Warum sollen wir uns für dich entscheiden?
Diese Frage kommt häufig in einem Tel. Interview oder beim
Vorstellungsgespräch.
Viele scheitern hier weil sie einfach keine passende Antwort auf die
Frage haben.
Es hat mich persönlich getroffen und ich wusste ganz genau dass ich
falsch geantwortet habe, tatsächlich bekam ich auch die Stelle nicht!
beim zweiten Vorstellungsgespräch hat geklappt :-)
Firma 1: Warum sollen wir uns für dich entscheiden?
Ich: weil ich mich bei Ihnen weiterentwickeln möchte!!
Firma 1 : Tut uns Leid!!
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Firma 2: Warum sollen wir uns für dich entscheiden?
Ich: weil ich mich bei Ihnen weiterentwickeln möchte!!
Firma 2: AHA, Sie möchten den Job haben und hier weiterlernen??
ICH: NEIN, NEIN, ich habe mich falsch ausgedruckt!! Ich bin hier weil
Sie von meiner jetzigen Erfahrung profitieren, weil ich Probleme löse
und Ihr Team mit meinem Know-How unterstütze
Firma 2: GRINZT ;-)) OK, Du hast den JOB :-))
----------------------
Was ist eure Erfahrungen? wie antwortet ihr auf die Frage?
maximilian schrieb:> ICH: NEIN, NEIN, ich habe mich falsch ausgedruckt!! Ich bin hier weil> Sie von meiner jetzigen Erfahrung profitieren, weil ich Probleme löse> und Ihr Team mit meinem Know-How unterstütze
"wie aus dem lehrbuch". aber anschließend kam doch sicherlich die frage
was für erfahrung und know how das sind. da wirds ja dann
interessant...leere phrasen von sich geben kann jeder.
maximilian schrieb:
> ICH: NEIN, NEIN, ich habe mich falsch ausgedruckt!! Ich bin hier weil> Sie von meiner jetzigen Erfahrung profitieren, weil ich Probleme löse> und Ihr Team mit meinem Know-How unterstütze
dr.warzenschwein schrieb:
> "wie aus dem lehrbuch". aber anschließend kam doch sicherlich die frage> was für erfahrung und know how das sind. da wirds ja dann> interessant...leere phrasen von sich geben kann jeder.
Klingt wie auswendig gelernt. Oder gabs noch mehr Bezug auf die Stelle?
Würde mich interessieren, wie auf "Phrasen" in solchen Gesprächen
reagiert wird.
maximilian schrieb:> Warum sollen wir uns für dich entscheiden?
Weil Sie keine andere Wahl haben bei diesem eklatantem Fachkräftemangel!
dr.pickelrind schrieb:> Klingt wie auswendig gelernt.
Ich denke Das dem Gesprächspartner klar war das dies eine
(parodistische) Antwort war.
maximilian schrieb:> Warum sollen wir uns für dich entscheiden?>> Diese Frage kommt häufig in einem Tel. Interview oder beim> Vorstellungsgespräch.
Nicht nur dort - auch Unternehmen wird die Frage (zumindest implizit)
gestellt :-)
> Viele scheitern hier weil sie einfach keine passende Antwort auf die> Frage haben.
Vor allem haben die meisten keine gute Antwort.
> ICH: NEIN, NEIN, ich habe mich falsch ausgedruckt!! Ich bin hier weil> Sie von meiner jetzigen Erfahrung profitieren, weil ich Probleme löse> und Ihr Team mit meinem Know-How unterstütze>> Firma 2: GRINZT ;-)) OK, Du hast den JOB :-))
Hehe, da hatten wohl beide verstanden ;-)
Gut ist es, wenn man etwas in der Art "Es gibt sonst keinen, der das
kann." antworten kann. Das hilft fast immer ;-)
Ansonsten ist auch "Versuchen Sie mal beim "großen S" Freitag Mittag den
Entwickler an die Strippe zu kriegen und zwei Stunden später die
gewünschte Änderung per E-Mail" immer wieder hilfreich.
Klein zu sein hat viele Vorteile - das sollte man auch ausspielen.
Chris D.
P.S.: Ich weiss gar nicht mehr genau, was ich damals im
Vorstellungsgespräch geantwortet habe. Ich meine, so etwas wie "Die
Frage wollte ich Ihnen auch gerade stellen." Dase war aber eh scherzhaft
gemeint - eigentlich war da schon klar, dass ich drin bin.
So ist es auch! ich habe sogar Geld für ein Seminar bezahlt was man
alles sagen darf und nicht!!
