Hallo,
bin grade dabei mich mit Microcontroller etwas zu beschäftigen.
nun habe ich leider für den Quarz statt 22pf mir die 27pf bestellt
macht das einen unterschied?
was für auswirkungen hat das?
oder macht das keine probleme?
mfg. D-Bo92
Ich bin zwar auch noch ein Anfänger, habe aber schon probiert, "was"
passiert, wenn ich an einem ATMEG8 mit einem 16MHz Quarz anderen
Stützkondis dran mache...22 pf oder 27 pf oder 33pf...irgendwann
schwingt der Quarz nicht an, aber mit 27 pf ging bei mir ohne
probleme...
aber mal sehen was die experten sagen...
Thomas Kiss schrieb:> aber mal sehen was die experten sagen...
Die Frequenz ist etwas niedriger mit 27pF als mit 22pF Kondensatoren.
Aber funktionieren wird es.
Spannend :
"Die Frequenz ist etwas niedriger mit 27pF als mit 22pF Kondensatoren.
Aber funktionieren wird es."
könnte ich mit Trimmer evtl justierungen machen ? Gibt es irgendwo ( im
Datenblatt habe noch nichts gefunden ) Diagramm oder sowas ?
Thomas Kiss schrieb:> Spannend :>> "Die Frequenz ist etwas niedriger mit 27pF als mit 22pF Kondensatoren.> Aber funktionieren wird es.">> könnte ich mit Trimmer evtl justierungen machen ?
Selbstverständlich.
Aber wozu an Trimmer denken, wenn man das in Software lösen kann .-)
> Gibt es irgendwo ( im> Datenblatt habe noch nichts gefunden ) Diagramm oder sowas ?
In den Diagrammen jedes Quarzproduzenten findest Du Hinweise dazu.
> Wenn man bedenkt, dass so ein Kondensator idR. 20% Toleranz hat kann
doch garnix passieren.
22pF + 20% = 26,4pF
aber wenn der 27er dann auch noch die Toleranz in Richtung +20% hat,
dann sieht es mit theoretischen 32,4pF schon anders aus, ist ungefähr
50% mehr als eigentlich gewollt...
Die pF-Angabe ist ein empfohlener Wert, für den der Hersteller des
Kontrollers die Funktion zusagt bzw. testet.
Eine Abweichung von diesem Wert ist ohne weiteres möglich, nur in
extremen Bedingungen wird die Funktion eventuell aussetzen:
Quarz mit wesentlich höheren Verlusten als üblich. Betriebsspannung an
der Grenze. Quarzfrequenz an der Obergrenze z.B 16 MHz oder mehr beim
atmega8. Temperatur an der Grenze des vorgesehenen Bereichs. besonders
dumm ausgelegtes layout. Aufbau auf Stecksockel ...
> Quarz mit wesentlich höheren Verlusten als üblich. Betriebsspannung an
der Grenze. Quarzfrequenz an der Obergrenze z.B 16 MHz oder mehr beim
atmega8. Temperatur an der Grenze des vorgesehenen Bereichs. besonders
dumm ausgelegtes layout. Aufbau auf Stecksockel ...
Entschuldige - ich vergass - wir sind hier ja in einem Bastlerforum.
Wenn die Schaltung an 350 Tagen im Jahr funktioniert, dann ist der
Ersteller zufrieden, bei den restlichen 15 Tagen wird dann halt so lange
die Betriebsspannung an und aus geschaltet, bis das Quarz zufällig
anschwingt. Und anschließend kommt dann hier die Frage, "Warum will mein
Mega8 nicht wenns zu heiß ist?"
Nicht böse sein, aber wenn du das so wie ich professional machst, dann
machst du es von Anfang an richtig. Das spart dir eine Menge an Arbeit.
ich schrieb:> Nicht böse sein, aber wenn du das so wie ich professional machst, dann> machst du es von Anfang an richtig. Das spart dir eine Menge an Arbeit.
Wenn man es richtig machen will, nimmt man sowieso keine 22pF, sondern
schaut nach, welche Last das Quarz benötigt, bzw. für welche Last es auf
diese Frequenz abgestimmt wurde und rechnet sich die zusätzlich
benötigte (neben der vorhandenen parasitären) Kapazität aus.
>Nicht böse sein, aber wenn du das so wie ich professional machst, dann>machst du es von Anfang an richtig.
Der ist gut :-) :-) :-)
Ich mache es auch professionell und nehme Werte zwischen 15pF und 33pF,
was so gerade vor mir liegt, ohne jemals die Impedanzen der Leiterplatte
genauestens auszurechnen.
Hi,
27pf statt 22pf?
Das ist völlig Banane... MAch dir da keine Gedanken. Die 22pF sind nur
ein Mittelwert.
ICh weiß jetzt nicht was für einen Controller du verwendest, aber in den
meisten Datenblätter/App Notes für Microchip pics zu dem Thema findet
sich dazu Sinngemäß der Hinweis*:
Eine größere Kapazität stabilisiert/Verbessert das Schwingverhalten,
verlängert aber die Anschwingzeit. (Gilt natürlich nur in gewissem
Rahmen)
Die angegebenen Werte gelten NUR als Richtwerte. Da jeder Quarz seine
eigenen Spezifikationen haben kann, sollte sich der Benutzer mit dem
Quarz hersteller in Verbindung setzen um die Optimalen Werte zu
erfragen! (Anm. von mir: Nur wenn absolute Präzision benötigt was in
99,99% der Anwendungsfälle nicht nötig ist!)
Als Richtwerte werden hier von 15pf bis 30pf angegeben als locker mal
+100%
Ich habe mir um die Innenschaltung jetzt mal keine Gedanken gemacht um
zu überlegen ob bei der üblichen Beschaltung die Kapazität überhaupt
einen Messbaren Einfluss auf die Frequenz hat.
Bei den üblicherweise verwendeten LowCost Computerquarzen fällt das aber
ganz sicher nicht ins gewicht wenn man die üblichen Toleranzen und
Temperaturdrift dieser Quarze bedenkt. Da spielt es eine größere Rolle
ob die Schaltung nun 21,0 oder 21,5 Grad warm ist, bzw. bei zwei Quarzen
dieser Serie kann der unterschied zwischen zwei Quarzen mit je 22pF
größewr sein als zwischen ein und demselben Quarz einmal mit 22pF und
mit 27pf...
Wir reden hier ja nicht von Präzisionsquarzen welche im OXCO als
Frequenznormal eingesetzt werden und aufs Herz genau spezifiziert sind.
Gruß
Carsten
@ich (Gast):
Hier geht es doch darum, ob die Abweichung von 22 pF auf 27 pF
erträglich ist.
Und ein paar Hinweise, die bei der Beantwortung dieser Frage eine Rolle
spielen, hab ich gegeben.
Da sollte man meine Äußerungen nicht als unprofessionell abwerten.
Dir, als Professional, steht es selbstverständlich zu, die
27pF-Kondensatoren in den Müll zu werfen und sich per Kurier
22pF-Kondensatoren zustellen lassen.
Ob das aber, bei der Unverbindlichkeit von Datenblättern, in der Serie
später hilft ... da hab ich meine Zweifel.