Hallo,
ich habe mir nach einem Tabellenbuch eine Spule mit 50µH berechnet und
gewickelt.
Anschließend habe ich die Spule mit einem 50R Widerstand in Reihe
geschaltet, an einem Frequenzgenerator angeschlossen und die
Spannungsabfälle auf 50:50 Vpp mittels der Frequenz eingestellt.
Frequenz: 340KHz,
Nach 2*Pi*f*L habe ich ~23µH errechnet. Woher kann der große Unterschied
zw. messen und berechnen kommen?
Danke und Grüße
Max
Max schrieb:> Woher kann der große Unterschied> zw. messen und berechnen kommen?
-Theorie und Praxis?
-Auch Meßstrippen und Widerstände haben eine Induktivität/Kapazität.
-Aufbau?
Zum Aufbau: zwei Messtrippen vom Frequenzgenerator, ca. 50cm.
Spule und Widerstand verlötet. Kurze Wege
Ja, der Generator hat einen 50 Ohm Ausgang. Und ja, beide Spannungen
(über R und über L) waren identisch.
Grüße
Max
Hallo Max,
welches Spulekörpermaterial hat du verwendet. Ist es eine Luftspule. Ist
das Spulenmaterial rein. Ist der Spulekörper rein. Sind die Leitungen
Messtrippen ein vielfaches von Lambda /2. Welches Spulenwickelmaterial
und Temperatur und Leitertyp herrscht vor. Welches Tabellenbuch
verwendest du, theorie oder Amateurfunk. Hat der Generator eine Art
Eichmarkengeber um ihn zu Kalibrieren. Wie gross ist der Querschnitt des
Wickelmaterial und die Anzahl der Windungen. Welchen Durchmesser hat der
Wickelkörper. ...
Max schrieb:> Ja, der Generator hat einen 50 Ohm Ausgang. Und ja, beide Spannungen>> (über R und über L) waren identisch.
Du must den Innenwiderstand des Generators natürlich mit
berücksichtigen.
Somit hat deine Quelle eine Reihenschaltung von 100 Ohm plus
Induktivität gesehen.
Ralph Berres
Danke für die Antwort.
Wenn ich es richtig verstehe dürfte der Innenwiderstand nicht in die
Messung eingreifen.
- Ri - R - L - == - 5V - 5V - 5V
Die Impedanz verändert sich dadurch ja nicht. Denn ob ich 15V zu 1/3 ==
5V oder 10V zu 1/2 == 5V heranziehe, es bleiben 5V. Ober den 50
Ohm-Widersatnd fallen auch 5V/50R = 0,1A ab.
Oder habe ich einen Denkfehler?
Max schrieb:> Wenn ich es richtig verstehe dürfte der Innenwiderstand nicht in die> Messung eingreifen.>> Oder habe ich einen Denkfehler?
Nein, hast du nicht. Du hast eine Serienschaltung von zwei Elementen,
also ist der Strom durch beide Elemente gleich. Nun hast du einen
Zustand eingestellt, bei dem beide Spannungsamplituden gleich sind, also
sind die Beträge der Impedanzen gleich. Wie der Generator aussieht, der
den Strom da durchtreibt, ist völlig egal.
Es würde eher eine Rolle spielen, wenn der Innenwiderstand deines
Spannungsmessgerätes so klein wäre, dass er die Verhältnisse signifikant
verändert.
Max schrieb:> - Ri - R - L - == - 5V - 5V - 5V>> Die Impedanz verändert sich dadurch ja nicht. Denn ob ich 15V zu 1/3 ==> 5V oder 10V zu 1/2 == 5V heranziehe, es bleiben 5V.
Nachtrag: Einen Denkfehler hast du höchstens hier, wenn du sagst, dass
sich diese 3 Spannungen von je 5V Ampltiude zu einer Gesamtspannung mit
15V Amplitude addieren. Das ist nicht der Fall, denn die Spannung an L
eilt den Spannungen über den Widerständen um 90 Grad vor.
Mit deinem Mess-/Aufbauproblem dürfte das aber nichts zu tun haben.
Nachtrag: Es handelt sich um eine Luftspule. Wicklungsmaterial Kupfer,
1mm Durchmesser, Die Formel zur Berechnung der Induktivität ist aus
"Werkbuch Hochfrequenztechnik".
Wenn die Messmethode stimmt, verstehe ich die große Abweichung nicht.
Vor allem weil meiner Meinung der Messaufbau bei 50µH nicht groß ins
Gewicht fallen dürfte.
Das die Messung nicht 100%ig ist, ist mir klar. Nur 23µH zu 50µH ist mir
zu viel. Oder liege ich da falsch?
Alle Werte in cm. Einlagige Luftspule
Formel: LµH = F * n*n * d
F leitet sich an einer Tabelle aus dem Verhältnis d/l ab: 3,65cm/5,8cm =
0,63
Laut Tabelle entspricht 0,63 F von 0,0048
L = 0,0048*58*58*3,65cm = 58,9µH
Ich habe die Spule gerade simuliert und komme auf 58.18µH.
Von daher glaube ich, dass das Problem bei der Messung liegt.
Nimm mal einen möglichst präzisen Kondensator und schalte den parallel
zur Spule. Miss dann mit dem Oszi den Signalverlauf, während Du mit
10-30V DC an den Klemmen "herumfummelst". Dann kannst Du die
Induktivität via Resonanzfrequenz ausrechnen. Das sollte genauer sein.
die genaueste Berechnung von Luftspulen gibt es hier:
http://hamwaves.com/antennas/inductance.html
Man beachte die genauen Geometrieangaben dort !
Mit den Daten die hier im thread genannt wurden (und die sicherlich mit
den oben geforderten Angaben bestimmt nicht übereinstimmen) kommt man
für das L auf ungefähr L=56,8uH
Meine Schlussfolgerung:
- Spule wohl richtig (genug) berechnet und gewickelt
- Messung stimmt nicht (Messmittel und/oder Methode)
--> genauer angeben was mit welchen Messmitteln genau gemacht wurde
EMU
Jetzt funktioniert die Messung.
Fehler: Masseschleife zw. Frequenzgenerator und Oszi. Wenn ich das Oszi.
über einen Trenntrafo versorge, messe ich ca. 53µH. Also fast perfekt.
@ Daniel: Wie hast du sie Spule simuliert? Auch mit "hamwaves"?
Wie konnte ich nur so dämlich sein!
Danke nochmals alls für Ihre Hilfe!