Gehäusefarbe Optokoppler

Gast #2150043
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Vlad Tepesch schrieb:

> vielleicht werden die LEDs ohne weiteres Gehäuse in dem Zeug vergossen.
> Das Zeug ist dann weiß, damit das Licht am Empfänger ankommt.

;-)

Dachte ich im ersten Augenblick auch. Aber so ein IC sollte schon etwas 
präziser hergestellt sein, als eine Mauer auf dem Bau, wo der Maurer 
Mörtel zwischen die Steine schmiert. Immerhin gibt es ja auch eine Reihe 
Optokoppler mit schwarzem Gehäuse. Einige weiße sind aber tatsächlich 
auch in meiner Sammlung. Immerhin könnte es noch den Zweck haben, damit 
man sie auf der Platine sofort als Optokoppler erkennt.

Soweit mir bekannt, haben Optokoppler im Inneren zwischen Sender und 
Empfänger ein transparentes Medium, was nichts mit der Moldmasse zu tun 
hat.

Also: Ich bin für schwarze OPV, grüne µC, weiße Optokoppler, 
orangefarbene Speicher, usw., usf.. Für mehr Abwechslung am 
Arbeitsplatz. ;-)

Die Frage, daß eine nicht geschwärzte Moldmasse lichtdurchlässig sein 
könnte, bleibt trotzdem.

Übrigens gab es auch schon mal µP in weißer Keramik (8080).
Moderator #2150179
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Bei manchen Hersteller kann man die Gehäusefarbe sogar auswählen (bspw.
beim CNY17 von Fairchild). Dabei sind die technischen Daten für schwarz
und weiß teilweise unterschiedlich, was wohl u.a. an der unterschiedli-
chen Reflektivität und Permittivität der beiden Materialien liegt.

Edit:
Die schwarzen sind wohl mittlerweile aus dem Programm genommen worden.
Es gibt nur noch die weißen (mit der Endung 'M' in der Typbezeichnung).
Gast #2150483
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Die Bauteilstreuung ist bei Optokopplern ohnehin sehr hoch, 
hauptsächlich im Übertragungsfaktor. Der Übertragungsfaktor ist wohl ein 
Haupt-Parameter bei Optokopplern. Beim CNY17 z.B. gibt es ja einige 
Typen, die sich nur im Übertragungsfaktor unterscheiden. Das ist wohl 
ähnlich wie bei Transistoren, wo es z.B. den BC547 als Typ A, B oder C 
gibt. Erst wird selektiert, dann gestempelt. Das müßte heute auch noch 
so sein. Beim Übertragungsfaktor denkt man ja zuerst mal an die 
Lichtstrecke. Aber da ist wohl beides drin, auch die Verstärkung des 
Fototransistors.

Ich habe bisher noch keinen der Optokoppler mit dem Hammer bearbeitet, 
aber das sollte ich gelegentlich mal tun. Anscheinend gibt es intern 
zwischen Sender und Empfänger auch einen räumlichen Abstand, wegen der 
Hochspannungsfestigkeit. Und dort sollte sich ein transparentes Medium 
(Kunststoff) befinden.

Am Ende ist es doch alles nur eine Sache der Schaltungstechnik, ob das 
Ding richtig spielt. Und die liegt beim Entwickler. Es werden sowohl 
CNY17-1 verkauft, als auch BC547A. Auch unselektierte BC547 ohne 
Zusatzbezeichnung. Das hat ja seine Berechtigung. Sonst wären diese 
Bauteile längst vom Markt verschwunden.

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