Stromschlag durch Labornetzteil

OP #1064390
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Hallo zusammen,

immer wenn ich den Netzstecker meines Labornetzgeräts "PS 2403 Pro" von 
Voltcraft (ja, ja, ich weiß schon...) aus der Steckdose ziehe und dann 
die beiden Anschlüsse (L und N) berühere, bekomme ich einen (kleinen 
aber doch schmerzhaften) Stromschlag.
Habt Ihr das bei Eurem Netzteil auch schon beobachtet?
Ist das normal, oder deutet das auf was Abnormales (Beschädigung einer 
Sicherheitseinrichtung o.ä.) hin?
Hab auch schon die Diskussionen zu diesem Artikel hier im Forum 
verfolgt. Voltcraft scheint ja nicht gerade für Qualität zu bürgen...

Durchströmte Grüße
J.R.
#1064399
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Jürgen R. wrote:
> immer wenn ich den Netzstecker meines Labornetzgeräts aus der Steckdose
> ziehe und dann
> die beiden Anschlüsse (L und N) berühere, bekomme ich einen (kleinen
> aber doch schmerzhaften) Stromschlag.

> Ist das normal, oder deutet das auf was Abnormales

Normal ist das nicht. Wenn mir das einmal passiert wäre, hätte ich es 
beim nächsten Mal mit einem Multimeter versucht....
#1064404
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Das habe ich schon bei anderen Geräten erlebt, die eine Induktivität 
enthalten, z.B. einen Motor. Ob das damit zusammenhängt oder einem 
aufgeladenen Entstörkondensator, das weiß ich allerdings nicht. Auf 
einen Defekt würde ich deshalb noch nicht schließen.

Mist, viel zu langsam :)
Gast #1064417
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Große Motore und bei Trafos mit ebensolchen Lasten steht darum gerne 
dabei:
* erden und kurzschließen
Eben um Rückspannung (z.B. durch den noch auslaufenden Motor) zu 
unterbinden.

Kann mich noch an die Kirchturmglocken unserer Kirche erinnern, die 
wurden über Leuchttaster geschaltet:
- Draufdrücken, Impulsgeberrelais läuft los
- schaltet Motor ein (ding), die parallel dazu geschaltete Lampe im 
Taster leuchtet
- schaltet Motor wieder aus (dong), die Lampe glimmt schwach, weil die 
träge Glocke den Motor weiterdreht :-)
Gast #1064444
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> Das dürften die Kondensatoren des Filters sein, die noch geladen sind.
> Ist völlig normal.


Unsinn! Das ist nicht Normal!

Es gibt eine Vorschrift, die besagt, dass die Konis nach dem 
Steckerziehen innerhalb von 1sec (?) entladen sein müssen.
Alle Qualitätsprodukte haben hier einen Entladewiderstand drinne.
Nur dieser billig Chinaschrott nicht.(Dazu zähle ich persönlich auch 
Voltcraft/Conrad).
Gast #1064785
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Ich würde das Netzteil auschalten, BEVOR ich den Stecker ziehe.
Der Schalter sollte die Netzzuleitung zweipolig trennen.

Kein Mensch fasst an den Stecker an, wenn er ihn aus der Dose zieht, wie 
lange hält dieser Effekt an?

Voltcraft ist teils Statron. Und das ist idR. kein Billigdreck!
Keine Ahnung, was noch unter Voltcraft angeboten wird. Jedenfalls sind 
diese grau/hellblauen Labornetzteile nicht HF-fest. Kein bissken!
Hoer wird offensichtlich gespart. warum nicht auch am Netzschalter?
Gruß
Rudi
Gast #1064912
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Gerade wenn ein Gerät ausgeschaltet ist, lassen die Steckerstifte die 
Restladung der X-Kondensatoren spüren.
Fast immer sind die X-Kondensatporen zwischen Schalter und Stecker.
Bei geschlossenem Schalter werden beim Ziehen des Steckers die 
X-Kondensatoren vom Gerät sofort entladen, aber bei geöffnetem Schalter 
ist dies nicht der Fall und man bekommt halt eine gewischt.

Der Entladewiderstand ist meines Wissens erst ab einer bestimmten 
Speicherenergie der Kondensatoren vorgeschrieben. Bei den 
Phasenschiebekondensatoren in Leuchtstoffleuchten, mit mehreren uF sind 
sie Pflicht bei kleinen X-Kondensatoren (-zig nF)nicht.
OP #1065308
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Rudi wrote:
> Ich würde das Netzteil auschalten, BEVOR ich den Stecker ziehe.
> Der Schalter sollte die Netzzuleitung zweipolig trennen.
Ja klar das mach ich doch, Du Schlaumeier. Ich will doch mein Leben und 
das meiner Schaltungen gefährden. Niemand langt doch freiwillig in die 
Steckdose und jammert hernach, wenn er eine gebruzzelt bekommt...

> Kein Mensch fasst an den Stecker an, wenn er ihn aus der Dose zieht
Ha doch, wenn ich den Stecker aus der Dose ziehe und dann auf den Tisch 
lege.

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