Der Draht wird mit einem asymmetrischen Wechselstrom gespeist, bspw. mit
einem Rechtecksignal, dessen Tastverhältnis ungleich 50% ist. Die Draht-
schleife bildet eine große Spule mit der Windungszahl 1 und erzeugt ein
magnetisches Wechselfeld.
Fließt nun der Strom im Uhrzeigersinn, zeigen die Feldlinien im Inneren
der Schleife nach unten, außerhalb davon nach oben (Rechte-Hand-Regel).
Fließt der Strom anders herum, ändert sich auch die Richtung der Feld-
linien.
Der Mähroboter erfasst das Magnetfeld mit einer senkrecht angeordneten
Empfängerspule, in der eine Wechselspannung induziert wird. Durch die
Asymmetrie des Signals, kann der Roboter auch ohne Kenntnis der Phasen-
lage des Signals eindeutig entscheiden, ob er sich innerhalb oder außer-
halb der Schleife befindet. Im einen Fall sind die positiven Halbwellen
an der Empfängerspule länger, im anderen Fall die negativen.
Empfängt die Spule überhaupt kein Signal, kann das mehrere Ursachen
haben:
- Es fließt kein Schleifenstrom, weil der Draht gebrochen ist oder der
Besitzer vergessen hat, den Strom einzuschalten. Dann bleibt der
Roboter stehen und jammert.
- Die Empfängerspule befindet sich direkt über dem Draht. Meistens haben
diese Roboter aber zwei Empfängerspulen (eine links und eine rechts),
da dies die Bahnregelung beim Fahren entlang des Drahts vereinfacht.
Dann ist es relativ unwahrscheinlich, dass beide Spulen gleichzeitig
über dem Draht stehen. Wenn doch, wird dieser Zustand nicht lange
andauern, da der Roboter ständig in Bewegung ist.
- Die von der Schleife umrandete Fläche ist zu groß, so dass die magne-
tische Feldstärke zu gering ist. In diesem Fall wird der Roboter gar
nicht erst losfahren.