Hallo, ich hab hier einen Kühlschrank von Bosch, von etwa '94. Es ist
ein ziemlich hochwertiges teil, mit Elektronischer Steuerung, separaten
Kühl- und Gefrierkreisläufen usw. Nun ist er auf einmal kaputt gegangen:
Der Kompressor hat beim Ausschalten ein paar mal laute Geräusche
gemacht, dann ist er nicht mehr angesprungen. Beim Versuch einzuschalten
geht der KOmpresor an, brummt auf eine etwas komische Art, man hört das
Relais klicken und nach ein paar sek. geht es wieder aus.. dann nach ein
paar Sekunden wieder das gleiche von vorne..
Ich habe jetzt mal nach etwas Einlesen geschaut, was man da alles prüfen
kann.. Den KOndensator habe ich mit einem Multimeter durchgemessen, er
hat seine Nennkapazität gehabt (25 µF). Dann die Motorwicklungen, mit
Hilfswicklung etc. Sie waren auch etwa so wie es beschrieben wurde. Also
etwa 30 Ohm zwischen zwei Pins des Motors, etwas über 20 Ohm zwischen
den anderen beiden und die Differenz zwischen der letzten Kombination..
Das Relais, oder das teil was so ähnlich aussieht, rasselt auch nicht...
Als ich weitergelesen habe, fand ich überall seltsame vorschläge, wie
mann den Betriebskondensator durchmisst.. Analog-Multimeter im
Durchganssmodus,oder Sachen wie KOndensator an Wechselspannung und dann
den Strom messen.. Nirgends wurde beschrieben, dass man einfach die
Kapazität mit nem Multimeter messen soll.. Kann es daran liegen, dass
diese ANleitungen eher für Leute geschrieben sind, die sowas nicht
besitzen? oder liegt es daran, dass ein Kondensator evtl. seine
Nennkapazität nicht bei Last erreicht, aber mit einem MUltimeter
fälschlicherweise korrekt ausgegeben wird?
Ich würde es ja mit einem neuen Kondensator testen, aber da ich leider
keinen habe, ist der Aufwand einen zu besorgen doch etwas gross...
Ansonsten wüsste ich nicht, was noch kaputt sein könnte.. Vielleicht der
Kolben gebrochen oder etwas in der Art?
thx..
Keine Ahnung ob es am Kondensator liegt, kenne mich mit Kühlschränken
nicht aus.
Aber es ist afaik schon so, dass die Messung mit dem Wecker nicht sehr
verlässlich ist, insbesondere bei grossen Dingern. Man kann vielleicht
feststellen, dass der C definitiv kaputt ist, aber dass er gut ist, kann
man bei einer einfachen Messung nicht mit Sicherheit sagen. Auch, weil
man nicht mit Betriebsspannung misst.
Die defekten Motorkondensatoren die ich gesehen habe, hatten auch bei
niedriger Spannung eine deutlich zu kleine Kapazität, eher unter der
Hälfte des Nennwertes. Viele ältere Multimeter können keine Kapazitäten
messen, oder nur eher kleine bis vielleicht 2 oder 20 µF - da muss man
sich dann mit so einem Trick behelfen. Wenn man eine Messgerät hat, dass
direkt so eine Kapazität messen kann, wird es nur einfacher. Man könnte
mit dem Multimeter noch kontrollieren ob der Kondensator Isoliert - das
wird aber in aller Regel gegeben sein.
Wenn der Motor so nicht anläuft, liegt es dann eher an der Mechanik. Da
"Relais" das den Motor ausschaltet war wohl so etwas wie eine
Überlast-Sicherung bzw. eine Art Motorschutzschaltung.
Sorry, aber nach Deinen Beobachtungen deutet alles auf einen
Verdichterschaden hin. Mechanisch blockiert oder Windungsschluss.
Nicht, dass ich mich hier als Kühlschrankprofi darstellen möchte. Nur
hatte ich mir vor einigen Jahrzehnten als Student mein Taschengeld als
Serviceman für weisse Ware im Aussendienst aufgebessert.
