gibt es fertig sogar mit Steckdose und Stecker:>> Ebay-Artikel Nr. 121214978230
einzustecken, und daran den Kleinleistungsverbraucher.
Notfalls kommt das halt in die Master-Steckdose und der Rest des
Geraffels in die Slaves :)
Eine Möglichkeit wäre ein Schaltuhr, die ausgeschaltet und nur tagsüber
an ist. Sollte sie morgens nicht angeschaltet sein weiß man das die Uhr
falsch geht. Dahinter eine Funksteckdose, die ist automatisch aus wenn
sie Spannung bekommt, sie kann dann bei Bedarf an der Dose oder per
Funk an- oder abgeschaltet werden. Wenn das über Funk zu gefährlich ist,
wegen Falscheinschalten, entfernt man einfach den Empfänger in der Dose
und nutzt nur den Schalter.