Hallo Zusammen
Ich habe folgende Frage: Ich möchte über ein möglichst dünnes(max. 4mm)
500m langes Kabel einen MPEG4(ca.8Mbit/s) codierten 720pH30 HD
Videostrem schicken. In Frage kämen entweder ein Koax oder ein UTP/STP
CAT 4 Kabel. Das ganze muss mechanisch sehr flexibel. Es kann auch eine
Sonderanfertigung werden, nur muss es eben sehr dünn sein. In das Kabel
müsseb dann auch noch 2 Adern für die Vcc (3A) und evtl. 2 Adern für
CAN.
Nun gibt es ja den 10Base5 Koax Thick Ethernet Standart: Problem ist das
dicke(1cm) Kabel. Mit einem dünneren werde ich wahrscheinlich Probleme
mit der Dämpfung bekommen.
Mit dem 10Base2 Thin Ethernet sind max. nur 180m drin.
Ist es möglich die knapp 10Mbit/s über den Standart 100Base-T4 zu
streamen? Dieser Standart ist ja mit max. 100m UTP CAT3 4TP
spezifiziert. Da ich aber nur 1/10 der Bandbreite ausreizen würde, so
müsste es doch möglich sein, die 500m zu erreichen, oder was meint Ihr?
Gibt es andere Wege?
Danke im Vorraus!
Gruß
Was noch ergänzt werden muss: Es ist nur eine Punkt zu Punkt Verbindung
und kein Netzwerk im klassischen Sinne.
An dem einen Ende sitzt die HD Kamera und am anderen Ende der Empfänger,
und mehr nicht.
@user: Die Antwort war nicht sehr hilfreich:(
Joseph schrieb:> Glasfaser möchte ich wenns geht vermeiden, da das Kabel hart beansprucht> werden wird. und evtl. öfters neu von Kunden angesetzt werden muss.
dann schau dir doch mal die Kunststofffaser an. Gibt es sogar bei Conrad
auf der rolle. Keine ahnung ob man damit die 500m schafft.
>spezifiziert. Da ich aber nur 1/10 der Bandbreite ausreizen würde, so>müsste es doch möglich sein, die 500m zu erreichen, oder was meint Ihr?
Es geht nicht einfach nur um Dämpfung, sondern auch um Signallaufzeiten
übers Kabel.
@JensG
Ja ist mir klar, nur stellt sich eben die Frage, ob dies für eine
Videostream Übertragung in nur eine Richtung ein Problem darstellt?
Hätte der Sender/Empfänger Ethernet PHY wie z.b. der 78Q2133 oder
78Q8430 ein Problem damit?
Die Steuersignale kann ich auch über CAN schicken. Das ganze ist auch
nicht so zeitkritisch.
Ist eigentlich egal, ob das Video nur in eine Richtung geht, denn das
Ethernetprotokoll will ja sicher trotzdem mal was gegen den Strom
senden.
>Hätte der Sender/Empfänger Ethernet PHY wie z.b. der 78Q2133 oder>78Q8430 ein Problem damit?
Kenne ich nicht
Jens G. schrieb:> Ist eigentlich egal, ob das Video nur in eine Richtung geht, denn das> Ethernetprotokoll will ja sicher trotzdem mal was gegen den Strom> senden.
bei udp nicht und bei einer broadcast adresse muss auch keine mac
adresse ermittelt werden.
du könntest dich aber nicht mit der idee anfreunden, dass alle 20m ein
Repeater/Switch/Hub etc steht?!
500m über cat4 ist haarig- hast du vll ne möglichkeit den größten teil
über lwl zu machen, und nur auf den letztenmatern dann Cu zu nehmen?
Ich glaube bei ner reinen Cu-Lösung wirst du keinen Spaß kriegen
Versuch es mal mit einer "DSL" Verbindung,
Google mal nach DSL Master Modem, meist gibts da ein kit bestehend aus 2
geräten, diese handeln dann die maximale verbindungsgeschwindigkeit aus,
und da dürfte auf 500m sicher weit mehr als die geforderten 8 MBit/s
möglich sein.
Hier ist ein Datenblatt eines solchen Modems:
http://www.allnet.de/fileadmin/transfer/products/63905.pdf
als Gegenstelle kann man soweit ich erkennen kann ein handelsübliches
VDSL modem nutzen.
8 MBit/s über 500m sollten auch per WLAN mit noch vertretbarem Aufwand
für Zusatzantennen zu überbrücken sein.
Falls kein Broadcasting in den Äther erwünscht ist, bliebe noch die
Möglichkeit, die beiden WLAN-Geräte sozusagen nur noch als Kabelmodems
zu verwenden - und dementsprechend "dazwischen Kupfer zu verlegen".
