Hallo, ich weiß, dass wenn ich ein LC Schwingkreis habe, dass 2
Energiespeicher vorhanden sind. Das bedeutet wenn ich einen Sprung
anlege, dann kann es passieren, dass das ganze schwingt und
e-potenzförmig dann auf den Stationärwert kommt. Wieso schwingt der
Schwingkreis aber genau mit der Resonanzfrequenz?
Wie lasst sich das mathematisch und vom Verständnis her erklären?
Naja klingt alles ein bisschen nach Hausaufgabe- mathematisch steht da
eine einfache Differentialgleichung hinter- Thomson ist ein weiterer
Suchbegriff für dein Physikbuch
Überleg Dir mal wie sich der komplexe Widerstand verändert über die
Frequenz.
Was für einen komplexen Widerstand hat das System bei Resonanz?
Wie wirkt dieser "Widerstand"?
Verstärkend?
Dämpfend?
Ansonsten lese Dir mal noch kurz das Kapitel "Schwingkreis" durch bei
Tante Wiki.
Grüße
Hast Du vielleicht ein feierliches Gelübde abgelegt, das Orakel
"Wikipedia" nicht bezüglich des Stichwortes "Schwingkreis" zu befragen?
Oder plagt Dich womöglich die Furcht, in die Fußstapfen zeitgenössischer
Plagiaten zu treten, wenn Du die dort (selbstveständlich außergewöhnlich
öffentlich bekannten) Beschreibungen mangels eigenem Verständnis "zu
sehr Vorlagen-lastig" wiedergibst, anstelle nach sie nach kostenloser
Wiki-induzierter Verständnisverbreiterung mit eigenen Formulierungen für
die Nachwelt zu archivieren?
ich weiss nicht was du jetzt erwartest...
jedes schwingungsfähige system hat eine eigenfrequenz: pendel, brücken,
ein ball in einer kuhle, das weinglas das beim gesang zerspringt etc.
mathematische beruht das auf lösungen linearer gewöhnlicher dgl'en. das
wird dir keiner mal kurz in 2 sätzen erklären können.
man sagt übrigens nicht e-potenzförming sondern exponentiell.
wenn du ein system ordnung >=2 (ordnung = anzahl energiespeicher) mit
einem sprung (heaviside) anregst bekommt man mathematisch als lösung den
sogenannten inhomogenen bzw transienten, also zeitlich begrenzten
anteil. der ist deine angesprochene e-funktion.
die homogene lösung ist ein sinus oÄ. dieser beinhaltet dann die
resonanz oder eigenfrequenz.
eigenvektoren, eigenwerte und das ganze gedöns, ist nicht ohne aber man
kann es sich durchaus selber beibringen.
"eigen" kommt übrigens vom herr eigen. so heisst das teil im englischen
auch "eigenvalue".
korrigiert mich wenn ich falsch liege, ist schon etwas her ^^
> Wieso schwingt der Schwingkreis aber genau mit der Resonanzfrequenz?
Das kommt aus der Definition der Resonanzfrequenz: Wenn etwas periodisch
schwingen kann, dann schwingt das mit irgend einer bestimmten Frequenz.
Und diese Frequenz wird als Resonanzfrequenz bezeichnet.
Es ist also nicht zufällig so, dass ein Schwingkreis mit seiner
Resonanzfrequenz schwingt die Resonanzfrequenz wird so definiert.
> Wie lasst sich das mathematisch und vom Verständnis her erklären?
Mathematisch kann man das am einfachsten mit der zugehörigen
Differentialgleichung zeigen.
Vom Verständnis her ist es so, dass bei der Resonanzfrequenz der
induktive und der kapazitive Blindwiderstand gleich groß sein müssen.
Ein (idealer) Parallelschwingkreis ist dann unendlich hochohmig, ein
Reihenschwingkreis entspricht bei Resonanz einem Kurzschluss.
Mit den Formeln X=2*Pi*f*L und X=1/(2*Pi*f*C) kann man die
Resonanzfrequenz berechnen.
NopNop schrieb:> Überleg Dir mal wie sich der komplexe Widerstand verändert über die> Frequenz.
