Wechselspannung am Scheitelpunkt gekappt

Gast #2141855
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Hallo Leute,

habe mein PLM Modem inzwischen fertig und die Übertragung funktioniert 
soweit auch ganz gut (1200 Baud maximal).

Aber nur solang ich der Leitung keine größere Belastung zumute.

Mein Versuchsaufbau ist wie folgt:

Transformator mit sekundärseitig 15V AC und ca. 600 mA.

Nach dem Trafo wird das Signal mit 125KHz Trägerfrequenz eingespeisst.

Am anderen Ende sitzt das Gegenstück. Jedoch wird hier nicht nur das 
Signal
demoduliert, sondern auch der Strom für die Versorgung entnommen:

Brückengleichrichter ---> Glättungskondensatoren -----> Spannungswandler 
(Linearregler oder Schaltregler mit Siebung)

Im angehängten Bild, kann man den Signalverlauf der Wechselspannung und 
des
ASK Signals mit 125KHz deutlich sehen.

Dabei habe ich zwischen Trafo und Endgerät eine Kabellänge von 1m und 
noch 50m getestet, was im Signalverlauf keinen Unterschied brachte.

Je höher die Last, desto mehr wird der Scheitelpunkt in der 
Wechselspannung verschliffen und damit ASK Signal zerstört.


Wie kann man so etwas entgegenwirken?  Habe schon zusätzliche 
Glättungskondensatoren eingefügt, was nicht wirklich was bringt.

Oder bleibt mit nichts anderes übrig, als die Signalübertragung an den 
Scheitelpunkten zu vermeiden?

Weiss jemand Rat?
Angehängte Dateien:
#2141863
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Das dürfte an der Gleichrichtung+Glättungskondensatoren liegen. Dort 
fließt ja immer nur dann Strom, wenn die Spannung vom Trafo gerade 
größer ist als die verbliebene Kondensatorspannung aus der letzten 
Halbwelle. Daher wird der Kondensator nur im Scheitelpunkt aufgeladen. 
Der Kondensator wirkt als Tiefpass und bügelt dir deine Modulation 
einfach weg.
Gast #2141871
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@Uwe

Wenn ich jedoch die Verbindung zwischen den Glättungskondensatoren und 
dem nachfolgenden Spannungsregler öffne, so daß kein Strom gezogen wird, 
minimiert sich dieser Effekt gegen null.

Kann man dem Entgegenwirken?
Oder hilft da nur, die Übertragung im diesem Moment zu vermeiden ?
Gast #2141877
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Dirk schrieb:
> @Uwe
>
> Wenn ich jedoch die Verbindung zwischen den Glättungskondensatoren und
> dem nachfolgenden Spannungsregler öffne, so daß kein Strom gezogen wird,
> minimiert sich dieser Effekt gegen null.
>
> Kann man dem Entgegenwirken?
> Oder hilft da nur, die Übertragung im diesem Moment zu vermeiden ?

Vielleicht könntest Du einen zweiten (kleineren) Trafo zur HF-Über-
tragung benutzen. Oder eine Drossel vor den Ladekondensator schalten.
Gruss
Harald
#2141895
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Solche Netzspannungsdatenuebertragungen haben immer mit Stoerungen zu 
kaempfen. Das die Sinuskuppen abgeflacht sind durch Gleichrichter im 
Netz laest sich nun mal nicht vermeiden. Diese Stoerungen muss dein 
Uebertragungsprotokoll tolerieren und danach korrigieren. Ist alles eine 
Frage der Software. Ist halt kein RS232 Kabel.
Gast #2141915
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Irgendwie ist nicht klar, was die hochfrequenten Signalanteile vor einem 
Kurzschluß durch die Last bewahrt. Entweder das Signal muß niederohmiger 
eingespeist werden, oder da muß ein Sperrfilter vor dem Verbraucher 
liegen.
#2141918
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ich würde es mit filterschaltungen probieren. einen tiefpass für den 
strom-transformator für die versorgung und einen hochpass für die daten 
auf der netzseite. auf keinen fall die daten durch den stromtrafo und an 
dessen sekundärseite abgreifen, das kann nicht funktionieren.

ich hab bei den elektor-büchern 3xx schaltungen im 308er buch glaube ich 
mal sowas gesehen. vielleicht kannst du dir da was abschauen.

edit:
elektor 308 schaltungen, nummer 57 und 58, seite 80 und 84
Gast #2142250
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Matthias schrieb:
> oder da muß ein Sperrfilter vor dem Verbraucher
> liegen.

Das mit dem Sperrfilter klingt ganz gut.
Es müsste während der steigenden und fallenden Sinuskurve soviel Energie
gespeichert werden, sodas die Last über den Scheitelpunkt versorgt 
werden kann und die Entnahme von Strom über diesen Zeitpunkt blockiert 
wird.

Gibt es schon solche Schaltungen ???

Hat das schon mal jemand in der Praxis ausprobiert ?

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