Hässlichster Bahnhof

#1891054
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Berlin HBf.

Die übliche sterile Glasbauweise, ich nenne diesen Stil "Neoliberale 
Sachlichkeit". Leider auch bei uns in Österreich immer mehr zu finden.

Bietet weder Charme noch Individualität, dafür aber die allgemein immer 
üblicher werdende Austauschbarkeit.

In Oberösterreich zum Beispiel wurden die Bahnhöfe der größten Städte 
Linz und Wels, die ihre Eigenständigkeit hatten, ebenfalls in Richtung 
der neoliberalen Sachlichkeit umgebaut.

Ähnliches entsteht derzeit in Wien, der Westbahnhof wird durch einen 
"Hauptbahnhof Wien" ersetzt, der ebenfalls grässlich aussehen wird.

Den charmanten Südbahnhof, der meiner Meinung nach ein ähnliches schönes 
Design wie der Palast der Republik hatte, wurde vor wenigen Jahren 
einfach abgerissen. (Nein, er hatte kein Asbestproblem).

Iwan
#1891078
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"neoliberale Sachlichkeit" ist gut... aber der Ludwigshafener Bahnhof 
wurde, ebenso wie der Heidelberger, schon in den Sechzigern und frühen 
Siebzigern aus einem Kopfbahnhof in einen Durchgangsbahnhof umgebaut, 
ähnlich wie jetzt erst Stuttgart. Ludwigshafen liegt dazu an einem 
Gleisdreieck, was die Laufwege innerhalb des Bahnhofs sehr lang macht. 
Durch die Nähe zu Mannheim halten auch kaum ICE und IC, er ist einfach 
überdimensioniert.
Gast #1893415
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Gute Chancen auf den Titel hat doch diese Ausführung:

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Ostbahnhof-innen-ffm011.jpg&filetimestamp=20080805101911

( Keine Gewähr für den Link;
Zitat aus Wikipedia: "1961 wurde dann ein nüchterner Zweckbau im Stil 
der 1960er Jahre errichtet, ... " )

Und falls Stuttgart "21" ( Milliarden € ) die entsprechende Knete 
absaugt, werden wohl noch unsere Enkel Gelegenheit haben, diesen 
"Zweckbau" zu besichtigen ...

Es handelt sich NICHT um Frankfurt an der Oder; auch Bankmetropolen 
haben halt für sekundäre (?) Infrastruktur nicht viel übrig ...
#1896055
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Christian R. schrieb:
> Sehr gute Chancen auf den Titel hat auch der Bahnhof Dresden-Klotzsche:
> http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Dresden-Klotzsche Da ist seit
> gefühten Jahrzehnten nicht mal mehr einer mit dem Wischmob durch die
> Unterführung gegangen. Echt gruselig.

Aber zumindest hat er Charakter und versprüht einen eigenwillig-urigen 
Charme. Ist mir persönlich jedenfalls um ein Vielfaches lieber als die 
"moderne" Glasarchitektur.

Iwan
#1896449
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Warst du mal da? Eigenwillig uriger Charme. Naja. Es stinkt bestialisch 
nach Urin und wer weiß was allem, der Putz fällt herunter oder ist gar 
nicht mehr vorhanden, alles bröckelt auseinander. Einer der Bahnhöfe an 
dem man sieht, dass die Bahn keinen Cent mehr in Nahverkehr und 
Nicht-Prestige-Objekte investiert. Wenn man weiter nach Osten fährt, 
wirds immer schlimmer. Gibts aber in der ganzen Republik.
Persönliche Seite #1897422
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Michael S. schrieb:
> ein kopfbahnhof ist das dümmste was es gibt!

Wenn man, wie früher, Lokomotiven nur vorne am Zug befestigen kann, dann 
mag die Aussage zutreffen.

Das aber ist schon seit etlichen Jahrzehnten kein Thema mehr, auch die 
Züge für den gepäckfreien Passagiertransport ("ICE") können problemlos 
in beide Richtungen fahren.

Zum Rest der Diskussion will ich mich nicht äußern, da ich mich nicht 
imstande sehe, den erforderlichen gemäßigten Tonfall beizubehalten.
Gast #1898095
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Bei einem Kopfbahnhof wie z.B. Frankfurt/M. war der früher notwendige 
Loktausch nicht das Hemmnis, sondern der zwangsläufige Umstand, dass die 
weiterfahrenden Züge insgesamt einmal das komplette Gleisfeld 
beanspruchen, sie sich also einmal komplett "über die Füße" fahren 
müssen.

Ein IC-Loktausch im Bahnhof Emmerich an der holländischen Grenze ging 
z.B. auch in 7 min vonstatten, inkl. Umschaltung der Fahrdrahtspannung.

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