Ein Ausstausch des Verdichters wird sich vermutl. kaum lohnen. Die
Arbeiten sind sehr umfangreich.
System öffnen, Kältemittel absaugen und entsorgen, Verdichter wechseln,
System per Vakuumpumpe evakuieren, Kühlmittel neu einfüllen, System
schliessen (hart löten).
Sorry
Frank
Schon mal das Relais gebrueckt?
Das sind die Teile, bei denen man waehrend der Entwicklung des Geraetes
den Verschleiss am leichtesten berechnen kann und die dann "voellig
unerwartet" sterben.
Bei mir war es Liebherr.
Eigene Steuerelektronik um die vorhandenen Temperaturfuehler gebaut,
statt der mechan. Relais jetzt Solid State Relays.
Und jetzt klackt nix mehr, es surrt nur noch der Motor los.
Gruss hro
Ulrich schrieb:> Wenn der Motor so nicht anläuft, liegt es dann eher an der Mechanik. Da> "Relais" das den Motor ausschaltet war wohl so etwas wie eine> Überlast-Sicherung bzw. eine Art Motorschutzschaltung.
Da gibt es eine Temperatursicherung (Bimetall).
Ein paar Sekunden waere aber sehr schnell.
Gruss hro
Frank N. Stein schrieb:> Nicht, dass ich mich hier als Kühlschrankprofi darstellen möchte.
Der Profi macht die Arbeiten in der richtigen Reihenfolge.
Frank N. Stein schrieb:> System per Vakuumpumpe evakuieren, Kühlmittel neu einfüllen, System> schliessen (hart löten).
Besser wäre es wohl das Löten zuerst vorzunehmen ;)
Zum Befüllen gibts spezielle Ventile (Schrader), die werden natürlich
auch vorher eingelötet.
hro schrieb:> Schon mal das Relais gebrueckt?> Das sind die Teile, bei denen man waehrend der Entwicklung des Geraetes> den Verschleiss am leichtesten berechnen kann und die dann "voellig> unerwartet" sterben.>> Bei mir war es Liebherr.> Eigene Steuerelektronik um die vorhandenen Temperaturfuehler gebaut,> statt der mechan. Relais jetzt Solid State Relays.> Und jetzt klackt nix mehr, es surrt nur noch der Motor los.>> Gruss hro
Gute Idee, muss ich mir merken.
Sooo... Also Kompressortausch beim Kühlschrank ist in der Tat eine sehr
unschöne Sache. Wenn nicht gerade R600a drin ist darf auch nur ein
Kältetechniker (Kältemittelschein) da ran. Man braucht auch eine ganze
Stange Werkzeug dafür. Angenommen man wenn das Kältemittel nur neu
einfüllen braucht man eine sehr gute Vakuumpumpe, eine Monteurhilfe (ist
eine Armatur direkt zur Kontrolle von Kälteanlagen und zum Ändern der
Füllmenge) mit Schläuchen und eine Kältemittelwaage (die
Kältemittelmenge muß bei Kapillarrohrsystemen wie einem Kühlschrank sehr
genau stimmen). Plus das Kältemittel in einer geeigneten Flasche.
Die Motoren besitzen einen Überlastungsschutz durch einen
Bimetallschalter (Klixon). Dieser schaltet den Motor ab wenn der Anlauf
nicht klappt und verhindern so ein Durchbrennen der Wicklung (meistens).
Wenn das Ding beim letzten Start sehr unschöne klapprige oder metallene
Klänge von sich gab dann war das wohl das Todeslied der Mechanik. Im
Grunde ist da nichts anderes als ein ganz normaler Kompressor drin, wenn
der Kolben gefressen hat oder das Pleuel abgebrochen ist blockiert das
nun den Motor. Das kann man nicht so reparieren, da hilft nur ein neuer
Verdichter.