Das habe ich mir gerade hergeleitet(Bild):
Ua(jw) = jwL / ((jw)²RCL+R+jwL)
Das sagt mir aber noch nicht dass der Kreis bei einer Sprungantwort mit
der Resonanz schwingt.
NopNop schrieb:> Was für einen komplexen Widerstand hat das System bei Resonanz?
Ich denke mal unendlich weil bei dieser Frequenz der Gesamtstrom 0 ist
und die teilströme sehr wohl fließen --> f=1/2pi*Wurzel(LC)
NopNop schrieb:> Wie wirkt dieser "Widerstand"?> Verstärkend?> Dämpfend?
verstärkend, weil er unendlich ist --> AUsgang = maximale Spannung
Auf was willst hinaus?
>"eigen" kommt übrigens vom herr eigen. so heisst das teil im englischen>auch "eigenvalue".
Der war gut! Ne, stammt von Hilbert. Es gibt keinen Herr Eigen.
>Das habe ich mir gerade hergeleitet(Bild):>Ua(jw) = jwL / ((jw)²RCL+R+jwL)>>Das sagt mir aber noch nicht dass der Kreis bei einer Sprungantwort mit>der Resonanz schwingt.
Doch, schon. Bei welchem w ist denn Ua(jw) maximal? Wie sieht das aus,
wenn dieses Ua(jw) dominiert? Denke daran, daß du hier in der
Frequenzdomäne bist...
Elena schrieb:> Doch, schon. Bei welchem w ist denn Ua(jw) maximal? Wie sieht das aus,> wenn dieses Ua(jw) dominiert? Denke daran, daß du hier in der> Frequenzdomäne bist...
bei fres.
Ok den Weg zur Resonanzfrequenz habe ich jetzt verstanden, warum aber
bei einer Sprungantwort genau mit dieser Frequenz eine Schwingung
passier ist mir noch unklar. Werd mich mal selbst schlau machen.
Danke für die Hilfen
Flochi schrieb:> Hallo, ich weiß, dass wenn ich ein LC Schwingkreis habe, dass 2> Energiespeicher vorhanden sind. Das bedeutet wenn ich einen Sprung> anlege, dann kann es passieren, dass das ganze schwingt und> e-potenzförmig dann auf den Stationärwert kommt. Wieso schwingt der> Schwingkreis aber genau mit der Resonanzfrequenz?> Wie lasst sich das mathematisch und vom Verständnis her erklären?
Hi, Flochi,
Deine Zweifel sind vollkommen berechtigt.
Kein Paar von L und C, kein Lambda/4-Koaxleitung guckt in irgendein
Tabellenbuch, auf welcher Resonanzfrequenz es zu schwingen habe.
Das tat auch kein Planet mit seiner Umlaufperiode um die Sonne in all
den Jahrmilliarden vor der Schwingungsformel.
Nein, all die Planeten stürzen nur vorwärts, weil die anderen in den
übrig gebliebenen aufgeschlagen haben.
Die Periode der Umlaufzeit massen erst die Astronomen, Tycho Brahe
lieferte die Meßwerte, Kopernikus das bessere Modell und Isaak Newton
die bessere Berechnung.
Dasselbe mit Schwingkreisen.
Ciao
Wolfgang Horn
>Ok den Weg zur Resonanzfrequenz habe ich jetzt verstanden, warum aber>bei einer Sprungantwort genau mit dieser Frequenz eine Schwingung>passier ist mir noch unklar.
In der Sprunganregung, also im Sprung, hast du unzählige
Sinusschwingungen unterschiedlicher Frequenz. Aber nur eine davon wird
richtig stark verstärkt, nämlich die, die mit der Resonanzfrequenz
übereinstimmt. Diese dominiert dann in der Sprungantwort. Die anderen
Sinusschwingungen sind zwar auch noch da, aber amplitudenmäßig stark
abgeschwächt.
Man sollte sich die Sprungantwort so vorstellen : Ein Pendel wird
ausgelenkt und losgelassen. Von da bestimmt die Differentialgleichung
des Pendels was geschieht. In dem Fall bestimmt die Laenge die Frequenz,
und das Gewicht bestimmt die Guete.