Die Wahrheit will keine hören! Ich war auch der Meinung dass ich Ehrlich
alles beantworte!! Leider bekommt die Stelle, immer derjenige, der gut
reden kann und nicht das Know-How drauf hat!
Es ist zwar traurig aber das ist was die Schwachköpfe im Management
hören wollen!!
Die können dich eher im Vorstellungsgespräch keinen tiefen konkreten
technischen Fragen stellen?
Es geht dort mehr darum wie man sich verkauft!!
Also Ehrlichkeit liegt bei mir im Kühlschrank auf -20Grad!!
Habe mir andere Maske geholt: Nicht lügen aber auch nicht alles sagen
;-)
maximilian schrieb:> Was ist eure Erfahrungen? wie antwortet ihr auf die Frage?
"Ich habe drei Dinge die Sie anscheinend suchen: Fundierte
Universitätsausbildung, Fachwissen und genügend Arbeitserfahrung"
Mir wurde auch mal so eine ähnliche Frage in einem Vorstellungsgespräch
gestellt.
Da bin ich erstmal perplex dagesessen.
"Welchen Nachteil sehen Sie in einer Ausbildung in unserem Betrieb?"
An so was denkt man doch auf keinen Fall oder ist das eine
Standardfrage?
Naja habe eine Antwort zusammengestopselt und die Stelle bekommen...
Läubi .. schrieb:>> Warum sollen wir uns für dich entscheiden?> Weil Sie keine andere Wahl haben bei diesem eklatantem Fachkräftemangel!
Hehe, genau! Deswegen gleich Gegenfrage:
Was können Sie mir denn als Arbeitgeber bieten? Interessante Arbeit,
gutes Betriebsklima, gute Bezahlung, viel Urlaub?
:-)
Ich bin der Meinung, dass sobald man in ein VG eingeladen wird, den
fachlichen Teil schon überwiegend geschafft hat, denn ein Daimler, Audi
und Co zweifeln bestimmt nicht an der fachlichen Ausbildung, wenn man
einen Uni-Abschluss in der Tasche hat.
Mit so einem Abschluss hat man halt die Fähigkeit erworben sich auf neue
Situationen schnell einzustellen.
Es wird in einem VG halt gestestet, wie du dich (und die Firma)
repräsentieren kannst, wie Du auf Fragen antwortest und ob Du immer
alles sagst, was du denkst.
Je nach Stelle und Firma sind verschiedene Eigenschaften nun mal eher
positiv oder eher negativ.
Meiner Meinung nach sind solche Fragen, als "Streßtest" zu sehen.
Wenn man die Minimal-Anforderungen gerade so noch erfuellt, und kein
anderer Mitbewerber erfuellt sie ueberhaupt, bekommt man die Stelle.
Wenn man sie haushoch erfuellt, und mindestens ein anderer Mitbewerber
ist noch besser, hat man Pech gehabt.
Also, ist doch absolut schwachsinnig, diese Frage ("Warum sollen wir uns
für dich entscheiden?") zu beantorten, OHNE die Profile der Mitbewerber
zu kennen.
Interessant ist dass man hier Leute so zu sagen auf
"Dummgeschwätzigkeit" testet ohne es selbst zu wissen. Eine Person die
überaus schlagfertig und wordgewandt ist, findet auf Anhieb eine
passende Antwort auf diese Frage. Dumm nur dass man dadurch in der Regel
einen Falschen einstellt: der viel und lange reden kann aber ansonsten
nichts mehr kann.
Ich wuerde das so sagen:
Dass ich von allen moeglichen Bewerbern die beste Wahl waere, so
groessenwahnsinnig bin ich nicht.
Wenn Sie mir aber die die Unterlagen aller Bewerber geben und
ausreichend Zeit lassen, kann ich Ihnen sagen, warum Sie mich einstellen
sollten, oder nicht.
Wie wirkt das?
So ein uebertriebenes Selbstueberzeugtsein produziert doch
Besserwisserei, und das wollen doch die Chefs auch nicht. (?)
Im Vorstellungsgespräch geht primär darum, herauszufinden ob die
"Chemie" stimmt. Wer ungehalten oder herablassend wird, DER hat
verloren. Ist wie beim flirten! ;-D
> Warum sollen wir uns für dich entscheiden?
Es gibt eine Menge Fragen, deren Antworten unwichtig sind.
