A...aha Soooo. schrieb:
> Aaahhh.... Was soll den das ? Die diesbezueglich einzig relevante
> Groesse ist der Eingangsbias Stom.
Ich glaube nicht, dass der Biasstrom die Ursache für die fast 100kV am
Ausgang des Opamp ist ;-)
Und bevor man sich um den Biasstrom Sorgen macht, sollte man erst einmal
die Offsetspannug ins Auge fassen, die in dieser Schaltung die Hauptfeh-
lerquelle ist, zumal man den Biasstrom auch leicht durch einen zusätzli-
chen 10kΩ-Widerstand vor dem nichtinvertierenden Eingang kompensieren
kann, so dass nur noch der deutlich geringere Offsetstrom bleibt.
> LM324 als Integrator ... vergessen. Da muss ein Fet-OpAmp her.
Da es den idealen Integrierer sowieso nicht gibt (und man ihn auch nur
ganz selten wirklich braucht), wird man überlegen, ob die 2mV und 5nA
des LM324 nicht schon ausreichen. Wenn nicht, kann man natürlich zu
einem Präzisionsteil greifen, wobei auch bei diesem i.Allg. die Offset-
spannung deutlich stärker als der Offsetstrom stört, so dass es nicht
unbedingt ein FET-Typ sein musss. Ein FET-Opamp wird erst interessant,
wenn man mit deutlich mehr als 10kΩ in die Eingänge hineingeht.
@fresh:
Es scheint bei Multisim mehrere LM324-Modelle mit unterschiedlichem Ab-
straktionsgrad zu geben. Darunter gibt es welche, bei denen der Einfluss
der Versorgungsspannung nicht berücksichtigt wird. Dieser Link hilft dir
sicher weiter:
http://forums.ni.com/t5/Circuit-Design-Suite-Multisim/Error-in-LM324-SPICE-Model/m-p/622440
Der dortige Threadstarter ist schließlich mit dem National-Modell glück-
lich geworden, als dem gleichen, das ich für die Simulation in meinem
letzten Beitrag verwendet habe. Alternativ kannst du auch das Modell von
TI nehmen, das bzgl. der Offsetspannung etwas optimistischer, bzgl. des
Output-Swings etwas pessimistischer ist.