Guten Abend zusammen,
bei unserer Küchenspüle benötigen wir einen kleinen 5l Boiler.
Da hier aber nur 15 Minuten am Tag, wenn überhaupt, heißes Wasser
benötigt wird, wollte ich den Boiler per Schütz ein und nach ca. 10
Minuten automatisch wieder ausschalten.
Nun hat mir ein Boilerhersteller gesagt, dass dies nicht zulässig sei,
da der Sicherheitstemperaturbegrenzer bei Stromlosigkeit automatisch
zurückgesetzt wird.
Dies sei auch bei anderen Herstellern so und ich solle den Boiler
einfach anlassen, da er ja so sparsam sei...
Wenn da wirklich ein Temperaturproblem ist, würde der doch sofort wieder
auslösen? Ich verstehe nicht, warum dies nicht zulässig sein sollte. Das
gleiche Problem wäre ja, wenn die Sicherung ein/ausgeschaltet wird, weil
der Elektriker gerade daran arbeitet, beim Stromausfall usw.
Hat sich der Supportmitarbeiter geirrt oder ist das wirklich nicht
gestattet?
Gerade bei der wenigen Nutzung wäre ein Abschalten definitiv
Energiesparender.
Viele Grüße,
Häuselbauer
Das war sicher der selbe Supportmitarbeiter, der einer Kundin, die
Internetprobleme hatte und mit dem Router unterm Arm im Laden vorbeikam,
einen Neustart des selbigen empfahl.
Wenn möglich würde ich mir das verkneifen.
Der Begrenzer kommt ja nicht nur so, aus Langeweile.
Die Interpretation ist ja: Übertemperatur wurde erreicht.
Die Theorie sagt hierzu: Bei Wasser sind mehr als 100° nicht möglich.
Also liegt hier tatsächlich was im Argen.
Keine Ahnung wann der Anspricht, aber 130° werden es wohl sein. Man
(Hersteller) will ja keinen Fehlalarm.
Jetzt hat so ein Schütz einen weiteren Nachteil: Es dauert nicht lange,
und die Forderung nach mehr kommt auf. Es nervt nämlich, dass man nie
heißes Wasser hat, sondern erst nach dem Einschalten.
Also muss eine Automatik (Zeitschaltuhr vielleicht sogar ein Kleverle
[Smart-Home]) installiert werden.
Nach Murphy ist jetzt der Punkt erreicht, an dem man in Urlaub fährt und
der Boiler täglich überhitzt wird...
Kann gut gehen, muss aber nicht. Ist es aber kein druckloser Boiler dann
heißt es viel Spaß beim Sauber machen.
Etwas ähnliches ist einem Bekannten passiert. Der Spaß war am Ende
5-stellig, da das Wasser bis unter den Estrich gedrungen war.
Hallo zusammen,
es handelt sich um drucklose Boiler, also laut Theorie maximal 5l
Wasserschaden + Wohnungsbrand ;)
Ich vermute, dass der auch schon eher anspringen könnte. Offiziell
heizen die Dinger meistens bis 85 Grad.
Der Schütz soll über sowas wie einen Treppenlicht-Zeitschalter
geschaltet werden: Taste wird gedrückt, das Ding heizt 10 Minuten auf ->
abschalten.
Es gibt sogar Firmen, die direkt Steckdosenleisten mit
Kabelfernbedienung für sowas anbieten...
Ich verstehe nicht, warum es keine Boiler gibt, die man z.B. Digital per
Taster ein/ausschalten kann. Man könnte ja Nachts mal Wasser brauchen.
Und bei aktuellen Strompreisen verbrauchen die im Jahr auch 35-40 Euro
Standby - dafür das man jederzeit Warmes Wasser haben könnte...
vg
Häuselbauer schrieb:> Ich verstehe nicht, warum es keine Boiler gibt, die man z.B. Digital per> Taster ein/ausschalten kann. Man könnte ja Nachts mal Wasser brauchen.
Geht ja auch analog per Schalter/Drehregler.
Häuselbauer schrieb:> Und bei aktuellen Strompreisen verbrauchen die im Jahr auch 35-40 Euro> Standby - dafür das man jederzeit warmes Wasser haben könnte...
Viele Hersteller geben den Bereitschafts-Energieverbrauch für eine
Wassertemperatur von 65°C an. Moderne, gut gedämmte 5l-Speicher
erreichen hier Werte von nur etwa 0,2kWh pro Tag. In einem Jahr
fallen dann also rund 20€ an.
btw Bei drucklosen Speichern muss man zwingend spezielle Niederdruck-
Mischbatterien verwenden. Sonst wird der Boiler höchstwahrscheinlich
platzen.
Häuselbauer schrieb:> wollte ich den Boiler per Schütz ein und nach ca. 10 Minuten automatisch> wieder ausschalten.
Und was soll das bringen? Bei der geringen Heizleistung wird das Wasser
im Gerät sich in der kurzen Zeit kaum nennenswert erwärmen.
Dann kannst Du das Ding auch gleich ganz ausgeschaltet lassen.
Du kannst das selbst ganz einfach ausprobieren. Schalte das Gerät aus,
lass' etwas mehr als 5l "Warmwasser" ablaufen (bis eben das ausfließende
Wasser die gleiche Temperatur hat wie "Kaltwasser").
Dann schaltest Du das Gerät für zehn Minuten ein und ... bestimmst die
Temperatur, die das aus dem Gerät entnommene Wasser hat.
