Hi,
ich möchte auf einem kleinen LC-Display bis max. 3 Alphanumerische
Zeichen anzeigen.
Das Problem ist der verfügbare Platz dafür.
Die Aussenmaße sollen maximal 40*28mm sein. Jedes kleinere Maß wäre auch
interessant, falls es sich jedenfalls in dieser Grössenordnung bewegt.
Ob Dot-Matrix oder Segmentanzeige ist egal (bevorzugt wird aber
Dot-Matrix). Falls Dot-Matrix, dann sollte es mindestens 7*15 Dots
haben. Ausschlaggebend ist, das genügend Dots vorhanden sind, um alle
alphanumerischen Zeichen darzustellen.
Das Modul muss hintergrundbeleuchtbar sein. Am liebsten LED aber
EL-Folie oder ähnliches wäre auch OK; dann möglichst schon mit
entsprechender Spannungswandlung (evtl. als Option dazukaufbar).
Das Modul sollte möglichst Eigenintelligenz haben. Interface möglichst
seriell (IIC, TWI, SPI etc.) aber nicht zwingend. Direkte Ansteuerung
wäre auch akzeptabel. Wäre schön wenn der Zeichensatz ladbar wäre; ist
aber nicht zwingend notwendig, falls man die Anzeigerichtung vertikal
umschalten kann.
Ich habe schon bei RS, Farnell und Mouser gesucht. Das nächste wäre das
hier:
http://de.farnell.com/batron/bt96040av1-cog-fstf-12-i2c/lcd-modul-96x40-i2c/dp/1323370.
Leider ist es aber noch zu gross und wohl nicht beleuchtbar.
Ich wäre Euch sehr dankbar, wenn ihr mir entweder direkt ein Display
nennen könntet oder einen Händler.
Ich bräuchte erstmal nur so 1 bis 5 Stück. Möglicherweise später in etwa
100er Stückzahl.
>Brauchst Du nun ein Grafikmodul (da wären 40x28 echt klein) oder ein>Textmodul (die gibt's wie Sand am Meer)?
Ob Grahik oder Textmodul ist gleichgültig, solange man alle
Alphanumerischen Zeichen darstellen kann.
Es gibt wohl Textmodule, aber alle die ich gefunden habe, haben viel zu
viele Zeichen für meinen Zweck. Ich will ja nur 3 Zeichen anzeigen. Wenn
ich z.B. ein 8 Zeichen-Display nehme wird das einzelne Zeichen zu klein
für meine Zwecke.
Selbst ein 4-Zeichenmodul würde, da das vierte Zeichen nicht gebraucht
wird, zu weiterer Suche motivieren. Ein Grahpik-Modul wäre aus genau
diesem Grund vermutlich passender, weil da die gesamte Fläche für die
drei Zeichen genutzt werden kann.
Nun ja, da wirst Du wohl Kompromisse eingehen müssen - bei größeren
Mengen kannst Du vielleicht mit Electronic Assembly reden - oder Du
schaust Dir das EA dogm081 an.
>würden alphanumerische LED-Anzeigen gehen?
Nein, leider nicht. Dafür gibt es mehrere Gründe. Stromverbrauch und
Platz.
Die Alternative mit den Siebzehn-Segment, bzw. LED-Dotmatrix-Displays
habe ich schon durchgerechnet und bin deswegen auf die Alternative mit
den LC-Displays gekommen.
Wenn überhaupt, hätte ich noch max. 200mA übrig. Da komme ich mit
dreifach Multiplex mit dem 17-Segment Display schon auf etwa 510mA
Spitzenstrom. Wenn auch der Stromverbrauch insgesamt nicht wirklich
absolut zu minimieren ist, sollte er doch durch die Auswahl der
Bauteile, per se, niedrig sein und es gibt eine Obergrenze von ca. 200mA
für das gesamte Display.
>Nun ja, da wirst Du wohl Kompromisse eingehen müssen
Dazu bin ich bereit. Aber die Maße und der Stromverbrauch sind
Obergrenzen.
