Hallo zusammen, ich bin kein Experte im HF Design, deshalb möchte ich hier die "Erfahrenen" zu Rate ziehen. Ihr seht hier eine Leiterplatte (Funkhandsender 868 MHZ) der mit einem FM Sendemodul (SRD Band) bestückt ist. Die Drahtantenne ist normal auf der Bestückungsseite so verlegt wie das dargestellte Foto. (Sorry, die Qualität der Fotos ist nicht optimal). Was denkt ihr wie die Abstrahlung aussieht, da die Antenne nah an dem HF Modul (Metalcase) vorbei geführt ist. Kann es Störungen verursachen, da das Metalgehäuse das Signal verstärkt. Im zweiten Foto habe ich die Antenne auf die Lötseite gebracht (gleiche Länge) Die Seite ist fast komplett mit einer Massefläche geroutet. Ein Reichweitentest zeigt keine Unterschiede. Wie reagiert die Antenne und die Abstrahlung derselben wenn diese sehr nah parallel zur Massefläche verlegt wird. Die Reichweite ist mit 50 m für mich o.k. Bin gespannt auf die Antworten. Gruss K-H
Unter HF-Gesichtspunkten ist die Antenne nicht gerade optimal realisiert. Mit einer korrekt dimensionierten Antenne liesse sich die Reichweite deutlich erhöhen. Optimal wäre eine externe Antenne. K-H J. schrieb: > Kann es Störungen > verursachen, da das Metalgehäuse das Signal verstärkt. Nein, im Gegenteil, denn das gegroundete Gehäuse schützt die darin verbaute Elektronik vor HF-Einstrahlung und damit vor störender Beeinflussung. K-H J. schrieb: > Was denkt ihr wie die Abstrahlung aussieht, da die Antenne nahe > an dem HF Modul (Metalcase) vorbei geführt ist Eher ungünstig, da das Metallgehäuse die Abstrahlung beeinträchtigt. Die Antennenposition auf der Leiterplattenrückseite scheint mir günstiger.
Danke für die schnelle Antwort Funkamateur. Eine Frage hatte ich sicher falsch dargestellt. Ich wollte nicht wissen ob das abgeschirmte HF Modul durch die Antenne beeinflusst werden könnte, sondern ob das Metallgehäuse eventuell als zusätzlicher "Strahler" tätig wird, da die Drahtantenne so nah daran vorbei geführt wird. Kann diese Abstrahlung zu Störungen im HF Bereich führen? Gruss K-H
eher als parasitäre kapazität, aber das tut die Massefläche auch. alles suboptimal
Ich habe für die Leiterplatte jetzt Testergebnisse erhalten (nur die Version: Antenne BS) Die Abstrahlung bei der Messung der 2 und 3 harmonischen waren zu hoch und das jeweils genau bei der doppelten und dreifachen Sendefrequenz. Die conducted Messung zeigte keine Fehler, so das ich davon ausgehe, das die Antennenposition diese erhöhte Abstrahlung bringt. Wäre dazu die Platzierung wie auf dem Foto Antenne LS besser geeignet? Was haltet ihr davon mit einer Helixantenne zu arbeiten. Diese könnte jedoch auch nur nah am Sendemodul plaziert werden.
Wie du bereits gepostet hast, ist die erzielte Reichweite des Senders für dich ok. Worin liegt nun die Problemstellung? Macht der Sender Funkstörungen? K-H J. schrieb: > Ich habe für die Leiterplatte jetzt Testergebnisse erhalten (nur die > Version: Antenne BS) Könntest du Details posten?
ja, der Sender liegt überhalb der Grenzwerte im Bereich 2te harmonischen und 3te harmonische, genau bei seiner doppelten bzw. dreifachen Trägerfrequenz. Da ich wie o.a. kein HF Experte bin, wäre eine Helix besser in der Anwendung? Ich versuche morgen etwas zu posten. Danke schon mal für eure Hilfe.
