Für ein Kunstprojekt suche ich nach einer möglichst simplen Möglichkeit
den Herzschlag einer Person zu messen, die einen Gegenstand in die Hand
nimmt. Dieser soll dann im Rhythmus ihres Herzschlags blinken.
Wie kann ich den Herzschlag zuverlässig detektieren?
Muss es der rel. aufwändig mit anzuschliessender Messmimik zu messende
Puls sein oder kannst du ein anderes Kunstprojekt machen?
Beispielsweise eine autonom pulsendes oder farbig leuchtendes Objekt.
Die Frequenz, Helligkeit, Farbe usw. würde sich durch den Input anderer
Sensoren ändern.
Als Sensor kommen wesentlich einfachere Sensoren in Betracht:
Lichtsensor(en) wenn das Objekt teilweise von der Hand verdeckt wird,
Temperatursensor (Körperwärme), Leitfähigkeit/Widerstand
("Lügendetektorprinzip"), Neigungssensor...
Ich hätte schon gerne den "echten" Puls. Aber ich brauche nur die
Geschwindigkeit und keine anderen Informationen wie z.B. bei einem
vollständigen EKG. Der reine Takt genügt.
Die Durchleuchtungsmethode kenne ich, aber es soll eben durch anfassen
funktionieren und der Besucher soll sich nicht einen Clip an den Finger
klemmen müssen.
Ich habe etwas ähnliches bei einer Ausstellung schon mal gesehen, bei
der man ein Modell eines menschlichen Körpers an den Handgelenken
anfassen musste, wo metallische Kontakte angebracht waren. Daraufhin
hörte man den eigenen Herzschlag bzw. einen Ton mit derselben Frequenz.
> der man ein Modell eines menschlichen Körpers an den Handgelenken> anfassen musste, wo metallische Kontakte angebracht waren. ...
Also wohl über **zwei** Elektroden abgeleitet, vermutlich via EKG. Du
willst es aber mit **einer** Hand machen... Da bleiben dann nur optische
Methoden.
Nein, ich muss es nicht unbedingt mit einer Hand machen. Der Besucher
kann auch mit 2 Händen den Gegenstand umfassen. Dazu muss dieser nur
groß genug sein. Kein Problem!
EKG-Schaltungen habe ich mir schon einige angesehen, aber noch keine
wirklich interessante gefunden, wo keine Kritikpunkte dazu im Internet
stehen...
Guck mal nach EKG. Das dürfte von der Technik hinkommen und geht auch
mit zwei Elektroden.
Aber dann noch die Warnung (zur Sicherheit): Pass auf, wenn du damit
experimentieren solltest. Strom, der durch die Arme fließt (vom einen in
den anderen) kann sehr schnell sehr gefährlich werden, weil das Herz
ziemlich genau auf dem Weg liegt.
Das schreibe ich nicht, weil ich davon ausgehe, dass du dumm oder
unvorsichtig bist, ich möchte nur die Gefahr ausschließen, dass dir das
nicht bewusst ist. Es haben sich wohl schon Leute umgebracht, die mit
einen Multimeter den Körperwiderstand zwischen ihren Händen messen
wollten.
nein geht leider nicht so trivial, da die unbewußte Eigenbewegung mit
ins Ergebnis einfließt. nd wenn man zu doll drücken muß gibts auch keine
Druckschwankungen in den Kappillaren mehr.
>na klarhttp://www.darwinawards.com/darwin/darwin1999-50.html
Ist eine verlässlichere Quelle als "na klar". Ob das so stimmt, kann man
diskutieren, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass schon kleine
Ströme durch die Herzgegend gefährlich sind.
Ich habe ein paar Sicherheitsschulungen hinter mir und keinen die
Risiken.
Die Rechnung bei den Darwinawards ist aber wirklich Mist, da davon
ausgegangen wird, dass die vollen 9V Batteriespannung direkt zum Messen
des Widerstandes verwendet werden. Das ist schlicht absoluter Blödsinn.
Man stelle sich nur mal vor wie die Batterie mit dieser Strommenge dann
nach ein paar Messungen leer wäre....
sehe ich auch so. Der Widerstand der unbeschädigten Haut ist ca. 2KOhm,
wird zumindest bei den elekrischen Sicherheitsmessungen so als Grundlage
genommen. Mit einer 9V-Batterie kannste Dich nicht umbringen, wohl aber
mit einer leitenden Verbindung zu einem netzgespeisten Verbraucher.
Statt Durchlicht des Ohr- oder Fingerclips würd ich den Versuch wagen,
über im Gewebe reflektiertes LED-Licht den Puls zu messen. Leistung aber
so bemessen, dass es keine Brandwunden gibt ;)
Die Hand darf aber schon schön rot schimmern :D
Ausgangssignal des Photoelements ac Koppeln und Tiefpass dran.