Erfahrungen mit Reichelt-Fotoplatinen "FHPCU"

OP Persönliche Seite #994460
Lesenswert?

Hallo zusammen,

welche Erfahrungen habt ihr mit den "günstigen" Fotoplatinen von 
Reichelt gemacht?

Ich habe keine gescheiten Ergebnisse erzielt.

Nachdem ich ca. 10 Platinen von der Sorte "FHPCU" von Reichelt über den 
Jordan gejagt habe, bin ich zum örtlichen Elektronik-Händler und habe 
mir eine Platine zum Testen dort gekauft.
Den Hersteller kenne ich leider nicht - werde ich aber mal nachfragen.

Im Anhang befindet sich ein Bild das den Direkt-Verleich zeigt. Ich habe 
beide Platinen unter selben Voraussetzungen (versucht) herzustellen.

Also ich kann nur empfehlen Qualität zu kaufen, wenn man Platinen mit 
der Belichtungsmethode herstellen möchte. Sonst kommt man da auf keinen 
grünen Zweig.

Was sind eure Erfahrungen?

Besten Gruß,
 Tobias
Angehängte Dateien:
Gast #996651
Lesenswert?

Das Zeug hab ich schon mal verwendet (ca. 2005) und es hat an sich auch 
brauchbar funktioniert.Belichtungszeit war aber deutlich anders als bei 
Bungardplatten, Entwickler sollte dünner sein.

Allerdings hatte nahezu jede Platte nach dem Abziehen der Schutzfolie 
gröbere Fehlstellen im Fotolack, so dass ich schnell wieder Bungard 
gekauft hab.
Funktioniert eben nahezu immer und ist hochwertiger, wobei ich 
allerdings letztlich eine Bungardplatine mit kleineren Fehlstellen im 
Fotolack erwischt hab...
Gast #996693
Lesenswert?

obwohl die quallität der bungardplatinen
in letzter zeit, auch nstark nachgelassen hat.

schon des öfteren beschichtungsfehler auf den platinen gehabt,
ungleichmässige,  oder verunreinigte beschichtungen.


kommt wohl inzwischen auch aus china ???    ;-)
Gast #997276
Lesenswert?

>Ja, die taugen schlicht und ergreifend nichts.


Labert doch nicht so einen dummen Scheiß! Mein Tip ist eher dass Du 
keine Ahnung hast wie man ne Platine ätzt! Anzumerken zu den Platinen 
ist, dass sie nicht sehr verzeihend bei Entwicklungsfehlern sind. Der 
ganze Prozess muss gut standardisiert sein. Dann geht es aber sehr gut! 
Ich belichte mit nem 4 Röhren Assitoaster aus 50 cm Entfernung (bessere 
Kantenschärfe) für 13 Minuten durch Belichtungsrahmen (japanisches 
Fabrikat) und Inkjet Overheadfolie. Danach entwickle ich in 20 g / l 
NaOH für ca. eine Minute. Danach sind die Ergebnisse erstklassig. Es 
gibt zudem vorteile dieser Platinen! Sie sind aus Hartpapier und lassen 
sich daher billig mit HSS Bohrern bohren. Kein HM notwendig. Mögliche 
Probleme:

-Vorlage nicht lichtdicht (typisch für Laserdrucker und 
Nichtpigmenttinten)
-Zu lange belichtet bzw. ABstand zu klein
-Folie falschrum aufgelegt
-Entwickler zu stark oder zu schwach
-Berührung der entwickelnden Platine (machen Mikrokratzer in den 
Photoresist)
Gast #997671
Lesenswert?

Kann die Einschätzung von Timbo bestätigen. Wichtig ist die Verwendung 
"lichtdichter" Vorlagen.
Von ca. 50 verarbeiteten Rohleiterplatten waren 3St. unbrauchbar, da die 
Platten vermutlich überlagert waren. (deshalb jetzt Bestellung für einen 
Vorrat von etwa 1 Jahr)
MfG
Wolfgang
Gast #997970
Lesenswert?

Fragen zu ProMa

PROMA worde ja seit über 1/2 jahr wieder verkauft.
nun wohl    http://www.gie-tec.de

ich war Früher (ca. 8jahre) sehr zufrieden mit Proma.

dünne fotoschicht, und sehr konturenscharf.
brauchten allerdings eine SEHR kurze Belichtung.
Bungard. fand ich zu der zeit nicht soo optimal.


was bei den Leuchtstoffröhrenbelichtern manchmal Problemem macht.
bei belichtungen um die 1Minute  Röhrenaufwärmzeit
ging nur halbwegs mit vorgeheizter röre.

und, ich hatte damals echte Filme als Vorlage.

wer kennt nun die jetzigen Verarbeitungs-zeiten der ProMa-platinen  ???
#1007922
Lesenswert?

