Gast
#2179907
Hallo zusammen, mich würde eure Meinung zu folgendem Szenario interessieren: Firma X beantragt aufgrund schlechter wirtschaftlicher Lage Kurzarbeit und bekommt diese genehmigt. Die Produktion wird auf 20% runtergefahren. Daraufhin veranlasst die Geschäftsführung betriebsinterne Schulungen und lässt die Leute aus der Produktion 2 Tage die Woche während der Kurzarbeit zusätzlich kommen um diese Schulungen durchzuführen. Der Ablauf der Schulung gestaltet sich folgendermaßen: Weil natürlich ein praktischer Bezug am besten ist, und richtige Schulungen Personalkosten verursachen sollen die Kollegen der entsprechenden Fachrichtung die anderen Kollegen schulen. Da die Produktion weiterlaufen muss und mit der aktuellen Planung sie geradeso nur eingehalten werden kann, hat aber niemand wirklich Zeit die Kollegen ernsthaft zu schulen. Statt dessen kriegen diese Arbeit aus der Produktion mit stichwortartigen Einweisungen was sie machen sollen. Dabei wird kein echtes Wissen vermittelt, sondern nur explizit Arbeitsschritte vorgegeben, die ohne das nötige Hintergrundwissen später nicht reproduzierbar einsetzbar sind. Die Geschäftsführung wurde auf diesen Missstand hingewiesen ist jedoch von der Wirksamkeit dieser Maßnahme überzeugt und macht allen Arbeitern klar, dass das Arbeitsamt für das erbrachte Kurzarbeitergeld erwartet das sich die Betroffenen in der Zeit entsprechend weiterbilden und das genau dies in der Firma X praktiziert wird. Mich würde interessieren wie ihr die Sache seht. Normale Vorgehensweise und die Arbeiter sollen froh sein, dass sie ihren Job noch haben, oder wird hier gezielt die Kurzarbeit missbraucht?