Und zwar nicht nur, wenn Du nur eine Tasse voll zapfst, sondern schon
Dein Küchenspülbecken vollaufen lassen.
Hast Du schon einmal über einen kleinen Durchlauferhitzer nachgedacht?
Die gibt es schon ab 3 kW, so dass man die an einer 16A-Leitung
betreiben kann ... damit sind die Standby-Verluste auf jeden Fall
minimiert. Nachteil könnte allenfalls der geringe Durchfluss sein.
Häuselbauer schrieb:> dass dies nicht zulässig sei,> da der Sicherheitstemperaturbegrenzer bei Stromlosigkeit automatisch> zurückgesetzt wird.
Gut, wenn er also ausgelöst wurde wegen einer Überhitzung, dann würde
er ja wieder betriebsbereit sein...
> Dies sei auch bei anderen Herstellern so und ich solle den Boiler> einfach anlassen, da er ja so sparsam sei...
Sämtliche Boiler, die mir untergekommen sind, hatten einen
mechanischen übertemperaturabschalter, der erst durch Aufschrauben
der Abdeckung zugänglich wurde (roter Knopf heraus gesprungen)...
Und diese kleinen Untertischboiler hatten auch immer einen
Schukostecker zum Anstecken, daher sehe ich keinen Grund, der gegen
Schütz spricht und die Einschaltzeit muss der TO selbst ermitteln...
Häuselbauer schrieb:> Gerade bei der wenigen Nutzung wäre ein Abschalten definitiv> Energiesparender.
Gerade bei der wenigen Nutzung verwendet man heute einen
Durchlauferhitzer ohne Standbyverbrauch.
wendelsberg
Rufus Τ. F. schrieb:> Und was soll das bringen? Bei der geringen Heizleistung wird das Wasser> im Gerät sich in der kurzen Zeit kaum nennenswert erwärmen.
Nö, in weniger als 10min heizt der mit seinen 2kW die 5l Wasser auf 65°C
auf.
Mani W. schrieb:>hinz schrieb:> Rufus Τ. F. schrieb:>> Und was soll das bringen? Bei der geringen Heizleistung wird das Wasser>> im Gerät sich in der kurzen Zeit kaum nennenswert erwärmen.>> Nö, in weniger als 10min heizt der mit seinen 2kW die 5l Wasser auf 65°C> auf.
genau! 10 Minuten reichen also für den Wasserverbrauch eines Tages.
Vorteil von den Boilern zu Durchlauferhitzern ist: sie liefern bei
niedrigerer Anschlußleistung als ein Durchlauferhitzer viel wärmeres
Wasser.
vg
Häuselbauer schrieb:> Nun hat mir ein Boilerhersteller gesagt, dass dies nicht zulässig sei,> da der Sicherheitstemperaturbegrenzer bei Stromlosigkeit automatisch> zurückgesetzt wird.
Was heisst das genau? Hat der Boiler eine elektronische Steuerung bei
der man die Begrenzung programmieren muss oder wie ist das zu verstehen
Sebastian S. schrieb:> Der Begrenzer kommt ja nicht nur so, aus Langeweile
Wo hat der TO gesagt daß ein Begrenzer kommt?
@TO: Wenn du Ross und Reiter nennen würdest, also den genauen Typ des
Boilers könnte man dir konkreter helfen. So sieht man schön wie wieder
wild spekuliert wird und die Hälfte der Beiträge in die völlig falsche
Richtung laufen.
Siehe Netiquette zur Problembeschreibung
eben, ich verstehe den Zirkus nicht. Wenn Du sowieso was anbauen willst
oder investieren willst..verwende einen Durchlauferhitzer.
Der Verbrauch ist der gleiche in grün!!
Die 5 Liter Drucklosboiler haben in der Regel 2kW Heizleistung.
Da kann man getrost eine ( halbwegs hochwertige ) Zeitschaltuhr
zwischenschalten, die nur in der erwarteten Nutzungszeit für z.B. 30
Minuten einschaltet.
Habe ich auch so gemacht. Geht wunderbar.
Wenn der Installateur durch ein Menü die ÜT Funktion programmieren muss,
kann der Support schon recht haben. Mann kann durchaus die Sachen
beliebig kompliziert machen. Und Mancheiner kann Dir hinterher auch
nicht erklären, warum gewisse Sachen so gelöst wurden, sind wie sie
sind. Find Dich damit ab oder kauf Dir einen Boiler, den Du schalten
darfst.;-)
Tina schrieb:> Der Verbrauch ist der gleiche in grün!!
Nö der ist geringer weil keine Bereitstellungsverluste da sind.
Und auch keine 5l Wasser die im Boiler noch warm sind aber ggf. nicht
mehr gebraucht werden und dann über Nacht abkühlen.
Macht aber nur Sinn wenn er 3-Phasen zu dem Boilerplatz legen kann.
Die ganz kleinen DLEs sind nur dazu da als Nachbrenner das Wasser noch
etwas zu erwärmen.
Oder man lebt mit einem Rinnsal bei dem das Wasser im Spülbecken schon
wieder kalt ist bevor das Becken voll wird.
Häuselbauer schrieb:> Nun hat mir ein Boilerhersteller gesagt, dass dies nicht zulässig sei,> da der Sicherheitstemperaturbegrenzer bei Stromlosigkeit automatisch> zurückgesetzt wird.