Die Schwingbedingung kann nicht, wie hier jetzt mehrmals zu lesen war,
aus der Anzahl der unabhängigen Energiespeicher abgeleitet werden. Ein
System zweiter Ordnung kann absolut stabil sein. Zwei Energiespeicher
z.B. zwei Kondensatoren über einen Verstärker gekoppelt sind auch
stabil. Die Schwingbedingung lautet vielmehr, dass zwischen den beiden
unabhängigen Energievariablen eine Phasenverschiebung von 90 Grad
existieren muss. Die Resonanzfrequenz ergibt sich dann aus der
Änderungsgeschwindigkeit mit der diese beiden Energiespeicher umgeladen
werden können, d.h. die Energie „pendelt“ immer zwischen beiden
Energiespeichern. Kommt ein dissipatives Bauelement dazu, z.B. Ein
Widerstand oder Reibung, dann wird die Energie während des
Umladeprozesses in Wärme gewandelt. Sie geht also den Energiespeichern
verloren. Einen Sprung kannst du dir etwa so vorstellen, als ob zu Begin
der Schwingung ein Energiespeicher etwas mehr gefüllt wird als der
andere. Dann wird das System „losgelassen“. Ohne Dissipation beginnt nun
wieder der Austauschvorgang beider Energiespeicher bis zur
ursprünglichen Sprunghöhe. Mathematisch kann das natürlich alles in
Dgl’s. gefasst werden. Der eigentliche physikalische Zusammenhang oder
das physikalische Verständnis tut sich jedoch mit einer solchen
abstrakten Dgl. viel schwerer als mit einer anschaulichen Erklärung.
Wolfgang Horn schrieb:> Das tat auch kein Planet mit seiner Umlaufperiode um die Sonne in all> den Jahrmilliarden vor der Schwingungsformel.>> Nein, all die Planeten stürzen nur vorwärts, weil die anderen in den> übrig gebliebenen aufgeschlagen haben.
Also so eine Art Ausleseprinzip wie in der Evolution?
> Dasselbe mit Schwingkreisen.
D.h. in den Urzeiten der Elektronik haben sich alle Schwingkreise, deren
Resonanzfrequenz größer oder kleiner als als 1/(2π√LC) war, zu Tode
geschwungen. Überlebt haben nur diejenigen, die sich an die Formel
gehalten haben, und nur deswegen stimmt diese Formel heute ;-)
Mit hilfe eines Sinusgenerator, einem Lautsprecher und einem Verstärker
kann man den Schwinkreis ganz gut verdeutlichen. Die Resonanzfrequenz
ist eine Vorgabe der räumlichen Dimensionen und der Geometrie. Wenn ich
jetzt den Sinusgenerator an den Verstärker samt Lautsprecher anschließe,
und bei 1Hz nach oben offen die Frequenz erhöhe, dann werde ich
irgendwann einen Ton lauter, als alle anderen hören. Das ist die
Resonanzfrequenz. Oder anders: Das ist die Frequenz, bei der das System
"Raum" in Resonanz ist. Nur bei genau dieser Frequenz ist der Ton
lauter.
Bei einem Parallelschwingkreis ist das nichts anderes. Die
Resonanzfrequenz bestimmt sich aus der Kapazität des Kondensators, und
der Induktivität der Spule.
Das liegt ganz einfach daran, dass ein Kondensator im Einschaltmoment
ein Kurzschluss, eine Spule ein unendlich hoher Widerstand ist. Duch den
Kurzschluss des Kondensators liegt keine Spannung über der Spule an.