Also ich habe auch meine liebe not mit den Platten. ich habe mit keiner 
anderen marke probleme gehabt. ich belichte in einem umgebauten Scanner 
mit 4*8W Röhren aus einem Gesichtsbräuner 120sec. Entwickeler ist 10g 
auf ca. 1L Wasser. Wie gesagt, die vorgänger waren alle 1a. Ich habe die 
Platten so behandelt, aber es tat sich nix beim entwickeln. Habe die 
Belichrungszeit bis 5 min. hochgesetzt, gleiches ergebniss. Entwickler 
neu angesetzt, 20g pro Liter, och nix. Der lack bleibt drauf......
Gast #1007926
Lesenswert?

hm also tun tut sich schon was aber des sieht aus als wen jemand 
drübergewischt hat ka klar kan sein das da irgentwo nen fehler 
meinerseitz war aber geklapt hats halt net da geb ich lieber 30 cent 
mehr aus und dan klapt des auf anhieb
#1009847
Lesenswert?

Andreas Strohbehn wrote:

> Ich habe die
> Platten so behandelt, aber es tat sich nix beim entwickeln. Habe die
> Belichrungszeit bis 5 min. hochgesetzt, gleiches ergebniss. Entwickler
> neu angesetzt, 20g pro Liter, och nix. Der lack bleibt drauf......

War bei mir auch so. Ich habe jetzt die Entwickler-Konzentration 
deutlich erhöht (sind bestimmt 50g/l oder mehr), und nach 90 s ist das 
Leiterbild gestochen scharf da. Das Entwicklerbad hat Zimmertemperatur. 
Man muss aber darauf achten, dass wirklich alle Fotolackreste von der 
Platine entfernt werden, bevor sie ins Ätzbad kommt.

Eine Belichtungsreihe hat ergeben, dass eine Mindesbelichtung von ca. 2 
min erforderlich ist. Bei längerer Belichtung (30 cm Abstand, 
Gesichtsbräuner) bis 10 min. ist kein weiterer Unterschied zu erkennen.

Ich verwende gerne Hartpapier, weil es sich leichter verarbeiten läßt 
als Expoxyd.

Grüße
Claus
#1338391
Lesenswert?

Mein Erfolgsgeheimniss mit den FHPCU Platinen ist ein 10-14 minütiges 
Entwicklerbad. Belichtet wird bei mir ebenfalls mit dem Assi-Toaster aus 
30 cm Entfernung für 7 Minuten. Das passt bei mir für alle Platinen.
Bei den allermeisten anderen Platinen genügt ein etwa 1-Minütiges 
Entwicklerbad. Die FHPCU vom Reichelt brauchens halt ein bisschen länger 
aber das Ergebniss ist dann trotzden OK.
#4393262
Lesenswert?

Ich hatte so sehr gehofft das ich zumindest hier genaue Anweisungen und 
Beschreibungen vorfinde.

Ich verstehe nicht warum in allen Foren, jeder der sich nicht auskennt 
bzw. sich die Zeit und Mühe nicht antun will, den Drang spürt unbedingt 
seine Meinung/Erfahrung kund zu tun (aka "unbedingt seinen grauslichen 
Senf dazugeben").

Ich hoffe die nächsten Poster stellen sich vorher die folgenden Fragen 
und gehen in ihre Postings darauf ein:

0. Wozu sind die Beschimpfungen gut? Wen helfen die Kraftausdrücke bei 
der Belichtung, Entwicklung od. das Ätzen der Fotoplatinen?

1. Welcher Abstand ("Clearance" -> Isolations-Abstand zwischen 
Kupfer-Leiter-Bahnen) habt ihr in EAGLE eingestellt gehabt?

2. Welches Gerät zum Belichten habt ihr verwendet? (NEIN! "Assitoaster" 
ist keine Standard-Bezeichnung, ist Niveaulos und hat hier 
(Mikrocontroller.net) nichts zu suchen!).

3. Wurde ein Gesichtsbräuner verwendet? Wenn ja(nein) -> Wieviele Röhren 
und wieviel Watt je Röhre? Aus welcher Entfernung? Wie lange wurde 
belichtet?

4. Welche Platine wurde verwendet? Hersteller-Name? Modell-Bezeichnung? 
Link? Handelt es sich um FR2, FR4 od. ein Anderes Material?

5. Welcher Entwickler habt ihr verwendet? NaOH? Genaue Menge? Wie lange 
habt ihr die Platine in Entwickler gebadet?

6. Welches Mittel habt ihr zum Ätzen genommen? Wie lange habt ihr die 
Platine in Ätz-Mittel gebadet?

Die Antworten auf Tobias Johns Frage, haben mir leider überhaupt nicht 
helfen können (reine Zeit- und Festplatten-Speicher-Verschwendung!).

MfG
PS: Stellt euch einfach vor ihr findet eine unvollständige Schatz-Karte, 
oder ein Code wo jede zweite Zeile fehlt...
(Firma: ./.) #4393295
Lesenswert?

Pedram G. schrieb:
> Ich hatte so sehr gehofft das ich zumindest hier genaue Anweisungen und
> Beschreibungen vorfinde.

In einem Forum, welches jedem offen steht, kannst du höchstens eine 
Durchschnittserfahrung/-kommentierung aller Forenteilnehmer erwarten.