Und nach nem kurzen Stromausfall fackelt mir dann im Fehlerfall die Bude
ab? Was sind denn das für Sicherheitsmechanismen?
Der Andere schrieb:> Macht aber nur Sinn wenn er 3-Phasen zu dem Boilerplatz legen kann.> Die ganz kleinen DLEs sind nur dazu da als Nachbrenner das Wasser noch> etwas zu erwärmen.
Die kleinen werden oft nur ueber 2 Phasen versorgt.
Gut, weil man dann 7,5 kW ueber ein 3x1,5 anschliessen kann.
Schlecht, weil man fuer Leistungen oberhalb 2,5qmm braucht.
Mit 7,5 kW ist meine Frau zufrieden.
wendelsberg
Die Angst des Supportmitarbeiters dürfte es sein, dass wenn der Boiler
regelmäßig zurückgesetzt wird, ein eventuelles Auslösen der
Thermosicherung nicht mehr auffällt.
Eine konkrete Gefahr kann ich davon zwar noch nicht ableiten, aber es
ist auch sicher nicht wünschenswert langfristig einen Boiler laufen zu
lassen der regelmäßig an seiner Obergrenze anschlägt.
Ich würde zunächst einmal die Standby Leistung (mit einem für die
Leistung geeigneten) Messgerät messen und dann noch einmal entscheiden
wie das Verhältnis von Energieersparnis zu
Komfortverlust+Warnung-in-den-Wind-schlagen-ungutes-Bauchgefühl ist.
Heimwerker schrieb:> Häuselbauer schrieb:>> Und bei aktuellen Strompreisen verbrauchen die im Jahr auch 35-40 Euro>> Standby - dafür das man jederzeit warmes Wasser haben könnte...>> Viele Hersteller geben den Bereitschafts-Energieverbrauch für eine> Wassertemperatur von 65°C an.....
Alle Hersteller müssen den Bereitschafts-Energieverbrauch angeben und
Händler müssen bei jedweder Bereitstellung auf dem Markt den
Warmwassserbereiter gemäss Ökodesignrichtlinie 814/2014 kennzeichnen.
Auch wenn die umsonst und gratis verschenkt werden.
Häuselbauer schrieb:> Nun hat mir ein Boilerhersteller gesagt, dass dies nicht zulässig sei,> da der Sicherheitstemperaturbegrenzer bei Stromlosigkeit automatisch> zurückgesetzt wird.
Zurückgesetzt auf was?
Wenn das wirklich so ist, dann hat das Gerät keine gültige CE
Kennzeichnung nach Niederspannungsrichtlinie 73/23/EWG.
Der Andere schrieb:> Häuselbauer schrieb:>> Nun hat mir ein Boilerhersteller gesagt, dass dies nicht zulässig sei,>> da der Sicherheitstemperaturbegrenzer bei Stromlosigkeit automatisch>> zurückgesetzt wird.>> Was heisst das genau? Hat der Boiler eine elektronische Steuerung bei> der man die Begrenzung programmieren muss oder wie ist das zu verstehen>
Der Sicherheitstemperaturbegrenzer ist ein Bimetall-Schalter mit
eingebauter Heizung. So bald der "ausschaltet" wird über einen
Heizwiderstand der Bimetall-Schalter auf Temperatur gehalten, so dass er
in "Aus"-Stellung bleibt. Es ist dann notwendig das Gerät (kurz)
stromlos zu machen um es wieder in Betrieb zu nehmen. Automatisch sollte
das in diesem Fall nicht passieren, der Temperaturbegrenzer spricht nur
an wenn es etwas gröberes hat.
JJ schrieb:> Die Angst des Supportmitarbeiters dürfte es sein, dass wenn der Boiler> regelmäßig zurückgesetzt wird, ein eventuelles Auslösen der> Thermosicherung nicht mehr auffällt.
So ein Unfug. Kein Gerät ist so blöd designed.
rµ schrieb:> Der Sicherheitstemperaturbegrenzer ist ein Bimetall-Schalter mit> eingebauter Heizung.
Dann weisst du mehr als der Rest hier, ist das bei allen auf der Welt
verfügbaren Boilern identisch gelöst oder weisst du den genauen
verbauten Typ des TOs?
Leute hört doch mal auf zu spekulieren und gebt dem TO die Möglichkeit
konkrete Infos nachzureichen.
Häuselbauer schrieb:> Nun hat mir ein Boilerhersteller gesagt, dass dies nicht zulässig sei,> da der Sicherheitstemperaturbegrenzer bei Stromlosigkeit automatisch> zurückgesetzt wird.> rµ schrieb:>> Der Sicherheitstemperaturbegrenzer ist ein Bimetall-Schalter mit>> eingebauter Heizung.>> Dann weisst du mehr als der Rest hier, ist das bei allen auf der Welt> verfügbaren Boilern identisch gelöst oder weisst du den genauen> verbauten Typ des TOs?
Wenn der Support-Mitarbeiter des Boiler-Herstellers das so beschreibt
wirds so ein Schalter sein.
Hallo, es gab vor vielen Jahren eine kleine Zusatzschaltung bei ELEKTOR
(glaube ich). Ein Schutzrohrkontakt + Relais + 2 Transistoren +
Kleinteile.
