Freilaufdioden parallel schalten

#899705
Dioden parallelschalten ist immer ein Glücksspiel, wegen deren negativem 
Temperaturkoeffizienten.

Am Anfang ist eine Diode wg. Fertigungstoleranzen ein klitzekleines 
bischen besser als die andere, kriegt deswegen etwas mehr Strom ab, wird 
deswegen wärmer, kriegt noch mehr Strom ab, usw, bis der ganze Strom 
durch die heiße Diode fließt, und die andere sich langweilt.
Gast #899767
Durch einen Wiederstand seriell zu jeder Diode kann man dem 
entgegenwirgen. Werte so ca. 0,1-10 Ohm je nach Anwendung.
Eine Thermische Kopplung wird nicht viel bringen da das ganze zu träge 
ist
Gast #899835
Wenn's irgendwie geht, immer max. EIN Bauteil nehmen.
( Hier geht es ja offensichtlich um einen kurzzeitigen Spitzenstrom, 
vielleicht gibt es noch Reserven / siehe Datenblatt ? )

Gruss
Gast #900061
Die Idee mit den Widerständen in Reihe zu jeder Diode ist richtig. An 
jedem dieser Widerstände muss soviel Spannung abfallen, dass beide 
Dioden leiten, z.B. 0,8 V oder so.
Gast #900375
Der Motor wird über PWM gesteuert. Frequenz bin ich mir noch nicht 
sicher, wird wahrscheinlich im einstelligen Kilohertz-Bereich liegen.

Wenn ich Widerstände in Reihe zu den Dioden lege, beschränke ich damit 
nicht die Wirkung der Freilaufdioden?

mfg, Stefan.
Gast #900397
>Die Idee mit den Widerständen in Reihe zu jeder Diode ist richtig. An
>jedem dieser Widerstände muss soviel Spannung abfallen, dass beide
>Dioden leiten, z.B. 0,8 V oder so.

Bullshit

Jedes mOhm gleicht die Ströme an... Da muss keine "Durchflussspannung" 
über den Widerständen sein.
Gast #900449
Schalte die Transistoren im Freilauf -> aktiver Freilauf. Wenn du Angst 
um die FETs hast, kannst du ja parallel noch Freilaufdioden spendieren.
#900459
Stefan May wrote:
> D.h. bei einer Halbbrücke kann ich auf die Dioden verzichten? Damit
> riskiere ich aber bei falscher Ansteuerung auch die Fets?

Ja. Es gibt aber ICs die intern eine Totzeit haben, und genau das 
verhindern. z.B. IR2109 macht sowas. Der benötigt nur ein Rechtecksignal 
und steuert beide Mosfets abwechselnd an. Da kann man eigentlich 
garnichts falsch machen.

Suchender wrote:
> Schalte die Transistoren im Freilauf -> aktiver Freilauf. Wenn du Angst
> um die FETs hast, kannst du ja parallel noch Freilaufdioden spendieren.

Braucht man nicht. Mosfets haben die Diode schon eingebaut. Vor allem 
welche für niedrige Spannungen, haben teilweise recht schnelle Dioden.
Gast #900463
Die meisten internen kommen aber an richtig gewählte externe nicht ran. 
Gerade auch die reverse recovery time. Nocht umsonst haben viele 
Leistungsendstufen zusätzliche Freilaufdioden. Musste auch selbst diese 
Erfahrung machen.

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