Hallo Leute,
Ich habe eine Frage bezüglich des DSL Signals...
Ist es möglich mit dem Oszi festzustellen ob das DSL Signal auf die
Leitung geschaltet ist?
Über Antworten würde ich mich freuen. Bedanke mich jetzt schon für eure
Hilfe.
Gruß Ralf
Dann aber hast Du bereits DSL Signal, kannst also ein einfaches Oszi (da
reicht schon geringe Bandbreite parallel an diese Leitung anschließen.
Was Du aber eigentlich nicht mehr machen mußt, da Dir die Modem-LEDs
schon deutlich anzeigen das DSL anliegt.
Kurz: Ein Oszi geht prinzipiell an DSL, bringt Dich aber vermutlich
nicht wirklich weiter.
Vielleicht beschreibst Du mal deutlicher WAS das eigentliche Ziel ist
welches Du anstrebst -- dann kann man evtl. besser weiterhelfen.
Ja, das Thema ist schon etwas älter, aber jetzt gerade (bzw. seit einer
Woche offline) genau mein Problem.
Also kann man ohne DSL-Modem aus den zig Doppeladern/Sternvierer mit
einem Oszi oder sonstwie (Prüfkopfhörer wie früher geht bei DSL ja nicht
mehr, da keine Speisung?), das DSL-Signal schnell auffinden?
Hier schrieb ja bereits jemand, dass ohne Pilotton vom Modem der DSLAM
nicht antwortet. Sendet ein DSL-Modem grundsätzlich bei fehlender
Antwort vom DSLAM permanent den Pilotton oder muss man länger warten,
bzw. das Modem immer neustarten? Es geht um einen VDSL-Anschluss der
Telekom (Internetanbieter jedoch O2).
Hintergrund: Seit genau einer Woche hat ein Bagger die Zuleitung vor
unserem Haus gerissen. Die Telekom schafft es seitdem nicht die Leitung
zu muffen. der von meinem Internet-Anbieter mit Termin bestellter
Telekom-Techniker haut einfach ab und sagt der Tiefbautrupp der Telekom
müsse da ran. Ich habe mich auch schon vergeblich bei der BNetzA über
die Telekom beschwert auf anraten O2. Mein Frau ist im Homeoffice und
mein Sohn braucht dringend Internet für die Schule. Unser Volumen vom
Mobilfunk ist nun aufgebraucht und auf 64kbit/s gedrosselt. Jetzt nicht
noch ein Wochenende ohne Internet zu Corona-Zeiten. :(
Dominik schrieb:> Hintergrund: Seit genau einer Woche hat ein Bagger die Zuleitung vor> unserem Haus gerissen.
Üblicherweise sagt die Tiefbaufirma da direkt der Telekom Bescheid und
innerhalb von 24h ist die Sache Geschichte.
> Die Telekom schafft es seitdem nicht die Leitung> zu muffen. der von meinem Internet-Anbieter mit Termin bestellter> Telekom-Techniker haut einfach ab und sagt der Tiefbautrupp der Telekom> müsse da ran.
Hat er ja leider recht.
> Jetzt nicht> noch ein Wochenende ohne Internet zu Corona-Zeiten. :(
Da muss man sich ja miteinander beschäftigen und kann nicht einfach vor
dem Monitor gammeln... :D
Aber im Ernst: Wenn das Kabel kaputt/unterbrochen ist, was erwartest du
dir? FritzBox in die Grube stellen und hoffen, das es geht? Da würd ich
eher nach den Aderfarben gehen...
Mich würde ein Foto interessieren, wieviele Adern liegen denn da in dem
Kabel drin? Normalerweise sind die doch alle markiert.
Ich weiß aber nicht, ob es erlaubt ist, daran selbst herumzubasteln. Ich
denke die Telekom sieht's nicht so gerne.
Ben B. schrieb:> Ich weiß aber nicht, ob es erlaubt ist, daran selbst herumzubasteln. Ich> denke die Telekom sieht's nicht so gerne.
Nein, das ist nicht erlaubt.
Du darfst den TAE Stecker in die Dose stecken und wieder rausziehen.
Alles ab dem Steckverbinder gehört der Telekom. Basteleien an der
Zuleitung dürften WESENTLICH teurer werden, als jeden Tag einen
Datenpass zu buchen.
Aber:
Wenn ich mal eine Störung meines Anschlusses hatte, hat die Telekom auf
Nachfrage Datenpässe bis zur Behebung der Störung spendiert.
Vielleicht einfach mal anrufen und freundlich fragen.