Hallo zusammen, hier noch einmal die Testergebnisse: Das Gerät wurde radiated und conducted getestet (Frequenz des Moduls FM 914,5 MHZ) Die Werte im conducted Test waren einwandfrei unterhalb den Grenzwerten. Bei den radiated Messungen bis 1GHZ war es noch knapp unter den Grenzwerten, jedoch grenzwertig. Die radiated Messung über 1 GHZ war jedoch ausserhalb der Grenzwerte. Der Grenzwert liegt bei 54 db. Bei den Messungen oberhalb 1GZ waren die Grenzwerte bei exakt 1,829 GHZ um ca. 4db zu hoch, bei 3,658 GHZ um ca. 16db über dem Grenzwert. weitere Messungen 4,5725 GHZ ca. 7db unter dem Grenzwert 6,4015 GHZ ca. 6db unter dem Grenzwert 8,8340 GHZ ca. 3 db unter dem Grenzwert Danke für die Unterstützung Gruss K-H
Hallo K-H J., eine solche Funkzulassung ist selbst für einen Profi nicht ohne. Ich fürchte, für jemanden ohne jegliche Erfahrung ist das bei Problemen ein ziemlich aussichtloses Unterfangen. Das Verhalten / die Abstrahlung des Sender in diesem Frequenzbereich durch Fotos und theoretische Überlegungen vorherzusagen, ist relativ aussichtslos. Die Beeinflussung der Abstrahlung der Antenne durch deren Lage und Ausführung ist nur die halbe Wahrheit. Der Senderverstärker des Funkmoduls z.B. wird durch die Antenne mehr oder weniger fehlangepasst belastet. Unter ungünstigen Bedienungen führt das dazu, dass mehr Leistung bei den Harmonischen erzeugt wird, was zu den von Ihnen gemessenen Grenzwertüberschreitungen geführt haben kann. Die conducted Messung , d.h. die Messung an einem relativ idealem Lastwiderstand jedoch völlig unauffällig ist. Aufgrund der Arbeitsfrequenz gehe ich von einer FCC-Zulassung aus, ist das korrekt? Was für ein Funkmodul setzten Sie ein?
Es ist grundsätzlich günstig, die Antenne senkrecht von vorhandener Masse auszulegen. Ausserdem bewirkt die Masse eine Richtwirkung (Strahlungskeule), das kann man sich ähnlich wie Schwerkraft vorstellen.
Hallo Michael, ja, es handelt sich um eine FCC Zulassung. Wir nutzen folgende TX Module www.radiometrix.com/content/tx3a Es wird sicher schwierig die Zulassung zu erwirken. Vorab habe ich mich natürlich mit dem Hersteller in Verbindung gesetzt. Er hat mir auch empfohlen die Antennenlänge mit 78mm auszulegen. Es sollten 2 Geräte getestet werden. Test bis 1GHZ: Gerät 1 lag ca. 3 db unter dem Grenzwert, Gerät 2 ca 4 db darüber. Wir haben dann Gerät 2 mit einer etwas längeren Antenne (ca. 85mm) getestet und sind dadurch unter den Grenzwert gekommen. Jedoch konnten wir durch unterschiedliche Antennenlängen dieses Gerät für den laufenden Test nicht weiter nutzen. Mit der Version der kürzeren Antenne wurde dann der Test über 1GHZ gefahren, die Resultate hatte ich schon gepostet. Für mich stellt sich halt die Frage, ob das ganze eventuell mit der Antennenverlegung zu tun hat. Oer kann auch die Abstrahlung im hohen Frequenzbereich von dem Metallgehäuse des HF Moduls her kommen, da die Antenne dort zu nah vorbei gelegt wurde. Ich möchte auch die Frage stellen was passiert wenn ich die Antenne verlängere? Da die Messwerte durch eine Verlängerung von 8-10mm deutlich verbessert werden konnten (dieses nur bis 1 GHZ getestet) wie könnte sich die Verlängerung über 1 GHZ verhalten. Wie könnte das Verhalten aussehen wenn man z.B. mit einer 100mm Antenne testet? Das würde mich als Laie interessieren. Danke für die Hilfe. Gruss K-H
noch einmal der Link www.radiometrix.com/files/additional/TX3ARX3A.pdf
Hallo K-H, ich habe noch nie einen Hersteller von Funkmodulen oder -ICs gehabt, der sagt: "Die Zulassung könnte problematisch sein, das ganze ist nicht so einfach, da müssen Sie aufpassen, dass...". Tatsache ist, dass es bei einem Handgerät dieser Größe in diesem Frequenzbereich HF-technisch keine 'richtige Masse' gibt, alles strahlt mehr oder weniger. Es ist halt kein in die Erde betonierter Antennenmast. Man kann nicht sagen, ich mache die Antenne länger oder kürzer und jetzt wird die Messung so oder so ausfallen. Tendenziell bedeutet der längere Draht eine schlechter Abstrahlung höherer Frequenzen jedoch inkl. Ihrer Arbeitsfrequenz. Es ist jedoch eher unwahrscheinlich, dass die Störabstrahlung der Harmonische primär über den Antennendraht erfolgt. Die erhöhte Abstrahlung der Oberwellen (Harmonischen) könnte auch über die Abschirmung des Funkmoduls passieren, das hat dafür 'günstige' Abmessungen. Für seriöse Aussagen sind jedoch ein paar zusätzliche Untersuchungen und alle Messprotokolle notwendig. Solche Dinge kann man mit ein paar Tricks während der Messung abschätzend herausbekommen. Abstellmaßnahmen gibt es auch einige. Ich gehe davon aus, es handelt sich um ein kommerzielles Produkt. Für eine optimale Lösung spielen die technischen und kaufmännischen Randparameter wie Stückzahl, Kosten, Zuerlässigkeit, Performance usw. in ihrer Gesamtheit ein Rolle.
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