Bei Einstellungen geht es nach Nasenfaktor,
mag man dich oder mag man dich nicht,
und angebliche "Begründungen" sind meist zufällig ausgewählt,
und können beim anderen Bewerber genau ungekehrt beantwortet
werden.
Leg nicht so viel Wert auf Geschwätz von Personalfuzzies.
Eine Firma, die wirklich einen Mitarbeiter sucht,
sucht ihn vor allem um mit ihm ihren Gewinn zu steigern,
er muß also mehr einbringen als er kostet.
Und sie wählt EINEN aus hinderten Bewerben aus, weil er
ihnen sympatisch ist. Das muß lange nicht der Beste sein.
Manchmal aber der billigste.
maximilian schrieb:> Warum sollen wir uns für dich entscheiden?>> Diese Frage kommt häufig in einem Tel. Interview oder beim> Vorstellungsgespräch.
Das "dich" in dem Satz impliziert ein Vorstellungsgespräch für einen
Azubi-Platz und nicht für eine Ing.-Stelle; sonst müsste es "Sie"
heißen.
Ich finde die Frage in einem Vorstellungsgespräch mit einem angehenden
Auszubildenden nicht schlecht, gibt sie doch dem Bewerber Gelegenheit
seine Vorzüge wie z.B. Zuverlässigkeit, Lerneifer, Durchhaltevermögen,
Teamfähigkeit etc. nochmals darzustellen. Auch kann er unter Beweis
stellen, dass er schlagfertig und kommunikativ ist. Kurz gesagt, Werbung
für seine Person machen.
Hannes Jaeger schrieb im Beitrag #2109465:
> Man, wenn euch miesen Trollen doch einmal, nur ein einziges mal, eine> glaubhafte Geschichte einfallen würde.
Heute, erzähle ich Leuten, die es in meinen Augen nicht anders verdient
haben, gerne mal einen vom Pferd. Ich kann und darf das, mit 50. Habe
auch ein Gefühl für Schleimscheißer und Heißluft-Produzenten. Vielleicht
ahnt man es manchmal. Da steckt etwas Lebenserfahrung bei mir drin, aber
andererseits bin ich mit Ü50 auch oft einfach nur zu alt.
Offensichtlich belügen, tue ich niemanden. Versuche, meine Kenntnisse so
zu vermitteln, wie sie wirklich sind. Alles andere fällt auf kurz oder
lang auf.
Was ich hier im Forum von mir gebe, ist hingegen immer echt. Da besteht
kein Grund, irgendwas zu erfinden. Muß mich hier nicht bewerben, oder
ein Ritual überstehen.
Gästchen schrieb:> ...und wordgewandt ist...
Ja, genau wenn man denglisch vermeidet.
@Wilhelm Ferkes
>Heute, erzähle ich Leuten, die es in meinen Augen nicht anders verdient>haben, gerne mal einen vom Pferd. Ich kann und darf das, mit 50. Habe>auch ein Gefühl für Schleimscheißer und Heißluft-Produzenten. Vielleicht>ahnt man es manchmal. Da steckt etwas Lebenserfahrung bei mir drin, aber>andererseits bin ich mit Ü50 auch oft einfach nur zu alt.
Ist dann aber auch kein Wunder wenn du scheiterst und dich nicht in die
Lage deines Gesprächspartners versetzt. Ich würde das Alter gar nicht
erwähnen oder fragen ob man dich gegebenenfalls diskriminieren will.
>Was ich hier im Forum von mir gebe, ist hingegen immer echt. Da besteht>kein Grund, irgendwas zu erfinden. Muß mich hier nicht bewerben, oder>ein Ritual überstehen.
Dann wird auch nie einer an dir Interesse zeigen. Dafür sind die
zwischenmenschlichen Beziehungen viel zu zerbrechlich.
Um auf das Thema zurückzukommen und die Frage zu beantworten würde
ich sagen: das das Unternehmen sich freuen kann, so eine vorteilhafte
Gelegenheit zu bekommen, einen fachkompetenten erfahrenen Mitarbeiter
zu erhalten der so gut ins Profil passt. Die wollen Honig ums Maul,
also bekommen sie Honig und das nicht zu knapp.
Ich hab sogar Monate später mal Vorhaltungen zu hören bekommen das
ich dem Chef zu viel ums Maul geschmiert hatte.
Wenn ich alles aufzählen würde was der alles versprochen hatte wirds
schnell ein Roman.
MaWin schrieb:>> Warum sollen wir uns für dich entscheiden?> Eine Firma, die wirklich einen Mitarbeiter sucht,> sucht ihn vor allem um mit ihm ihren Gewinn zu steigern,> er muß also mehr einbringen als er kostet.
