Hallo Leute,
mal (wieder) ein Problem: Ich habe 5V als Spannungsquelle zur Verfügung
und möchte einen 1.5V mp3-Player anschließen.
Also habe ich mir aus ein paar Dioden (1N4001, 1N4007) ein kleines
Bauteil gebaut, das genau die 3.5V Differenzspannung nicht durchlässt,
sodass ziemlich genau 1.5V herauskommen.
Unter Belastung sinds aber nur noch 0.68V (bei 9mA Stromaufnahme des
mp3-Players), und selbst, wenn ich über ein netzteil mehr Spannung als
5V einspeise, sodass am mp3-Player definitiv 1.5V anliegen,
funktioniert's immer noch nicht...
Wo kann da das Problem liegen? Gibt es eine andere Lösung als die mit
dem Dioden? Denn Spannungsteiler geht ja nicht, da der mp3-Player
zwischendurch ja im Standby-Betrieb ist und sich je nach Lautstärke ja
auch die Stromaufnahme ändert.
Beste Grüße,
und vielen Danke für alle Antworten,
Jens
Toll!
Vielleicht schaust du dir mal die Durchlasskennlinie einer Diode an.
Früher (als es noch keine integrierten Spannungsregler gab) haben wir
dafür genommen: 1 Transistor, 1 R, 1 Z-Diode (ersatzweise R). Geht
vermutlich heute auch noch prima.
Hallo,
die Diodenlösung war auch nur Quick'n'Dirty, aber mein Preoblem ist ja,
warums nicht geht... Die korrekte Spannung liegt ja an.
Jens
PS: Die Diodenkennlinie zeigt doch nichts, was irgendwie ein Problem
wäre?
http://www.didactronic.de/Halbleiter+Dioden/diodenkennl1.gif
Das erscheint mir logisch, denn diese Chips arbeiten doch alle mit
3.3V... Du meinst, es ist ungefährlich, dort 3.3V einzuspeisen an stelle
der 1.5V? Das glaube ich irgendwie nicht...
Meine Frage ist eher, warum das Teil nicht mit der Spannung über die
Dioden funtioniert... Kommt da nicht genug Saft durch?
Jens
> ...da der mp3-Player zwischendurch ja im Standby-Betrieb ist und sich je> nach Lautstärke ja auch die Stromaufnahme ändert.
Da hast du auch die Antwort, wieso es nicht geht. Im Datenblatt könntest
du dann erkennen, das die Flussspannung (also der Teil, der über der
Diode verbraten wird) stark abhängig ist vom entnommenen Strom. Das kann
über den kompletten Arbeitsbereich bis zu knapp 1V pro Diode werden.
Hinzu kommen noch Exemplar und Temperatur bedingte Streuungen der
Flussspannung.
Übrigens sollten Dioden wünschenswerterweise eine gerine und keine
genaue Flussspannung haben ;) Dafür gibt es Z-Dioden
Gruß,
Ronny
der lm317 ist ein steinaltes gerät mit grausamen charakteristika. 10mA
ground current, 3.6V dropout, usw. bah.
schau dich lieber nach einem anderen linearregler um. national, maxim,
linear technologies, usw haben da einiges auf lager.
> Toll, wie geschaltet ?
Hoffentlich nicht in Reihe.
> 8 x ca. 0,7 Volt = (bin zu faul zu rechnen)
Hat er vermutlich so gerechnet ... oder auch nicht
8,8x7= 5,6, dann hat er noch 0,6 übrig, den Rest holt er aus der
Luft.....
Oder er hat im Leerlauf gemessen, aber er hat ja auch Ahnung, die
Kennlinie gibt ihm ja Recht... :-)
Ja, die Werte R1 = 470R und R2 = 100R für den LM317 passen.
Kondensatoren nicht vergessen (direkt am Regler).
Eingangsspannung ca. 2 Volt höher sein als die Ausgangsspannung, also
mind. 3,5 Volt (wenn Du eh 5 Volt hast, passt).
Klar, diese Spannung wird "verheizt", hält sich aber unter Betrachtung
des wahrscheinlich relativ geringen Stromes in Grenzen.
Lass Dir von den Öko-Freaks hier nicht einquatschen, die
Kaufpreisdifferenz des LM317 zu irgendeinem tollen
Up-Down-Hin-und-Her-Konverter lässt sich in dieser Applikation nicht in
unserer Lebenszeit mehr einholen...
(wer's nicht weiss: Der LM317 kostet ca. 0,23 Euro).
Ja, alt isser wohl -- aber deswegen nicht schlecht !
Da werden noch viele "moderne" Dinger vorher aussterben, ganz sicher.
Jens, benutze am besten einen hierfuer passenden Spannungsregler, so
Loesungen mit Dioden sind eher Behilfskruecken und sind bestenfalls fuer
sehr kleine Stroeme geeignet.