Das wird möglicherweise in Zukunft nicht besser werden.
Letztendlich mußt du deine eigenen Erfahrungen machen. Das heißt, dein 
persönliches Equipment so zu konfigurieren und zu nutzen, dass deine 
Platinen deinen Ansprüchen genügen. Das kann dir kein Forenteilnehmer 
abnehmen. Platinen herzustellen ist jedermanns eigene Erfahrung.
Hast du es raus und dich fragt jemand, wie er seine Platinen herstellen 
soll, wirst du deine liebe Mühe haben, ihm das zu vermitteln. Bestimmt.
Ist quasi wie beim Sex.

Fröhliches experimentieren.
Gast #4393625
Lesenswert?

Wenn man keinen Ärger haben will immer Bungard. Du sparst auf der 
falschen Seite... Eventuell eine Belichtungsreihe machen und schauen um 
wieviel länger man die belichten muss. Ansonsten entschichten und 
Gehäuse bauen..
Gast #4394155
Lesenswert?

herbert schrieb:
> Ansonsten entschichten und
> Gehäuse bauen..

nicht bechichtetes material ist bei pollin recht preiswert zu haben....
das bungard zeugs ist überteuert.
da bezahlt man den nahmen.
hab das grad durch.
alle paar jahre frag ich im klärwerk nach fecl3 nach.
da lass ich nen 10l kanister befüllen und als entschädigung gibt´s ne 
passende packung kaffee.
4-5teu für 10l fecl3 ist ok.
alles andere ist abzocke!
das zeugs ist so billig das man es kaum glauben mag!
ist halt ne massenware.
Gast #4394375
Lesenswert?

Pedram G. schrieb:
> Ich hatte so sehr gehofft das ich zumindest hier genaue Anweisungen und
> Beschreibungen vorfinde.
>
> Ich verstehe nicht warum in allen Foren, jeder der sich nicht auskennt
> bzw. sich die Zeit und Mühe nicht antun will, den Drang spürt unbedingt
> seine Meinung/Erfahrung kund zu tun (aka "unbedingt seinen grauslichen
> Senf dazugeben").

Du spricht mir aus der Seele ... wenn auch 6 Jahre zu spät :-)
#4394929
Lesenswert?

Pedram G. schrieb:
> Ich hatte so sehr gehofft das ich zumindest hier genaue Anweisungen und
> Beschreibungen vorfinde.
Hallo Pedram,
> 1. Welcher Abstand ("Clearance" -> Isolations-Abstand zwischen
> Kupfer-Leiter-Bahnen) habt ihr in EAGLE eingestellt gehabt?
Wenn für dich meine Erfahrung nützlich wird (allerdings nicht mit EAGLE, 
sondern mit DipTrace), Kupferbreite mindestens 0,4mm, Isolations-Abstand 
mindestens 0,25mm. Folie zweimal bedrucken (Tintendrucker). Bibliothek 
habe ich dafür umgearbeitet, alle Lotstellen größer gemacht, so ist es 
leichter, beide Seiten zusammen zu führen. Die Löcher für Bibliothek 
lieber kleiner machen, so um 0,4 oder 0,5 mm, dann wird es leichter beim 
Bohren.
> 2. Welches Gerät zum Belichten habt ihr verwendet? (NEIN! "Assitoaster"
> ist keine Standard-Bezeichnung, ist Niveaulos und hat hier
> (Mikrocontroller.net) nichts zu suchen!).
Ich habe mir "HELO Belichter Plattenbelichter" bei Ebay geschafft. 
Qualität ist mäßig, aber funktionsfähig. Allerdings waren nicht alle 
Lampen in Ordnung, deshalb habe ich gleich alle Lampen ersetzt. Für 
Rademacher und Bungard war optimale Belichtungszeit 9-11 Minuten (Timer 
auf 5 Minuten und zweimal). Zuerst aber 1 Minute aufheizen.

> 5. Welcher Entwickler habt ihr verwendet? NaOH? Genaue Menge? Wie lange
> habt ihr die Platine in Entwickler gebadet?

> 6. Welches Mittel habt ihr zum Ätzen genommen? Wie lange habt ihr die
> Platine in Ätz-Mittel gebadet?

Epoxyd. Hier ist Sparen falsch, Hartpapier hält beim Umlöten schlechter.
NaOH wie geschrieben.
FeCl3 - stabile Ergebnis. Kein Gestank. Es reicht +20-+25°C.

Ich habe noch versucht, mit Lotpaste und Fön zu verzinnen. Das kann man 
auch machen. Besser als mit Rose-Metall.

Gruß,
Maxim.
#4395518
Lesenswert?

Danke! Das wußte ich nicht. Bei Gelegenheit bestelle ich die UVA.
Übrigens, es funktioniert doch. Nur langsamer. Für zwei Seiten braucht 
man schon über 20 Minuten!
Ich habe bei diesem Belichter noch Timer überprüft: für analoge 
erstaunlich genau. Was aber mir nicht gefällt: Belichtung von unten. Von 
oben wäre es praktischer, so daß man die Markierungen auf dem Stück und 
auf der Folie sieht.

Jetzt ist mir alles klar. Ich war etwas wegen weißer Beschichtung 
irritiert: ich dachte, Fehler vom Hersteller, einfach Tageslichtlampen.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren