Inventur mit RFID

Gast #2136054
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Hallo, ich bin nicht ganz sicher, ob man Folgendes günstig realisieren 
kann:

In einem Büro mit vielen Zimmern befinden sich Gegenstände (Tische, 
Laptops, Regale, ..) die bei der Inventur gezählt werden müssen. Es ist 
sehr üblich, daß die Tische usw. im Laufe der Zeit mal "wandern", je 
nachdem, wo gerade ein Tisch oder Regal mehr gebraucht wird. Die 
Inventurkennungen (Nummern oder Barcodes) sollen auch nicht gleich ins 
Auge fallen (also nicht so wie bei mancher Behörde), andererseits soll 
das Zählen auch nicht in Sport ausarten (unter alle Tische, ...)

Meine Idee war jetzt, alle zu zählenden Sachen mit einem RFID-Etikett 
auszustatten, also sagen wir mal 200 Etiketten mit fortlaufender Nummer.

Dann gehe ich in den Raum, halte meinen Scanner in die Nähe (so 50cm bis 
1m ca?) Und der Scanner zeigt mir alle Nummern, die gerade "in der Nähe" 
sind, also die er empfangen kann. Das würde mir schon reichen. Wenn er 
es speichert und ich kann später auslesen - nice to have.

Gibt es da etwas Einfaches, Kostengünstiges, Fertiges? Oder könnt Ihr 
mir Ansätze hier im Forum empfehlen? Ich muß gestehen, ich bin ein 
bisschen überfordert mit den vielen Treffern zu RFID hier..
#2136098
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Erbsenzähler schrieb:
> Naja, bis 200 Euro vielleicht?

Dafür bekommst du bei solchen Stückzahlen nicht mal 200 RFID Ettiketten.

Erbsenzähler schrieb:
> Dann gehe ich in den Raum, halte meinen Scanner in die Nähe (so 50cm bis
> 1m ca?)

Ich würde mit Faktor 50 beim Preis rechnen ... außerdem wird das Ding 
das du mit dir rumschleppst so groß wie eine Diebstahlsicherung im 
Kaufhaus.
Gast #2136111
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Ja, ich hab schon gerade gesehen - man soll immer solche Massen an 
Klebeetiketten kaufen.. aber ok. 100 Klebeetiketten werde ich dafür 
wahrscheinlich bekommen.

Und wenn ich es richtig überschaue, sollten es UHF Labels sein, damit 
ich nicht so nahe 'ran muß.

Aber Handlesegeräte so zwischen 50cm bis 1m sollen sooo teuer sein? Und 
warum meinst Du, der Scanner müßte dann riesig groß sein?
Gast #2136119
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Also gehts doch um mehr als "zählen" oder? Sonst würde ja so ein 
"Drücker" ausreichen, der einfach zählt wenn man draufdrückt.

2D-Tag oder Barcode auf die Unterseite der Tische an klar definierter 
Stelle - dann sieht man sie nicht, aber weiss trotzdem wo sie sind und 
kann blind scannen.
Gast #2136126
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Normale RFID Leser sind nicht gross, aber man muss sehr nahe ran. Nichts 
mit 50cm oder so, eher 5cm.

Vielleicht meint Michael die Diebstahl Tags mit den grossen stehenden 
Ständer-Antennen am Ausgang. Die haben grössere Leseabstände, aber 
soviel ich weiss sind das keine ID Tags mit einer Nummer, sondern bloss 
Dinger die vom Leser entdeckt werden wenn sie in der Nähe sind.
#2136148
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Erbsenzähler schrieb:
> Aber Handlesegeräte so zwischen 50cm bis 1m sollen sooo teuer sein? Und
> warum meinst Du, der Scanner müßte dann riesig groß sein?

Das ist das Grundprinzip von RFID - es wird drahtlos Energie zum Etikett 
übertragen und der dort integrierte Mikrocontroller sendet seine Antwort 
zurück. Damit aber genügend Energie überhaupts ankommt bedarf es eine 
großen Antenne. Bei den RFID-Lesern für Zutrittsberechtigung, 
Bankkarten, Personalausweis, ... ist diese Antenne (Spule) vielleicht 10 
x 6 cm groß. Die maximale Reichweite bei solchen Readern liegt lt. 
Elektor bei ca. 10 cm, beim Pollinbausatz darunter.

Argh schrieb:
> Normale RFID Leser sind nicht gross, aber man muss sehr nahe ran. Nichts
> mit 50cm oder so, eher 5cm.

Es gibt durchaus RFID für derart große Reichweiten (50cm und mehr) - die 
Anwendungsbereiche sind allerdings selten. Auf Grund einiger 
physikalischer Gesetze ist die Energieübertragung nicht sonderlich 
effektiv. Ganz salop gesagt: größere 'Antenne' -> größeres Feld -> mehr 
Energie für das weit entfernte RFID -> größere Reichweite.

Argh schrieb:
> Vielleicht meint Michael die Diebstahl Tags mit den grossen stehenden
> Ständer-Antennen am Ausgang. Die haben grössere Leseabstände, aber
> soviel ich weiss sind das keine ID Tags mit einer Nummer, sondern bloss
> Dinger die vom Leser entdeckt werden wenn sie in der Nähe sind.

Da gibt es verschiedene Versionen, bei manchen wird einfach der µC im 
Etikett deaktiviert und sendet nicht mehr - bei anderen wird die ID 
überprüft. Aber mit solch einer Größe der 'Antenne' ist mindestens zu 
rechnen.
Gast #2136173
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Nee, 2D Tags sind einfach besser geeignet um sie z.B. mit einer 
Handykamera einzulesen (ja Richtung ist dann egal bei anständiger 
Leser-Software).
Wenn du schon einen Barcode Scanner hast, mach einfach Barcodes.

Wenn du 2D Tags verwenden willst, würde ich wohl QR-Codes nehmen.
#2136690
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Argh schrieb:
> Wenn du 2D Tags verwenden willst, würde ich wohl QR-Codes nehmen.

Das ist durchaus eine plausible Variante.
Je weniger Daten du in den QR reinsteckst, desto kleiner wird die 
Codematrix.

Es gibt einige Libaries für QR Codes im Zusammenhang mit vb.net / C# / 
C++ unter anderem auch eine Open-Source Variante mit der ich bereits 
gearbeitet habe.

Fertige Software wirst du wohl kaum finden - reine Leser gibt es für 
Handys / Smartphones zu genüge. Hierzu vielleicht ein kleine Idee. Du 
schnappst dir ein Handy + WLAN / GPRS und einen entsprechenden Reader. 
Jeder QR-Code Reader kann den QR entschlüsseln und dann die dahinter 
verborgene Internetadresse aufrufen. Die Adressen die du hinter dem QR 
hinterlegst sollte einmalig sein. Für jedes Möbelstück (oder was auch 
immer) legst du eine Website an (oder mache es mit einer SQL Datenbank, 
...) und kuckst dann einfach, ob die entsprechende Site aufgerufen 
wurde. Wenn sie es wurde, ist das Möbelstück da - ansonsten nicht. 
Website halt erst freischalten, wenn die Inventur los geht. Nur so ein 
Ideenansatz .

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