Hallo Leute,
habe jetzt schon ein wenig hier im Forum verbracht und eine Lösung für
mein Problem gesucht, aber leider keine gefunden.
Ich arbeite mit EAGLE 5.10.0 und möchte für eine High-Power-LED ein
Bauteil erstellen (Bibliothek). Die Anschluss-pads sind wie im Anhang zu
sehen, T-Förmig ausgeführt. Wie bekomme ich ein solches Pad in die
Bibliothek? EAGLE lässt ja nur rechteckige bzw abgerundete (0-100%) Pads
zu.
Ich habs versucht mit einem rechteck im kupferlyer, das an das pad
anschließt, aber dann wird immer gemeckert (im DRC: Overlap).
Wie kann man das Problem umgehen/lösen?
Wenn ich diese LED häufig in eine Schaltung integriere oder in
verschiedenen Schaltungen, möchte ich nicht jedesmal einen Fehler
bekommen. Da muss es doch einen Trick geben
Nimm das kleinste SMD Pad das du finden kannst und mach eine Kuperfläche
darum. Den DRC billigen ... oder versuch mal dem PAD und der
Kupferfläche den gleichen Namen zu geben. Dann müsste der DRC still sein
...
Habe sowas schon mal geschafft.
Wenn du in der Bibliothek einen Wire an ein Pad anschliesst, dann
meckert der DRC nicht. Das Problem ist, dass Wires immer runde Enden
haben. Das eine runde Ende steckt innerhalb des SMD Pads stört also
nicht, am anderen Ende (der "Zipfel" der da rausschaut) kannst Du
versuchen ein kleines Rechteck zu setzten. Wenn du Glück hast, dann ist
der Abstand zu dem großen Pad weit genug, dass der DRC das akzeptiert.
Also einfach ausprobieren.
ciao
Remo
Mike schrieb:> Ich habs versucht mit einem rechteck im kupferlyer, das an das pad> anschließt, aber dann wird immer gemeckert (im DRC: Overlap).>> Wie kann man das Problem umgehen/lösen?
Eagle hat bisher tatsächlich keine Möglichkeit für nichtrechtwinklige
SMDs. Das Problem wird erst in Version 6 gelöst. Ist nachzulesen in den
Newsgroups von Cadsoft. ( http://cadsoft.de/forum.htm )
Ein Workaround: Zeichne im Package nur ein normales SMD im Top-Layer an
und in einem eigens angelegten Layer noch das überlappende Polygon in
gewünschter Form. Beide Layer werden später bei der Gerber-Ausgabe
vereinigt.
Allerdings muss man dann selbst darauf aufpassen, dass im Layout kein
sonstiges Kupfer in diese Flächen reinläuft. Auch MIRROR macht natürlich
Probleme. Vielleicht ist es doch besser, mit den anderen DRC-Errors zu
leben.
Ist denn der Zipfel wirklich notwendig (kann ich mir bei einer LED nicht
vorstellen) und tuts ein grösseres Rechteck-Pad nicht auch? Und wenns
wirklich sein muss, müsste man doch eigentlich das grössere Pad durch
eine geeignete Lötstopmaske bis auf den gewünschten Bereich abdecken
können. Die Pad-Maske kann man ja ausschalten (Stop off) und dann "von
Hand" auf dem Layer drübermalen.
> Was hindert dich daran, das einfach zu ignorieren?
1.) Mögliche Rückfragen vom Platinenhersteller vermeiden, die die
Fertigung verzögern (wenn BRD-Files abgegeben werden statt Gerber)
2.) Der DRC-Check sollte grundsätzlich fehlerfrei durchlaufen, sonst ist
das Layout nicht fertig. Was ist, wenn es sich um kommerzielles Design
handelt und ein anderer Mitarbeiter der Firma 5 Jahre später etwas an
der Platine ändern möchte, wenn du mit Mitte 40 längst ins mittlere
Management befördert wurdest?
3.) Die Erfahrung, dass solche Tricksereien mit einem CAD-Programm sich
immer irgendwann rächen, meistens schon bei der nächsten Änderung der
Platine - wenn das Bauteil verschoben wird und die extra angelegte
Kupferfläche eine ungewollte Brücke bildet, etc.
Du hast einen der echten Schwachpunkte von Eagle entdeckt, die mich seit
langem nerven.
Oliver Döring schrieb:> 1.) Mögliche Rückfragen vom Platinenhersteller vermeiden, die die> Fertigung verzögern (wenn BRD-Files abgegeben werden statt Gerber)
Sorry, aber: Blödsinn.
Da sitzen lebende, denkende Menschen, kein DRC aus ein bisschen Algebra.
> Du hast einen der echten Schwachpunkte von Eagle entdeckt, die mich seit> langem nerven.
Genau, die Inkompetenz unflexibler Nutzer.
Entweder man kauft sich was Mächtiges und bezahlt entsprechend dafür,
dass man seiner Kariertheit nachgehen kann, oder passt sich dem (ja,
VERDAMMT guten) Werkzeug an, das es für weniger geld gibt.
Das heißt halt dann eben, dass man zu einem Layout ein zweites File mit
Bemerkungen über "Anpassungen" führt.
Mal ganz nebenbei: Das T-Beinchen gehört in die Lib, nicht ins Board.
>> 1.) Mögliche Rückfragen vom Platinenhersteller vermeiden, die die>> Fertigung verzögern (wenn BRD-Files abgegeben werden statt Gerber)> Sorry, aber: Blödsinn.> Da sitzen lebende, denkende Menschen, kein DRC aus ein bisschen Algebra.
Da sprichst du aus Erfahrung, was?