Zuerst fließt also ein großer Strom in den Kondensator, während dieser
sich auflädt. Nun steigt die Spannung über den Kondensator und damit
auch über der Spule. Die Spule bleibt allerdings hochohmig, denn der
Stromfluss in die Spule erzeugt eine Induktion in sich selbst und somit
ein entgegengerichtetes Feld. Dieses ist allerdings kleiner, sodass sehr
langsam die gesamte Spule ein gemeinsames Feld aufbaut. Ab diesem Moment
ist die Spule ein Kurzschluss, der Kondensator ein unendlich hoher
Widerstand. Der Kondensator pumpt nun seine Ladung durch die Spule, denn
er möchte die Ladungsträgerverschiebung abbauen. Der Kondensator ist nun
vollständig entleert. Es steht der Spule kein Strom mehr zum
Aufrechterhalten des magnetischen Feldes mehr zur Verfügung. Um den
Fluss aufrecht zu erhalten, muss die Spule also ihrerseits für einen
Stromfluss sorgen. Die Ladung wird also wieder in den Kondensator
geschoben, diesmal mit gedrehtem Vorzeichen. Irgendwann ist die Spule
leer, der Kondensator voll und so geht dass dann immer hin und her.
Die Erklärung sollte Dir jetzt reichen. Nachdem Du aber sehr
interessiert an diesem Thema bist, und wir hier nicht Deine Hausaufgaben
machen, solltest du die paar kleinen Fehler finden, die ich eingebaut
habe. Ich bin gespannt ;-)
Hi, Yalu,
>>>> Nein, all die Planeten stürzen nur vorwärts, weil die anderen in den>> übrig gebliebenen aufgeschlagen haben.>> Also so eine Art Ausleseprinzip wie in der Evolution?
Hihi. Habe ich noch nie dran gedacht, Du könntest aber Recht haben.
Tatsächlich ist das mit der "Sphärenmusik" (Händel?) am Planetenhimmel
gar nicht ohne.
Der Trümmergürtel zwischen Erde und Mars ist ein Beispiel für eine Zone,
in der sich Aggregationen von Planeten immer wieder zerstört wurden
durch die Gezeitenkräfte der benachbarten Planeten.
Ebenso die Gürtel um den Saturn, die von "Shepherd Moon",
"Schäfermonden" gehütet werden - der Schäfermond sammelt alles auf
seiner "Spur" auf, die "Fahrspuren" daneben "walkt" er durch und hält
dort alles klein.
Ich habe mal irgendwo ein Simulation gesehen, was wäre, wenn man einen
kleinen Planeten irgendwo in das Sonnensystem einbringt. In den meisten
Fällen wird er vom Jupiter im Verlaufe vieler, vieler Umläufe immer
wieder beschleunigt, bis er seine Bahn verlässt. Manche simulierte
Bahnen verließen sogar das Sonnensystem.
Unser Mond beispielsweise entfernt sich seit seiner Entstehung beständig
von der Erde weg, angetrieben von genau den Kräften, die bei uns auch
Ebbe und Flut entstehen lassen - und die erst enden, wenn die Dauer
eines Sonnentages genau so lang ist wie ein Sonnenjahr.
>> Dasselbe mit Schwingkreisen.>> D.h. in den Urzeiten der Elektronik haben sich alle Schwingkreise, deren> Resonanzfrequenz größer oder kleiner als als 1/(2π√LC) war, zu Tode> geschwungen.
Wo ist der Schrottplatz? :-)
Aber so könnte ich Dir Recht geben: Wenn wir eine Spule und eine
Kapazität zusammen schalten und diese mit einem Dirac-Stoss anregen,
dann ist das definitionsgemäß ein unendlich breites Spektrum.
Die meisten Schwingungsmodi sind schnell ausgestorben, "ausselektiert",
der übrige schwingt noch etwas länger.
Donnerwetter, die Evolution könnte ja älter sein als das Leben!
Danke!
Ciao
Wolfgang Horn
Wolfgang Horn schrieb:> Aber so könnte ich Dir Recht geben: Wenn wir eine Spule und eine> Kapazität zusammen schalten und diese mit einem Dirac-Stoss anregen,> dann ist das definitionsgemäß ein unendlich breites Spektrum.> Die meisten Schwingungsmodi sind schnell ausgestorben, "ausselektiert",> der übrige schwingt noch etwas länger.
Woher kommt denn diese Weisheit bzw. was sollte der physikalische
Hintergrund dafür sein?