Also könnte man ja dann einfach Antworten:
"Weil ich ihrer Firma mehr einbringe als ich koste."
Ich bitte um Feedback...
Erinnert mich an meinem Ex-Chef beim Nebenjob: Was machen Sie
eignentlich hier?"
"Gut aussehen!"
Rausgeschmissen wurde ich nicht, war zwar nur ein Ferienjob aber ich war
trotzdem einfach zu gut.
Man sollte sich auch nicht alles gefallen lassen!
Auf so blöde Perserfragen antworte ich regelmässig (bisher 2x) dass ich
die entsprechende Lektüre kenne, die besten Antworten parat habe, lasse
dann so einen Spruch raus und danach kommt auch meist nichts mehr aus
der Richtung weil der Tante einfach nichts mehr einfällt.
Ein Prof. von mir würde sagen:
"Das ist schon etwas erniedrigend."
----------
Im Zusammenhang mit einigen Beispielen aus seiner Praxis bzgl. der
einfachsten Fragen bei der mündlichen Prüfung, die von einigen Studenten
nicht beantwortet werden konnten.
maximilian schrieb:> Was ist eure Erfahrungen? wie antwortet ihr auf die Frage?
Ich glaube nicht, daß eine Firma, die mit qualifizierten Bewerbern
Kindergartenspiele veranstaltet, das Richtige für mich ist. Ich wünsche
Ihnen viel Erfolg bei der Suche nach einem passenden Mitarbeiter.
Ausschließen kann man solche Späße nicht.
>Firma 3: Warum sollen wir uns für dich entscheiden?
Damit sie meine Erfahrungen nutzen können.
Selbst wenn Du die Frage 1000% richtig beantworten würdest, ist noch
nicht geklärt, ob Du ins Team passt oder die überhaupt Geld ausgeben
möchten. Es gibt Firmen, die suchen schon seit Jahren einen
Spezialisten...
Rudi Radlos schrieb:> Selbst wenn Du die Frage 1000% richtig beantworten würdest, ist noch> nicht geklärt, ob Du ins Team passt oder die überhaupt Geld ausgeben> möchten. Es gibt Firmen, die suchen schon seit Jahren einen> Spezialisten...
Ich kenne eine Firma, die seid einem Jahr Leute sucht,
auf der Firmen-Webseite hübsche dumme Bewerbertips propagiert,
in den Stellenanzeigen der Tageszeitung schon eine Anzeige
hatte, mehrere Dienstleister scheinbar nutzlos bemüht hat und
nun 10 Jobs anonym über den Vermittlungsdienst der
Arbeitsagentur versucht, welche vermittelt zu bekommen,
aber selbst eine Stelle in die Jobbörse zu stellen haben
die bisher nicht gepackt. Die Personalchefin scheint da
nicht die Cleverste zu sein oder DIE ist einfach nicht flexibel
oder hat nur die Hosen voll vor den Gesetzen (AGG).
Die meisten werden die Firma sogar kennen. Ist ein bekannter
Maschinenbauer.
IT Expert schrieb:> Auf so blöde Perserfragen antworte ich regelmässig (bisher 2x) dass ich> die entsprechende Lektüre kenne, die besten Antworten parat habe, lasse> dann so einen Spruch raus und danach kommt auch meist nichts mehr aus> der Richtung weil der Tante einfach nichts mehr einfällt.
Ich sage ich immer: "Sie haben jetzt die Wahl zwischen drei
Standardantworten aus bekannten Bewerbungsbüchern und meine persönliche
Meinung, welche wollen sie hören?"
Einmal habe ich auch direkt gesagt dass ich jetzt enttäuscht bin.
Dummes, fragendes Gesicht von der Persontussi. Ich Hinweis darauf dass
ich überrascht bin dass ein angeblich so modernes Unternehmen
uralt-Bewerbungsrituale zelebriert die bei anderen Unternehmen schon
längst in der Mottenkiste verwunden sind, weil nachweislich unbrachbar.
Gleiches habe ich auch mal auf die Einladung zu einem Assessmentcenter
geantwortet. Ein halbes Jahr später haben sie den Assessmentscheiss
abgeschaft, wie immer mehr Firmen. BWL-Honks müssen durch sowas noch
durch, Techis eher selten.
