Überleben selbstsichernde Muttern schweißen?

#2155731
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Hallo,

ich müsste eine Mutter anschweißen, die selbstsichernd sein sollte.
Allerdings wird das Geraffel ja anständig heiß... überlebt der 
Kunststoff in der Mutter sowas? Hat das schon mal jemand hier probiert?
Anheften reicht leicht, eine Naht ist nicht nötig.

Ich kanns nicht ausprobieren, weil ich zum Schweißen auch erst mal einen 
Gefallen in Anspruchen nehmen muss.

Danke schon mal,
Michael
Gast #2155736
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Früher gab es mal keine selbsichernden Muttern mit Kunststoffeinsatz. 
Man machte eine normale Mutter auf dem Schmiedefeuer warm, und verpasste 
ihr einen Schlag mit dem Hammer, daß sie leicht oval wurde. Je nach 
Härte geht das auch kalt.

Gibt es denn eigentlich nicht mehr die selbstsichernden Muttern ohne 
Kunststoff?
Gast #2155750
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Ben _ schrieb:

> doch die gibts auch noch, die haben die leicht ovale form halt ab werk.
> werden beim auspuff usw. verwendet.

Ich kenne die auch noch z.B. zur Stoßdämpfer- und Federbeinbefestigung. 
Sie kommen auch sonstwo am Auto oft vor. Da soll sich ja auch ohne 
Kontermutter nichts von selbst lösen.

Eine normale Mutter plus Kontermutter wäre ja auch noch eine Lösung, 
wenn es der Aufbau zu läßt.
#2155758
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Hallo zusammen,

Danke für die schnellen Antworten.
Kontern lässt der Aufbau leider nicht zu.
Sicherungslack würde ich gerne vermeiden, weil das ganze trennbar 
bleiben soll.

Dann verlass ich mich auf Ben und probier es mit Anheften.
Danke!

Hier hat jetzt nicht zufällig jemand eine einzelne selbstsichernde 
Stahlmuttern M6..M10 zu Hause? :-)

Grüße,
Michael
#2155768
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Michael H. schrieb:
> Hallo zusammen,
>
> Danke für die schnellen Antworten.
> Kontern lässt der Aufbau leider nicht zu.
> Sicherungslack würde ich gerne vermeiden, weil das ganze trennbar
> bleiben soll.
>
> Dann verlass ich mich auf Ben und probier es mit Anheften.
> Danke!
>
> Hier hat jetzt nicht zufällig jemand eine einzelne selbstsichernde
> Stahlmuttern M6..M10 zu Hause? :-)
>
> Grüße,
> Michael

Also: Anschweißen überlebt der Kunststoff nicht.
Nimm lieber eine normale Mutter, selbst die wird leiden.
( Evtl. Gewinde nachschneiden )

Dann die Schraube mit einem Sprengring einschrauben.
Sicherungslack ist doch auch kein Problem, es muß doch
nicht der ultrahochfeste sein.
Gast #2155777
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Michael H. schrieb:

> Hier hat jetzt nicht zufällig jemand eine einzelne selbstsichernde
> Stahlmuttern M6..M10 zu Hause? :-)

Versuchs mal provisorisch mit einer ganz normalen 8.8 und einem 
beherzten Hammerschlag mit wenigstens einem 1kg-Hammer auf dem Amboß. 
Das könnte noch gehen.

Ich weiß zwar nicht ganz genau, was 8.8 bedeutet, aber das ist 
Standardmaterial, nicht superhart. Bin kein Schlosser. Eine der beiden 
Ziffern gibt wohl die Materialhärte an.
#2155790
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Hallo Bernd, freut mich, dass gerade du antwortest.
Der Sprengring ist eine gute Idee, das werd ich so machen. Wusste 
außerdem nicht, dass es Sicherungslack in unterschiedlichen 
Festigkeitsgraden gibt. Dann wird der auch noch in Stufe "Mehr als 
Butter" reinkommen.

Wären Muttern aus Messing vielleicht besser geeignet, weil das weicher 
ist als Edelstahl?
#2155805
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Michael H. schrieb:
> Die Schraube wird sich immer wieder mal bewegen.

Eine selbstsichernde Mutter (mit Kunstoff) darf man nur einmal anziehen. 
Nach dem Lösen ist die Sicherungswirkung beeinträchtigt und es muss eine 
neue Mutter her.

EDIT meint auch: Schweißen ist natürlich auch absolut tödlich für die 
Mutter. Kein Hersteller wird dir danach noch irgendeine Garantie auf die 
Sicherungswirkung geben.
#2156007
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Man kann auch mit einem Körner an der richtigen Stelle die Verbindung
"sichern". Da reicht dann eine normale Mutter. Lösen kann man das dann
wieder problemlos.
>Hier hat jetzt nicht zufällig jemand eine einzelne selbstsichernde
>Stahlmuttern M6..M10 zu Hause? :-)
Sowas gehört zum Haushalt, nur meine M6er muss ich mal nachbestellen,
da ich vor paar Tagen die letzten verbraucht hab.
Gast #2156022
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Michael H. schrieb:
> Hallo,
>
> ich müsste eine Mutter anschweißen, die selbstsichernd sein sollte.
> Allerdings wird das Geraffel ja anständig heiß... überlebt der
> Kunststoff in der Mutter sowas?

Im Prinzip ja... (Radio Eriwan...)
Der Kunststoff kann überleben, wenn nur gepunktet wird. Nur er wird wohl 
micht mehr an dem Platz sein wo er hingehört. Irgendwo findest Du die 
Tropfen aber sicherlich. Doch was will man mit diesen Kuststofftropfen? 
;-)))

<duck & weg>

Old-Papa
Gast #2156178
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>Das gibt es z.B. von Loctite.

Loctite 245 geht bis 200°C und lässt sich gut wieder lösen (bei Bremsen 
verwendet). Loctite 266 hält noch mehr aus, lässt sich aber nicht mehr 
so leicht lösen. Beim blauen 'C' gibt's das Zeug. ;-)

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