Eine Phase war mehrmals um den Reedschalter gewickelt (- Ein-) bei
Stromfluss. Der Rest war eine Selbsthaltung, die man auf Tastendruck
auslöste. Wenn der Boiler sich normal abschaltet weil heiß genug, geht
der Reedschalter aus und durch die Transistorsteuerung fällt das Relais
ab. Somit ist alles stromlos und kann sich nicht selbst einschalten
(Sicherheit). Vielleicht finde ich die Schaltung noch, war in einem
Doppelheft. Gruß Opamanfred
Häuselbauer schrieb:> Guten Abend zusammen,>> bei unserer Küchenspüle benötigen wir einen kleinen 5l Boiler.> Da hier aber nur 15 Minuten am Tag, wenn überhaupt, heißes Wasser> benötigt wird, wollte ich den Boiler per Schütz ein und nach ca. 10> Minuten automatisch wieder ausschalten.
Gut so.
> Nun hat mir ein Boilerhersteller gesagt, dass dies nicht zulässig sei,> da der Sicherheitstemperaturbegrenzer bei Stromlosigkeit automatisch> zurückgesetzt wird.> Dies sei auch bei anderen Herstellern so und ich solle den Boiler> einfach anlassen, da er ja so sparsam sei...
Klar, er muß ja Deine Rechnung nicht bezahlen.
> Wenn da wirklich ein Temperaturproblem ist, würde der doch sofort wieder> auslösen? Ich verstehe nicht, warum dies nicht zulässig sein sollte. Das> gleiche Problem wäre ja, wenn die Sicherung ein/ausgeschaltet wird, weil> der Elektriker gerade daran arbeitet, beim Stromausfall usw.> Hat sich der Supportmitarbeiter geirrt oder ist das wirklich nicht> gestattet?
Wer um Himmelswillen hat den das Recht Dir sowas - möglicherweise auch
noch huldvoll - zu gestatten?
> Gerade bei der wenigen Nutzung wäre ein Abschalten definitiv> Energiesparender.
Ja.
>> Viele Grüße,> Häuselbauer
hier in AT würde man sagen "scheiß di net an" und mach einfach.
Oder anders und in hochdeutsch: Wer viel fragt geht viel irr.
Ich wäre vor 25 Jahren nicht einmal in meinen kühnsten Träumen auf die
Idee gekommen den Hersteller zu fragen. Geschweige denn das der STB da
ein Problem ist, denn der muß nach einem Ereignis so verriegeln das er
nur manuel resetiert werden kann. Wenn der durch Stromausfall resetiert
wird hat der Boilerhersteller ein massives Problem. Und nicht Du.
Mit nochmals anderen Worten: Wo ist das Problem?
Gibts in D schon die Boilerpolizei, die bei ungewöhnlichen
Blubbergeräuschen schon einmal mit der Installationsabteilung anrückt um
zu sehen, ob alle Schrauben, Muttern und sonstige Verbinder mit dem
entsprechenden Drehmomentschlüssel laut Bedienungsanleitung (mit
signiertem und per Hash mit 4096 bit gesicherter Prüfzahl des
Installteurs, des Elektrikers und des Maurers (nur der darf die
Befestigungsschrauben in die Wand dübeln) angezogen sind?
Oder ist nur eine gewisse... Entmündigung, eigene Entscheidungen zu
treffen und für die ggfs einzustehen in diesem Fragenkomplex bemerkbar?
MiWi
MiWi schrieb:> hier in AT würde man sagen "scheiß di net an" und mach einfach.
würd ich auch sagen. Wenn der STB im Ü-Temp-Fall den Boiler dauerhaft
stillegen soll dann wäre auch eine Version eingebaut die sich nicht
rückstellen lässt.
Rufus Τ. F. schrieb:> Und was soll das bringen? Bei der geringen Heizleistung wird das Wasser> im Gerät sich in der kurzen Zeit kaum nennenswert erwärmen.
Ich würde ein Schütz mit Selbsthaltung montieren. Dann heizt sich
der Boiler einmal auf und schaltet ab, wenn der Temperaturregler
anspricht.
MiWi schrieb:> Ich wäre vor 25 Jahren nicht einmal in meinen kühnsten Träumen auf die> Idee gekommen den Hersteller zu fragen. Geschweige denn das der STB da> ein Problem ist, denn der muß nach einem Ereignis so verriegeln das er> nur manuel resetiert werden kann. Wenn der durch Stromausfall resetiert> wird hat der Boilerhersteller ein massives Problem. Und nicht Du.
Ich hatte den Hersteller eigentlich nur nach ein paar technischen Daten
wie Aufheizzeit und Isolierung des Boilers gefragt und dabei erläutert
wie ich den betreiben möchte. Darauf kam von ihm seine Warnung dazu,
dass es nicht zulässig sei und der Boiler ja so sparmsam sei.
Laut dem Supportmitarbeiter sind diese Sicherheitstemperaturschalter
aber stand der Technik und werden eigentlich überall in dieser Form
verbaut.
Es handelt sich bei dem Boiler um einen AEG U5 Boiler, da dieser nur
15,5cm tief ist. Im Schrank habe ich dank Schubladen nur ca. 19cm Platz,
die Meisten Boiler sind zwischen 21 und 23cm tief.
vg
Harald W. schrieb:> Rufus Τ. F. schrieb:>>> Und was soll das bringen? Bei der geringen Heizleistung wird das Wasser>> im Gerät sich in der kurzen Zeit kaum nennenswert erwärmen.>> Ich würde ein Schütz mit Selbsthaltung montieren. Dann heizt sich> der Boiler einmal auf und schaltet ab, wenn der Temperaturregler> anspricht.
der Boiler wird sich wohl schon vorher abstellen. Die Temperaturregelung
erfolgt (hoffe ich mal) nicht ausschließlich über diesen
Sicherheitstemperaturbegrenzer.
vg
Vieleicht verkürzt die tägliche Temperaturänderung (18-65-18°C) die
Lebensdauer auf unter 2 Jahre?