Gerade ganz aktuell auf yahoo:
http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/vorstellungsgespr%C3%A4ch-fiesen-tricks-personalchefs-141009925.html
Man beachte die Fragen und Antworten:
>1. Frage: „Was würde Ihr bester Freund an Ihnen kritisieren?">Hier werden Sie dazu aufgefordert, Ihre negativen Eigenschaften >auszuplaudern.>Diese Falle können Sie umgehen, indem Sie schlechte Angewohnheiten ganz >einfach
in gute umwandeln. Ihre Antwort könnte zum Beispiel so lauten: >„Mein bester
Freund würde sicherlich nur Kleinigkeiten an mir kritisieren. >Er weiß, dass ich
meine Arbeit gerne gut mache, daher muss er manchmal >abends auf mich warten, weil
ich eine Überstunde einlege.
Wenn ich so eine Antwort hören würde, wo soviel Schleimsch**ße
rauskommt, da hätte der Bewerber bei mir sofort verschi*en...
maximilian schrieb:> Warum sollen wir uns für dich entscheiden?> Diese Frage kommt häufig in einem Tel. Interview oder beim> Vorstellungsgespräch.> Viele scheitern hier weil sie einfach keine passende Antwort auf die> Frage haben.
Diese Frage ist eigentlich eine Frechheit und Dummheit zu gleich denn
Personaler selbst müssen wissen warum sie jemanden einstellen oder
nicht. Eine passende Antwort darauf wäre: "Sagen Sie es mir, Sie haben
mich doch eingeladen?"
Solche Fragen zu stellen ist das gleiche Unterfangen wie einen Metzger
zu fragen warum ich als Käufer auf Rindfleisch stehe. Schwachsinn hoch
Zehn.
Selbst wenn man bereit wäre diese Frage zu beantworten so wäre die
Antwort wertlos da es sich um höchst objektive/persönliche Sachen
handelt die jeder anders versteht und Personaler, der in eigener Welt
lebt, so wie so.
Es geht ja auch gar nicht um den Inhalt, sondern nur darum, einen
Bewerber herauszufordern, quasi hinter die Fassade zu blicken. Die Frage
nach Stärken und Schwächen gehört auch dazu. Da will ein Personaler gar
nichts ernsthaftes, wahrheitsgemäßes oder dieses ganze Ratgeberzeugs
hören. Die Fragen sollen den Bewerber lediglich 'stressen'.
Mittlerweile sind die meisten Bewerber aber schon auf die 'üblichen'
Stressfragen eingegroovt. Eine gute Bekannte von mir ist eine von denen
'auf der anderen Seite', die hat mir mal ein paar der Psychofragen
erörtert. Letztlich geht es immer darum, dass man den Bewerber 'knackt'.
Selten boshaft, sondern durchaus interessiert. Das Problem ist ja oft,
dass der Interviewer fachfremd ist und nur die Facts auf dem Tisch hat,
anhand derer er den Menschen dahinter einsortieren soll. Wie da einer
tickt, ob er ins Team passt, ob der irgendeine Psychomacke hat, ob man
ihn auf Kunden loslassen kann etc., dass muss man möglichst schon im
Interview klären können, denn das ist die Anforderung an einen
Personaler. Klar wissen die auch, dass das eine Scheißsituation ist.
Meine Bekannte meinte auch, dass sie immer sehr dankbar ist, wenn ein
Gespräch möglichst schnell 'angenehm' wird, so dass man nicht auf diese
Schema-F-Fragen heraus muss, sondern sich der Eindruck bereits unbemerkt
beim lockeren Plausch ergibt.
Sascha schrieb:> Letztlich geht es immer darum, dass man den Bewerber 'knackt'.
Die Personalerin bei der ich am Freitag bin habe ich schon im Facebook
gefunden, und sie mich sicher auch. Statt mein Profil zu sperren habe
ich es nur bereinigt, ich hoffe dann gibts nicht mehr viel zu knacken.
Wer zu dumm zum Googlen ist soll dann nicht so einen Scheiß abziehen.
Falls das doch kommt, was sagt man ohne Sie vor den Kopf zu stoßen oder
die Standardfloskeln zu verwenden?
Es ist egal was man sagt, Hauptsache man schauspielert nicht, und vor
allem sollte man freundlich bleiben, auch wenn es mal nicht so gut
laufen sollte. Wie üblich gilt die Regel 'man sieht sich immer zweimal'.
Auch sollte man nicht meinen, dass die Leute einen kennen, wenn sie im
Netz aufgestöbert haben. Im Gegenteil, je mehr jemand seine Außenwirkung
frisiert, umso mehr muss er sich auf Gegenwind gefasst machen. Einem
'unbeschriebenen Blatt' begegnet man unvoreingenommener. Insofern ist
Selbstdarstellung immer tückisch, egal wie 'gut' man sie betreibt.
