Widerstände aus E-Reihe geschickt kombinieren

Gast #2184741
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Hallo,

Wer kennt das nicht? Man berechnet seine popelige Komparator-Schaltung 
mit Hysterese, möchte möglichst dicht an die Wunscheigenschaften kommen 
und bekommt dadurch u.U. krumme Widerstandswerte. Man versucht dann die 
die festgelegten Werte sinnvoll zu ändern und sieht zu, dass man dadurch 
dichter an die Forderungen kommt. Das frisst tlw. (je nach Anspruch) 
unnötig Zeit.

Ich bin nun auf der Suche nach einem Tool, mit dessen Hilfe man einen 
beliebigen gewünschten Widerstandswert ausgehend von einer E-Reihe 
berechnen kann. Schön wären zum Beispiel folgende Funktionen:

- Auswahl der zu verwendenen E-Reihe(n)
- Manuelle Einschränkung auf bestimmte (zum Beispiel bereits in der
  Schaltung verwendete) Widerstandswerte
- Auswahl der maximal in Reihe/Parellel zu schaltetenden Bauelemente

Das Programm spuckt dann Vorschläge inkl. der resultierenden Fehler aus. 
Gimmicks wie die Berücksichtigung der TK und der Toleranzen wären 
natürlich auch schön, aber nur "nice to have".

Gibt es so ein Programm?

Grüße
Gast #2184856
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PlemTau schrieb:
> Wie bzw. wo hast Du denn gesucht?

Im Keller. Nicht gut?

PlemTau schrieb:
> Ja natürlich.
> Verwende doch die wertvolle Zeit zum gugeln anstatt hier
> sinnlosen Text zu posten, wie wäre das denn mal?

Prima Hinweis. Knaller!

Chris schrieb:
> http://www.dk8pp.de/downloads/index.html
> Dort geht es.

Danke! Ist wirklich brauchbar das Tool.
Gast #2185005
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> Das Programm spuckt dann Vorschläge inkl. der resultierenden Fehler aus.

Ist doch Humbug, die E-Reihe ist doch genau so aufgebaut.
Für 20% Widerstände gibt es E6,
für 10% E12,
für 5% E24,
weil damit JEDER Widerstandswert innerhalb der Toleranz liegt,
man BRAUCHT keine 2 Widerstände. Es wäre sinnlos, zu versuchen,
mit 2 Widerstandswerten den Wert genauer treffen zu wollen,
denn die Widerstände selbst haben eine höhere Toleranz, man
macht sich bloss was vor, selbst ausgemessen taugen die
Widerstände nicht, weil ihre Alterung etc. auch bloss der
Genauigkeitsklasse angemessen ist.

Will man genauere Werte, muß man auch genauere Widerstände
kaufen, und die gibt es -oh Wunder- auch in kleineren
Abstufungen bis hin zur nachkommagenauen Sonderbestellung,
so daß man auch hier nur 1 Widerstand braucht. Gerade solche
Präzisionswiderstände, wie 0.01%, hat man aber meist nur in
ganz wenigen Werten da, 1 Ohm, so daß deren Wert schon beim
Schaltungsentwurf berücksichtigt wird. Gerade von diesen
schweineteuren Widerständen will man keinesfalls 2.

http://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/1109071.htm
Gast #2185105
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MaWin schrieb:
> Ist doch Humbug, die E-Reihe ist doch genau so aufgebaut.
> Für 20% Widerstände gibt es E6,
> für 10% E12,
> für 5% E24,
> weil damit JEDER Widerstandswert innerhalb der Toleranz liegt,
> man BRAUCHT keine 2 Widerstände.

Nicht jedes Widerstandssortiment einer E-Reihe hat auch die 
entsprechenden Toleranzen. Ich habe hier z.B. ein E12-Sortiment mit 2% 
Toleranz liegen. Da ergibt das Berechnen von "krummen" Werten wieder 
Sinn.
Gast #2185353
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MaWin schrieb:
> Ist doch Humbug, die E-Reihe ist doch genau so aufgebaut.
> Für 20% Widerstände gibt es E6,
> für 10% E12,
> für 5% E24,
> weil damit JEDER Widerstandswert innerhalb der Toleranz liegt,
> man BRAUCHT keine 2 Widerstände. Es wäre sinnlos, zu versuchen,
> mit 2 Widerstandswerten den Wert genauer treffen zu wollen,
> denn die Widerstände selbst haben eine höhere Toleranz, man
> macht sich bloss was vor, selbst ausgemessen taugen die
> Widerstände nicht, weil ihre Alterung etc. auch bloss der
> Genauigkeitsklasse angemessen ist.

Wer hat gesagt, dass ich damit einen Wert genauer treffen will? Was ist, 
wenn ich mir das nur zum Überblick gewünscht habe? Was ist, wenn ich 
einen 10k Widerstand aus einem E24-Sortiment mit 1% mit einem 1k 
Widerstand aus einem E3-Sortiment mit 10% kombiniere? Was ist, wenn ich 
solch ein Programm nur deswegen verwende um so wenig unterschiedliche 
Widerstandswerte wie "möglich" in meinem Design zu verwenden?

Nebenbei: Typischerweise haben ordentliche Widerstände nach 25 Jahren 
eine Alterung |ΔR/R| von maximal 1% - bei maximaler Verlustleistung.
Gast #2185534
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Mal abgesehen davon, dass es heutzutage nichts mehr kostet, sich 
komplette E-Reihen hinzulegen, haben wir früher, als wir jung waren, die 
Bestimmung von zwei parallelen Widerständen mit einem kleinen Graph auf 
einem Blatt Papier gemacht. Dazu braucht man kein Programm oder so einen 
App-Tallala.

Man zeichnet sich einmalig einen Graphen ("wir haben da schon etwas 
vorbereitet ...") wie in 
http://en.wikipedia.org/wiki/File:Nomogramparallelresistance.svg Nur 
dass man je nach Platz und Geschick zwei oder drei Dekaden auf den 
Achsen anträgt. Und dass man die Achsen mit den E-Werten beschriftet, 
statt 10, 20, 30 ...

Das macht man einmal und legt sich das Blatt zu all den anderen kleinen 
Hilfsmitteln in den Schreibtisch.

Braucht man einen Widerstand, legt man das Blatt mit Transparentpapier 
drüber auf das Zeichenbrett, markiert sich den benötigten 
Widerstandswert auf der 45 Grad-Achse und zeichnet ein paar Geraden 
ausgehend von E-Werten auf der x-Achse durch den markierten Punkt und 
weiter zur y-Achse. Dabei nimmt man E-Werte auf der x-Achse, von denen 
man weiß, das man sie auf Lager hat.

Statt die Geraden wirklich zu zeichnen, kann man schnell mal das Lineal 
um den markierten Punkt drehen und sehen wo man so bei den E-Werten 
rauskommt.

Hat man ein Paar gefunden, kann man die Genauigkeit dadurch abschätzen, 
dass man nun die Gerade für die beiden E-Werte einzeichnet und sieht wo 
man auf der 45-Grad Achse rauskommt.

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