Vieleicht hats auch der Hersteller nur nicht getestet?
Der Andere schrieb:> Es steht nur daß WENN der "Schutz-Temperatur-Be-grenzer (STB)"> angesprochen hat das Gerät spannungsfrei zu schalten ist damit der sich> zurücksetzt.
...und das man das Gerät nicht über Schaltuhr o.ä. anschliessen soll.
Harald W. schrieb:> ...und das man das Gerät nicht über Schaltuhr o.ä. anschliessen soll.
Wo steht das? Ich habe die oben von Helmut gepostete Anleitung jetzt
zweimal überflogen und finde dazu nichts.
Der Andere schrieb:>> ...und das man das Gerät nicht über Schaltuhr o.ä. anschliessen soll.>> Wo steht das? Ich habe die oben von Helmut gepostete Anleitung jetzt> zweimal überflogen und finde dazu nichts.
Du sollst nicht überfliegen, sondern lesen!
Vor allen die wichtigen Hinweise.
Der Andere schrieb:> Harald W. schrieb:>> ...und das man das Gerät nicht über Schaltuhr o.ä. anschliessen soll.>> Wo steht das? Ich habe die oben von Helmut gepostete Anleitung jetzt> zweimal überflogen und finde dazu nichts.
Seite 4, 1.4 6.Punkt.
Erich schrieb:> Nach 100 Antworten jetzt endlich brauchbare Info.
naja, meine Frage bezog sich aber nicht speziell auf dieses Modell,
sondern generell auf diese Geräteklasse. Ich bin nicht auf das Modell
festgelegt, es war bisher nur das dünnste, welches ich gefunden hatte.
Der AEG Supportler meinte halt, es würde wohl alle Geräte (auch anderer
Hersteller) betreffen und ich konnte dazu bisher nirgendwo im Internet,
in Anleitungen und Datenblättern etwas finden.
Im Gegenteil, es gibt sogar billig wirkende Steckdosenadapter, die genau
dazu da sein sollen die Teile aus- und wieder einzuschalten.
vg
Erich schrieb:> Ein "Schütz" ist dazu nicht nötig.> Es tut meiner Meinung nach eine ordentliche Schaltuhr.
Ein Schütz ist sicherlich nicht zwingend, aber da ein Eltako Mitarbeiter
meinte, das bei deren FSR14 die Relais eher nicht für eine direkte
Boilerschaltung ausgelegt sind und dies empfohlen hat, wollte ich das
vorsichtshalber so machen. Ein Schütz ist außerdem schneller zu tauschen
als diese Bus-Relais.
vg
Der Andere schrieb:
Das passt aber nicht zusammen,
>> Aber solange das Teil technisch ok ....>
vertraegt sich doch aber nicht mit:
> Geht also problemlos mit Schaltuhr
Das es praktisch eher seltenst zum Problem wird aendert nichts daran,
wenn das automatisch geschaltet wird dann weiss man eben nicht ob
>> das Teil technisch ok ist ...
bzw. ob die letzte Abschaltung eine Notabschaltung war.
---
Geraet suchen mit manuell zurueckzusetzendem STB suchen.
Oder einfach nach gebrauch per Hand den Thermostat auf Null drehen,
sollte doch auch kein Problem sein wenn die Auffheizzeit nur wenige
Minuten betraegt
Häuselbauer schrieb:> Erich schrieb:>> Nach 100 Antworten jetzt endlich brauchbare Info.>> naja, meine Frage bezog sich aber nicht speziell auf dieses Modell,> sondern generell auf diese Geräteklasse. Ich bin nicht auf das Modell> festgelegt, es war bisher nur das dünnste, welches ich gefunden hatte.> Der AEG Supportler meinte halt, es würde wohl alle Geräte (auch anderer> Hersteller) betreffen und ich konnte dazu bisher nirgendwo im Internet,> in Anleitungen und Datenblättern etwas finden.> Im Gegenteil, es gibt sogar billig wirkende Steckdosenadapter, die genau> dazu da sein sollen die Teile aus- und wieder einzuschalten.
Da der Sicherheitstemperaturbegrenzer bei korrekten Betrieb und
und gelegentliche Kontrolle (Siehe Wichtige Hinweise) so gut wie
nie ansprechen wird, sehe ich eigentlich kein Problem mit der
von Dir angedachten Schaltung. Natürlich kannst Du mich nicht
haftbar machen, falls es doch Probleme gibt.
Ich glaube der Techniker am Telefon hat gemeint, dass du den Thermostat
überbrücken willst... Das sollte man natürlich nicht machen.
Aber wie wäre es mal mit einem Energieverbrauchsmessgerät? Eine Woche
ohne Schaltuhr, und eine Woche mit Schaltuhr. Das Ergebnis würde mich
auch interessieren...
Der Andere schrieb:> Häuselbauer schrieb:>> Nun hat mir ein Boilerhersteller gesagt, dass dies nicht zulässig sei,>> da der Sicherheitstemperaturbegrenzer bei Stromlosigkeit automatisch>> zurückgesetzt wird.>> Was heisst das genau? Hat der Boiler eine elektronische Steuerung bei> der man die Begrenzung programmieren muss oder wie ist das zu verstehen
Sorry, Leute!