Zuckerle schrieb im Beitrag #2108502:
> War dann für die anschließend zwei Jahre in den USA .> Automobilzulieferer !
Klingt unglaubwürdig! Oder hast du Referenzen?
Heinz schrieb:> Zuckerle schrieb:>>> War dann für die anschließend zwei Jahre in den USA .>> Automobilzulieferer !>> Klingt unglaubwürdig! Oder hast du Referenzen?
So abwegig ist das nicht. Ich kannte auch einen IBN-ler wie Zuckerle,
der mal ein Jahr in Car-City (Detroit) war. Die Anlagen machten bei
weitem nicht nur die Amis unter sich selbst aus.
Zuckerle schrieb im Beitrag #2536535:
> Wie kann man nur so blöde sein und im Internet die Hose , bzw. den Rock> runterlassen bis zum Knie. Du bist genau so doof wie die Personalerin.> Ihr lernt es nie !
In so einem Portal ist man politisch völlig korrekt, hat da vielleicht
den Werdegang mit Schulen und Beruf drin, vielleicht ein Foto wie ein
Paßbild, aber nicht beim Eimersaufen am Ballermann mit herunter
gelassener Hose. Und für Fremdbesucher alles gesperrt, wie
Bekanntenkontakte, Telefonnummer. Das wars.
Sascha schrieb:> Letztlich geht es immer darum, dass man den Bewerber 'knackt'.> Selten boshaft, sondern durchaus interessiert. Das Problem ist ja oft,> dass der Interviewer fachfremd ist und nur die Facts auf dem Tisch hat,> anhand derer er den Menschen dahinter einsortieren soll.
Die Personaler sind als einzige Quelle auf den Bewerber angewiesen. Und
sie müssen herausfinden, ob sie es mit einem Versager zu tun haben, der
ein Projekt nach dem anderen an die Wand gefahren hat oder mit einem auf
Erfolgskurs. Da hilft auch nicht jammern die anderen seien schuld, denn
Misserfolg bleibt immer haften. Deshalb muss die Strategie beim
Bewerbungsgespräch sein, sich als den Macher der immer Abliefert zu
präsentieren. Und wer gestresst reagiert oder wem gar die Fassade nach
ein paar kritischen Fragen von jemand mit im prinzip Null Einblick
zusammenbricht, muss nochmal zurück auf Los. Kein Projekt läuft perfekt,
das wissen die Personaler auch. Doch wir wollen alle angelogen werden.
Und jemand der das Unternehmen positiv z.B. nach aussen vertreten kann
wird lieber genommen als ein dauernörgler.
Ist eigentlich geil, dass solche Fragen gestellt werden!
Warum sollen wir sie nehmen?
Was sind ihr Schwächen?
etc.
Mich würde mal interessieren, wer auf die Idee gekommen ist, dass eine
eloquente Antwort auf diese Frage anscheinend die wichtigste
Qualifikation für JEDEN Job ist. Faszinierend. Vermutlich wissen die
einfach nicht, was sie sonst fragen sollen! So wie bei der Einreise in
die USA: Waren Sie Nazi? Sind sie Terrorist? Haben sie Krankheiten?
(Ich hab mal erlebt, was passierte, als eine Frau da bei einigen ja
angekreuzt hat...)
Metzger schrieb:> Warum sollen wir uns für dich entscheiden?
Einer der mich noch nicht mal kennt und in so einem Gespräch schon
duzt hat bei mir erst mal verschissen. Hatte da einige die so ihrer
Respektlosigkeit Ausdruck verliehen. So was geht erst mal gar nicht
und man muss sich das verdienen.
Sascha schrieb:> Letztlich geht es immer darum, dass man den Bewerber 'knackt'.
Na ja, beim Bewerbungsgespräch ist man eigentlich ziemlich verstellt und
ich bin der Meinung dass man mit unterschiedlichen Menschen arbeiten
muss und nicht von vorne rein bestimmte Menschen deskriminieren oder
auszuschließen. Hier nach dem Geschmack der Personaler zu entscheiden,
wer ist normal und wer nicht, wer ist zu offensiv oder zu defensiv, ist
ein riskantes Unterfangen. Eine Person die eine "Tratschtante" ist und
für jede Frage eine Antwort parat hat und somit nach Meinung des
Personalers ein geeigneter "kommunikativer" Kandidat sei, mag ein
schlechter Entwickler sein der sich nicht gerne mit abstrakten und
fachlich trockenen Sachen beschäftigt. Hier ist eher ein Eigenbrödler
angebracht der einen Sinn für Technik hat und nicht für warme
Kaffeeklatsch-Partys. Aber so weit konnte noch kein Personaler denken.