Alternativ kann man die Kosten für solche Ausweichlösungen auch dem
Verursacher des Schadens überhelfen und der sollte für solche Fälle
versichert sein.
Wo mein Netz mal weg war, absehbar über zwei Wochen, bis der
Tiefbautrupp fertig war, hat 1und1 mir ne Datenkarte geschickt. Hatte
jeden Tag 1GB. Das hat soweit gelangt.
Ich kann mir nicht vorstellen das O2 sowas nicht kann...
Dominik schrieb:> Mobilfunk ist nun aufgebraucht und auf 64kbit/s gedrosselt. Jetzt nicht> noch ein Wochenende ohne Internet zu Corona-Zeiten. :(
Wenn Du ein LTE-Handy hast, dann hole Dir Congstar Homespot. Nach Ablauf
des Traffiks von 30GB wird es nur auf 384kbit/s gedrosselt. Damit läßt
sich noch einiges machen. Remote-Arbeiten geht damit noch.
Dominik schrieb:> Hintergrund: Seit genau einer Woche hat ein Bagger die Zuleitung vor> unserem Haus gerissen.
Hat die Firma an der Stelle den Boden so offen gelassen, dass das Kabel
zu erreichen ist? (Nahaufnahme der Kabelenden als Foto möglich)
Ist es nur die Leitung zu Deinem Haus oder sind auch Nachbarn betroffen?
Das Gleiche ist bei uns auch mal passiert - 2 Wago-Klemmen, oder damals
noch Lüsterklemmen, das Wochenende war gerettet...
Es hat sich auch niemand beschwert o.ä. als das dann in der Woche darauf
gerichtet wurde
Hast Du ein Einfamilienhaus? Kommst Du an den Übergabepunkt im Haus
dran?
Dann schau doch einfach welches Paar Deines ist und verbinde draußen die
beiden Leitungen?
Falls Du nicht ran kommst - z.B. 12V in der Wohnung an Dein Paar, dann
draussen messen...
Bei mir haben nach Kabelarbeiten die T-Komiker 4 Termine gehabt, die
jedesmal festellten, das alles in Ordnung war, bis die Fremdfirma ca 6
Wochen später den wirklichen Fehler in der Rangierung in der
Vermittlungsstelle fand. Nach jedem Technikertermin habe ich sofort 10
GiB bei der Störungsstelle für das Mobile meiner Frau verlangen lassen
(mit der beiläufigen Bitte, wer bei der BNA eigentlich wegen dieser
Sache die Ansprechadresse wäre) und bin mit rd. 6 GiBps LTE als Hotspot
ganz gut über die Runden gekommen; hat auch nichts gekostet.
Geht natürlich nur im LTE-Gebiet, und man muss verzweifelt bitten,
wenig schimpfen und etwas Diplomatie walten lassen, daher habe ich das
immer meiner Frau überlassen.
Auch wenn es länger her ist: Mal ein Nachtrag zu meinen illegalen
Schaltereien (jaja, ich bin ein Schwerverbrecher, weil ich mir die
gezahlte Leistung selber hole) in der Baugrube. Ja, ich habe einfach das
DSL-Modem und einen kleinen 12V Bleiakku mit in die Baugrube genommen.
Das Kabel war noch ein uraltes, papierisoliertes mit bunten Ringen
(siehe leider unscharfer Foto)! Keine Ahnung wieviel DA - nicht
nachgezählt. Habe mit 2-Wagoklemmen (die mit den Hebelchen) mir immer
ein Adernpaar an das DSL-Modem angeschlossen, bis ich eines gefunden
habe, wo das Sync-Lämpchen zu blinken anfing (beim 3.Versuch schon ein
Treffer!). Hat mir damals das Wochenende gerettet. Montag morgen schnell
wieder abgeklemmt (bis Ende der Woche endlich eine Fernmeldefirma kam,
die offensichtlich nur im Auftrag der Telekom arbeitet und von dieser
unabhängig ist).
Was kurioses (und damit ihr mich richtig als Verbrecher beschimpfen
dürft): Ich habe ein Vertrag mit O2 (Telefonica) und habe eigentlich
immer ein IP in deren Range. Mit der DA, die ich genommen habe, hatte
ich eine IP in der Range von 1&1 (mit whois festgestellt). Sehr seltsam,
dass meine DSL-Zugangsdaten von Telefonica trotzdem funktionierten.
Aus aktuellen Anlass aber noch mal: Ich habe immer noch keinerlei Infos
zu dem DSL-Pilotton gefunden, auf den der DSLAM antwortet. Kann man den
vielleicht mit einem uC nachbilden?
