Leitungsgebundene Störung mit Triac

Gast #2155458
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Hallo Forum,

ich hoffe, dass mir hier ein EMV-Spezialist helfen kann.
Zur Netzfreischaltung (1-phasig) eines Schaltnetzteils verwende ich eine 
Triac-Schaltung. Die Ansteuerung des MOC ist korrekt und der Opto-Triac 
schaltet im aktiven Betrieb voll durch.
Nun ist das Problem, dass ich wie im Graphen zu sehen im niederen 
Frequenzbereich den Grenzwert (obere schwarze Linie) mit bis zu 25dB 
überschreite.
Wenn der Triac gebrückt ist, befinde ich mich weit unter den 
Grenzwerten, das Schaltnetzteil ist also i.O.. Wenn ich die erste 
stromkompensierte Drossel (30mH) nach vorne setzte, also zwischen CX2 
und T2, erreiche ich schonmal eine Verbesserung um 10dB und 
unterschreite den Grenzwert bei ca. 350kHz (statt 1MHz).
Einige Fragen:
- Hat jemand Erfahrung mit diesem oder anderen Triacs zu diesem Thema?
- Würde ein Varistor statt CX2 helfen oder macht es keinen Unterschied?
- Könnte ein zusätzlicher Snubber helfen, obwohl der Triac als 
snubberless   gilt?

Bin für jede Hilfe oder Denkanstöße dankbar.

Gruß,
Thomas
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Gast #2155533
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Hallo Peter,

danke erstmal für deine Antwort.
An sich eine berechtigte Frage. Ich hatte mit dem Snubberless Triac gute 
Erfahrungen gemacht, da war allerdings ein Ringkern-Trafo nachgeschaltet 
und keine Schaltnetzteil.
Ist es möglich, dass der snubberless hier sogar kontraproduktiv ist, da 
er speziell induktiven Lasten entgegenwirkt und das Schaltnetzteil doch 
eher als kapazitiv anzusehen ist.
Werden Snubber bei kapazitiven Lasten überhaupt benötigt 
(Phasenverschiebung ist ja auch vorhanden) und wäre es vielleicht 
schlauer, einen 'normalen' Triac zu nehmen und einen Snubber (evtl. auch 
für den MOC) selbst anzupassen?

Gruß,
Thomas
Gast #2155691
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Thomas schrieb:
> Würde ein Varistor statt CX2 helfen oder macht es keinen Unterschied?

wenn der Varistor genügend Kapazität hat macht es keinen Unterschied.

Thomas schrieb:
> Wenn ich die erste
> stromkompensierte Drossel (30mH) nach vorne setzte, also zwischen CX2
> und T2, erreiche ich schonmal eine Verbesserung um 10dB und
> unterschreite den Grenzwert bei ca. 350kHz (statt 1MHz).

Da bist Du schon auf dem richtigen Weg:
Alle Netzfilter gehören direkt an die Netzzuleitung.
Wobei ich vor und nach der Drossel je einen CX-Kondensator spendieren 
würde.

Eventuell brauchst Du noch eine Dimmer Drossel 
(Sättigungsdrossel/Eisenpulverkerndrossel) in Reihe zum Triac.
Ein Snubber wird ohne Drossel wohl nicht viel bringen da über die beiden 
CX-Kondensatoren der Triac eh schon kapazitiv gebrückt ist.

Gruß Anja
Gast #2155935
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1.Kurzer Blick: CX2 100 uF autsch!

2.Schau Dir das Elend erst am Oszi an. Meine Glaskugel sieht jetzt schon 
Rechteckipmulse und deren Oberwellen.

3.Solange jeder Draht auch eine Antenne ist, kommt der ganze Müll 
ungefiltert links bei "Interplug" in die Freiheit! Ein Kaltgerätestecker 
mit Netzfilter wäre ein erster Versuch. Es wird jedoch nicht dabei 
bleiben.
Gast #2156235
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Ich schiebe noch kurz dazwischen, dass ich im Metier der Netzspannung 
nicht unbedingt zu Hause bin. Muss mich derzeit leider trotzdem darum 
kümmern. Ich bitte also, mit meiner Unwissenheit nachsichtig zu sein.

Anja schrieb:
> Alle Netzfilter gehören direkt an die Netzzuleitung.
Die Drossel kommt auf jeden Fall vor den Triac, damit ist das 
Störverhalten schon doppelt so gut (halb so schlimm)  ;)

Anja schrieb:
> Ein Snubber wird ohne Drossel wohl nicht viel bringen da über die beiden
> CX-Kondensatoren der Triac eh schon kapazitiv gebrückt ist.
Ich dachte, der Snubber sollte die Phasenverschiebung durch induktive 
Last ausgleichen, dass wieder im Nulldurchgang geschaltet wird.
Deshalb meine Frage vorher zu Snubber und snubberless Triac bei 
kapazitiver Last.

oszi40 schrieb:
> 1.Kurzer Blick: CX2 100 uF autsch!
Mag falsch dimensioniert sein, ist aber wohl nicht das Problem meiner 
Störung außer in Wechselwirkung mit dem Triac.

oszi40 schrieb:
> 2.Schau Dir das Elend erst am Oszi an. Meine Glaskugel sieht jetzt schon
> Rechteckipmulse und deren Oberwellen.
Werde das Oszi morgen auf jeden Fall bemühen, Spectrumanalyzer hab ich 
leider nicht, höchstens noch FFT des Oszi´s. Mal sehen, wie 
aussagekräftig das wird.
Rechteckimpuls kann ich mir jetzt bei dem Triac nicht unbedingt 
erklären, ohne ihn sieht das Netzteil an sich ja gut aus. Ich hatte nur 
die Vermutung, dass nicht im Nulldurchgang gezündet wird, wofür aber 
meiner Meinung nach der MOC sorgen sollte.

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