Mutteruhr - Nebenuhrsteuerung mit AVR

Gast #2150798
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Hallo allerseits,

anbei findet ihr Code, Schaltplan und Layout für eine Mutteruhr. Diese 
ist eine Erweiterung der DCF77-Uhr von Peter Dannegger: 
Beitrag "DCF77-Uhr mit ATTINY12"

In der ZIP-Datei befindet sich eine ausführlichere Beschreibung. Deshalb 
hier nur eine kurze.

Die meisten Nebenuhren stellen sich eine Minute weiter, wenn sie einen 
24-Volt-Gleichspannungsimpuls bekommen. Die Polarität ändert sich dabei 
von Minute zu Minute (polwendend). Die Mutteruhr erzeugt diesen 
Minutenimpuls und steuert dadurch die Nebenuhr(en). Dazu vergleicht sie 
ständig die im Mikrocontroller laufende RTC mit der Nebenuhrzeit. Die 
RTC wiederum wird von der DCF77-Zeit synchronisiert. Bei Stromausfall 
wird die Nebenuhrzeit in den EEPROM gesichert.

Die Schaltung und die Software können bei Bedarf an eigene Bedürfnisse 
angepaßt werden. Die galvanische Trennung über Optokoppler ist z.B. nur 
deshalb vorgesehen, weil eine der Nebenuhren, die mit dieser Mutteruhr 
gesteuert wird, eine Turmuhr ist (Luftelektrizität) und einen 
230-Volt-Hilfsmotor besitzt.

Christian.
Angehängte Dateien:
Gast #2155651
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Thomas schrieb:
> Genial, genau das was ich gesucht habe.

Das freut mich!

> Womit hast Du die .hex erzeugt ?

Mit dem Assembler aus Atmels AVR Studio:
1
AVRASM: AVR macro assembler 2.1.42 (build 1796 Sep 15 2009 10:48:36)
2
Copyright (C) 1995-2009 ATMEL Corporation

Einstiegspunkt ist die Datei clock.asm.

> Für AVR-GCC fehlt mir leider das Makefile.

Der GCC wird nicht weiterhelfen, da die Mutteruhr komplett in Assembler 
und nicht C programmiert ist. Man könnte den Code aber für den GNU 
Assembler anpassen.

Christian.
#2155669
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Ich mag mich irren, aber die Uhren aus Uhrenanlagen, die ich bislang 
hier hatte, machten pro Impuls nur einen Halbschritt.Ich habe also immer 
einen "positiven" und einen "negativen" (blöde Formulierung, mir fällt 
gerade nichts passenderes ein) Impuls gebraucht, um die Uhr eine Minute 
weiterzuschalten.
Gast #2155965
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Heiko Bendt schrieb:
> Ich mag mich irren, aber die Uhren aus Uhrenanlagen, die ich bislang
> hier hatte, machten pro Impuls nur einen Halbschritt.Ich habe also immer
> einen "positiven" und einen "negativen" (blöde Formulierung, mir fällt
> gerade nichts passenderes ein) Impuls gebraucht, um die Uhr eine Minute
> weiterzuschalten.

Mir sind bisher nur Uhren untergekommen, die sich mit nur einem Impuls 
eine ganze Minute weiterstellten. Gegebenenfalls läßt sich die Software 
auch anpassen, so daß zwei gegensätzliche Impulse pro Minute abgegeben 
werden.

Christian.
#2156472
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Christian Koch schrieb:
> Mir sind bisher nur Uhren untergekommen, die sich mit nur einem Impuls
> eine ganze Minute weiterstellten.

Das sind die gängigsten heute, wobei die Impulsdauer meist ca. 1-5s 
beträgt. Uhren mit Halbschritt gibt es nur noch selten. Meist wird die 
Nebenuhrlinie im Ruhebetrieb kurzgeschlossen um Störungen und 
Rückwirkungen durch die Gegeninduktion der Uhrwerke zu vermeiden. Das 
gibt die einfache Schaltung jedoch nicht her. Größere Hauptuhren haben 
auch noch ein LC-Filter direkt am Ausgang der Linie.
#3399519
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Hallo Christian,

schöne Schaltung. Wird mein nächstes Projekt. Ich baue grade auch eine 
Mutteruhr, nur mit einer RTC, die Sache mit dem DCF77 ist wirklich 
genial.
Nun aber meine Fragen:
- Welche Aufgabe hat die Diode D3 im Schaltplan? Sind es zwei Dioden?
- Kann ich das Programm ohne LCD betreiben? Bleiben dann auch ale 
Funktionen erhalten?
- Wie krieg ich das Programm auf den IC? (Sorry, Anfängerfrage ;)) 
Welche   Programme sollte ich benutzen und was aus dem Dateibündel soll 
da drauf?

Ich hoffe, jemand wird mir noch antworten :D

Grüße,

Breadbox
Gast #3537367
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A. Albers schrieb:
> schöne Schaltung. Wird mein nächstes Projekt. Ich baue grade auch eine
> Mutteruhr, nur mit einer RTC, die Sache mit dem DCF77 ist wirklich
> genial.
> Nun aber meine Fragen:
> - Welche Aufgabe hat die Diode D3 im Schaltplan? Sind es zwei Dioden?

Das ist eine bipolare Supressordiode, die ggf. auftretende 
Spannungsspitzen/Überspannungen begrenzt. Je nach Ausdehnung des 
Uhrennetzes ist es ratsam, die Ausgänge jeweils mit Sicherungen zu 
versehen, die bei Überspannung auslösen würden.

> - Kann ich das Programm ohne LCD betreiben? Bleiben dann auch ale
> Funktionen erhalten?

Ja, man sieht dann allerdings keine Statusmeldungen.

> - Wie krieg ich das Programm auf den IC? (Sorry, Anfängerfrage ;))

Mit einem Programmer für AVR-Controller, siehe z.B. hier 
http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR_In_System_Programmer

> Welche   Programme sollte ich benutzen und was aus dem Dateibündel soll
> da drauf?

Ich empfehle, die neuere C-Implementierung der Mutteruhr von 
http://git.sublab.org/dcfclock/ zu verwenden. Diese läuft auf der 
gleichen Hardware. Es muß die ihex-Datei auf den Controller geladen 
werden, siehe Datei im Anhang.

Christian.
Angehängte Dateien:

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