Kannst Du mir mal den Typ des Verdichters verraten?
Ben _ schrieb:> Das kann man nicht so reparieren, da hilft nur ein neuer> Verdichter.>> Kannst Du mir mal den Typ des Verdichters verraten?
da hilft wohl nur n neuer kühlschrank.
18 jahre sind ja mehr als ok.
der hat seinen kaufpreis abgedient.
mfg
hallo..
naja, ich habe mich damit abgefunden dass wohl ein neuer her muss,
leider übersteigt ein Kompressortausch doch meine bescheidenen
Fähigkeiten.
@ben der Kompressor ist ein Matsushita D77C15RAW5. Ja, die Geräusche
waren nicht sehr nett..
Ach man kanns doch mal versuchen zu tauschen. Einfach die beiden Rohre
durchsägen und den neuen Kompressor einbauen und mit Schläuchen einer
Scheibenwaschanlage zusammenfummeln und mit Schlauchbinder befestigen.
Noch ein T-Stück und Schraubventil. Da dann einfach Gas aus so einer
Feuerzeugnachfüllflasche rein und das wars.
moin Mac Gyver,
nich schlecht, du hast nur vergessen, dass Mutti vorher das System
leersaugen muss, muss sich halt anstrengen, gerade bei R600a, R290 und
R1270 isses nich nett, wenn da noch Sauerstoff drinne is.
Grüssens, harry
oszi40 schrieb:> Prüfe selbst> http://www.ratgeber-geld-sparen.de/haushalt-und-te...
billigmarke bomann.
besser nicht.....
rauchbildung beim waschen.
dadurch extrem ätzender gestank in der wohnung.
beide gelieferten maschinen hatten den fehler.
bin von denen geheilt.
mfg
dolf schrieb:> 18 jahreStefan Helmert schrieb:> Einfach die beiden Rohre> durchsägen
In so einem alten Modell ist ganz sicher kein R600a drin, das verwendete
Kältemittel hat sicher ein hohes Ozonabbaupotential. Wer die Rohre
einfach kappt und solches Kältemittel entweichen lässt macht sich
strafbar, Punkt.
Der Kühlschrank sollte von einem Fachbetrieb entsorgt werden.
Stefan Helmert schrieb:> den neuen Kompressor einbauen und mit Schläuchen einer> Scheibenwaschanlage zusammenfummeln und mit Schlauchbinder befestigen
Wie heisst es doch so schön: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die
Fresse halten! Den Drücken auf der Druckseite wird dieses Gebastel nicht
standhalten, dann entweicht leichtentzündliches Kältemittel. Es besteht
Brand und Explosionsgefahr! Ausserdem ist diese "Verbindungstechnik"
alles andere als dauerhaft dicht. Willst du jeden Tag Gas nachfüllen?
Ist schon seltsam, was die Leute hier so für einen Schwachsinn
verbreiten...
Die Drücke auf der Hochdruckseite (heißes Rohr am Verdichter) liegen bei
bis zu 22 bar. Wenns sein muß macht so eine kleine unscheinbare
Kühlschrank-Kapsel auch bis zu 30 oder 40 bar. Aus einem Stück Schlauch
für die Scheibenwaschanlage macht das Ding einen Luftballon.
Kann aber leider keine Daten zum genannten Verdichter finden, somit weiß
ich auch nicht wie Du ihn testen kannst. Ich denke aber angesichts des
Geklappers beim letzten Lauf wird er's wohl leider hinter sich haben.
Denke auch, ein neuer Kühlschrank ist nicht die schlechteste Idee.
Dafür, daß da einer den Verdichter tauscht, ist das Ding zu alt und noch
nicht alt genug... :)
Wenn der Kühlschrank trotz Stromversorgung in den letzten 3 Jahren nicht
kalt geworden ist, dann scheint der Kompressor kaput zu sein.
(Compressor klingt nach 19tem Jahrhundert. Da gab's noch eine andere
Rechtschreibung)