Also normalerweise sind die Fahrwerke doch für den Antrieb durch ein
Servo ausgerüstet. Ich kann aber verstehen, dass man dafür keinen
Analog-Kanal (im Sinne von Steuerknüppel) vergeuden will, sondern einen
Digital-Kanal bevorzugt.
Außerdem kann ich mir vorstellen, dass es etwas aufwändig sein wird,
einen Nackten Motor wieder mit einem Getriebe und Hebelmechanismus zu
versehen, um das Fahrwerk anzubinden. Ein fertiges Servo sollte das
eigentlich alleine bewerkstelligen.
Als letztes kann es dann noch sein, dass man bei einem selbst
entwickelten Flieger das Problem hat, dass man an der Servo-Gabel lange
feilen und an den Endpositionen lange optimieren muss, um das mit dem FW
sauber hin zu bekommen.
Wenn man die drei Probleme zusammen addiert, käme für mich die
Kombilösung heraus:
Nimm ein Servo, schließe es an einen Controller an und schließe diesen
an einen Digital-Kanal des Empfängers an. Der Controller kann digitale
oder PWm Servos steuern, Softwarebeispiele gibt es dafü genug im Netz.
Er kann auch digitale und PWM Empfänger lesen. Und man kann ihn dann so
programmieren, dass er das Servo sauber in die gewünschten
Anschlagspostionen des Fahrwerkes fährt. Optional kann man natürlich
noch Lichtschranken und Taster unterbringen, denn ein ATtiny ist für die
Aufgabe groß genug und hat mit 6..8 Pinnen genug I/Os um Servo-Out,
RX-In, Taster, LED, optional Endposition 1 + 2.
Lass uns mal weiter spinnen:
Programmieren im Model:
Taster drücken bis LED blitzt, Taster erneut drücken und halten, bis
Endposition 1 angefahren. LED blitzt, wenn Wert gespeichert. Taster
drücken und gedrück halten bis Endposition 2 angefahren. LED blitzt,
fertig.
Oder
Platine an Analog-Kanal anschließen, Taste drücken, dann Endpositionen
anfahren, Controller speichert die beiden Maximalwerte. Fertig.
LED überflüssig, außer zur Funktionskontrolle.
Die Endschalter (Lichtschranke oder mechanisch) möchtest Du ja nicht,
aber wenn doch, dann kann man sie auch in Serie betreiben. Das Servo
bewegt sich
immer so lange in eine Richtung, wie kein Anschlag gemeldet wird.
Es gibt aber noch ein Problem bei der ganzen Mimik:
Der Controller weiß nicht, wo das Rad ist, wenn er eingeschaltet wird.
Du musst als wahrscheinlich wenigstens einen Anschlag mit einem Schalter
oder einer Lichtschranke versehen, damit das System erkennt, wo es sich
gerade befindet.
Ach ja, auch ein Servo zieht bei zunehmender Belastung einen höheren
Strom. Auch hier kann man also ansetzen. Schalte die Versorgung des
Servos über einen kleinen Widerstand (1R) und miss mit einem ADC Eingang
des Controllers den Wert. Ich würde eine Schwelle festlegen, unterhalb
der ein freier Lauf des Servos angenommen werden kann. Wird diese
Schwell überschritten, würde ich noch zwei, drei Werte messen und sehen,
ob diese in einer gewissen Steilheit ansteigen. So kann das Fahrwerk
ausklappen und sauber über den Einrast-Punkt gebracht werden, der
ebenfalls zu erhöhten Stromwerten führen kann. Erst wenn es angeschlagen
ist, wird dann angehalten.
Wenn man erst mal den Controller zwischen RX und Servo gebracht hat,
sind der Phantasie keine grenzen mehr gesetzt... naja vielleicht durch
das verfügbare Flash :)
Gruß, Ulrich