Sicher hat ein Dirac-Impuls ein Spektrum in dem alle Frequenzen mit
gleicher Amplitude auftreten. Aber warum sollten bei einem idealen
Schwingkreis alle Frequenzen NEBEN der Resonanzfrequenz erst nach
endlicher Zeit abgeklungen sein? Der Schwingkreis „selektiert“ nichts
aus. Dieses System wird einfach nicht auf den anderen Frequenzen
angeregt, nicht mehr und nicht weniger. Zur Veranschaulichung stelle man
sich einen Schwingkreis mit einer Resonanzfrequenz von 1 Hz vor. Aus dem
Dirac-Impuls nehmen wir mal nur eine Frequenz z.B. 1 MHz. Diese 1 MHz
regen den 1 Hz Schwingkreis nicht an.
Nach so viel mehr oder weniger wissenschaftlicher "Erklärung", die dem
OP wahrscheinlich eher wenig nützt, hier mal ein bildhafter Vergleich
ala Sendung mit der Maus.
Ein Schwingkreis ist immer eine Kombination aus einem statischen und
dynamischen Energiespeicher. So ähnlich wie Yin und Yang.
Kann man vergleichen mit einer Kugel, die in einer Rohrhälfte, aka
Halfpipe, hin- und her rollt. Zunächst wird die Kugel nach oben an den
Rand gelegt. Dabei wird ihre potentielle Energie (statisch) erhöht.
Lässt man sie nun losrollen, wird diese in kinetische (dynamische)
Energie umgewandelt. In der Mitte der Halfpipe hat keine potentielle
Energie mehr, die ist komplett in kinetische umgewandelt
(Geschwindigkteit).
Im elektrischen Schwingkreis ist das sehr ähnlich. Ein Kondensator ist
ein statischer Energiespeicher. Ist er geladen, liegt eine hohe Spannung
an aber es fließt kein Strom. Die Spule ist das Gegenstück, der
dynamische Energiespeicher. Sie ist "geladen", wenn ein Strom durch sie
fließt, die Spannung ist dann Null. (Nicht gleich schreien liebe
Mitleser, über du/dt reden wir spräter).
Lädt man nun einen Kondensator und schließt ihn über einen Schalter an
eine Spule an, passiert das gleiche wie mit der Kugel in der Halfpipe.
Die potentielle Energie das Kondensators entlädt sich in die Spule, der
Strom steigt bis zum Maximum, dann ist die Spannung Null. Nun kann aber
keiner bremsen, ebenso wie die Kugel, die Spule entlädt sich jetzt mit
umgekehrter Spannung wieder in den Kondensator.
Und da überall ein wenig Verluste mitspielen, ist die Schwingung
gedämpft und klingt langsam ab.
MfG
Falk
Falk Brunner schrieb:> Ein Schwingkreis ist immer eine Kombination aus einem statischen und> dynamischen Energiespeicher. So ähnlich wie Yin und Yang.
Tatsächlich? Wir machen mal folgende Annahme:
Ein Kondensator (statischer Energiespeicher) entlädt sich über einen
Motor. Der Motor treibt wiederum eine Pumpe an und pumpt Wasser in einen
Tank (statischer Energiespeicher). Der Wirkungsgrad von Pumpe und Motor
sollen mal beide eins betragen. Ist eh unerheblich da sie nur beide
Energiewandler aber keine Speicher sind. Ist der Tank voll, so fließt
das Wasser über die Pumpe im Turbinenbetrieb, der Motor im
Generatorbetrieb lädt wieder den Kondensator. Ein schwingungsfähiges
System mit ZWEI statischen Speichern.
Simon Huwyler schrieb im Beitrag #2206031:
> Es wird sich ein Gleichgewicht einstellen.
Gut erkannt, oder man fügt eine Phasenverschiebung von 90 Grad ein wie
ich oben beschrieben habe. In einem physikalischen System (elektrisch /
elektrisch oder mechanisch /mechanisch oder... oder...) ist die
Phasenverschiebung zwischen den beiden unabhängigen Energievariablen
gerade 90 Grad.
Bsp.: Elektrotechnik Spannung (statisch), Strom (dynamisch).
