Schaltung versiegeln

Gast #2126576
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Ich arbeite gerade an einer Präzisionsschaltung (Auf einer Leitung 
fließen <10pA) die natürlich sehr empfindlich auf Verschmutzungen der 
Leiterplatte reagiert. Mit welchem langzeitstabilen Produkt kann ich die 
Schaltung zuverlässig versiegeln, sodass Schmutz und Wasser auf der 
Oberfläche keine Änderung des Oberflächen/Volumenwiderstandes 
verursacht?
Gast #2126594
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Thomas schrieb:
> Ich arbeite gerade an einer Präzisionsschaltung (Auf einer Leitung
> fließen <10pA) die natürlich sehr empfindlich auf Verschmutzungen der
> Leiterplatte reagiert. Mit welchem langzeitstabilen Produkt kann ich die
> Schaltung zuverlässig versiegeln, sodass Schmutz und Wasser auf der
> Oberfläche keine Änderung des Oberflächen/Volumenwiderstandes
> verursacht?

Keramikversiegelung auf Keramikleiterplatte
Gruss
Harald
Gast #2126827
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Epoxidharz hat einen recht schlechten Oberflächen- und 
Volumenisolationswiderstand und auch noch eine gewisse 
Wasseraufnahmefähigkeit. Die aktuelle Testplatine ist auf einem Stück 
HF-PTFE Platine und funktioniert ganz prima, aber eben nur in frisch 
geputzt. Daher die Frage nach einer Versiegelung.
Gast #2126910
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"Guarding" ist das Zauberwort hier: Du legst um die empfindliche Leitung 
eine weitere Leitung, den Guard, der auf dem selben Potential liegt. 
Damit werden Störpotentiale aus der Nachbarschaft zuverlässig 
abgeschirmt.
Gast #2127307
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Schon mal über Glas nachgedacht?

Das einzige was dauerhaft dicht ist ist entweder Glas oder Metall (wobei 
man für die Leitungsdurchführungen dann doch wieder Glas als Isolator 
braucht).

Gruß Anja
Gast #2128420
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>Dreck und Feuchtigkeit sind der Feind jeder Plaste.

Man sagt ja auch, daß kein Kunststoff wirklich wasserundurchlässig ist, 
wenn man nur lange genug wartet...

Polyurethane und Epoxide sind dabei nicht besser als Silikone. Je nach 
Hersteller und Rezeptur ist die Wasserdampfdurchlässigkeit ganz extrem. 
In den meisten Kunststoffen gibt es lange, hohlraumartige Kanäle entlang 
den Vernetzungen, die Wassermoleküle wie durch ein Wurmloch durch den 
Kunststoff transportieren. Und wenn auf der anderen Seite ein polarer 
Stoff ist, wie FR4 (Epoxi), dann bleiben die Wassermoleküle dort hängen 
und lagern sich sogar an, bis man Wasserblasen unter der Silikonschicht 
hat.
Gast #2128422
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Kenne das Problem mit den pA recht gut.

Vor ca. 20 Jahren hatten wir das mit Hilfe
der Lackwerke Peters voll in den Griff bekommen.
Selbst die nötigen Ex-Schutzvorschriften wurden
erfüllt. Bei den Spezialisten nachfragen,
geht schnell, ist zuverlässig und sooo
teuer sind die Lacke auch nicht.

Und die Baugruppen tun heute noch ihren Dienst!

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