Bei den meisten Transistoren (und auch OPAmps) nimmt die Bandbreite ab,
wenn man durch die Beschaltung versucht, höhere Verstärkung zu erzielen:
physikalisch steckt da ein RC-Tiefpass dahinter, der irgendwo im
Transistor als erster die Frequenzgrenze bestimmt.
Beim Transistor sind es zum Beispiel der Kollektorwiderstand und die
Kapazität zwischen C und E.
Wenn man da den Kollektorwiderstand verkleinert, bekommt man zwar eine
höhere Grenzfrequenz aber die Verstärkung wird geringer, die hängt vom
Proukt Steilheit mal Kollektorwiderstand ab.
Im Endeffekt bleibt das Produkt Verstärkung mal Grenzfrequenz konstant,
wenn man den Kollektorwiderstand verändert.
Der Zusammenhang V-B gilt allerdings nur näherungsweise. auch ist bei
300MHz die Messtechnik wesentlich schwieriger als bei 100 MHz. Dazu
greifen bei 300MHz schon Laufzeiteffekte ein, sodass die GBW-Näherung
bei 300 MHz nicht mehr zutrifft. Also ist eine Messung bei 100 MHz
sinnvoller.
Unterhalb der 100 MHz dürfte diese Beziehung weiter gelten, also auch
bei 13 MHz. Da bekommt man bei optimalen Bedingungen eine Verstärkung
von 23 x 0,7.
Aber nur im Idealfall, also wenn der Ausgang weder kapazitiv noch
Ohm'sch belastet ist.
Das GBW-Produkt ist also eine reine Orientierungshilfe.