Dominik schrieb:> Sehr seltsam, dass meine DSL-Zugangsdaten von Telefonica trotzdem> funktionierten.
Einige Anschlüsse kommen ohne Authentifizierung aus, da wird man über
den DSL-Port identifiziert.
Dürfte also die Leitung eines Nachbarn gewesen sein.
Dominik schrieb:> Ich habe immer noch keinerlei Infos zu dem DSL-Pilotton gefunden, auf> den der DSLAM antwortet. Kann man den vielleicht mit einem uC> nachbilden?
Kannst Du in G.994.1 nachlesen. Ein DSL-Modem (oder ein DSL-Tester für
deutlich mehr Geld) ist die einfachste Lösung.
Dominik schrieb:> Habe mit 2-Wagoklemmen (die mit den Hebelchen) mir immer> ein Adernpaar an das DSL-Modem angeschlossen, bis ich eines gefunden> habe, wo das Sync-Lämpchen zu blinken anfing (beim 3.Versuch schon ein> Treffer!).
Glück gehabt, hier dauert das über 2 Minuten, bis ein Sync erkannt wird
- VDSL mit 50k. Da kann man stundenlang probieren.
> (bis Ende der Woche endlich eine Fernmeldefirma kam,> die offensichtlich nur im Auftrag der Telekom arbeitet und von dieser> unabhängig ist).
Als ich hier, noch Telekom-Opfer, ein Problem dank offensichtlich
defekter Leitung hatte, kam ebenfalls eine Leitungsbaufirma (KaTiKom
GmbH), aber erst, nachdem mich T* zwei Wochen verscheißert hat. Die
Jungs haben einen Termin abgesprochen, waren pünktlich und haben sich so
benommen, wie man es als Kunde erwartet - im Gegensatz zu T*.
Hmmm schrieb:> Einige Anschlüsse kommen ohne Authentifizierung aus, da wird man über> den DSL-Port identifiziert.
Böse Falle: Als hier der Zugang von htp geschaltet wurde, kamen keine
Daten, aber Ping und DNS funktionierten. Da bin ich natürlich nicht auf
die Idee gekommen, dass ich falsche Anmeldedaten geliefert habe, obwohl
ich klein Fritzchen ein paar Tage zuvor gemäß Anleitungsbildern
eingerichtet hatte.
Ist mir noch ein weiteres Mal passiert, dass Fritzchen (7560)
Gedächtnisverlust der Anmeldedaten hatte, aber ich kann es leider nicht
reproduzieren.
Zuvor bei Telekom funktionierte nichts, bevor deren Radius das Login
abgesegnet hatte, finde ich sinnvoller. Natürlich kommt davor ein Sync
der Leitung zustande.
Dominik schrieb:> Aus aktuellen Anlass aber noch mal: Ich habe immer noch keinerlei Infos> zu dem DSL-Pilotton gefunden, auf den der DSLAM antwortet. Kann man den> vielleicht mit einem uC nachbilden?
Eher nicht, mit einem Pilotton alleine ist es nicht getan, das braucht
eine ganze Synchronisationssequenz (Handshake), s. Beitrag von "Hmmm".
Wenn du da mit einem üblichen Tastkopf anklemmst, wird das Modem
vermutlich gleich die Verbindung verlieren, weil es sich um eine
symmetrische Leitung handelt und beim Tastkopf ist die Masse auf Masse
... (asymmetrisch). Das bräuchte zumindest einen hochohmigen BalUn.
Je nach Oszi und Pegel wird man dann auch damit nicht viel sehen, weil
die Summenspannung weisses Rauschen ist.
Dominik schrieb:> Auch wenn es länger her ist: Mal ein Nachtrag zu meinen illegalen> Schaltereien (jaja, ich bin ein Schwerverbrecher, weil ich mir die> gezahlte Leistung selber hole) in der Baugrube. Ja, ich habe einfach das> DSL-Modem und einen kleinen 12V Bleiakku mit in die Baugrube genommen.> Das Kabel war noch ein uraltes, papierisoliertes mit bunten Ringen> (siehe leider unscharfer Foto)! Keine Ahnung wieviel DA - nicht> nachgezählt. Habe mit 2-Wagoklemmen (die mit den Hebelchen) mir immer> ein Adernpaar an das DSL-Modem angeschlossen, bis ich eines gefunden> habe, wo das Sync-Lämpchen zu blinken anfing (beim 3.Versuch schon ein> Treffer!).
Das solltest du deinem Frisör erzählen, der glaubt dir das
möglicherweise.