Ich habe bis letztes Jahr Ngspice (ohne GUI) benutzt. Leider sind einige
interessante Erweiterungen gegenüber dem Ur-Spice (bspw. parametrierte
Subcircuits) immer noch buggy oder noch nicht vollständig implementiert.
Die Weiterentwicklung verläuft derzeit ziemlich träge. Einge für PSpice
geschriebene Modelle müssen wegen Nutzung spezieller PSpice-Features für
Ngspice erst angepasst werden.
LTSpice hat praktisch alle Features von Ngspice und noch ein paar mehr,
ist besser zu PSpice kompatibel und läuft, wie schon mano geschrieben
hat, sehr gut unter Wine. Immerhin wird es vom Entwickler regelmäßig
unter Wine getestet und bei Bedarf speziell dafür angepasst.
Zudem hat LTSpice ein wirklich taugliches GUI. Eigentlich braucht man
für ein Simulationsprogramm wie Spice ein GUI nicht unbedingt, und die
meisten mir bekannten grafischen Schaltplaneditoren stellen bei der
Eingabe eher Bremsen als Hilfen dar. Im Gegensatz dazu geht die
Schaltplaneingabe von LTSpice sehr fix und ist trotzdem intuitiv, so
dass es wirklich Spaß macht, damit zu arbeiten.
In meinen Augen ist derzeit LTSpice mit Abstand die beste Möglichkeit,
unter Linux Spice zu machen. Gnucap und Qucs habe ich aber noch nicht
ausprobiert.