Daher sind diese Fragen (die zwischen durch 30 Jahre alt sind) absolut
sinnlos und sollen nur vorgaukeln dass Personaler arbeiten.
j. c. schrieb:> Mich würde mal interessieren, wer auf die Idee gekommen ist, dass eine> eloquente Antwort auf diese Frage anscheinend die wichtigste> Qualifikation für JEDEN Job ist. Faszinierend. Vermutlich wissen die> einfach nicht, was sie sonst fragen sollen!
Vollkommen richtig beobachtet. 90% der Personaler wissen nicht mal was
die Ingenieure in ihrer Firma machen. Lustig ist es immer einen
Personaler zu fragen: entweder verweisen sie auf Technik-Leute oder
versuchen sie mit schwachen Ausreden auf der Oberfläche zu halten.
Gästchen schrieb:> Lustig ist es immer einen> Personaler zu fragen: entweder verweisen sie auf Technik-Leute oder
...sortieren die Unterlagen "nach Schönheit" wenn es zu viele sind.
Daher sollte man sich Mühe geben, die erst Hürde gut zu nehmen (falls
man wirklich dort anfangen möchte).
Schwierige Frage...
===================
a) Ich kenne die anderen Bewerber nicht, gut möglich, dass alle anderen
um Längen besser sind.
b) Mich drückt der Schuh, ich werde alle Überstunden mitnehmen, um mein
Bafög abzubezahlen.
c) Vernunft kommt spät, die stuffige Frage hat man mir schon in der
Techniker-Schule angedroht, und da hätte ich erkennen müssen, dass es
zwecklos ist. Kehr um, solange es noch geht.
d) Mal sehen, ob mich außer um Afghanistan in diesem Land irgendwer um
etwas bittet. Wenn nicht, so muss ich mich selbst beschäftigen. Das kann
schon vorkommen. Besonders wenn Bitten Lohn kostet (Ackermänner kriegen
jährlich 10% allen existierenden Geldes).
e) Fangfragen sollen ja auch "fangen".
f) Warum soll ich Konzernstrom von EON über ENTEGA kaufen, oder
SMART-PHONES oder einen MAYBACH. Sollen doch diese Buden schließen. Ich
hab von denen sowieso nur Luftverschmutzung.
g) Firmen entwickeln ungahnte Leistungsmerkmale, wenn es an die Existenz
geht. Eine Steckdose mit Schalter zum Stromsparen, wenn man auch den
Stecker ziehen kann. Panikproduktion.
Hmmm diese Fragen sind mir noch zu gut in Erinnerung. Geschickte
Antworten nach Schema F sind mir leider nie wirklich eingefallen. So
auch bei der Frage nach meinen Schwächen, wo ich sagte, viele Dinge
nicht zu Ende zu bringen oder ich erwähnte meinen inneren Schweinehund,
der mich bis über mein Studium hinaus noch in Griff hält.
Aus diesen Vorstellungsgesprächen wurde nie was.
Wo es dann geklappt hatte, wurden solche Fragen gar nicht gestellt.
"Wenn ich mir den Laden so anschaue, bin ich eure einzige Option!"
Entweder darfst du sofort gehen, oder der Personaler hakt nochmal nach.
So hast du noch ein wenig Zeit dir ein paar Worte zurecht zu legen und
dem Personaler Zucker in den Arsch zu blasen bis er oben wieder raus
kommt oder ihm höflich mitteilen das du kein Interesse mehr an diesem
Job hast.
maximilian schrieb:> Warum sollen wir uns für dich entscheiden?>> Diese Frage kommt häufig in einem Tel. Interview oder beim> Vorstellungsgespräch.>
Wenn mich jemand sofort duzt, ist die Sache aus. Wo bleibt da der nötige
Respekt?
Euer Schnulli.
Craig Ferguson schrieb:> Wo es dann geklappt hatte, wurden solche Fragen gar nicht gestellt.
jo so ist es.
Wurde überal dort eingestellt wo Firmen bedarf hatten da gab es solche
sinnfreien fragen nie.