Jeder Elektroboiler hat einen Thermostat (mechanisch meist) und einen
Sicherheitsthermostat (immer mechanisch), der mit dem roten Knopf!
Wenn der gefallen ist, dann lässt sich das nicht reversibel machen,
nur wenn die Spannung mal ausgeschaltet wird, es wäre ja ein
Schwachsinn, so etwas zu tun...
Und wenn der Hersteller (Bzw. sein sogenannter Fachpersonaler) so einen
Unsinn verzapft, dann ist er wohl fehl am Platz!
Erich schrieb:> Die dazu nötig Energiemenge ist errechnet 0,32 kWh und kostet somit> knapp 10 Cent.
Und darueber regt sich die hohe Politik nicht auf, lieber ein
Gluehlampenverbot durchsetzen.
Mani W. schrieb:> Wenn der gefallen ist, dann lässt sich das nicht reversibel machen,> nur wenn die Spannung mal ausgeschaltet wird, es wäre ja ein> Schwachsinn, so etwas zu tun...
Wenn man den Schaltplan betrachtet sie man das wenn der
Uebertemperaturbegrenzer ausloest er sich selber ueber eine kleine
Heizwicklung offen haelt.
Eigentlich sollte man solche Geraete, wie auch Geraete ohne richtigen
Netzschalter den Herstellern um die Ohren schlagen.
Mani W. schrieb:> Sorry, Leute!>> Jeder Elektroboiler hat einen Thermostat (mechanisch meist) und einen> Sicherheitsthermostat (immer mechanisch), der mit dem roten Knopf!>> Wenn der gefallen ist, dann lässt sich das nicht reversibel machen,> nur wenn die Spannung mal ausgeschaltet wird, es wäre ja ein> Schwachsinn, so etwas zu tun...>> Und wenn der Hersteller (Bzw. sein sogenannter Fachpersonaler) so einen> Unsinn verzapft, dann ist er wohl fehl am Platz!
Du bist nicht auf dem Laufenden. Mach mal ein Update!
Sicherheitstemperaturbegrenzer sind so konzipiert, dass sie auch bei
einem Defekt höchste Sicherheit bieten. So stoppen sie die Verbrennung
zum Beispiel dann, wenn die Verbindung zum Heizsystem unterbrochen oder
das Fühlerelement ausgefallen ist.
Entriegelung muss manuell erfolgen
Der STB löst in der Regel nur dann aus, wenn ein ernstes Problem bei ihm
oder der überwachten Anlage besteht. Ist dieses behoben, lässt sich das
Gerät meist nur manuell entriegeln. Um schwerwiegende Schäden an der
Heizung zu vermeiden, empfehlen wir Hausbesitzern aber die Untersuchung
durch einen Installateur. Dieser kann die Ursache für das Auslösen
identifizieren und die nötigen Vorkehrungen für einen sicheren Betrieb
treffen.
Kombination mit Temperaturwächter und -Regler
Damit der Sicherheitstemperaturbegrenzer in der Praxis nur im Ernstfall
auslöst, wird er oft mit einem Temperaturwächter oder einem
Temperaturregler kombiniert. Auch diese Bauteile überwachen die
Medientemperatur der Heizungsanlage. Sie stoppen die Wärmezufuhr, wenn
ein voreingestellter Wert überschritten ist, geben diese nach einiger
Zeit aber von selbst wieder frei. Der Temperaturgrenzwert liegt in der
Regel einige Grad Celsius unter dem, des STB.
Quelle: Gockl
hinz schrieb:> Mani W. schrieb:>> Entriegelung muss manuell erfolgen>> Deshalb ist ja keine Zeitschaltuhr zulässig.
Noch nicht verstanden?
Sämtliche (mir) bekannten STB werden mechanisch ausgelöst und bleiben
in dieser Stellung (aus), bis das Gerät aufgeschraubt wird und ein
roter kleiner Knopf wieder hinein gedrückt wird - bis zum nächsten
Mal...
Da wird nichts von selbst zurückgestellt, wenn die Spannung unterbrochen
wird, auch nicht nach Stunden...
Mani W. schrieb:> Sämtliche (mir) bekannten STB werden mechanisch ausgelöst und bleiben> in dieser Stellung (aus), bis das Gerät aufgeschraubt wird und ein> roter kleiner Knopf wieder hinein gedrückt wird - bis zum nächsten> Mal...>> Da wird nichts von selbst zurückgestellt, wenn die Spannung unterbrochen> wird, auch nicht nach Stunden...
Deshalb sollst du ja ein Update machen, die Dinger sind schon seit
Jahren nicht mehr so gebaut, zumindest bei den kleinen Speichern.
hinz schrieb:> Mani W. schrieb:>> Entriegelung muss manuell erfolgen>> Deshalb ist ja keine Zeitschaltuhr zulässig.
Der TO wollte keine Zeitschaltuhr sondern einen Taster! Und der wird nur
einmal am Tag betätigt. Wenn das ding kaputt ist, dann kommt kein (oder
zu) heißes Wasser raus. Der Anwender wird es merken. Außerdem wird der
Sicherheitsschalter auch ein zweites mal auslösen, wenn es wieder zu
heiß wird.