Die Leitung müsste jedoch die Freifelddämpfung (geschätzt/geraten
(VORSICHT) 75-90dB pro 100m) abzüglich der Summe des des
Antennengewinnes schlagen.
Ist das bei 2,4 oder 5 GHz und ca. 4mm Leitungsduchmessewr überhaupt
möglich? Jetzt wäre Expertenbeistand aus HF, Funk & Felder hilfreich..
Testweise habe schon mal 360 m über 2 Doppeladern eines 100 DA-Kabel
zwischen einem auf Switchport und einem WLAN-AP ohne Probleme geschafft.
Das war aber 10 Mbps-Ethernet.
Bevor irgendwelche Schlaumeier herummosern:
Das ist eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung gewesen.
Sonst wären die Laufzeiten natürlich zu lang.
Fazit: Einfach mal probieren.
Die Chancen das es tut sind nicht schlecht.
Moin zusammen
Danke für die Antworten. WLAN kommt leider nicht in Frage, da die HD
Kamera unter die Erde muss, und daher keine Funkferbindung möglich ist.
Also ist es nach eurer Meinung nach nicht möglich über den 100BaseT4
Standart o.ä. auf 500m Punkt zu Punkt zu kommen mit 10Mbit/s?? Wie
gesagt, wäre es kein Problem extra ein Kabel dafür anfertigen zu lassen.
Nur muss es eben relativ dünn und flexibel(keine Starren Adern) sein.
Danke
Thomas Berends schrieb:> als Gegenstelle kann man soweit ich erkennen kann ein handelsübliches> VDSL modem nutzen.Joseph schrieb:> leider ist das Gerät für die Kameraeinheit zu> groß
Das Standard DSL-Modem kann ja auch an die Kamera, das Master-Modem dann
zu deiner "Bodenstation". DSL-Modems sollte es auch in industriequalität
geben, dann auch mit erweitertem Temperaturbereich.
Die Lösung, zwei WLAN-Router herzunehmen und die beiden an ihrem
Antennnenanschluss direkt zu verbinden, könntest du auch mal
ausprobieren. Koaxkabel in falscher Anpassung besorgen dir dann schon
die nötigen Dämpfungen, um die Luft für den WLAN-Betrieb zu simulieren.
Wenn es keine ekligen Reflexionen bei der Einspeisung gibt. Irgendwelche
Funkamateure/-profis hier? Koaxkabel sind meist recht robust.
mfg mf
PS:
Joseph schrieb:> einen MPEG4(ca.8Mbit/s)
das passt ja noch mit illusorisch großen 20% Overhead in 10Mbit rein, da
könntest du es auch mit Thinnet(10Mbit) probieren.
Joseph schrieb:> Also ist es nach eurer Meinung nach nicht möglich über den 100BaseT4> Standart o.ä. auf 500m Punkt zu Punkt zu kommen mit 10Mbit/s??
Ne, das geht definitiv nicht.
Ich hatte mal versucht eine Distanz von 100m per Ethernet zu überwinden
und schon das ging überhaupt nicht, nicht mal mit 10mbps! Hab dann nach
ca. 80m das Kabel getrennt und einen Hub dazwischengebaut, dann ging es.
Meiner Meinung nach wären also auch Glasfaser oder DSL eine gute Lösung,
bin aber kein Fachmann.
>Joseph schrieb:>> einen MPEG4(ca.8Mbit/s)>das passt ja noch mit illusorisch großen 20% Overhead in 10Mbit rein, da>könntest du es auch mit Thinnet(10Mbit) probieren
Aber nicht bei Half-Duplex, aber das geht eh nicht weil eine korrekte
Collisiondetection eh. bis nur ca. 100m tut (wegen den
Signallaufzeiten).
Ein Glasfaserkabel für 100MBit Mediaconverter (FastEtherenet 100BaseFX)
ist die vernüftigste Lösung, hab keine Angst vor dem Handling, es gibt
Glasfaserkabel die mindestens so robust sind wie Koaxkabel.
Mit 100MBit Fullduplex wäre dann sogar 1080 FullHD problemlos
möglich....
Ich hatte mal so Firewire-Boxen die per Glasfaser verbunden wurden.
An einem Ende wird die Firewire-Kamera an einem Kästchen angeschlossen,
am anderen Ende kommt aus einem Kästchen wieder Firewire heraus.
Nennt sich opticlink von arvoo.
http://www.arvoo.com/components/opticlink/
Frag mal bei Crestron nach, wir verbauen sehr viel von denen. Allerdings
habe ich auf die schnelle nicht mit Kupfer gefunden, was mehr als
140-150m macht. Ich bezweifle, ob du mit 500m auf irgendeine Weise noch
brauchbares, digitales Bild am Ende rausbekommst. Dafür ist die Dämpfung
einfach zu hoch über die Strecke.