Craig Ferguson schrieb:> Hmmm diese Fragen sind mir noch zu gut in Erinnerung. Geschickte> Antworten nach Schema F sind mir leider nie wirklich eingefallen. So> auch bei der Frage nach meinen Schwächen, wo ich sagte, viele Dinge> nicht zu Ende zu bringen oder ich erwähnte meinen inneren Schweinehund,> der mich bis über mein Studium hinaus noch in Griff hält.>> Aus diesen Vorstellungsgesprächen wurde nie was.>> Wo es dann geklappt hatte, wurden solche Fragen gar nicht gestellt.
Beliebte Strategie der Personaler, einfach den Kandidat plaudern lassen,
die Demontage kommt von Kandidaten selbst.
GF3'ler schrieb:> Beliebte Strategie der Personaler, einfach den Kandidat plaudern lassen,> die Demontage kommt von Kandidaten selbst.
Irgendwie fühlt man sich gezwungen, jede Frage beantworten zu müssen.
Das unter Kontrolle zu bekommen, ist oft nicht so einfach.
Ich hatte mich auch nie wirklich auf Vorstellungsgespräche vorbereitet,
keine Kurse belegt und auch keine "Fachliteratur" dazu gelesen.
GF3'ler schrieb:> Beliebte Strategie der Personaler, einfach den Kandidat plaudern lassen,> die Demontage kommt von Kandidaten selbst.
Stimmt, aber wen man frei über sich redet, muss man schon wissen was man
da tut.
Dazu braucht man ev. etwas Übung.
Craig Ferguson schrieb:> Irgendwie fühlt man sich gezwungen, jede Frage beantworten zu müssen.> Das unter Kontrolle zu bekommen, ist oft nicht so einfach.>> Ich hatte mich auch nie wirklich auf Vorstellungsgespräche vorbereitet,> keine Kurse belegt und auch keine "Fachliteratur" dazu gelesen.
Sich nicht auf Vorstellungsgespräche vorzubereiten ist schlecht.
Ein paar Rahmendaten über die Firma sollte man schon kennen, da kann man
auch selbst nachfragen.
Craig Ferguson schrieb:> Ich hatte mich auch nie wirklich auf Vorstellungsgespräche vorbereitet,> keine Kurse belegt und auch keine "Fachliteratur" dazu gelesen.
Da hätt man schon draufkommen können, nachdem man eins nach dem anderen
verkackt hat.
Ich schrieb:> Sich nicht auf Vorstellungsgespräche vorzubereiten ist schlecht.> Ein paar Rahmendaten über die Firma sollte man schon kennen, da kann man> auch selbst nachfragen
Okay, das ist natürlich mehr oder weniger selbstverständlich, sich auf
diese Weise für ein Vorstellungsgespräch vorzubereiten.
Was ich meinte ging eher in die Richtung Bewerbungcoaching mit
Bewerbungstraining, Seminaren, Frage-Antwort-Spielen etc. Eben dem
ganzen, wahnwitzingen Arsenal an Waffen und Gegenwaffen, was sich
gegenseitig immer weiter hochschaukelt. Gefangen im Teufelskreis - das
wollte ich nicht sein; es war mir einfach zu albern keine ganze
Bewerbungsindustrie mit meinen Ersparnissen zu bereichern. Eine
Industrie aus dem nichts, die fast ausschließlich dem Selbstzweck dient
und nur so am Leben gehalten wird.
maximilian schrieb:> Was ist eure Erfahrungen? wie antwortet ihr auf die Frage?
Meine Antwort auf diese Frage war in etwa (genau weiß ich es nicht mehr)
Aus dem selben Grund warum ich heute hier bin.
Ob das aber der ausschlaggebende Faktor war, keine Ahnung. Das hab ich
den Personaler nie gefragt.
Das mit der Demontage sehe ich anders. Wenn man im Bewerbungsgespräch
keine Fehler zeigt, muss der Personaler annehmen, das man seine Fehler
gut verstecken kann und das schon lange vorher trainiert hat. Man
hinterlässt keinen Eindruck und der Personaler muss zwangsläufig bohren.
Zeigt man hingegen Fehler und ist kein "lebendes Bewerbungsbuch", so
bekommt der Personaler eher den Eindruck, dass er mehr der Person sieht.
Er muss gar nicht mehr groß nachfragen.
Wer erst etwas stammelt, dann aber einen interessanten Gedanken
vorbringt macht eher den Eindruck dass man sich das gerade ausgedacht
hat, als das man nur die 0815-Antwort aus dem Bewerbungstrainingsbuch
auswendig gelernt hat.