Karl schrieb:> hinz schrieb:>> Mani W. schrieb:>>> Entriegelung muss manuell erfolgen>>>> Deshalb ist ja keine Zeitschaltuhr zulässig.>> Der TO wollte keine Zeitschaltuhr sondern einen Taster! Und der wird nur> einmal am Tag betätigt. Wenn das ding kaputt ist, dann kommt kein (oder> zu) heißes Wasser raus. Der Anwender wird es merken. Außerdem wird der> Sicherheitsschalter auch ein zweites mal auslösen, wenn es wieder zu> heiß wird.
Eben, er will es manuell machen, dagegen spricht IMHO nichts.
OK!
Hab es gesehen...
Trotzdem ist es ein STB, der dann anspricht, wenn der normale Regler
nicht mehr abschalten würde, und das wird häufig der Einzelfall sein...
Bei der Variante mit Schütz oder Ein/Aus Schalter würde dieser Fehler
wahrscheinlich längere Zeit unentdeckt bleiben, bis auf den Umstand,
dass das Wasser heißer als vielleicht eingestellt ist - bis eben wieder
der STB anspricht...
Mani W. schrieb:> OK!>> Hab es gesehen...>>> Trotzdem ist es ein STB, der dann anspricht, wenn der normale Regler> nicht mehr abschalten würde, und das wird häufig der Einzelfall sein...>> Bei der Variante mit Schütz oder Ein/Aus Schalter würde dieser Fehler> wahrscheinlich längere Zeit unentdeckt bleiben, bis auf den Umstand,> dass das Wasser heißer als vielleicht eingestellt ist - bis eben wieder> der STB anspricht...
Offenbar ist es zulässig, das Halten des Auslösezustandes bei
Übertemperatur, durch noch mehr Heizen durchzuführen.
Aber sicher sind die sich nicht, denn der Boiler darf auch auf keinen
Fall fest angeschlossen werden, sonder muß 2-polig getrennt werden
können. Wodurch wieder die Übertemperatursicherung Marke Pfusch nicht
gewährleisted ist. Ein Devil-Circle!
hinz schrieb:> Carl D. schrieb:>> denn der Boiler darf auch auf keinen>> Fall fest angeschlossen werden,>> Quatsch.
"2.4:
.....
Zum Anschluss des Gerätes ist eine Schutzkontakt-Steckdose erforderlich,
diese muss nach der Installa- tion des Gerätes frei zugänglich sein.
Soll das Gerät fest an das Wechselstromnetz angeschlossen werden
(Geräteanschlussdose), muss es über eine Trennstrecke von mindestens mm
allpolig vom Netz getrennt werden können.
Die Installation mit direkter (festverlegter) Elektroleitung ist nicht
zulässig."
Was an dem letzten Satz war unlesbar?
Carl D. schrieb:> Soll das Gerät fest an das Wechselstromnetz angeschlossen werden> (Geräteanschlussdose), muss es über eine Trennstrecke von mindestens mm> allpolig vom Netz getrennt werden können.> Die Installation mit direkter (festverlegter) Elektroleitung ist nicht> zulässig.">> Was an dem letzten Satz war unlesbar?
Ich hab das verstanden, im Gegensatz zu dir. Denk mal drüber nach was
das alles bedeutet.
hinz schrieb:> Carl D. schrieb:>> denn der Boiler darf auch auf keinen>> Fall fest angeschlossen werden,>> Quatsch.
Unter Punkt 4 "Vorschriften und Bestimmungen" steht:
1
Die Installation mit direkter (festverlegter) Elektroleitung
Carl D. schrieb:> Offenbar ist es zulässig, das Halten des Auslösezustandes bei> Übertemperatur, durch noch mehr Heizen durchzuführen.
Da drängt sich die Frage auf, was passiert mit dieser Kunstschaltung,
wenn der STB zwar anspricht, aber der Heizwiderstand nicht mehr heizt?
Langsame "PWM" mit Paketwellen werden den Boiler dann am Kochen
halten...
Mani W. schrieb:> Carl D. schrieb:>> Trennstrecke von mindestens mm>> 3 waren es...
iPad fand die Zahl beim kopieren aus PDF lecker und hat sie gleich
gefressen.
Und alle reden von Energie sparen und Klimawandel...
Das diese Dinger nur auf Dauerbetrieb ausgelegt sind macht doch wenig
Sinn, außer das es bequem ist.
Aber vielleicht ist das ja auch als Möglichkeit geplant Überproduktionen
von erneuerbaren Energien (der Begriff ist inhaltlich eigentlich
ziemlich albern) in dezentralen Warmwasserspeichern zu speichern. Aber
selbst da wäre ja eine externe Ansteuerung schön: Überproduktion, also
bitte jetzt heizen. Unterproduktion: Heizung aus. ;)
vg
Häuselbauer schrieb:> Und alle reden von Energie sparen und Klimawandel...> Das diese Dinger nur auf Dauerbetrieb ausgelegt sind macht doch wenig> Sinn, außer das es bequem ist.> Aber vielleicht ist das ja auch als Möglichkeit geplant Überproduktionen> von erneuerbaren Energien (der Begriff ist inhaltlich eigentlich> ziemlich albern) in dezentralen Warmwasserspeichern zu speichern. Aber> selbst da wäre ja eine externe Ansteuerung schön: Überproduktion, also> bitte jetzt heizen. Unterproduktion: Heizung aus. ;)>> vg
Es geht wohl eher darum, daß der STB Pflicht ist, aber als elektrisch
selbsthalten ein Rücksetzen ohne Bediehnelement möglich ist, dann aber
ein unbeabsichtigtes Rücksetzen durch Stromlosigkeit möglich ist. Ein
Sicherheitssystem auf Basis Hoffnung. So ähnlich hat man auch schon
großtechnische Energieanlagen betrieben, mit teils strahlendem Erfolg.