Bsp: Mechanik Geschwindigkeit (statisch), Kraft (dynamisch)
Bsp.: Hydraulik Druck (statisch), Massenstrom (dynamisch)
Nach meinem Bauchgefühl wird dieses sehr theoretische System zu einem
Gleichgewicht führen, es sei denn, Du steuerst mit irgendwelchen
externen Komponenten (Ventile etc.) das System so, dass wirklich zuerst
das ganze Wasser hochgepumpt wird, und erst dann wieder runterfliesst.
Das hat dann aber nichts mehr mit 'nem Schwingkreis zu tun, denn dann
wäre ich, der 'nen Lichtschalter immer wieder ein- und ausschalte, auch
ein Schwingkreis.
Eine Pumpe mit Motor mit Wirkungsgrad 1 (sehr sehr theoretisch) würde
einfach so lange Wasser raufpumpen, bis ein bestimmter Pegel erreicht
ist. Dann würde sie stoppen. Wenn ein Mikroliter wieder runterfliessen
würde, würde dieser Mikroliter wieder raufgepumpt --> das System stünde
still. Wie zwei parallele Kondensatoren sich auf eine gemeinsame Ladung
einigen.
Wie gesagt, die Abstrusität dieser Vorstellung rührt von der Abstrusität
einer Pumpe mit 100% Wirkungsgrad (zumindest bei einer Kreiselpumpe kaum
vorstellbar)
P.S. sorry für's vorherige Löschen meines Beitrags - hatte zu schnell
gelesen.
Joe G. schrieb:> oder man fügt eine Phasenverschiebung von 90 Grad ein wie> ich oben beschrieben habe
Damit simulierst Du dann eben einen dynamischen Speicher. Man kann auch
aktive Schwingkreise erzeugen, OpAmps können sich wie Spulen
verhalten....
Nun Speicher sind und bleiben Speicher. Eine Phasenverschiebung kann
jedoch durch Integration oder Differentation erreicht werden. Aktive
Bauelemente sind einfach nur Wandler. Wenn man sie noch mal unterteilen
möchte, meinetwegen in Wandler mit transformatorischen Eigenschaften und
Wandler mit gyratorischen Eigenschaften. Opamps werden sich also NICHT
wie Spulen verhalten, jedoch können Kapazitäten bei einem gyratorischen
Wandler (OPV Schaltung) als Induktivitäten auf den Wandlereingang
transformiert werden.
Schon richtig, aber nach Deinem Beispiel wäre ja dann jedes
Pumpspeicherkraftwerk ein Schwingkreis. Und die Grösse des Stausees muss
so dimensioniert werden, dass sich eine Resonanzfrequenz ergibt, die dem
Bedarf im Netz entspricht (ich demke mal Resonanzfrequenz = 24 Stunden).
Integration und Differentiation sind natürlich die Schlüsselelemente in
einem Schwingkreis. Und die damit verbundenen 90° Phasenverschiebungen.
In der Natur gibt es nun einfach Energieformen, die a priori so
zueinander passen, dass sie schwingen. Und das gibt dann die
"klassischen" Schwingkreise.
Aber mit technischen Mitteln kann man natürlich alles machen.
"Schwingkreise", die in Sägezahnmanier schwingen. Oder wiederholt "Hello
World!" morsen.
... oder eben - sich wie ein "klassischer" Schwingkreis verhalten.
Wolfgang Horn schrieb:> Die Periode der Umlaufzeit massen erst die Astronomen, Tycho Brahe> lieferte die Meßwerte, Kopernikus das bessere Modell und Isaak Newton> die bessere Berechnung.
Und wo bleibt der Herr Kepler?
Sept Oschi schrieb:>.... Laenge die Frequenz,> und das Gewicht bestimmt die Guete.
Die Güte wäre doch wohl eher in der Lagerreibung zu suchen.
guude
ts
Wikipedia ist evtl wirklich nicht der erste Anlaufpunkt wenn man es
nicht gerade sehr mathematiklastig mag. Aber neuerdings gibt es auch
noch ausserhalb von Wiki Artikel in den verschiedensten Schreibstilen zu
so etwas im Netz ;)