Der Stromverbrauch würde ja bei einem LC-Display nun nicht wirklich
relevant sein (bis auf die Beleuchtung). Deswegen ja meine Frage nach
einem LC-Display.
Das DOGM ist leider zu gross, aber trotzdem: Danke für den Hinweis.
Ja. Das mit den OLED-Displays scheint von der Grösse her zu gehen. Toll.
Danke.
Ich hätte da noch einige Fragen wegen der Bauteilform und dessen Einbau,
weil ich noch nie mit den Dingern zu tun hatte.
Ich habe hier mal z.B. dieses Display heraus gesucht.
http://docs-europe.electrocomponents.com/webdocs/0bde/0900766b80bdeab2.pdf
Auf Seite 6 ist eine Zeichnung von der ich hier mal einen Auszug
anhänge.
Ich habe da einen Bereich rot markiert. Verstehe ich das richtig, dass
es sich da um eine flexible Leiterplatte handelt die ich abbiegen kann?
Was sind da die passenden Buchsen dazu? (Passendes Suchwort für google
würde mir reichen).
Gibt es sonst was bei der Handhabung, beim Einbau, beim Layout zu
beachten, woran man vielleicht nicht denkt, obwohl man schon Jahre
Layouts macht, Schaltpläne mit uCs usw. entwirft, prgrammiert aber noch
keine Erfahrungen mit OLEDs hat?
Sorry. Noch eine ergänzende Frage. Wo genau darf ich dieses Flex-Board
abknicken und mit welchem Biegeradius. (Oder habe ich das im Datenblatt
übersehen)?
>Beachte, dass OLEDs oft eine eingeschränkte Lebensdauer haben.
Oh. Danke. Hast Du da einen Anhaltswert?
Was mir noch eingefallen ist. Ich habe keine Vorstellung von der
Leuchtkraft dieser OLED-Displays. Kann man das so ungefähr im Vergleich
zu einem LED-Display beschreiben?
Bei dem Display dessen Datenblatt ich oben angegeben habe, steht was von
90cd/m^2.
Wenn nötig, kann ich noch mehr Daten, etwa eines LED-Displays angeben,
damit ihr das besser vergleichen könnt. (Bei den Datenblättern von
LED-Displays die ich hier gerade vorliegen habe, steht leider keine
absolute Angabe).
Nephtamuk schrieb:>>Beachte, dass OLEDs oft eine eingeschränkte Lebensdauer haben.> Oh. Danke. Hast Du da einen Anhaltswert?
Ja, schau dir mal bei Conrad 180856-62 an. Dort ist im Datenblatt die
Lebensdauer mit 10.000 Stunden angegeben. Also ein gutes Jahr.
Reichelt hatte auch mal OLEDs im Programm, dort war sogar auf der
Artikelseite ein Hinweis auf die begrenzte Lebensdauer.
Evtl. gibt es inzwischen bessere Displays, aber ohne Angabe im
Datenblatt würde ich darauf nicht hoffen.
Die Leuchtkraft neuer OLEDs ist normalerweise sehr hoch, insbesondere
bei blauen oder weißen Ausführungen, auch durch den guten Kontrast
wirken sie sehr hell im Vergleich zu einem beleuchteten LCD. Allerdings
tritt im Laufe der Lebensdauer eine Leuchtkraftminderung ein, es ist
durchaus möglich, daß der Hersteller die Lebensdauer als die Zeit
betrachtet, nach der noch 50% der ursprünglichen Leuchtkraft vorhanden
sind. LEDs werden oft so bewertet.
Man kann natürlich vorbeugen: Wenn das Gerät vorwiegend in Innenräumen
benutzt wird, kann man das Display deutlich unter der maximal zulässigen
Helligkeit betreiben; es würde mich sehr wundern, wenn sich die
Lebensdauer dadurch nicht merkbar verlängert.