Kupferkontakt gängig halten

OP #5179070
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Liebe alle, ich habe vor einiger Zeit einen "Bewegungs- / 
Erschütterungssensor" selbst gebaut (die fertigen, die es zu kaufen 
gibt, haben bei wenig Erschütterung noch nicht ausgelöst).

Er besteht im wesentlichen aus zwei ineinander gesteckten Stücken 
Kupferrohr, wobei das äußere unten und oben einen Gummikorken hat, und 
durch den oberen Korken mittig ein Kupferlackdraht geht, an dem das 
innere Rohrstück hängt und das gleichzeitig einen der zwei Kontakte 
darstellt.

Funktioniert prima - allerdings läuft ja Kupfer mit der Zeit an, deshalb 
die Frage: Wird die im Sensor enthaltene Luft ausreichen, um das Kupfer 
so weit zu oxydieren, dass der Kontakt nicht mehr auslöst?
Gast #5179075
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Rainer U. schrieb:
> Funktioniert prima - allerdings läuft ja Kupfer mit der Zeit an, deshalb
> die Frage: Wird die im Sensor enthaltene Luft ausreichen, um das Kupfer
> so weit zu oxydieren, dass der Kontakt nicht mehr auslöst?

vergolden. (eventuell reicht ja Goldfolie schon aus)


heute nimmt man dafür Beschleunigungssensoren, dann oxidiert auch 
nichts.
OP #5179085
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Peter II schrieb:
> vergolden. (eventuell reicht ja Goldfolie schon aus)

Interessante Idee! Ich könnte einfach vergoldete Kontaktspitzen / 
Stiftleisten passend anlöten (so dass Gold auf Gold trifft - super!

Peter II schrieb:
> heute nimmt man dafür Beschleunigungssensoren, dann oxidiert auch
> nichts.

Es sei denn, man möchte den Stromverbrauch vermeiden (ich wecke einen 
schlafenden AVR damit).
#5179116
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Ich hab auf einer Messe mal einen Clip bekommen, der einen extrem 
empfindlichen Vibrationssensor im MELF-Gehäuse hat (reflow solderable).

Wenn da interesse besteht, schau ich heute daheim mal nach, was das für 
einer ist.

Das Teil hab ich weglegen müssen, weil es total eskaliert ist, wenn es 
auf dem Schreibtisch lag :)
#5179157
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Rainer U. schrieb:
> Martin S. schrieb:
>> Das Teil hab ich weglegen müssen, weil es total eskaliert ist, wenn es
>> auf dem Schreibtisch lag :)
>
> Wie jetzt? Bastelzwang? :-)

Ne, da ist ne LED Dran (Musterboard). Bei jeder Vibration fängt die das 
Leuchten an.

Glaub mir - so ruhig kann keiner am Tisch sitzen, dass das Teil dunkel 
bleibt. Ich denke, man kann das Ding sogar als Seismometer benutzen :)
Gast #5180004
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Rainer U. schrieb:
> michael_ schrieb:
>> Die gibt es auch in anderer Bauform oder mit einer Kugel drin.
>> Selbstbau habe ich auch schon mal gemacht.
>> Die Fummelei lohnt jedoch nicht.
>
> Die hatte ich gesehen, danke - allerdings muss man da mehr auf die
> Einbaulage achten, meine eigene "hängende" Konstruktion erschien mir
> einfacher, weil selbst ausrichtend.

Dann hast du so ein Exemplar mit Kugel gehabt. Die sehen ähnlich.
Einer Feder ist die Einbaulage erst mal wurscht.

Und so ein Teil aus vernickelten oder versilberten Material aufzubauen, 
ist auch kein Hexenwerk.
Gast #5180024
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michael_ schrieb:
> Und so ein Teil aus vernickelten oder versilberten Material aufzubauen,
> ist auch kein Hexenwerk.

Silber ist doof, das hat schon in den Trommeltunern der frühen Fernseher 
Ärger gemacht. Das Material läuft an, Frage mal die Oma nach 
Silberbesteck. Silber kann man nur einsetzen, wenn die Konatkte eine 
Reibbewegung aufweisen.
Gast #5180080
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Ist nicht doof!
Jedoch deine Vergleiche, vor allem der mit der Oma.

Natürlich ist so eine Bastelei nicht industrietauglich.
Und bei versilberten Teilen für die Elektronik ist die Oberfläche 
passiviert.
Auch nach längerer Zeit läuft die Oberfläche nicht an.

Mit versilberten Schaltdraht kann man da sowas machen.
Gold kann man auch nehmen. Manche Bauteile haben solche Beinchen und man 
kann da gut die Kontakte (Ring) formen.
OP #5180279
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Danke, ich werde wohl - wie ich weit oben schon gut fand - eine 
vergoldete Stiftleiste schlachten und mit passende Kontakte 
zurechtbiegen / löten. Da muss ich nicht einkaufen gehen, der Bastelspaß 
kommt nicht zu kurz und ich muss mich nicht durch die Datenblätter der 
Spezial-Chips ackern (mach ich aber ab und an auch mal gerne).

L. H. schrieb:
> Schon mal stinknormales Säureschutz-Fett (für Blei-Akkus
> handelsüblich)verwendet/ausprobiert?

Interessanter Ansatz. Würde der Kontakt besser auslösen bei kleiner 
Berührung, wenn ich etwas Fett dazwischen gebe? hmm..
Gast #5180888
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Rainer U. schrieb:
> Würde der Kontakt besser auslösen bei kleiner
> Berührung, wenn ich etwas Fett dazwischen gebe? hmm..

Der würde kleben bleiben, besonders wenn das Fett mit der Zeit hart 
geworden ist.

Die Verwendung von vergoldeten Steckerteilen dürfte die beste Lösung 
darstellen, jedenfalls beim Basteln.
Gast #5182544
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Rainer U. schrieb:
> Wird die im Sensor enthaltene Luft ausreichen, um das Kupfer
> so weit zu oxydieren, dass der Kontakt nicht mehr auslöst?

Cu wird immer zur Bildung von Cu-Oxid neigen - oder was in der Luft 
sonst noch enthalten ist. Kapselung hilft. Sonst ist es sicher besser, 
wenn man nicht auf elektrischen Kontakt hofft, sondern z.B. die 
Kapazität auswertet. Edle Sensoren messen die Kapazität und halten das 
Sensorelement elektrostatisch mit einer Spannung oder mit einer 
stromdurchflossenen Spule über einen Regelkreis auf Nennposition. 
Auswerten kann man dann die Spannung bzw. Strom - alles eine Frage der 
erforderlichen Genauigkeit. MEMS sind die aktuelle Technik für mittlere 
Genauigkeit.

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