Also 10€-Cent gespart und die Haftung auf den Kunden abgewälzt, der
"keine Notstromversorgung eingebaut hat".
Ehrlich gesagt, ich würde es riskieren abzuschalten, denn dann ist
maximale Übertemperatursicherheit gegeben.
Carl D. schrieb:> Es geht wohl eher darum, daß der STB Pflicht ist, aber als elektrisch> selbsthalten ein Rücksetzen ohne Bediehnelement möglich ist, dann aber> ein unbeabsichtigtes Rücksetzen durch Stromlosigkeit möglich ist. Ein> Sicherheitssystem auf Basis Hoffnung. So ähnlich hat man auch schon> großtechnische Energieanlagen betrieben, mit teils strahlendem Erfolg.>> Also 10€-Cent gespart und die Haftung auf den Kunden abgewälzt, der> "keine Notstromversorgung eingebaut hat".>> Ehrlich gesagt, ich würde es riskieren abzuschalten, denn dann ist> maximale Übertemperatursicherheit gegeben.
ich werde das wohl auch so machen wie geplant.
Das Sicherheitssystem erscheint mir eh am falschen Ende gespart. Dann
drücke ich doch lieber aktiv eine Taste. Das erste, was jeder Laie macht
ist Stecker raus und rein...
Eine Bekannte hat mal dreimal die rausgeflogene Sicherung wieder
reingemacht, bis sie gemerkt hat, dass die Kids etwas in den gerade
eingeschalteten Toaster gestopft hatten. Ähnlich wird das wohl den
meisten Boilern ergehen, die ernsthafte Probleme machen und von Laien
bedient werden...
Häuselbauer schrieb:> ich werde das wohl auch so machen wie geplant.
Du solltest Deinen Boiler bezüglich seiner Verkalkung etwas im
Auge behalten. Verkalkung ist anscheinend eine der häufigsten
Ursachen für die Auslösung des Sicherheitsthermostaten und wenn
Du infolge Deiner Zusatzschaltung das Auslösen desselben nicht
bemerkst, wäre das nicht so gut.
Harald W. schrieb:> Verkalkung ist anscheinend eine der häufigsten> Ursachen für die Auslösung des Sicherheitsthermostaten
Weil der in der Nähe des Heizstabes liegt und oft mit dem Kalk
am Heizstab eingeschlossen ist, so dass das Medium Wasser nicht
mehr sehr zur Kühlung (Umwälzung) beiträgt...
Nach dem Entkalken in einem Kübel Essigwasser und erolgreichem
Wiedereinbau stellt man dann oft enttäuscht fest, dass nach kurzer
Zeit ein Erdschluss den FI (RCD) abwirft, weil der Heizstab einen
klitzekleinen Haarriss durch die ständige Überhitzung erlitten hat...
Ist nur aus der Praxis...
Harald W. schrieb:> Häuselbauer schrieb:>>> ich werde das wohl auch so machen wie geplant.>> Du solltest Deinen Boiler bezüglich seiner Verkalkung etwas im> Auge behalten. Verkalkung ist anscheinend eine der häufigsten> Ursachen für die Auslösung des Sicherheitsthermostaten und wenn> Du infolge Deiner Zusatzschaltung das Auslösen desselben nicht> bemerkst, wäre das nicht so gut.
Das merkt man, der Dampfaustritt aus dem Wasserhahn ist deutlich.
hinz schrieb:> Das merkt man, der Dampfaustritt aus dem Wasserhahn ist deutlich.
Danke vor meinem inneren Auge habe ich jetzt einen dampfenden Wasserhahn
und dazu eine Teekessel-Pfeifen
Das Thema ist zwar uralt, aber eine wichtige Sache wurde leider nicht
erwähnt: Bei ständigem Ausschalten und nur kurzem Aufheizen, kann es zur
Bildung von Legionellen im Gerät kommen. Das Problem bekommt man nur in
den Griff, wenn deutlich über 65°C aufgeheizt wird, oder wenn eine
Temperatur von mindestens 65°C über längere Zeit gehalten wird.
Häuselbauer schrieb:> Gerade bei der wenigen Nutzung wäre ein Abschalten definitiv> Energiesparender.
Dann miss erstmal die Verluste ohne Wasserentnahme, um das
Einsparpotential abzuschätzen. Bei mir hat so ein Boiler Wärmeverluste
von etwa 5W (0.1kWh/d).
Das kommt allerdings drauf an, wie gut er isoliert ist und auf welche
Temperatur das Wasser gehalten werden soll. Letztendlich entlastet die
Wärmeabgabe durch den Boiler die Heizung
Christoph schrieb:> Das Problem bekommt man nur in den Griff, wenn deutlich über 65°C> aufgeheizt wird
Die Legionellen fallen nicht vom Himmel. Üblich ist wöchentliches
Aufheizen. Und auch das nützt nur wirklich, wenn das System dann auch
gespült wird. Sonst hocken die Dinger in irgendwelchen angenehmen Ecken
des Leitungssystems.