Gruss,
Michael
Hallo,
ja, dass die Dioden-Lösung nicht für wechselnde Ströme geeignet ist, ist
mir jetzt auch klar...
Ich denke (obwohl wie gesagt die Differenzspannung verheizt wird), dass
ich den LM317 verwenden werde, das sollte schon ganz OK sein, denn von
denen habe ich noch ca. 15Stk hier rumliegen und muss nicht erst bessere
aber auch teurere Bauteile bestellen...
Beste Grüße,
Jens
PS: Ist immer noch für meinen Wecker, bald kommt er auf meine HP, für
alle, die es interessieren sollte.
www.jb-electronics.de
Hallo,
geht's auch mit den Widerständen 4.7K und 1K? Ist ja nur mit dem Faktor
1000 multipliziert, denn einen 100R habe ich grad nicht mehr rumliegen
hier...
Müsste doch gehen, oder?
Jens
Der LM317 mit 4.7K und 1K stimmt nur "rechnerisch".
Das ist schon ein wenig hochohmig, denn die übliche Formel (des
Berechnungsprogramms) vernachlässigt den Strom, der aus den "Adj" Pin
fließt.
Vieleicht findest Du doch noch eine andere vorhandene R-Kombination, wo
R1 (der am Vout) nicht höher als 1k ist.
Z.B. R1=1k und R2=330.
Sind dann zwar 1,66 Volt, aber das verträgt der MP3 Spieler garantiert
noch, weil auch eine gute, ganz frische Batterie 1,6 Volt hat.
Ausserdem kann man Widerstände, die man nicht hat, durch zwei andere in
Reihen- oder Parallelschaltung ersetzen.
Hallo,
das mit dem Parallelschalten ist mir schon klar, ich hab's jetzt mal so
ausprobiert, und dem mp3-Player scheints mit der 1K-4.7K-Kombination
ganz gut zu gehen...
Das Teil zieht ja nur 9mA bei Betrieb und ist meistens ausgeschaltet, da
es in einen Wecker eingebaut ist.
Jens
> Ich denke (obwohl wie gesagt die Differenzspannung verheizt wird),> dass ich den LM317 verwenden werde
Was stört dich die verheizte Differenzspannung? Die hättest du doch bei
der Diodenschaltung genauso. Wenn du denn Wirkungsgrad verbessern
willst, musst du einen Schaltregler nehmen.
Na, prima.
Dann hat das "alte" Bauteil LM317 wieder sein Weiterleben gesichert...
Habe es gerade auch für die Solarregler-Frage eines anderen
Forumteilnehmers empfohlen ...
Beitrag "solarregler/schaltplan"
Mein Text von 14.09.2008 16:29
Danke für die Hilfe, den Dioden-Trick werde ich mit für konstante Ströme
auf jeden Fall merken!
Danke nochmal,
Jens
PS: Der mp3-Player läuft übrigens störanfällig im Moment, er bricht
(wenn auch das Blaulicht (Gleichstrommotor) des Weckers angeschaltet
ist) immer mit der Wiedergabe ab... Liegt das vielleicht an störenden
elektromagnetischen Impulsen des Weckers (bzw. eher einem konstanten
B-Feld, da Gleichsstrom)???
woher nimmst du die 5V?
betreib den mp3 player testweise mal mit ner battarie
kann es sein, dass die Spannung einbricht, wenn der Motor läuft?
(den Wecker stell ich mir ganz cool vor)
mfg
J.K
Da stellt es einem doch die Fussnägel auf !
So ein Käse ! Mit den Dioden!
Nimm bitte einen Spannungsregler dann sollte es klappen, wenn nicht,
dann hast du das falsche Hobby!
( Oder nimm drei Dioden und einen Vorwiderstand, und greife zwischen
Widerstand und Dioden die Spannung für den MP3 ab.... )
Mann o mann....
Hallo,
die 5V kommen von einem 9V @1A Steckernetzteil, momentan teste ich es
noch mit dem Labornetzgerät. Stromverbrauch ist maximal bei 720mA...
Die Spannung bricht bei Betrieb des Motors nicht ein, da sehe ich nicht
das Problem...
Jenn
Nee, habe ich nicht...
Meine Vermutung kam daher: Wenn ich den Deckel des Weckers, auf dem das
Blaulicht montiert ist, abnehme, und neben die Platine stelle, dann
tritt der Fehler nicht auf, sondern nur, wenn das Blaulicht direkt
über dem mp3-Player war...
Aber das Problem hat sich glaube ich jetzt gelöst: Ich hatte Testweise
den Start-Button des mp3-Players dauerhaft amf Masse durchgeschaltet, da
er zu Beginn ja 3s gedrückt werden muss. Jetzt wird er nur 3s auf Masse
gelegt, und resettet sich nicht mehr selbsttätig, vielleicht lag es
daran.
Jens